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Mineralien => Mineralien/Steine allgemein => Geschiebe => Thema gestartet von: Met1998 am März 15, 2015, 17:05:56 Nachmittag

Titel: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am März 15, 2015, 17:05:56 Nachmittag
Hallo Geschiebefreunde, :hut:
dieses Geschiebe aus der Lausitz kann ich nicht richtig zuordnen!
Der Stein ist in der Fläche 7 x 6 cm groß, wurde 2013 in der Kiesgrube Boxberg gefunden und dieses unglaublich schöne Gestein lächelte mich bei der letzten Mineralien-Börse an!
Hat jemand eine Richtung, um was es sich handeln könnte? (Gucke mal dort und dort!) Da er klein und bereits poliert ist, habe ich ihn nicht unter „Großgeschiebe aus der Lausitz“ eingestellt!
Die Quarzeinsprenglinge sind auffällig rissig, kleine Quarze in der Grundmasse. Ich vermute es geht in Richtung Drammen-Granit? Aber die Grundmasse haut nicht hin, denn das Gefüge besteht im Wesentlichen nicht aus Alkalifeldspat und Quarz!
(siehe kristallin.de, Drammen-Granit, 3. Bild)

Auf Grund der verwitterten Kruste hätte ich diesen Stein sicherlich nicht aufgehoben!

Gruß
Ehrfried
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: karlov am März 15, 2015, 17:25:39 Nachmittag
Hallo Ehrfried,

Du mußt Dich wohl mit Rhyolith (Quarzporphyr) zufriedengeben; ein Leitgeschiebe ist es wohl nicht, daher kann man auch kaum Aussagen über die Herkunft machen.
Wie gesagt: Porphyr (feine Grundmasse, die im übrigen AUCH aus (Kali-)feldspat und Quarz bestehen dürfte). Für einen Granit bräuchtest Du erkennbare Feldspäte, Quarz und mehr oder weniger dunkle Minerale (Glimmer, Hornblende).

Grüße  :winke:
Marc
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am März 15, 2015, 18:23:26 Nachmittag
Hallo Marc, :hut:
danke, Rhyolith (Quarzporphyr) müßte passen! :super:
Schade das bei Wikipedia das Bild keine Nahaufnahme ist.

Die andere Hälfte schlummert evtl. in einem Keller, Kiesbett oder Kiste?

Gruß
Ehrfried
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: JFJ am März 15, 2015, 19:24:25 Nachmittag
Moin,

superschönes Stück  :wow:

@ Marc: Warum sollte die Grundmasse aus Quarz und Kalifeldspäten bestehen.
Ich sehe hier nur Chalcedon als Einsprenglinge.

Dem Rhyolith stimme ich zu.
Wahrscheinlich ignimbritischer Genese oder kurz danach entstanden (Zertrümmerung der Einsprenglinge).

Von einem (Drammen)-Granit ist das Teil echt weit entfernt  :ehefrau:.
Sowohl vom Gefüge als auch vom Mineralbestand.

Gehe davon aus, dass Dich die roten Minerale getäuscht haben und Du sie als Alkalifeldspäte eingestuft hast.

Da das Gestein auf einer Börse erworben wurde (wäre ich auch nicht dran vorbei gekommen), gibt es wohl keinen Zettel dazu.
Ähnliche Gesteine gibt es mit vermuteter Herkunft aus der Ostsee.
Allerdings handelt es sich bei den (ebenfalls gebrochenen) Einsprenglingen um Quarz, nicht um Chalcedon.
Die Matrix sieht deinem Stück jedenfalls zum Teil ähnlich.
Den Ignimbrit erkennt man nur unter der Lupe.

Ich häng mal 3 Stücke dran.

Gruß
Jörg 
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: JFJ am März 15, 2015, 19:35:42 Nachmittag
Hier was mit weniger "bunt".
Eine gewisse Ähnlichkeit ist m. E. vorhanden, obwohl hier weniger eckige Klasten vorhanden sind: Ostsee-Konglomerat (http://www.kristallin.de/gesteine/ostseekonglomerat_v.jpg)

Gruß
Jörg
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: JFJ am März 15, 2015, 19:43:34 Nachmittag
Es gibt noch eine weiteres Gestein, welches gewisse Ähnlichkeiten aufweist, allerdings mit Impaktgenese: Neugrund-Brekzie (http://www.geoeducation.info/geoturism/randrahnud/neugrund.jpg)

 :winke: Jörg
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: karlov am März 15, 2015, 19:46:58 Nachmittag
@Jörg: du meinst es sicher andersrum: Kalifeldspat UND Quarz? Davon ausgehend, daß nicht sämtlicher Quarz kristallisiert ist, müßte ein Rest davon in der GM verbleiben.

Aber Konglomerat: das ist ja eine ganz andere Kiste. Also bräuchten wir nochmal ein Detailfoto, auf dem man die Matrix erkennt: feinkörnig oder dicht? Vulkanit mit Anteil an Sediment oder nicht?

Daran hatte ich gar nicht gedacht. Sieht aus wie ein Rhyolith, wenn auch mit ein bißchen viel und etwas großen Quarzen.
Jörg, du meinst, es sind Klasten, in einem vulkanisch beeinflußtem Sediment aufbereitet? Aber warum Chalcedon, die sind doch alle klar?
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: JFJ am März 15, 2015, 20:11:28 Nachmittag
@ Karlov: Du meinst, die bunten Einsprenglinge in Ehrfried´s Geschiebe sind kein Chalcedon, sondern Quarz?

An einen Rhyolith denke ich schon, habe nur mal Geschiebe mit ähnlicher (quarzhaltiger) Matrix eingestellt.
Muss ja keinen Zusammenhang geben, insbes. bei den Konglomeraten, fand den Vergleich halt mal erwähnenswert.

Wenn Du auf Feldspäte tippst, wie lässt sich die unterschiedliche Färbung erklären?
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am März 15, 2015, 20:32:59 Nachmittag
Hallo Geschiebefreunde, :super:
bevor die Diskussion noch heißer wird, hier auf die Schnelle eine Aufnahme von der Grundmasse,
mehr ist bei PC-Lupen- und Stubenlicht nicht möglich. Fotografiere sonst bei Tageslicht!!!

Herrn Bräunlich sein Stück Ostsee-Konglomerat ist natürlich auch der Hammer!!!

Gruß
Ehrfried
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: karlov am März 15, 2015, 21:42:38 Nachmittag
Aha, vielen Dank Ehrfried, sieht nicht wie ein Sedimentgestein aus, müßte ein Porphyr sein.
Ich hatte das Ding ja neulich auch mal in der Hand, hätte ich mich ordentlich täuschen müssen, daß es nun plötzlich kein Rhyolith mehr ist  :nixweiss:

@Jörg: Die Färbung der Quarze hatte ich mit Hämatit o.ä. erklärt, die müssen ja auch nicht im Quarz stecken, sondern könnten ja auch gefärbt aussehen.
Die unterschiedliche Färbung der Grundmasse, das ist Rost, würde ich sagen  :belehr:
Der Porphyr wird Wasser gezogen haben...rote Flecken sind auch in der Grundmasse zu erkennen.

Grüße,
Marc

 
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Sprotte am März 16, 2015, 09:32:27 Vormittag
Hallo,

das Gestein ist - wie schon gesagt wurde - ein Rhyolith. Und ein besonders saurer dazu, schon aufgrund des recht großes Volumens an zumeist idiomorphen Quarzeinsprenglingen (die Grundmasse enthält dann immer weiteren Quarz). Da ich auf die Schnelle keine Anzeichen einer tektonischen Überprägung erkenne, würde ich von einer anorogenen Entstehung ausgehen. Interesant und diagnostisch wertvoll (unter der Maßgabe, dass das Gestein ein nordisches Geschiebe und nicht ein südlichen Geröll ist) sind aus meiner Sicht die teils sehr ausgelängten Quarzeinsprenglinge. Gibt es Grundmässe garbenförmige oder zumindest Anzeichen mikrospärolitischer Strukturen? Sind - zumindest vereinzelt - auch (wenn nur sehr kleine) Feldspateinsprenglingen vorhanden?

Viele Grüße
Sprotte
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am März 16, 2015, 10:23:34 Vormittag
Moin Sprotte, :winke:
du stellst ja einen Anfänger Aufgaben (mikrospärolitischer Strukturen, Feldspateinsprenglinge)! :gruebel:

Sage mir von welchem Bereich/Bereichen du eine Nahaufnahme
(Mikroskop - die Sonne scheint gerade schön) möchtest!
Ich schicke sie dir zur Begutachtung.  (E-Mail Adresse?) :user:
Ich kann keine Feldspateinsprenglinge erkennen.

Gruß Ehrfried
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am März 20, 2015, 16:06:10 Nachmittag
Moin Geschiebesammler! :hut:
Nachdem die "SOFI" vorbei ist, hier ein weiteres, schönes Geschiebe aus der Lausitz.
Neben dem o. g. sandfarbenen, Boxberger Rhyolith,
(vermutlich Ostssee) habe ich noch diesen roten Stein, aus der Kiesgrube Großgarbe bei Bernsdorf, erworben.

Auch dieser wurde, wie der Rhyolith, nur als Geschiebe ausgewiesen!
Für mich ist das ein Dalarne roter Feldspatporphyr, liege ich da richtig?

Gruß Ehrfried
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: JFJ am März 21, 2015, 19:06:27 Nachmittag
Hallo Ehrfried,

würde mir nicht zutrauen dieses zu bestätigen oder zu verneinen.
Manchmal sind der Bestimmung anhand von Fotos halt Grenzen gesetzt.

Trotzdem, beste Grüße
Jörg
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am März 21, 2015, 20:09:01 Nachmittag
Hallo Jörg, :hut:
stimme dir voll zu, aber etwas Besseres als roter Feldspatporphyr
fiel mir zu dem Stein nicht ein!

Nicht umsonst werden die Fachleute vor Ort, „Mineralien-Spezialisten“,
den Stein nur als „Geschiebe“ ausgeschildert haben.
Keine Zuordnung, wie beim sandfarbenen Rhyolith!

Gruß
Ehrfried
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Juni 15, 2016, 11:12:20 Vormittag
3 weitere Kleingeschiebe aus der Lausitz:
An den Rändern unserer ehemaligen Großtagebaue (Lausitzer Urstromtal, heute Lausitzer Seenland) kommen viele große Findlinge vor.
„Schönes“, faustgroßes Geschiebe ist eher selten, da die freigelegten Steine aus dem Gletschervorfeld durch die Abraumförderbrücken (F25/F 60) auf der Haldenseite abgeworfen wurden/werden. Erst Steine ab 30 cm sind für den Gewinnungsprozess (Verkauf, Landschaftsgestaltung usw.) wesentlich.
Von den 59 Leitgeschieben sind z. B. am Lehrpfad des Tagebaus Lohsa 14 Bestimmbare ausgewiesen.

Ich möchte wieder 3 interessante Objekte der letzten 3 Jahre aus der Lausitz vorstellen.
Ob es Steine aus dem Norden (Schweden/Finnland/Baltikum), oder eher südliche Gerölle sind (Böhmen/Mähren), da wollte sich der „Geschiebebestimmer am Fließband“, und unsere Fachleute auf Börsen nicht festlegen.

Der interessierte Sammler will sie aber nicht als namenlose Funde einordnen, er will wissen wer sein Gegenüber ist und braucht dafür eine "Kann sein" Bestätigung! (Hildegard Wilske)

1. Rohlinge gereinigt:
Der 9 cm Gangporphyr (Småland?) war ein Bruchstück, die Bruchfläche hat der Steinmetz begradigt und poliert.
Den 13 cm Emarp Porphyr (Sjögelö?) habe ich auf einer Börse in drei Teile zersägt.
Vom 16 cm Gangporphyr habe ich im NATZ mehrere Scheiben abgeschnitten.
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Juni 15, 2016, 11:16:33 Vormittag
2. Gefüge nah:
Sind das meine letzten Nahaufnahmen von Lausitzer Gefügen?
Denn in Brandenburg ist der Auslauf der Lausitzer Braunkohleförderung im Gespräch.
Somit könnten bei uns neue, faustgroße Kleingeschiebe bis 20 cm und große Findlinge Seltenheitswert bekommen.
In den Kiesgruben der Niederlausitz findet man eher noch faustgroße Stücke.
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Juni 15, 2016, 11:22:55 Vormittag
3. Schnitt und Politur:

· Der jetzt 9 cm grau/grüne Gangporphyr (7, „Wildschwein“) ist nicht besonders schön, aber selten? Er hat einen Ehrenplatz für Anhänglichkeit erhalten, da es zu ihm eine kleine Geschichte gibt!

· Der jetzt 10 cm braune Emarp Porphyr (8, „UFO“) zeigt nach dem Schnitt sehr alte Spannungsrisse, sie gehen durch alle drei Schnittstücke.

· Beim jetzt 9 cm braunem Gangporphyr (9,“Tortenstück“) zeigt jede Scheibe ein anderes, schönes Muster mit rotem Alkalifeldspat.

Geschnitten und poliert wirken sie eben dekorativer als Rohlinge!

Gruß Ehrfried
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: karlov am Juni 15, 2016, 11:53:11 Vormittag
Hallo Ehrfried,

den ersten Gangporphyr würd ich gar keiner Herkunft zuordnen, da spezifizierende Eigenschaften weitgehend fehlen. Es ist ein Granitporphyr,
der könnte auch aus einem Rapakiwivorkommen stammen. Sehe gerade, eine Hälfte von dem Stück liegt mir ja auch vor  :winke:
Mit mit der Lupe sehe ich grössere runde korrodierte Quarze und kleinere eckige Quarze. Aber ob das ausreicht zur Einordnung in ein Rapakiwi-Vorkommen?
Ich würde das Stück Granitporphyr nennen.

Der "Emarp-Porphyr" ist sicherlich ein Smaland-Gangporphyr, allerdings würde ich ihn eher dem Typ Sjögelö zuordnen. Die rissigen, hellen Alkalifeldspäte sind mit rotem (Hämatit?-)Staub versehen, eher wenig Quarze sind grau bis bläulich gefaärbt, die Grundmasse ist leicht körnig. Wie gesagt: "Typ" Sjögelö, weil das Anstehende des eigentlichen Sjögelö-Porphyrs (nach Nordenskjöld) sehr klein ist. Siehe auch hier:
http://kanalmusik.de/wordpress%202/?p=7500 (http://kanalmusik.de/wordpress%202/?p=7500)

Das dritte Stück, der "Gangporphyr" (woher weiß Du, daß es ein Ganggestein ist?), ist interessant. Solche und ähnliche Porphyre (bräunliche feinkörnige Grundmasse, eckige Quarze, an die ehem. Hochquarze im roten Ostsee-Quarzporphyr erinnernd, aber viel zahlreicher sowie leuchtend hellrote Einsprenglinge) werden immer mal wieder gefunden, auch als Granitporphyr, sie sind nicht besonders selten. Ich habe auch mehrere davon. Sie stammen vermutlich aus einem Rapakiwi-Vorkommen, aber von diesem Porphyrtyp ist weder ein Anstehendes bekannt noch ist er beschrieben (soweit ich weiß). Nach den Ausführungen von M.Bräunlich auf div. Tagungen ist der Nordbaltische Pluton fast so groß wie der Aland-Pluton, und dort wird nicht nur roter Ostsee-Quarzporphyr und Ostsee-Rapakiwi anstehen, sondern vermutlich noch eine ganze Reihe anderer Gesteine. Diesen Porphyr dorthin zu verorten bleibt aber pure Spekulation meinerseits, solange man nicht durch Geschiebefunde zumindest das gemeinsame Auftreten mit Gesteinen vom NB-Pluton belegen kann.

Viele Grüße,
Marc
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Juni 22, 2016, 13:08:36 Nachmittag
Kurzgeschichte zum Granitporphyr („Wildschwein“)
(Bild 7 oben, Antwort 17)

November 2014: Der Angler guckt ja beim Spinnangeln am See auch mal nach unten, um zu sehen wo man „hinlatscht“, denn eine Wathose voll Wasser ist nicht so angenehm. Da lag plötzlich dieser rostbraune Stein (10). Auf Grund der heller leuchtenden Feldspäte, nahm ich ihn aus dem Wasser und machte ein Foto. Da er zerbrochen war und mir nicht sonderlich gefiel, schmiss ich ihn im Uferbereich wieder in den See.

Januar 2015: Beim Blinkern erregte dieser Stein abermals meine Aufmerksamkeit. Ich machte erneut ein Foto, und er ging wieder im See baden. Zu Hause merkte ich, dass ich ja das Stück schon einmal vor der Linse hatte, denn es gab noch ein ähnliches Objekt.

Januar 2015: Etwas später gab es schwere Süd-Oststürme (11), sie sorgten bei vollem See mit ca. 1 m hohen Wellen, für Uferschäden an der Blockschichtung und Findlingsschüttung, sowie Steinreinigung, und Kies/Stein-Umlagerungen.

April 2015: Ich schickte die Fotos dieses rostbraunen Steines zur „Kann sein Bestimmung“ an einen Geschiebeprofi, der sich mit Lausitzer Großgeschieben auskennt.
Er sagte: „Na, fisch ihn noch mal aus dem Wasser, falls du ihn wiederfindest“.
Der Stein lag natürlich durch den Januar-Sturm nicht mehr da, wo ich ihn abgelegt hatte.

Dezember 2015: Das unerwartete traf ein, ca. 80 m von der letzten Fundstelle fand ich wiederum beim Angeln das „Wildschwein“ im Flachwasserbereich. Jetzt hatte er allerdings eine grau-grüne Farbe (12)
Den Rest kann man sich denken, er landete zum Schnitt und Politur beim Steinmetz. Nun hat er in der Vitrine einen Ehrenplatz für Anhänglichkeit erhalten.
Die Verfärbung von grau-grün zu rostbraun liegt am Eisenhydroxid, welches in den gefluteten Tagebaurestlöchern reichlich vorhanden ist. Sand/Kies und starker Wellengang haben im Jan. 2015 für die „Rückumfärbung“ gesorgt.

Met1998
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: [gelöschter Benutzer] am August 21, 2016, 20:30:53 Nachmittag
Hallo Ehrfried,
liebes Forum

wollte Dir noch das Fundstück zeigen, welches mich an Dein Granitporphyr10 erinnert.
Scheint aber eine Varietät zu sein.

Habe ich nach unserem Erstkontakt, auf einem Wertstoffhof gefunden.
Beschreibe den Fund mit seinen Mitweggeschmissenen in einem anderen Thread unter " Aufstand der Dinge "

Was denkst Du hierzu und was kann es sein?

LG[gelöschter Benutzer]

Größe: ca.5cm x 4cm x 1cm
Gewicht: ca.35 Gramm

(http://up.picr.de/26576220of.jpg)

Eine gute Zeit und bis dahin
[gelöschter Benutzer]
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: JFJ am September 01, 2016, 18:54:18 Nachmittag
Moin[gelöschter Benutzer]

erinnert mich eher an einen Rhombenporphyr Nr.7 (RP7)
Die Lausitz wäre allerdings als Fundort an sich eher unwahrscheinlich (Geschiebefächer Norwegen).
Aber wenn Du sagst, dass das Gestein auf einem Wertstoffhof lag ... evtl. weg geworfen?

Beste Grüße
Jörg
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am September 01, 2016, 19:59:22 Nachmittag
Hallo Jörg, :hut:
bist Du auf die falsche Taste gekommen, ich würde eher sagen RP1 (Krokskogen-Typ). Im Geschiebesammler Bestimmungspraxis Rhombenporphyre (dein Heft) Seite 63 unten, der sieht doch eher aus als der auf Seite 71 unten. :gruebel:

Auf alle Fälle ist das Stück von [gelöschter Benutzer] nicht aus der Lausitz!
Gruß Ehrfried :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am September 02, 2016, 09:50:50 Vormittag
Moin Jörg, :hut:            
der Profi hat natürlich Recht, gestern abend bei Stubenlicht betrachtet habe ich die orangenen Zonierungen bei [gelöschter Benutzer] seinen Feldspäten nicht erkannt. Farblich hat er zwar mehr Ähnlichkeit mit einem RP1 aber die Farbe ist nicht entscheidend, sondern das Gefüge und somit RP7! :super:

[gelöschter Benutzer] hat vermutlich nur die Fotos angesehen und nicht die Geschichte zum "Wildschwein" gelesen. Antwort #20! - Ehrenplatz in der Vitrine wegen Anhänglichkeit, Reinigung durch Sand und Wellen. (Er war ja gut in Fahrt und hat nur mal so einen reingehauen, eine Bockwurst mit einer Bulette verglichen)

Hier noch mal beide Gesteine zum Vergleich:
Sie kommen beide von diesem Planeten, aber der eine aus einem Tagebau in der Niederlausitz und der andere aus einem Werkstoffhof in Wiesbaden.

Ehrfried
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: JFJ am September 02, 2016, 19:49:14 Nachmittag
Moin,

der Rp7 ist ein wenig problematisch zu erkennen, da die FS so gut wie nie rhombenförmig ausgeprägt sind.

Beste Grüße von der verregneten Nordseeküste
Jörg
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: [gelöschter Benutzer] am September 03, 2016, 18:55:15 Nachmittag
Hallo Forum,

Danke Jörg für Deine Einschätzung - werde mich intensiver mit Geschiebefächer beschäfftigen. Merci.

stimmt,
habe es einfach mal so rausgehauen und ne Bockwurst mit ner Stulle.... Nee, ...
fand Ihn lustiger Weise nachdem ich mit Ehrfried über Geschiebe schrieb
und er erinnerte !  mich an Ehrfrieds Porphyr10 - mehr war es nicht - weder ein gemutmaßter Met
noch ein vermeidliches Lausitzer Geschiebe..

Natürlich konntet Ihr nicht wissen welche Nachrichten Ehrfried und ich
uns vorher schickten, dass nächste Mal sende ich solche Erinnerungen
auch als PN.

Und ja,
es wurde wohl mit den anderen auf dem Foto weggeschmissen, klar
und zwar auf einem Wertstoffhof in Nürnberg.

Selbst sammle ich keine Geschiebe und wollte nur etwas "zufällig"
aufgetauchtes, gedacht beitragen.

Mehr nicht - habe es jetzt verstanden.

Lese nun die Geschichte von Vorne und
lasse ALLES ! durch drei Siebe fallen, bevor ich
nochmal irgendetwas, "raushaue".

Ihr habt ja recht - ...

VLG
[gelöschter Benutzer]

PS: Lieber Ehrfried, möchte Dir den Porphyr gerne zusenden, wenn Du magst
      wenn nicht, an einen Geschiebefreund der Interesse hat.                 [gelöschter Benutzer]
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am November 20, 2016, 15:03:05 Nachmittag
Ergänzung zur Antwort #20, Bild 10 und 12
(Verfärbung von Geschieben in Tagebaurestlöchern)

Eisenhydroxid - Eisenocker:
Wie der Seegrund (Sand/Gesteine) eines Tagebaurestloches, nach der Ablagerung mit Eisen(III)-hydroxid aussieht, zeigt der „braune“ Granitporphyr im Bild 10.

Wenn das Eisen(II)-hydroxid aber in einem Grundwasser-Ableiter (600er Druckrohrleitung) mit Luftsauerstoff in Verbindung kommt, fällt ebenfalls Eisen(III)-hydroxid aus, und die Leitung ist dicht!
Man bekommt es nur noch mit Spaten und Presslufthammer wieder raus! :wow:

Ehrfried :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Januar 04, 2017, 12:03:33 Nachmittag
Kleingeschiebe- und Gerölle/Schotter aus der Lausitz:

Hallo Geschiebefreunde:
Da ich beim Steinmetz nicht nur die Geschiebe von den norddeutschen Küsten
zur Bearbeitung hatte, hier noch einige aus Kiesgruben und Tagebauen der Lausitz.

Für die Vitrine weniger geeignet!

Ehrfried
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Januar 04, 2017, 12:54:21 Nachmittag
„Quarz UFO-Kuppel“:
Ein 9 cm Gestein aus dem 9ner Block macht mir Kopfzerbrechen:
Zuerst dachte ich an Schnecken-Kalk, oder Quarz mit Calcit.

In der Mitte, VS (und auch außen, RS) sind teilweise Kristalle nicht mehr vorhanden, wurde evtl. durch saures Wasser gelöst, oder sind rausgefallen.
Unter der Lupe braust aber mit Säure nichts auf !
Ist es evtl. nur ein durch Druck und Hitze verdichtetes Sedimentgestein?

Wie könnte man dieses Stück aus Ottendorf-Okrilla bezeichnen?

Gruß Ehrfried :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: karlov am Januar 04, 2017, 13:37:26 Nachmittag
Moin Ehrfried,

sieht aus wie ein zellig zerfressener Gangquarz oder Kastenquarz, die im Erzgebirge vorkommen.

Grüße  :hut:
karlov
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Victoria2 am Januar 04, 2017, 14:01:33 Nachmittag
Sehe ich ebenso. Solche Zellquarze sind in den Elbeschottern nicht selten.   
Gruß aus Brieske
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Januar 04, 2017, 16:09:15 Nachmittag
Hallo @karlov, @Victoria2

Zellquarz klingt gut! :super:
Dazu findet man etwas im Netz.
(Bei dem Stück war der graue Steinbeißer am Werk :laughing:)

Ottendorf gehört zur Niederung der Großen Röder (Fluss) ...und die ist zusammenhängendes Siedlungsgebiet Lausitzer Kultur.
Damit kann ich das Gestein hier unter Geschiebe Lausitz lassen.

@Victoria2:
Sehe ich da ein neues Benutzerbild  :gruebel:

Gruß aus SFB
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Januar 04, 2017, 16:45:27 Nachmittag
Nach der Suche im Netz: :google:
Müsste dieses 4 cm Stück aus unserem Tagebau auch Zellquarz sein.

Habe ich erst, vor dem Schneefall, aus dem Kiesbett am Haus wieder rausgefischt.

Ehrfried
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Victoria2 am Januar 04, 2017, 16:47:20 Nachmittag
Zitat
Sehe ich da ein neues Benutzerbild

Ja, eines welches eher meinem Hobby entspricht, als die vorherige Fabrikanlage, (daher auch mein Nickname)
einen Achat (ca 7cm im Dm) von der Grödener Endmoräne bei Großthiemig.

Gruß aus Brieske
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Victoria2 am Januar 04, 2017, 16:48:56 Nachmittag
......noch mal in Original
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Januar 04, 2017, 17:03:55 Nachmittag
Hallo Vctoria2,
Zitat
......noch mal im Original
schönes Teil !!! :nd: für die Vitrine, dazu gäbe es Fragen:
1. Endmoräne, klingt nach Lausitz?
2. Größe?
3. Wo überwintert die zweite Hälfte?

Ehrfried
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Victoria2 am Januar 04, 2017, 17:27:50 Nachmittag
also:
zu1. https://de.wikipedia.org/wiki/Schraden_(Landschaft)
zu2. steht in Antwort 33
zu3. Gegenhälfte bei einen befreundeten Sammler ( nicht im Forum vertreten)

Gruß
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: karlov am Januar 04, 2017, 19:47:46 Nachmittag
Südliches Geröll, Ehrfried, nicht Geschiebe.
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Januar 14, 2017, 16:13:14 Nachmittag
„Lausitzer Mischmasch“,
aus nördlichen Eiszeiten und südlicher Urelbe.

Mein Jagdgebiet:
Bild 1: Tertiärer Elbelauf, LMBV und W. Nowel, Lausitzer Braunkohlenrevier, Schätze der Lausitz.

Bild 2: Saale-I-Eisschild, Sebastian & Suhr, Wanderungen in die Erdgeschichte (17)
Niederlausitz - Die Senftenberger Seenplatte.
Meine Gesteine von den Fundorten zwischen Dresden und Berlin (Lausitz), habe ich mal in 7 Neunerblöcke gepackt.

Gut Guck 1 wünscht,

Ehrfried

Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Januar 14, 2017, 16:19:27 Nachmittag
Guck 2:
Quer durch den „Steingarten“, zeigt eine kleine Auswahl sowohl nördlicher Kleingeschiebe vergangener Eiszeiten,
als auch südlichen Gerölls aus den acht Fließrichtungen der tertiären Urelbe.

Beim südlichen Geröll sind verschiedenfarbige Lydite, Quarz, verschiedenfarbige Flinte (Feuerstein),
Zellenquarz, Basalt- mit Augiteinsprenglingen (Tephrit) und Konglomerate dabei.
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Januar 14, 2017, 16:23:36 Nachmittag
Guck 3:
Bei vielen "Kann-sein"-Bestimmungen hat mich der Kenner der Lausitzer Großgeschiebe unterstützt. :super:

Gruß Ehrfried :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: reco am Januar 15, 2017, 15:49:47 Nachmittag
Hallo Freunde der Lausitzer Geröll und Geschiebesteine!

Ich habe diesen Stein vor vielen Jahren, auf einem Feld, unweit von Kamenz (Westlausitz) gefunden,
konnte ihn bisher nirgends zuordnen,
deshalb frage ich mal die Experten,

Roland
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Januar 16, 2017, 11:56:04 Vormittag
Moin reco,
ich hatte zwar angenommen, dass sich hier Experten zu deinem Stück äußern,
aber meine Kann-sein Bestimmung wäre Migmatit oder Gneisgranit.

Bin zwar kein Experte, aber an Hand von Bild 2 sind mir solche Gesteine aus unserem Stadtwald
(Geologiepfad) nicht unbekannt.
Die gibt es in vielen Farben. Wechselhaftes Gefüge und lagenförmiger Anordnung von Fliessfalten
als Resultat der teilweisen Aufschmelzung des Gesteines.

Kannst ihn ja mal aufschneiden (oder aufschneiden lassen)
und dann noch mal ein schönes Foto einstellen. Dann sieht man das Gefüge noch besser.

Gruß Ehrfried :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: JFJ am Januar 16, 2017, 20:21:48 Nachmittag
Moin,

ich meine Feldspat (das Rote), Quarz und Glimmer (das Dunkle) zu erkennen.
Das wäre dann schon mal ein "Magmatit" (aus Magma entstanden).

Über das Edukt könnte man jetzt spekulieren.
Wahrscheinlich ein Orthogneis, wobei ein Orthogneis ja selbst bereits eine Umwandlung darstellt.
Ursprünglich kommt evtl. ein Plutonit (Granit) infrage (als Vermutung).
Würde ich von den roten FS ableiten.

Also folgendermaßen:
1. Magma in der Tiefe ausgekühlt = Plutonit = Granit
2. Metamorph überprägt = Gneis
3. Hat noch mal was arg auf die Mütze bekommen = Migmatit

Oder Punkt 2 und 3 sind zusammengefasst und es hat nur eine Umwandlung gegeben.
dann als Edukt eher was in Richtung Prick-Granit

Beste Grüße
Jörg
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: reco am Januar 17, 2017, 10:34:19 Vormittag
Moin Moin!

ich bedanke mich für eure Bestimmungen,  :super:
meine Vermutungen gingen in Richtung Erdbranntgestein - Porzellanit,


Gruß
Roland



Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: karlov am Januar 17, 2017, 11:08:35 Vormittag
Moin!

DAS könnte eine Möglichkeit sein. Für mich sieht das Gestein zunächst wie ein Granofels aus mit schwarzen Granoblasten, möglicherweise in Richtung Cordierit mit retrogradem Biotit sowie vermutlich "eigenständigen" Biotitplättchen. Es ist sowohl ein gneisiges Gefüge im unteren Teil (Foto unbekannt-2) als auch ein granoblastisches Gefüge im oberen Teil zu erkennen. Migmatitisches Gefüge liegt nahe. Das Problem an Erdbranntgesteinen dürfte aber in der Erkennbarkeit jenseits des Anstehenden sein, da diverse Sedimentgesteine (haupts. wohl Tone und Mergel) im Kontakt mit brennenden Steinköhleflözen der Pyrometamorphose unterworfen werden können. Und es gibt wohl unzählige kleinere und größere Vorkommen in Böhmen. Gemeinsame Eigenschaften sind nach FEDIUK et al. 2003 pastellartige Farben (rot, grau, braun, gelb). Es sind harte aber spröde, auch schlackige Gesteine, die häufig einen konischen Bruch zeigen. Hier gibt es Bilder und den Verweis zur o.g. Literatur:
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/RockData?rock=Porzellanit (https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/RockData?rock=Porzellanit)

Möglicherweise ist viel Feldspat enthalten? Das spräche gegen eine Entstehung aus tonigen und mergeligen Sedimenten.
Fundort N von Kamenz? Da müsste es auch nordische Geschiebe geben. Farbe und Textur erinnern an Gesteine, die es auch im Västervik-Gebiet gibt, ohne dass man dieses Gestein dorthin verorten sollte.

Grüße,
karlov
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: speul am Januar 17, 2017, 18:12:12 Nachmittag
Moin,
hätte ich nie geglaubt, dachte eher an einen verfrühten April-Scherz
aber: etwas Recherche hat mir das gezeigt:
https://shop.steinzeitoase.de/Porzellanit-Scheibenstein-Sonderqualitaet-ca-36-cm-x-3-cm-x-09-cm-GKS
auch wenn das mit dem "wassüdliches" aus Südafrika dann doch schwierig werden wird (bitte Smiley nach Bedarf einfügen
speul
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: JFJ am Januar 17, 2017, 18:49:56 Nachmittag
ich bin zwar schon ein alter Sack, aber der Terminus muss noch vor meiner Zeit liegen  :laughing:
So bin weg ... die Zettel von den Hornfelsen abrupfen ...

@Roland
Spaß beiseite.
So verkehrt lagst Du ja nicht.
Die Übergänge Kontaktmetamorphose, Druck-Temperaturmetamorphose ... sind so verschieden jetzt auch nicht.

Die Richtung passt schon.

 :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: karlov am Januar 17, 2017, 19:31:36 Nachmittag
@Speul,
bleibe fassungslos zurück und gehe dann mal wieder Briefmarken sammeln  :platt:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Januar 26, 2017, 09:51:52 Vormittag
Lydite aus der Lausitz:
Mal wieder etwas Geröll zum Gucken.

Der sehr harte, dunkle Kieselschiefer wird auch als „Eisen der Steinzeit“ bezeichnet -
Verwendung als Steinwerkzeug.
Vermutlich kam das Geröll mit den Elbeläufen aus dem Süden
(Tschechische Republik) in die Lausitz.

Wie man sieht, gibt es hier schönes, dunkles Sedimentgestein in verschiedenen Farben,
von gelb, schwarz und grau, hell-weißlich, bis zu  bräunlich und rötlich.

Gruß Ehrfried

Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Januar 26, 2017, 09:59:31 Vormittag
Muscheliger, scharfkantiger Bruch mit Quarzadern:

Hier habe ich mal einige unschöne Stücke zerkloppt:
Durch den schichtweisen Aufbau ist das Gestein sehr spröde und scharfkantig.

Meiner Meinung nach haben unsere südlichen Lydite große Ähnlichkeit
mit den braunen, schwedischen Forsmark Brekzien aus dem Norden:

http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.strandsteine.de%2FForsm1.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.strandsteine.de%2FForsmark-Brekzie.htm&h=395&w=650&tbnid=rvaMzq4tNV24SM%3A&vet=1&docid=D3ppzjoMQFwd5M&ei=oF-IWO3zLYWd6ATm-ZAQ&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=192&page=0&start=0&ndsp=25&ved=0ahUKEwjtw6qp7tzRAhWFDpoKHeY8BAIQMwgfKAIwAg&bih=884&biw=1038 (http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.strandsteine.de%2FForsm1.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.strandsteine.de%2FForsmark-Brekzie.htm&h=395&w=650&tbnid=rvaMzq4tNV24SM%3A&vet=1&docid=D3ppzjoMQFwd5M&ei=oF-IWO3zLYWd6ATm-ZAQ&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=192&page=0&start=0&ndsp=25&ved=0ahUKEwjtw6qp7tzRAhWFDpoKHeY8BAIQMwgfKAIwAg&bih=884&biw=1038)

Solch Lydit ähnlichen Gerölle findet man auch in Mecklenburg,
oder nördlich und östlich des Nördlinger Ries-Kraters (Frankenland), in der Weser, usw.

Wie schon an anderer Stelle festgestellt, können feinkörnige Gesteine wie Lydit
grundsätzlich aber nur im Labor genau bestimmt werden.

Ehrfried :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: JFJ am Februar 28, 2017, 19:22:45 Nachmittag
Moin Ehrfried,

schöner Beitrag zum Lydit.

Erlaube mir eine Anmerkung:
An der Weser findet man recht häufig auch Lydite aus dem Harz (Unterkarbon).
Z.T. an den Ufern wenn sie natürliche Kiese aufweisen oder in den nahen Kiesgruben (Z.B. in und um Tündern)

Gruß
Jörg
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 29, 2017, 11:24:52 Vormittag
Sommerloch?  :gruebel:

Moin,
da sich Geschiebe/Geröll-technisch im Sommerloch nicht viel tut, ca. 20 „Gucker“,
hier einige schöne Stücke aus 2017.
.
Echt Lausitz!  :super:

Gruß Ehrfried
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: karlov am August 29, 2017, 13:52:49 Nachmittag
Moin Ehrfried,

ehm, ein grün-blauer Sandstein? Falls die Farben korrekt wiedergegeben sind, ist das Einzige, was ich in dieser Richtung kenne eine Raseneisenerzschlacke aus historischer Verhüttung. Gerne als Geröll in der Neiße zu finden. Ist die Gesteinsmasse denn glasig und dicht?

Grüße,
karlov

Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 29, 2017, 17:50:14 Nachmittag
Hallo karlov,
so schön grün/blau und gemustert sah er aus, gleich nachdem ich ihn gefunden hatte.
Deshalb habe ich ihn mitgenommen. Inzwischen wurde er gereinigt und sieht jetzt so aus (nass).
Ein wenig blau ist noch zu sehen und geht auch nicht mehr ab!

Eher nicht glasig und feinkörnig, also nicht wie deine Raseneisenerzschlacke.
Evtl. umbenennen, doch kein Sandstein?  :gruebel:

Möchte ihn aber nicht zerkloppen!  :aua:

Gruß Ehrfried
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am März 03, 2018, 09:37:50 Vormittag
Moin Gemeinde,  :hut:
so ein 5 cm großer, geschnittener und polierter Lydit sieht auch nicht schlecht aus!  :wow:
Die bunten Gesteine findet man in der "Sandbüchse Europas" auf jeder Kiesfläche!
Aber was soll man noch alles sammeln?

Schönes Wochenende wünscht,
aus der sonnigen Lausitz (-13° C),
Ehrfried
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Juni 21, 2018, 14:04:50 Nachmittag
Dalarne Porphyr: (ESP = Einsprenglingsreich)

Bei dem schönen Angel- und Badewetter, ist mir in unserem Tagebau-Gewässer (SFB-See) mal wieder ein schönes 5 cm Stück (Nordisches Geschiebe) in den Kescher gegangen.

Zuerst dachte ich ein Brauner Ostsee-Quarzporphyr, aber da kein Quarz zu sehen ist,
habe ich ihn (mit Unterstützung  :super:) Dalarne Porphyr getauft.

 :hut:
Ehrfried
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am September 06, 2018, 15:50:44 Nachmittag
Mal wieder 3 schöne, südliche Gerölle der alten 8 Elbeläufe.
Durch die große Trockenheit in der Lausitz ist unser Tagebausee um fast einen Meter abgefallen und neue Gesteine kommen an den Ufern zum Vorschein.
So etwas findet man aber nur, wenn genug Scheuermittel (Kies/Sand) vorhanden ist!
Ansonsten sind alle „Mäuse“ grau oder rostbraun (Eisenhydroxid).

Nach Bernstein und Moldavite guckt man bei der Gelegenheit natürlich auch.

Schneiden werde ich sie nicht, weil dadurch keine „Qualitätsverbesserung“ zu erwarten ist.
Ich habe sie vorläufig so bezeichnet:

1. 7 cm, Grüner Sandstein

2. 6 cm, Buntes Konglomerat

3. 5 cm, Lydit
http://www.kristallin.de/suedliche/lydit.htm (http://www.kristallin.de/suedliche/lydit.htm)

Gruß Ehrfried  :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Oktober 28, 2018, 13:54:46 Nachmittag
Es regnet heute leicht in der Lausitz,
und an unserem Tagebau-See sind jetzt, nach 45 Jahren!, solche Geräte im Einsatz.  :wow:

Was macht man da bei dem Wetter?
Noch ein Steinchen von der Küste zeigen!

Der "Steinfried"  :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Dezember 09, 2018, 17:00:08 Nachmittag
Weil wir in 1001 Gestein... gerade bei schönen Ostsee-Gneisen waren:
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=9689.msg145455#msg145455

Hier als Gegensatz mal ein 4 cm Mini-Gneis aus unserem Tagebau.
Ob der als Kleingeschiebe aus dem Norden, oder Elbe-Geröll aus dem Süden zu verorten ist, vermag ich nicht zu sagen.
Eben Lausitz, und nicht so schön rund gelutscht.

Gruß Ehrfried  :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Januar 03, 2019, 16:38:53 Nachmittag
Der Weihnachtsmann sorgte gleich für einen schönen Gesteine-Guck aus unserer Gegend.

17 cm, Achat-Ametyst-Quarz-Hornstein

Diesen Hingucker aus dem Kieswerk Ponickau/Nauendorf, hätte ich auch bei Achate aus Deutschland zeigen können.
Ponickau liegt schon in Sachsen, von SFB aus also gleich „um die Ecke“ (ca. 30 km).
In der Gegend bin ich öfters mal zum Angeln, deshalb der Achat unter Elbegerölle Lausitz.
Unter 30 cm Größe fällt im Bergbau noch unter Kleingerölle.

Die Kies- und Sandablagerungen der alten 8 Elbeläufe sind teilweise 30 bis 35 m dick. (Sandbüchse Lausitz/Brandenburg)
siehe auch Antwort #39
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=10741.msg139275#msg139275
 (https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=10741.msg139275#msg139275)
Ehrfried  :w-gesch:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: JFJ am Januar 04, 2019, 16:04:50 Nachmittag
Wow - das Teil hätte ich auch nicht liegen gelassen :super:

Gruß
Jörg
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am März 02, 2019, 17:55:44 Nachmittag
Threadwechsel für meine Lausitzer!:

Bei 76 Seiten Achate aus Deutschland, mit ca.10 bis 15 Antworten je Seite, da verliert man langsam den Überblick (schon gezeigt, nicht gezeigt, lange Suche)  :platt:

Da auch unsere Geröll-Achate auf/aus Feldern und Kiesgruben von den 8 Elbeläufen „mitgeschleppt“ wurden und zu den Gesteinen der Lausitz gehören (wie Lydit und Feuerstein), packe ich unsere „Lausitzer Geröll-Achate“ deshalb hier rein!

Zumal einige ohne Kiesgruben-Angabe dabei sind. Wie schon mal gesagt, manch Sammler, Händler, Tauscher und Schleifer aus unserer Gegend nimmt das mit der Verortung nicht so genau! (Einfach nur ne‘, Kiste Lausitz)

Das ist aber für mich kein Problem, denn die Schönheit und rhythmische Kristallisation unserer Stücke geht dadurch nicht verloren.

Schon gezeigt:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am März 02, 2019, 18:02:45 Nachmittag
Kleine Neuzugänge:

Ein 5 cm Jaspis-Quaz Brekzie und eine
4 cm Achat Pseudomorphose.

 :user:  Ehrfried
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am März 13, 2019, 09:11:13 Vormittag
Erdbrandgestein Lausitz

Moin, @reco, -karlov, -Jörg, -speul, -Victoria2, -usw.

Heute hochinteressanter Artikel über Erdbrandgestein (Lausitzer Tonbrände) in unserer Tageszeitung.  :wow:

https://www.lr-online.de/lausitz/senftenberg/roemerkeller-kostebrau-wenn-in-der-lausitzer-erde-ton-gebrannt-wird_aid-37369557 (https://www.lr-online.de/lausitz/senftenberg/roemerkeller-kostebrau-wenn-in-der-lausitzer-erde-ton-gebrannt-wird_aid-37369557)

Wem es interessiert, und falls der Artikel nur über Abbo zugänglich ist, der kann mich ja mal „anfunken“!

Gruß Ehrfried  :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: JFJ am März 13, 2019, 16:35:46 Nachmittag
Interessanter Artikel, danke für´s Einstellen.

Gruß
Jörg
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am März 13, 2019, 17:15:45 Nachmittag
Hallo Jörg,
gern geschehen, hier noch mein Nachtrag:

1. Noch Hobby, oder schon Wahn?
Der letzte Satz haut mich ja vom Hocker!
Wenn ich so innen und außen gucke, sehe ich hier ca. 300-400 Stck.
Und da steht, bei ca. 5000 Stck.!!! hat er aufgehört mit der Beschriftung /Zählung!  :wow:

2. Erdbrandgestein unbekannt:
Das Kuriose ist, dass Kostebrau-Römerkeller zu meiner Bergbauzeit nur ca. 17 km von SFB entfernt und ich im Tagebaue Kleinleipisch und Klettwitz ab und zu vor Ort war.
Nie ein Wort über den dortigen Erdbrandstein und unterirdischen Gänge und kellerartige Hohlräume gehört! (z. B. in der BKK-Betriebszeitung).
Es kommt noch besser:
Nach dem Bergbau arbeitete ich in Lauchhammer-West, ca. 11 km Entfernung vom alten Römerkeller.
Am Römerkeller haben wir nach 1992 eine Werkhalle abgebaut und in Lauchhammer-West wieder aufgebaut. Auch von den Ortskundigen kein Wort über Erdbrandstein und Hohlräume.  :unfassbar:

Vermutlich wussten nur die BKK-Geologen und -Vermesser über dieses Gestein Bescheid.
Auch der Autor beschäftigt sich erst in jüngster Zeit mit dem ehem. Vorkommen.

Ehrfried  :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am März 14, 2019, 15:49:57 Nachmittag
Renaturierter Römerkeller:
Wer beeindruckende Bilder von meiner Heimat sehen will, kann mal hier gucken, ab 1. Miozäner Flözkomplex:

http://kanalmusik.de/wordpress%202/?p=2149 (http://kanalmusik.de/wordpress%202/?p=2149)  :super:

Viele Dörfer wurden für die Braunkohle platt gemacht.
Unser karlov ist so begeistert von unserer Gegend, dass er gleich ein kleines Video mit passende Musik dazu zeigt!  :wow:

Es spiegelt die Stimmung der Menschen und der Landschaft wieder, die damals und noch heute der Lausitzer Braunkohle weichen mussten/müssen.

Aber jede Medaille hat zwei Seiten!  :fluester:
Gruß Ehrfried
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am März 16, 2019, 08:36:20 Vormittag
Leuchttürme Lausitz:

„Gott schuf die Lausitz. Der Teufel packte die Kohle darunter.“

Hatte ich ganz vergessen, hier mal die andere Seite der Medaille:
Wir haben hier nicht nur abgebaggerte Dörfer, Grundwasser, Wölfe, Wildschweine, Findlinge, Kiesgruben und Radwege, sondern auch einige „Leuchttürme“.

Wäre z. B. die Dörfer oberhalb von SFB (Raunoer-und Klettwitzer Hochebene ) nicht platt gemacht worden, hätte ich vermutlich meine Frau nicht kennen gelernt. Wäre somit kein Angler und Gesteine-Sammler geworden, und der Faden wäre ganz anders verlaufen.

Früher sind die Menschen wegen der Arbeit (Anfang der Braunkohleförderung) in die Lausitz gezogen,
und heute ziehen sie wegen der Arbeit weg (Ende der Braunkohle)

Aber ansonsten ist es hier schön!!!


:danke: für die Aufmerksamkeit!
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Hungriger Wolf am März 16, 2019, 11:25:45 Vormittag
Hallo Ehrfried!

Interessante Photos/Kleingeschriebe und Gerölle aus der Lausitz!

Im Artikel https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/11850/documents/12562 (https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/11850/documents/12562)/Seite 13 wird auch von Funden von Rubin/Pyrop/Zirkon/Olivin berichtet!
Gibt es dazu bekannte Gesteinsvorkommen im Grundgebirge bzw. auch Gerölle aus der Lausitz?

Grüsse :hut:
Achim 
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am März 16, 2019, 14:35:45 Nachmittag
Hallo Achim,
interessanter Artikel, aber darin geht es ja um das Lausitzer Bergland, also um Seifengold der Oberlausitz, Bautzen bis Tschechien (Sachsen/Böhmen/Sudeten), die etwas weiter südlich, also höher liegen.

Die Frage ist natürlich berechtigt, wenn es in den Bächen des Lausitzer Berglandes Gold gab/gibt, müsste es ja auch geringe Mengen in den Kiesen und Sanden der Lausitzer Elbeläufe bei uns geben.

Ich zumindest kenne hier niemanden der nach Rubin/Pyrop/Zirkon und Olivin aus Tschechien buddelt/wäscht.

Doch Einen gibt es, lange nichts von dem gehört:  :j-gold:
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=11569.msg139075#msg139075 (https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=11569.msg139075#msg139075)
Antwort #4 und #5
und
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=1377.msg139206#msg139206 (https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=1377.msg139206#msg139206)

Die Schwarze Elster sieht bei uns leider so aus – tonnenweise Gold.  :unfassbar:

Das Grundgebirge des Niederlausitzer Untergrundes (Senftenberger Raum) besteht jedenfalls aus Granodiorit und Grauwacke (Koschenberg)

Wenn du mir in einer PM deine E-Mail Adresse schickst, zeige ich dir mal eine Skizze von unserem Untergrund (kann man an PM nicht anhängen!)

Beste Grüße
Ehrfried  :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Mikey am März 17, 2019, 09:03:18 Vormittag
Hallo zusammen,
da ich direkt angesprochen wurde, hier paar Fakten.
Um die Eingangsfrage zu beantworten: JAIN
Der (Basalt)-Zirkon wurde von Dr. O.Tietz an mehreren Orten, wie z.B. Steinbruch Leuba, im Basalt nachgewiesen.
Bei Olivin ist es glaube ich ähnlich, hier kommen aber die Importer dazu.
Rubin/Pyrop/Granat/Safir haben möglicherweise einige heimische Quellen, weil die Fundpunkte doch sehr lokal sind. (Rückersdorfer Bach) und "nebenan" fehlen (Schade). Nicht zu vergessen, der Bautzener Elbelauf, die alten Fließwege der Neiße. Daher findet Ihr bei Euch in der Niederlausitz mit Sicherheit alle diese Minerale in winziger Form. Und wo was fehlt, wurde es von Eiszeitgeschiebe mitgebracht. Gold ist demnach nahezu überall in winzigen Flittern auffindbar.
Mehr dazu wenn es interessiert, viele Grüße Mikey
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Thin Section am März 18, 2019, 11:50:59 Vormittag
Hallo Zusammen,

Ich weiß nicht, ob das für Einige unter uns/euch von Interesse ist. Heute Abend (18. März 2019) um 20:15 Uhr auf 3SAT:

Wildes Deutschland - Die Lausitz

Während der Braunkohleabbau tiefe Narben in die Landschaft gerissen hat, kehren Wölfe und Rothirsche zurück in die Lausitz.


Bernd  :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Mikey am März 20, 2019, 07:33:30 Vormittag
Hallo Ehrfried,

leider habe ich mir erst jetzt Deine Bilder von der Elster genau angeschaut. Das ist ja ungeheuerlich und "grenzt nicht an" - sondern ist ein Verbrechen an der Natur.
Eigentlich bin ich gegen einen Kohleausstieg. An der Neiße bei Turow (PL) wird gerade ein neues Kohlekraftwerk gebaut, hochmodern und es ist noch nicht mal mehr ein Schornstein zu sehen. Denke die technischen Möglichkeiten sind heutzutage so weit, dass man eine akzeptierbare Umweltbilanz erreichen kann. Aber wenn ich diese Bilder einer verockerten Elster sehe und regelmäßig Nachrichten über eine "Verockerung der Spree durch Tagebaubetrieb" höre frage ich mich, wie dämlich, kurzsichtig und langsam unsere (Umwelt)Politik arbeitet. Nicht nur die Wasserchemie, sondern auch die Boden-Wasser-Geologie wird durch Veränderung der Fließgeschwindigkeiten, Nährstoffeinträge und Flussbegradigungen massiv verändert, womit wir beim Kleingeschiebe angekommen sind. Mineralienwaschen im Bach macht ungeheuren Spaß und man kann sehr leicht Rückschlüsse auf Importer oder heimische Minerale ziehen. Vor allem in den eiszeitlich überprägten Regionen findet sich eine sehr hohe Mineralienvielfalt die oftmals ein "Staunen" hervorruft. Aber in so einer Elster wie auf Deinen Bildern will und kann man nicht nach Mineralien suchen. Das ist nur noch ein Schmutzwasserkanal. Traurig ist sowas und bin hochgradig enttäuscht darüber, dass so etwas im Jahr 2019 noch möglich ist. Beste Grüße aus Zittau, Mike
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am April 07, 2019, 14:24:48 Nachmittag
Weil ich gerade an der Kiste sitze.

Versteinertes Holz, Stängelgneis, oder nur schönes Gestein?  :nixweiss:
Den kann ich leider nicht zuordnen, der fällt aus dem Kiesel-Rahmen!

Diese 6 cm große Stück fand ich gestern in einem unserer Tagebauseen. Glimmer ist nicht zu sehen!
Auf Grund der schönen, grau-blaue Farbe und dem lagen artigem, schuppigen Muster habe ich ihn privatisiert.

Zerkloppen möchte ich ihn nicht und der Längsschnitt am 2 cm dickem Objekt findet erst im August statt.
Hat jemand ein ähnliches Stück vorzuweisen, was er schon bestimmt hat?  :gruebel:

Gruß Ehrfried
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Mikey am April 12, 2019, 09:58:11 Vormittag
Dein schöner Stein inspiriert mich auch etwas zu zeigen zum Thema:
Einen nichtssagenden Quarz aus einem Haimatbächel gefischt
Zweite Seite zeigt die wunderbar ausgearbeitete Hälfte eines ca. 2 cm großen Kristalls. Wie sowas wohl entsteht? Sieht künstlich hergestellt aus.
Wie würdet Ihr den bunten Stein in der Waschschüssel schneiden? Er ist ca. 3 cm groß. Oder sollte ich ihn im ganzen lassen und nur lackieren?
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am April 13, 2019, 12:18:13 Nachmittag
Hallo Mikey,
schöne Quarze!
Ich glaube wir haben die gleichen Macken, Angeln und schöne Steine fischen.  :einaugeblinzel:

Ich komme an den bunten Quarzen, die farblich etwas aus der Reihe tanzen, auch nicht vorbei.
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am April 13, 2019, 12:23:29 Nachmittag
Quarz in der Goldwaschschüssel:

Dein 182052.jpg könnte evtl. sogar ein Achat (Ametyst-Quarz) sein!
Ich würde den so schneiden:
Von links oben in der Mitte nach rechts unten (rote Linien/Pfeile). 
Auf keinen Fall aber lackieren oder zerkloppen!  :aua:

Zu meiner Antwort #75 hat leider kein Geologe eine Idee?  :nixweiss:

Gruß Ehrfried
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Mikey am April 14, 2019, 08:52:47 Vormittag
Hallo Ehrfried,
danke für Deine Antwort und den Tip.
Habe mich sicherlich verwirrend ausgedrückt ...."Stein in der Schüssel schneiden".... nee nee, meinte Stein liegt in der Schüssel, wie würdet Ihr ihn schneiden (ohne Schüssel :wow:)
Deine Quarze sind herrlich. Mich faszinieren solche Farben zwischen den (bei mir) liegenden Basalten, wenn da mal was andersfarbiges glänzt.
Zum Schneiden werde ich den Stein vermutlich ins Geozentrum Zittau bringen. Denke dort wird mir geholfen.
Euch wünsche ich Glück Auf, und viele schöne Funde.
Beste Grüße aus dem verschneiten Zittau.
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am April 29, 2019, 13:48:21 Nachmittag
Lausitzer „Schnitt- und Polierprofis“ lösen auf:

6 cm Gestein aus Antwort #75 ist angeblich ein Flasergneis !  :wow:
Da ich noch ein ähnliches Stück von 8 cm gefunden habe, nahm ich gestern beide mit zur Bestimmung - Mineralientag in Domsdorf (Brikettfabrik Luise), Bild 30c.

Hier mal meine vier Lausitzer Gesteinsumwandlungen!

Ehrfried
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am April 30, 2019, 10:50:25 Vormittag
und weiter:

Selber Schneiden macht zwar mehr Spaß,
aber da ich es bis zur Lausitzer Mineralienbörse im August (Diamantsäge NATZ) nicht erwarten kann (bin schon ganz unruhig), ging es mit neuen Fundstücken am Sonntag zur Bestimmung, Übergabe und Schnittabstimmung an Lausitzer Achat-Schneider   :talk:  (3 Leute, drei Meinungen!)

Hier schon mal die Oberflächenansichten, mal sehen wie mich demnächst die polierten Schnittflächen erfreuen!

Nr. 1 Tagebau: glänzt im trockenem Zustand schon wie eine Speckschwarte! Ist vermutlich innen Weiß?
Das Dunkelbraun und Dunkelgelb sind angeblich Verfärbungen durch Eisenhydroxid im Braunkohle-Tagebau.

Nr. 2 Tgb.: sieht zwar so aus, ist aber wahrscheinlich kein Schriftgranit?  :gruebel:

Nr. 3 Tgb.: mal kein großer Findling, sondern ein seltenes, handgroßes Stück aus dem Abraum, als Beleg für die Eiszeiten in unserer Gegend.

Nr. 4 Tgb.: könnte ein Achat sein?

Nr. 5 Schlottwitz: ist ungeschnitten schon ein Hingucker und wird in drei Teile zerlegt (1x Quarzabfall).

Ehrfried  :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Steinpilz am April 30, 2019, 16:49:16 Nachmittag
Hallo Ehrfried, :hut:

schöne Steinchen, die Du da wieder gefunden hast! Könnte Deine Nr. 1 eine Feuersteinbrekzie sein? Wette um ein Bier, dass der innen nicht nur weiß ist. :prostbier:

Grüße in die Lausitz :winke:

Michael
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Mai 01, 2019, 09:47:54 Vormittag
Hallo Michael,
wenn es ein Feuerstein wäre, hätte ich schon einen Anruf vom „Schnittmeister“ erhalten, denn die Dinger schneidet er aus bestimmten Gründen (Splitter, Härte, Abnutzung?) nicht so gerne!
Zuerst dachte ich bei Nr. 1 an gelben Bernstein mit braunen Verunreinigungen, aber für Bernstein war das 8 cm Stück viel zu schwer!

Ähnliche, bernsteinfarbene Feuersteine von 6 bis 14 cm waren auch zu finden, die waren aber bedeutend schwerer als Nr.1. (Siehe Bild)

Es bleibt spannend, ob der innen weiß ist? Ich glaub auch nicht daran, vermute Hornstein.

 :prostbier:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Mai 01, 2019, 10:09:06 Vormittag
Ostereier- und Diamanten-Suche :
Die 7 jährige Enkelin war auch bei der Suche dabei und hat mit ihren Adleraugen schöne Elbe-Quarze gefunden,
von 3 mm!  :unfassbar: bis 6 cm!

Opa, sind das Diamanten? Natürlich, man will ja keinen Streit!  :einaugeblinzel:

Glück auf zum 1. Mai
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Mai 05, 2019, 14:48:08 Nachmittag
Zu Antwort #81:
Viel Arbeit und viel Schönheit - von der Diamantsäge zur Politur.

Nr. 1: 8cm, Brekzie, Quarz/Hornblende
Michael - richtig gewettet! Wir hatten beide auf nicht nur innen weiß getippt.
Aber der Schnittmeister lag mit innen weiß und nicht bernsteinfarben auch richtig,
er hat nur schwarz vergessen.

Nr. 2: 11cm, Granit
Eindeutig kein Schriftgranit! Kann jedenfalls nichts lesen.  :einaugeblinzel:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Mai 05, 2019, 14:53:57 Nachmittag
Nr. 3: 8cm, siehe Antwort 81

Nr. 4: 6cm, Lydit
Schon erstaunlich wohin die schönen Farben der Oberfläche verschwunden sind.
(Wollte ja eigentlich keinen Lydit mehr schneiden)

Nr. 5: Korallenachat, Einfach nur der Hammer!
Aus den 15 cm Rohling sind zwei schöne 9 cm und 7 cm Endstücke geworden.
Wie der Schnittmeister sagt, will er aus dem Quarzmittelstück (war ja für mich eigentlich Abfall) auch noch zwei schöne Stücke zaubern. Aber das kann jetzt dauern.

Gruß Ehrfried  :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Steinpilz am Mai 05, 2019, 17:04:21 Nachmittag
Tolle Steine, tolle Bilder Ehrfried :super:

 :hut:
Michael
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Mai 25, 2019, 10:01:30 Vormittag
 :wc:, … mal wieder etwas zum Gucken aus der Lausitz:

Zwar nichts für die Vitrine, aber sie fallen förmlich und farblich aus der Masse der hellen Kieselsteine heraus!
Eine Jaspisbrekzie und zwei Quarzporphyre (4 und 6 cm), das könnten Geschiebe aus dem Norden sein?  :gruebel:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Mai 25, 2019, 10:04:40 Vormittag
… und zerquetschte Lydite und Quarz aus dem Braunkohletagebau.

Mit 7 bis 8 cm außergewöhnlich große Stücke, aber ein Schnitt lohnt nicht!

Gruß Ehrfried  :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am Mai 25, 2019, 14:48:37 Nachmittag
Hallo Ehrfried,

Dein Stein Nr. 17 kam hier an, als ich gerade einen ähnlichen auf dem Tisch hatte. Ich denke, dass es sich auch bei meinem um einen Lydit handeln wird. Kleinere derartig gequetschte habe ich schon hin und wieder hier gefunden, dieser ist mit etwa 85 x 45 x 30 mm und 185 Gramm schon ein etwas größerer. - So schöne farbige, wie Du sie hier zeigst, fand ich bisher noch nicht. Solche schönen Steine zu schneiden wäre doch eine Schande; und nützen würde es eh nichts.

Ich hänge meinen hier mal zum Anschauen an.

Besten Gruß
Eckard
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Mai 25, 2019, 16:15:24 Nachmittag
Hallo Eckard,
dein „Klunker“ bz1-3 hat ne schöne Größe  (85 cm  :wow:) und Ähnlichkeit mit meiner 17_8.
Aber auch zu meinem 01a_8cm Brekzie_Hornblende und 12_3cm_Quarz ist Ähnlichkeit vorhanden (Antwort #84, 85) . Es sind eben Sedimentgesteine (Quarzkiesel)

Ich würde dein Stück schon zerlegen, auf Grund der Achat ähnlichen, festungsartigen Quarzgebilde auf der Oberfläche (wie 12_3cm_Quarz). Die Festungen sehen innen geschnitten und poliert sicherlich ganz gut aus. Aber das ist deine Entscheidung.

Nur mal so nebenbei:
1. Bei Nr. 20_7Lydit dachte ich im trockenem Zustand zuerst an ein Stück Hundes... Aber Gewicht und Quarz brachten Erleichterung.  :lacher:

2. Wie Herr Bräunlich schreibt sind Lydite grundsätzlich nur im Labor sicher zu identifizieren!

Hier noch ein kleines 3 cm Farbwunder. Vorn rot/gelb/weiß und hinten schwarz/weiß:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am Mai 26, 2019, 12:06:11 Nachmittag
Hej Ehrfried,

zunächst mal Dein 22x_3 Lydit: ein absolut toller Stein, den man nicht liegenlassen kann. :super: Wie kam es zu diesen unterschiedlichen Farben?

Dein 01a_8cm sieht interessant aus, weil er zwei herrliche Köpfe zeigt. Der rechte scheint den linken nicht zu mögen, flucht und hat schon das untere Gesicht voller Schaum  :smile:

Warum sehe ich in Steinen immer wieder Gestalten?

Nun zu meinem BZ1: Die Überlegung, ob ich ihn schneiden lasse, werde ich in 3-4 Wochen anstellen. Vorher haben andere Dinge Vorrang, und ich gönne mir eine Woche Auszeit im Norden von SH an der Ostsee. Drei Dinge sollten da gut mitspielen: 1. mein linker Hinterhuf, 2. Mein Rücken, und 3. sollte Petrus die Gießkanne mal für 7 Tage (2.-9. Juni) wegschließen. – Das mit der Auszeit wird sicher nicht so 100%ig klappen.  Da liegen einem doch überall Steine im Weg.:totlach:

Lydite sind nur im Labor sicher zu bestimmen. Hm. Ich schätze Herrn Bräunlichs Arbeiten. Er ist sehr akribisch. Aber was könnte uns hier die Weser denn ansonsten noch an ‚ähnlichem’ Material angerollt haben? Schwarze Lydite – mit und ohne Quarzbänderung – gibt es hier genug. Mein größter Klotz misst 6x7x8x10 cm (Seitenlängen) und ist 4,5 cm dick, schwarz mit feinen Quarzadern, wiegt 740 Gramm. Ich meine sogar, hier noch größere gesehen zu haben.

Diese Seite heißt ‚Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz’, darum möchte ich sie nicht mit Funden/Bildern aus der Wedemark durchmischen. Bei Interesse schicke ich Dir gerne mal Bilder (auch anderer Brekzien) zu, die ich hier in der Umgebung fand.

Dir und allen Lesern hier einen erfreulichen Sonntag mit vielen glücklichen Momenten.

Eckard  :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Mai 26, 2019, 13:18:18 Nachmittag
Moin,
Zu 22x_3 Lydit: (unterschiedliche Farbseiten)
Bin ja auch nur Sammler und Angler und vermute:
Rot hat meistens etwas mit Eisen zu tun! Die rote Seite hat evtl. länger im Eisenhydroxid gelegen,  :nixweiss: das gibt es bei uns in den Lausitzer Sanden und Kiesen tonnenweise!

Zu 01a_8cm: Nee, die sind Beide traurig, dass sie jetzt getrennt sind.
Mit Gestalten/Gesichtern in Gesteinen, da sind wir hier nicht allein! :fluester: Bin jetzt nur zu faul zum Suchen.

Zu Hinterhuf und Rücken: Ich bestehe auch nur noch aus Ersatzteilen!  :lacher:

Zu „Glückliche Momente“: Das Debakel werden wir heute Abend sehen!

Zu Gesteinen deiner Heimat: Mach doch einen neuen Thread! mit Bildern aus der Wedemark auf!
Bilder sind doch besser als nur viel Text!

Deshalb zeig ich den 5 cm Schönling aus meiner Heimat noch:

Gruß Ehrfried  :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am Mai 26, 2019, 14:31:04 Nachmittag
Salve, Ehrfried, und danke für die schnelle re-action.

Nur Sammler und Angler? – Da gibt’s doch noch einen solchen namens Michael. Lange nichts von ihm gelesen. Ich weiß auch nicht, unter welchem Namen er hier postet.

Ja, rot und Eisen passen gut zusammen. Liegt hier als Milchquarz auf den Äckern. Die und die Lydite sind wenigstens noch als solche zu erkennen. Alle anderen Steine sind stark bis sehr stark verwittert. Und selbst die Kiesgrubenfunde sind nicht zu vergleichen mit denen von der Küste.
Du sagst, Deine beiden Köpfe seien so traurig, darum zeige ich hier mal ein Pärchen, das sein stilles Glück offensichtlich genießt. Beide sind zwar schon viele Millionen Jahre alt, aber Liebe erhält jung. Ja, SO sahen wir damals aus. :unfassbar:

Mit einer Seite ‚Steine aus der Wedemark’ muss ich mich erst anfreunden. Ich bin hier absolut der einzige, der sich mit Steinen befasst. Schöne Steine – und die lieben wir als Ästheten ja nun mal – findet man hier selten. Schneidet man sie und poliert sie (ich schneide und poliere nicht selber), dann allerdings zeigen sie ihre innere Schönheit und sorgen oft für Überraschungen und fast unlösbare Rätsel.

Zu Deinem 5-cm-Schönling: Auf so wenig Raum soviel Schönes – darüber könnte man ein Gedicht machen. - Der Stein könnte uns viel erzählen.

Zu den Ersatzteilen: Das hält sich hier glücklicherweise in Grenzen. Bin bis auf ein paar Kleinigkeiten zufrieden. Behaupte sogar, dass ich noch alle meine 32 Zähne habe. Das stimmt auch. – Allerdings liegen 4 davon in einer Schachtel.  :laughing:) - Und im Kopf ganz oben?? :einaugeblinzel: - Verweise auf das Land des Lächelns.

Gruß in die Lausitz
Eckard
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Juni 18, 2019, 13:48:07 Nachmittag
Da es in anderen Threads nur „Ratespiele“ zu sehen/lesen  :talk: gibt
(verrostetes Eisen und schwarz/braune Schlacke), zeige ich mal wieder etwas „Schönes“ aus der Lausitz.

Die dünnen „Festungslinien“ in den Bruchstücken (24) zeigen die rhythmische Kristallisation, die tektonische Kraft der Erde ist in (25) zu sehen .

Ein 3 cm kleiner und 10 cm großer Trümmer-Achat vom Acker bei Hennersdorf (Finsterwalde)

Beste Grüße
Ehrfried
aus der sonnigen, 28° C Lausitz
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am Juni 18, 2019, 14:13:33 Nachmittag
Hej Ehrfried,

eine Augenweide, nicht nur der obere Achat. Im unteren könnte ich auf eine Wanderschaft gehen, und dann würde ich gerne seinen Worten lauschen, wenn er mir seine Geschichte erzählt.

Danke für's Zeigen..

Gruß aus der warmen Wedemark in die ebenso warme Lausitz.

Eckard
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Juni 30, 2019, 15:35:52 Nachmittag
Ich sehe gerade, das in Antwort #85 von mir gezeigte, ähnliche 13 cm Stück, karlov auf seiner HP als recht diffus,
sowie als schriftgranitisches Gefüge bezeichnet! Bild 200:

http://kanalmusik.de/wordpress%202/wp-content/uploads/200_IMG_6357b.jpg (http://kanalmusik.de/wordpress%202/wp-content/uploads/200_IMG_6357b.jpg)

Dann bezeichne ich meins auch so! ... schriftgranitisches Gefüge, also ähnlich wie Schriftgranit! :gruebel:

Nebenbei sind jetzt bei uns schon wieder 38° C!  :wow:

Ehrfried  :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: JFJ am Juni 30, 2019, 20:05:37 Nachmittag
Das Stück geht schon in die Richtung.
Wahrscheinlich aus dem Randbereich eines Schriftgranits im Pegmatit.

Beste Grüße von der angenehm temperierten Küste (heute Maxium von 26°C)

Jörg  :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Juli 01, 2019, 11:37:31 Vormittag
Heute noch drei neue Funde aus dem LausitzerTagebau:

Nr. 26: Ein 7 cm Rapakiwi  :super:
Sehr poröses/brüchiges Material!

Ehrfried  :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am Juli 01, 2019, 12:23:07 Nachmittag
Hallo Ehrfried,

prima Dein Fund,  :super: und wie es scheint, macht er seinem Namen alle Ehre. Jetzt weiß ich, warum ich diese Steine mag. Sie passen zu mir. Man bröckelt so ganz langsam dahin. Aber wie gesagt: lang-sam! - Man hat ja schließlich alle Zeit der Welt. Und darauf:  :prostbier:

Besten Gruß

Eckard
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Juli 01, 2019, 12:48:23 Nachmittag
 :wc: Eckhard, mußte erst mal Mittag essen, nun geht es weiter.
(Man bröckelt so ganz langsam dahin  :laughing:) Wem sagst du das!

Nr. 27: Ein 7 cm Quarz-Jaspis
Das schöne Stück werde ich im August mal längs unter das „Messer“ legen,
mal sehen wie der innen so aussieht?
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Juli 01, 2019, 13:10:04 Nachmittag
Nr. 28: Mehrfarbig, gestreifter Hälleflinta? (feuersteinartiger Felsenflint)  :gruebel:
Hier stoße ich an meine Grenzen (Smed, Vinx):
Streifen gehen nicht durch den ganzen Stein, aber ich sehe auch keine Einsprenglinge, wo die Streifen drum herum laufen.
Das kleine 3 cm Stück sieht mir aber sehr quarzhaltig aus, und die Streifen könnte unser eisenhaltiges Wasser gebildet haben?

Frischer Bruch entfällt - möchte das schöne Mini-Stück so belassen! (evtl. splittriger Bruch?)

Oder doch nur ein streifiger Hornfels, oder (quer) gequetschter Gneis?

(Bild muss reichen) Was meint ihr?  :talk:

Gruß Ehrfried  :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: JFJ am Juli 01, 2019, 19:10:03 Nachmittag
Moin Ehrfried,

das Gestein erscheint schon sehr dicht.
Hornfels scheint mir persönlich eher unwahrscheinlich.
Am ehesten denke ich an einen Gneis.
Evtl. scheinen die gelblichen und roten Minerale ausgewalzter Plagioklas und anderer FS zu sein. Somit könnte es ein Orthogneis sein - aber mit großem Fragezeichen.
Auch für einen Hälleflint sieht das Gestein ungewöhnlich aus.
Mehr als den Konjunktiv kann ich leider auch nicht bieten  :gruebel:

Beste Grüße
Jörg
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Juli 01, 2019, 20:54:58 Nachmittag
Hallo Jörg,
 :danke: für den Hinweis zum Lausitzer Nr. 28. 
Orthogneis müßte passen!

Warum?
Habe solch ähnliches Gestein schon an der Küste gefunden, der wurde damals auch als  Orthogneis bestätigt, Nr. 38a
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=9689.msg144521#msg144521 (https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=9689.msg144521#msg144521)

Der sah natürlich viel schöner/kräftiger aus, war aber ein mächtiger Brocken (ca. 20 cm)

Aber manche sammeln ja kopfgroße Steine!  :wow:

Gruß Ehrfried  :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Juli 04, 2019, 14:27:57 Nachmittag
Der erste Gedanke ist meist der Richtige:  :streichel:

Bloß weil ich in Antwort #85, Nr.2: die Schrift nicht lesen konnte  :einaugeblinzel:, ist es trotzdem ein Schriftgranit aus einem kleinen Vorkommen.
Jörg lag mit Pegmatit also auch völlig richtig!
Wer sagt das?
Kaum zu glauben, aber der „Oberguru“ von‘s Deutsche Geschiebe (M. Br.) ist nach Sichtung meines Stückes davon überzeugt, dass es ein Schriftgranit ist!
Die „Schrift“ ist eben nur nicht so schön ausgeprägt wie bei anderen Stücken (aber Spiegelung der unpolierten Pegmatitoberfläche im Sonnenlicht, usw, usw.)

Belehrung durch M. Br.!:  :belehr:
"Polierte Schnittflächen sind für die Gesteinsbestimmung nicht so aussagefähig als die Oberfläche, oder ein frischer Bruch!"

Ist mir bekannt, aber ich liebe nun mal schöne Schnitthälften! Damit bin ich hier groß geworden, und glaube ich bin damit auch nicht allein?!
Im August surren wieder die Motoren!

Also ein relativ seltener Schriftgranit (graphische Verwachsung) aus der Lausitz!

Gruß Ehrfried  :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am Juli 04, 2019, 17:08:12 Nachmittag
Hallo Ehrfried,

dass Du die Schrift nicht lesen konntest, ist verständlich, denn sie ist voller Fehlstellen, wie bei den Schriftrollen von Qumran. Ein ähnliches Stück habe ich hier auch, und weil es ebenfalls unlesbar war, habe ich es schneiden lassen. Jetzt kann ich es wenigstens bruchstückhaft lesen. (Die Sprache: Steinisch. Viel schwieriger als Finnisch oder Ungarisch!) :smile:

Ein anderer Schriftgranit war da offener, und unter Wasser zeigte er sein wahres Gesicht; auch das rückwärtige. Der Fundort dieser beiden ist hier in meiner Nähe, eine Kiesgrube, die jedoch noch nicht viele Schätze preisgegeben hat. Dieser Stein muss nicht notwendigerweise geschnitten werden, obwohl es mich schon reizt, seine innere Schönheit kennenzulernen; und poliert ist er sicher viel schöner als im Rohzustand. Wir sind nun mal – wie Wolfgang von G. – in Schönheiten vernarrt und wollen sie voll genießen. – Das ist natürlich in den Augen der Geo- und Petrologen ein Sakrileg. Mitunter frage ich mich schon, ob diese Leute überhaupt noch das Schöne in den Steinen sehen (können). Und das wirft bei mir noch mehr Fragen auf, die hier aber wohl zu weit führen. Darum Ende der Durchsage.

Zum Anschauen hänge ich mal die Bilder meiner beiden an.

Mit dem Genuss an schönen Schnittflächen bist Du ganz sicher nicht allein. Ich kenne ein paar Leute, die sich ein Buch wünschen mit geschliffenen und polierten Flächen. Geht mir auch so. Aber vielleicht oder ganz sicher wäre eine Bestimmung anhand eines solchen Buches nicht leichter als mit den bereits vorhandenen Büchern von F. Rudolph u. a.  – Kein Stein gleicht dem anderen. Wo gibt es ansonsten so viele Unikate? Ist doch schön. :super:

Sollte ich mit meinem Geschreibsel Fehler gemacht haben, dann ist das aus meiner Sicht nicht weiter schlimm, denn dann habe ich die Chance, etwas hinzuzulernen.

Besten Gruß in die Lausitz.
 :winke: :winke:

Eckard
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am Juli 04, 2019, 17:26:23 Nachmittag
Ja, ja, - wo sind die Steine? Kommen schon.  :imsorry:

Neuer Absender:

Eckard der Vergessliche.

Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Juli 06, 2019, 16:45:45 Nachmittag
Guck heute:

Erst mal ein schöner 6 cm Lydit
und später dann ein „Meteorit!  :einaugeblinzel:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Juli 06, 2019, 17:47:13 Nachmittag
Leichtes WE-Rätsel: (frisch aus 3 m Tiefe, SFB-Speicherbecken)

Erst war es ein schöner Lydit
und hier ein „Met(h)eorit“(isch)

Hinweise:
 - Faustgroß bis kopfgroß!  :wow:
 - „Magnetisch“, Magnet haftet sehr gut!
 - Wenige oder keine Einsprenglinge.
 - Sehr schwer, Dichte 2,4 g/cm³ bis 2,89 g/cm³ .
 - Es ist ein Gestein/Geröll und keine Braunkohle, Schlacke oder Eisen.
 - Außen leicht, braune „Schmelzkruste“, innen tief schwarz.

Solche schweren Brocken sind hier relativ selten! (die Größe noch nicht gefunden!)
Huch, es sind ja mehrere, sieht ja aus wie ein ganzes Streufeld!  :lacher:
(Vermutlich aus der Tschechische Republik)
 
Also was sind wir?
(Anarchisten würden auf Meteorite pochen :fluester:)

Schönes WE
Met1998  :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: JFJ am Juli 07, 2019, 19:33:42 Nachmittag
Na gut, ich starte mal: Ein Sedimentit?
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Juli 07, 2019, 21:09:58 Nachmittag
Moin Jörg,
ein bischen härter kann es schon sein.  :einaugeblinzel:

Manche sagen auch einfach Ergussgestein - Basalt dazu, "Alte" sagen T.. dazu.
(So soll es chemisch aussehen)

Ehrfried  :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am Juli 08, 2019, 09:35:52 Vormittag
Moin Ehrfried,

mir kommt der Brocken (Bild 5) irgendwie vertraut vor. Natürlich nicht Deiner, sondern irgendeiner, den ich mal sah. Ist der zweite Buchstabe hinter dem T ein 'O', und hat das allles etwas mit Fe3+ zu tun?

Bleibe gespannt.

Besten Gruß
Eckard
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Juli 08, 2019, 09:42:17 Vormittag
Das WE-Rätsel ist Theprit:
Feinkörnigers, schwarzgraues Tephrit (Olivingehalt < 10%) ist ein alkalisches, basaltisches Gestein.
Findet man hier öfters, aber kopfgröße Stücke sind meine ersten Funde.

Hier mal im Vergleich ein faustgroßes, 8 cm Stück und dazu ein 7 cm Ankamarit mit Augit.
(Eher etwas für den Steingarten als für die Vitrine  :einaugeblinzel:)

Magnet haftet an allen Stücken sehr gut!

Gruß Ehrfried  :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am Juli 08, 2019, 10:02:03 Vormittag
 :imsorry: - Da lag ich ja meilenweit (besser vielleicht Lichtjahre) daneben.  :peinlich:

Trotzdem gut: Habe wieder zwei Dinge hinzu gelernt. Ist doch auch etwas.

BG/Eckard
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Pinchacus am Juli 08, 2019, 12:53:12 Nachmittag
ein 7 cm Ankamarit mit Augit.
(Eher etwas für den Steingarten als für die Vitrine  :einaugeblinzel:)

Also ich habe hier noch einen (etwas unverwitterteren) Schonen-Lamprophyr stehen, der nach Schnitt und Politur sicherlich in die Vitrine kommt. So häufig sind die nicht "in schön".
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: karlov am Juli 26, 2019, 00:32:42 Vormittag
Leute, Leute, ein bisschen mehr Disziplin bitte, auch wenn es heiß ist  :smile: :
Ankaramit und Tephrit!
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Juli 30, 2019, 09:59:24 Vormittag
Moin karlov,
lange nichts von dir gehört, warst du wieder in Schweden um die Liste der Leitgeschiebe zu dezimieren?  :einaugeblinzel:
Mal Spaß beiseite, vor großer Hitze, seitenweise Steine Redewendungen und Meteorite in der Literatur, hätte ich bald deine letzte Antwort übersehen.

Zu Leute, Leute und Disziplin…,
da habe ich doch tatsächlich die Wechselstaben verbuchtelt.  :wehe:
Es muss natürlich Ankaramit und Tephrit heißen.

Zur „Strafe“ zeige ich noch drei Funde aus dem gefüllten „Schwarzen Loch“

Gruß Ehrfried  :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: karlov am August 08, 2019, 22:04:52 Nachmittag
Moin Ehrfried,
Richtig, Leitgeschiebe dezimieren, meine Lieblingsbeschäftigung  :wow:
Soviel kann ich schon verraten: In Blekinge habe ich einen Fleckengranit gefunden, der den den Typen ähnelt, die als Geschiebefund dem Stockholm-Gebiet zugerechnet werden ("Stockholm-Fleckengranit"). Allerdings war schon vorher klar, dass es sich nicht um ein Leitgeschiebe handelt, weil es auch im Stockholm-Gebiet und in Sörmland viele kleine und verstreute Vorkommen gibt.
Der zweite Fund aus dem "Schwarzen Loch" ist eher ein Granit oder Granitporphyr?
Schöne Achate findest Du übrigens da in der Niederlausitz!
 :winke:
karlov
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 11, 2019, 16:24:04 Nachmittag
Mal wieder was zum Gucken:
Da ich vorige Woche von Świnoujście bis Koserow nicht ein Gestein für die „Schlachtbank“ auf den ca. 25 km gefunden habe, musste ich in unseren Seen mal auf Tauchstation gehen.

Zwischen den normalen Kieselsteinen findet man in ca. 370 km Entfernung von der Küste (in ca.1 m Tiefe der Tagebau-Seen) ab und zu so etwas:

6 cm, schöne, „bekannte“ Konglomerat-Brekzie:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 11, 2019, 16:27:38 Nachmittag
Den schönen 4 cm gelb-braunen Quarz mit Musterung, werde ich am nächsten Sonnabend mal mit unter das „Messer“ legen. Mal sehen wie der innen aussieht?  :gruebel:

Und noch zwei kleine Quarze:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 11, 2019, 16:29:51 Nachmittag
So ein ähnliches, aber dunkles 8 cm Stück fand ich kürzlich auch im Nachbargewässer.
Antwort #117

Ziemlich heller, 6 cm Rapakiwi aus unserem SFB-See:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 11, 2019, 16:34:31 Nachmittag
Lemland (Aland) oder Perniö (Finnland) ?
Das 6 cm auffällig, hübsche Gestein hat helle Alkalifeldspäte mit Flecken und Umrandungen aus rotbraunem Plagioklas.
Im Sonnenlicht spiegelnde Alkalifeldspäte (Karlsbader Zwillinge) sind vorhanden.
Man kann beide verwechseln, aber da ich kein Granat sehe,
sage ich Lemland Granit:

(Sieht bald aus wie ein Rapakiwi)

Gruß Ehrfried  :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am August 11, 2019, 17:30:57 Nachmittag
Moin Ehrfried,

danke für das Zeigen Deiner sehr schönen neuen Kleinodien.

Einer macht mir jedoch Probleme, das ist Dein Lemlandgranit. Nach Zandstra werden im Lemlandgranit die Feldspäte nicht von Plagioklas ummantelt. Was wäre nun eine Alternative? Ich habe noch keine.

Nebenbei: Heute fand ich in meinem noch unbearbeiteten Sammelsurium den ersten (und einzigen) Ignimbrit. Eckard freut sich.

Besten Gruß
 :winke:
Eckard
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 18, 2019, 18:58:29 Nachmittag
Gestern surrten wieder die Motoren!
15. Lausitzer Mineralienbörse

Hier einige Impressionen:

1. und der Moldi-Spezialist war auch da, den kennt ja wohl jeder hier im Forum!?
2. Die Diamantsäge und der Ametyst.
3. Der Meister und sein Schleifer.

Ehrfried  :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Mikey am August 19, 2019, 07:42:17 Vormittag
Hallo Ehrhard,

sehr schöne Bilder. Wo ist denn das Endprodukt aus Bild 2?
Wenn ich irgendwann mal zum Hemdenträger herangereift bin, kann ich mir dieses Hobby in der Tat gut auch für mich vorstellen. Undendliche Diskussionen über Herkunften und Entstehung, Fachsimpeln über Mineralien deren Namen man noch nicht mal gehört hat :einaugeblinzel:. Prima, ich muss zu so ner Steinebörse auch unbedingt mal hin gehen.
Gute Woche allen, Mikey
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 19, 2019, 10:31:40 Vormittag
Hallo Mikey,
nur mal so, der Schleifer heißt Ehrfried und nicht Erhard!

Zu Bild 02, Schnitt Ametyst:
Bei uns war Sonnabend bis 2.00 Uhr Hafenfest mit Feuerwerk und Sonntag ging es weiter.
Irgend wann muss der Rentner ja auch mal schlafen.  :laughing:

Das 5 cm Endprodukt nannte ich weiter unten nur Quarz mit Jaspisringen, aber ich hatte schon so ein Gefühl
(ein Zucken in der Hand und hörte den Ruf „Schneid mich“)
Da kam natürlich Freude auf, als ich innen die dunkel, lila  Ametystader sah, und in der langen Schlange an der Säge des NATZ war ein aaahhh zu hören.
Nun muss er evtl. nur noch poliert werden.

Solche Stücke gibt es hier viele, aber Eigenfund ist Eigenfund!  :fluester:
Ich als Preuße fahre nach Sachsen und du Sachse schaffst es nicht bis Knappenrode?  :unfassbar:

Ehrfried  :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Mikey am August 19, 2019, 12:07:58 Nachmittag
Hallo Ehrfried, sorry!!!

da hat sich das Zerteilen gelohnt bei einem Aaahhh. Schön sieht er aus.
Eigenfund ist und bleibt schöner als Tausch- oder Kaufbörse.
Früher war ich oft in Knappenrode. Aber das Drama um den Teich kennst Du sicher. Die Kamber von dort waren regelmäßig im Kochtopf.
"Petri heil" und "Glück Auf"
Mikey
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 19, 2019, 13:13:13 Nachmittag
Preußen und Sachsen:

Mikey,
Sachsen und Preußen (Angler  :super: im Seenland) verstehen sich doch heute recht gut!
Bis auf den jährlichen Krieg um unserer Festung/Schloss (nachgestellte Schlachtszenen, Bilder vom Juli 2019)
Die kämpfen hier um Fischereirechte, Achate, Geschiebe, Tektite, Landbesitz usw.
Wieso gewinnen eigentlich immer die Sachsen?   :gruebel:
Ich glaube ich muss da mal am Ablaufplan etwas ändern!

(Politische Kommentare dazu sind hier nicht erwünscht und nicht zugelassen!)  :fingerzeig:

Und nun wieder zur Mineralienbörse:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Thin Section am August 19, 2019, 13:37:40 Nachmittag
1. und der Moldi-Spezialist war auch da, den kennt ja wohl jeder hier im Forum!?

... und natürlich auch das Buch, welches auf dem Verkaufstisch ausliegt:

Moldavite und ihre Fundschichten in der Lausitz und in angrenzenden Gebieten (von Michael Hurtig)


Bernd  :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am August 19, 2019, 13:39:49 Nachmittag
Wieso gewinnen eigentlich immer die Sachsen?   

Moin Ehrfried,

das lässt sich beantworten. Das liegt an ‚den schönen Frau’n im Sachsenlande’, denen eben alle Männer erliegen; auch die Preußen. Falls Du Unterstützung brauchst, ich war nicht nur auch mal ‚Angler’, habe mich Anfang Juni auch in Angeln rumgetrieben und dort Steine geklaut, aber stammen tue ich aus einer ehemals preußischen Provinz, gleich östlich der nördlichen Oder. (Das hat wohl mit Politik nix zu tun. :gruebel:)

Besten Gruß
 :winke:
Eckard
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 19, 2019, 14:05:14 Nachmittag
natürlich:
@ Bernd,  … zwei Interessierte begutachten/kaufen das empfehlenswerte Buch  :super: gerade im Bild 01
@ Eckard … die schönen Sachsenmädels, wie konnte ich die vergessen?  :unfassbar:
Da grüße ich gleich mal die „Sachsenperle“, die mit meiner Digicam einige der Fotos hier gemacht hat.
Ich hatte ja die Hände voll mit Schleifpulver und Kühlflüssigkeit! (Sachsenmädels kann man vertrauen!)

... und was gab es noch so bei „Klein aber Fein?“:  :user:

04 Preisgünstige Philippinite (Tektite) in allen Größen und Formen, bei Micha.

05 Kisten voller Meteorite, Preis Verhandlungssache (hauptsächlich NWA‘s, Tscheljabinsk, usw.)

06 Instrumente zur bildlichen Darstellung für die, die es etwas genauer wissen wollten. :wow:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 20, 2019, 10:40:18 Vormittag
… und dieses 6 cm Stück habe ich auch noch durch die Säge geschoben:
Solch ähnliche, mikrokristalline Quarzstücke findet man hier öfters in der Lausitz: (Antwort #86?, 4b_6cm_Lydit.JPG):
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=10741.msg146702#msg146702 (https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=10741.msg146702#msg146702)

Andere, unbedeutende kleinere Elbekiesel landeten, wegen des großen Andrangs an der Säge, wieder im Kiesbett.

Aber ein weiterer „Börsen-Kracher“ :nixweiss: könnte evtl. noch folgen.
Bevor ich den hier zeige, habe ich dazu erst mal eine Anfrage bei einem erfahrenen Forumler gestartet, ob echt oder Fake?

Ehrfried  :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 21, 2019, 11:34:09 Vormittag
so, nun der Rest:
Falls der Mike hier im Forum, der Mike mit der Sedimentär- Frage in einem anderen Forum ist  :nixweiss:
(wo ich nicht bin!), zeige ich Ihm für seine Bemühungen auch noch unseren sedimentär Quarzit.
Ein Lausitzer Gestein das man hier öfters in Kiesgruben findet.

Man könnte vereinfacht auch Konglomerat dazu sagen (Sedimentgestein mit mindestens 50 % gerundeten Komponenten - Kies oder Geröll.
Geschnitten und poliert finde ich sie toll  :wow:, hier mal vier Beispiele:

Ehrfried  :winke:


[EDIT: Auf Wunsch des Erstellers geändert.]
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am August 21, 2019, 12:29:03 Nachmittag
 :hut:
Moin Ehrfried,

schön, dass Du uns auch die ‚einfachen Klamotten’ zeigst. Im Schlichten das Schöne erkennen ist doch etwas; aber nicht jedem gegeben. – Danke für die tollen Bilder der Lausitz-Steine. :super: Die vier letzten hätten gerne etwas größer sein können. 

Ich habe hier auch einige ‚Sandsteine’, die geschnitten und auch teilweise poliert wurden. Schlicht, aber schön und interessant. Manche außen potthässlichen Steine (Verwitterung) überraschen einen, wenn man deren Inneres sieht. Sie machen Freude, und genau die ist es, die ich beim Anblick der Steine genießen möchte; und es auch kann.

Weiterhin viele schöne Funde für Dich. Das Angebot ist bei Euch größer als bei mir vor der Haustür.  :nd: Da ich jedoch noch immer nicht den nötigen Lagerplatz habe, reicht es. Sobald meine Sammlung aus einem früheren Leben abgeholt worden ist, bekomme ich diesen Platz. Aber in manchen Museen arbeitet man doch sehr gemächlich. - Aber ich habe doch Zeit. :einaugeblinzel:

Besten Gruß
 :winke:
Eckard
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Moldavitarier am August 21, 2019, 15:11:00 Nachmittag
Ich würde diese nicht als sedimentäre Quarzite bezeichnen. Aufgrund alter Literaturhinweise hat sich die Bezeichnung Tertiärquarzit eingeschlichen, was aber falsch ist. Es sind Diamiktite oder verkieselte Sandsteine, Konglomerate oder auch Brekzien (je nach Kornbestand). Die Herkunft ist auch nicht rein auf die Lausitz beschränkt, wobei es durchaus nachweislich derart Anstehendes hier gibt. Es gibt sie aber auch in Böhmen. Verwechslungsgefahr besteht zu Quarz-Radiolarit ("Lydit") -Konglomeraten/Brekzien aus dem Brdy (Innerböhmisches Waldgebirge SW von Prag). Diese kennzeichnen sich durch schwarze/graue Komponenten. Der zweite könnte in diese Richtung gehen. Ansonsten siehe u. a. auch Seite 24 und 46 in meinem Moldavit-Buch. Lokal gibt es noch andere ähnliche Konglomerate, auch anstehend in der Lausitz.
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 21, 2019, 17:56:26 Nachmittag
Hallo Moldavitarier,
danke für den Hinweis.

Also der 7 cm Bruder von Nr.1 auf Seite 24 oben (Quarz-Lydit-Konglomerat) liegt hier bei mir im Kiesbett.
Den werde ich nächstes Jahr bei der Börse mal „durchsäbeln“

Und die Nr.1 auf Seite 46 (Diamikrit) hat große Ähnlichkeit mit Bild 11 :gruebel: (nicht 10!?)
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 21, 2019, 18:01:57 Nachmittag
Falsche Label:
Da werden wohl nächstes Jahr die Händler und Aussteller ihre Label ändern müssen,
denn die haben alle falsch beschriftet (Sedimentärquarzit)  :unfassbar:
(hab ich zufällig aufgenommen)

Oder du machst ne Schulung mit den „Brüdern“ und verweist auf dein Buch.  :einaugeblinzel:

Gruß Ehrfried
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Moldavitarier am August 21, 2019, 18:36:04 Nachmittag
Ja, das ist so ein Konglomerat aus dem Brdy. Sagen wir mal so, Mineralienhändler oder Sammler sind ja nicht immer ausgebildete oder vollumfänglich belesene Geologen und dergleichen, und auch solch Titel begründen nicht Allwissenheit auf dem Gebiet. Sedimentärquarzit ist aber genau wie Tertiärquarzit eine rein laienhafte (falsche) Bezeichnung. Quarzite sind metamorphe Gesteine, wohingegen Konglomerate/Brekzien im klassischen Sinn (noch) den Sedimentgesteinen zugeschrieben werden. Der Begriff Sedimentärquarzit beißt sich schon beim Lesen 🙈 aber das ist trotzdem nicht schlimm. Im Übrigen waren es Schwarz & Lange (2013) die auf die Falschbezeichnung "Tertiärquarzit" hingewiesen haben. Dem stimme ich zu.
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Moldavitarier am August 21, 2019, 18:40:56 Nachmittag
Lustig wäre es allerdings, wenn Dieter S. selbst diese Label an seinen Steinchen hatte?
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 21, 2019, 20:25:30 Nachmittag
Ob es D.S. war kann ich nicht sagen, ich kenne nicht alle da mit Namen.
Aber mit einem Dr. aus Freiberg habe ich über diese Bezeichnung diskutiert.

Ist ja auch egal, die Label sind eben alle vor 2013 gefertigt worden.  :lacher:

Jedenfalls gefällt mir manch ein Quarz-Lydit-Konglomerat oder Diamikrit, geschnitten und poliert, besser als so mancher Achat.

Ist eben Ansichtssache.  :streit:

Der „Steinfried“  :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 21, 2019, 22:17:11 Nachmittag
Auf Wunsch eines einzelnen Herrn,  :prostbier:
( Fortsetzung nach 09a und 09b = 1.)

2. Hier die Fortsetzung der Bilder, größer! und mit hoffentlich richtiger? Bezeichnung!
(aus Antwort #133)
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 21, 2019, 22:22:54 Nachmittag
3. = 11a und 11b
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 21, 2019, 22:25:07 Nachmittag
4. = 12a und 12b

 :gnacht:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am August 21, 2019, 23:46:18 Nachmittag
Moinmoin, Steinfried, Streitfried, Ehrfried, :hut:

der einzelne Herr(?) bedankt sich ganz artig für die größeren Bilder. :danke: :pro: (Er braucht tatsächlich eine neue Brille.)

Wie schade, dass das Alter zunimmt, und so manche anderen Sachen gleichzeitig abnehemen. Und dann immer die blöde Frage: War da nich noch was? - :gruebel:

Auf jeden Falle finde ich Gefallen an Deinen schönen Steinen. Und gelegentlich werde ich Dir mal einen Chip zusenden, auf dem Du sehen kannst, was hier so rumliegt. Wenn's beliebt, auch die Außenseite der Klamotten.

 :gnacht: und schöne Steinträume wünscht Dir

Eckard
 :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 22, 2019, 12:52:01 Nachmittag
@Eckhard
Gern geschehen! Deine „Steindeponie“ würde ich mir schon mal anschauen!  :pro:

@Moldavitarier
Die Schaltzentrale beim 70-jährigen braucht etwas länger.
Natürlich kenne ich Dieter S., den habe ich ja hier im Forum schon selber vorgestellt.  :bid:
Und bei der Börse war er auch (Kühlhaus obere Etage)!
Das sagt ja eigentlich alles, wenn aus unserer Bezirkshauptstadt Leute bei euch in Sachsen Mitglied sind.
Und F. S und W. S., nee deren Label waren es auch nicht, aber deren Mitglieder!

Und die könnte man ja in einer ihrer Mitgliederversammlungen auf die überflüssige Bezeichnung von Sedimentärquarzit,
oder mal auf Dein Buch, hinweisen!  :fluester:

Gruß Ehrfried  :prostbier:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 25, 2019, 14:34:35 Nachmittag
Hallo Eckhard,
Zitat von: Eckard
... schön, dass Du uns auch die ‚einfachen Klamotten’ zeigst. Im Schlichten das Schöne erkennen ist doch etwas; aber nicht jedem gegeben.
Wohl wahr :super:,
so eine neue, einfache "Lausitzer Klamotte" (rechts hinten) passt sehr gut in das Geröll- und Geschiebe-Konzept.  :pro:

Der "Steinfried"
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am August 25, 2019, 16:14:44 Nachmittag
Moin Ehrsteinfried,

Zitat:
so eine neue, einfache "Lausitzer Klamotte" (rechts hinten) passt sehr gut in das Geröll- und Geschiebe-Konzept.  :pro:


genau so ist es! Eine schöne Anordnung. :super: Vielleicht schaffe ich es ja auch mal, Steine besser zu fotografieren und vor allem auch - mit etwas Geschick - anschaulich zu positionieren. Gruppen wirken immer schöner als einzelne Objekte. Hatte das schon mal geübt und bekam von einer bekannten Dame, deren Name des Schreibers Höflichkeit verschweigt, diesbezüglich ein freundliches Lob. Der Mensch freut sich und sagt  :danke:

Ich zeige hier mal ein paar ganz schlichte Steinchen. Das erste jedoch ist eine Kegelrobbe in Verkleidung, die ich auf einem Acker fand. Sie ist nun sehr zahm. :laughing: Die anderen haben keine Namen erhalten, und an manchen rätsel ich noch rum und frage mich, wes Nam' und Art sie sind.

Du wirst bald Post erhalten, denn hier kann ich nicht alle zeigen.

CU
 :winke:
Eckard


Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am August 25, 2019, 16:16:45 Nachmittag
... und noch ein paar hintergher:

BG/Eckard
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 25, 2019, 20:15:26 Nachmittag
Eckhard,
die 9 Stck. lasse ich unter Kleingeschiebe und Gerölle Lausitz! durchgehen.  :wehe:
(Sicherlich kommen die Gezeigten auch bei uns vor – Transport Eiszeiten)

Jetzt mal ernsthaft, du kannst ja deine Steine auch unter Meteorite, Tektite oder Gold zeigen, aber wäre es nicht besser unter den Threads:
Unbekannte Gesteine
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?board=13.0 (https://www.jgr-apolda.eu/index.php?board=13.0)
oder,
1001 Gestein - Geschiebe von den norddeutschen Küsten
oder,
Gesteine Eckhard, oder wo sie sonst her sind??? Was hältst du davon?
Dann hätten die „Gesteinebestimmer“ hier im Forum für deine „Steinhalde“ (einzeln) den Winter über Arbeit.  :pro:

Gruß der „Steinfried“  :danke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am August 25, 2019, 22:26:59 Nachmittag
 :imsorry:
Hast ja recht, Ehrfried.

Ich wollte mich hier auch nicht mit Massen von Steinen anhängen. Das wäre Unsinn. Hier wollte ich nur, weil sich das Thema anbot, ein paar zeigen, die außen nach nichts aussehen, und ein Inneres haben, das man nicht erwartet hat, zumindest ich nicht. Und solche liegen hier noch viel mehr.

Alle meine unbestimmten und vielleicht teilweise unbestimmbaren Steine zu zeigen wäre mehr, als man in einem Winter schaffen kann. Die Arbeit möchte ich weder mir noch den Freunden im Forum zumuten. Sicher bleibt dadurch mancher Stein unbestimmt, aber das kann dann der/die jenige in die Hand nehmen, der/die mal meinen Nachlass übernimmt. Für eine andere Sammlung habe ich ein Museum gefunden, aber für die Steine sehe ich da keine große Zukunft. Wir haben hier jedoch ein Heimatmuseum, das schon eine kleine Steinsammlung aufzuweisen hat. Vielleicht die beste Adresse, denn hier kümmert sich ansonsten weit und breit keine S.., pardon, kein Mensch um Steine.

Nimm ’s mir bitte nicht zu übel, dass ich mich da so reingedrängt habe. War keine böse Absicht.

Besten Gruß
 :winke:
Eckard
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 26, 2019, 09:28:39 Vormittag
Moin Eckhard,
ich finde deine Steine schön!  :super:,  :wow:
Und wenn du sie anfeuchtest und noch die Rückseite (Kruste, nass) zeigst kann man sie besser bestimmen.
(anderer Thread)
Einige Forumler würden sicherlich bei der Bestimmung mitmachen, dazu ist das Forum ja da!  :talk:
z. B.:
B17 nicht richtig ausgeprägter Schriftgranit
D18 würde ich Quarz/Jaspis sagen
C 14 Jotnischer Sandstein, usw.

Beste Grüße
Ehrfried  :prostbier:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am August 26, 2019, 11:37:28 Vormittag
Moin Ehrfried,

Deinen Vorschlag ‚anderer Thread’ werde ich wohl realisieren und dort auch die angefeuchteten Steine zeigen. Dabei fällt mir eine Frage ein, die ich lieber gleich loswerde:
Warum kippen Unterwasseraufnahmen beim Anklicken [vergrößern] immer 90 Grad nach links?

und:
Wie kann man das verhindern?

Kennst Du das Phänomen? Mir ist es auf verschiedenen Internetseiten aufgefallen.

Nur kurz zu diesen:
B17: Deine Vermutung deckt sich mit meiner, leider jedoch ergab das Schneiden keine Sicherheit.
D18: Ja, Jaspis habe auch ich ihn genannt
C14: Sediment ja, aber jotnisch? Glaube ich eher nicht. Ziemlich quarzitisch, aber Körnung gerade noch erkennbar.

Jotnische Sandsteine habe ich hier, mit und ohne weißen Windpocken. Deren Körnung ist eindeutig erkennbar.

Bis denne.
 :winke:
E c k a r d
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am August 26, 2019, 13:09:41 Nachmittag
Hallo Ehrfried,

ich denke, B 17 als Schriftgranit zu bezeichnen ist nicht i. O., denn m. E. zeigt er Kristalle, die in einem Pegmatit nicht vorkommen sollten.

BG/Eckard
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Pinchacus am August 26, 2019, 13:29:53 Nachmittag
Hallo Ehrfried,

ich denke, B 17 als Schriftgranit zu bezeichnen ist nicht i. O., denn m. E. zeigt er Kristalle, die in einem Pegmatit nicht vorkommen sollten.

BG/Eckard

Die Aussage mag richtig sein, die Begründung dafür ist total falsch.
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am August 26, 2019, 13:57:54 Nachmittag

Danke, Johannes, aber eine Erläuterung wäre sinnvoller als nur ein lapidarer Hinweis. - Du hast es hier mit einem Lehrling zu tun.

Besten Gruß
Eckard
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 28, 2019, 09:39:21 Vormittag
Noch ein Elbe-Kiesel vom Börse-Sägen:

Den habe ich nur einseitig gerade geschnitten.
Aber er ist so blass, muss er k... oder was? Die waren schon mal farbenfreudiger.
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=10741.msg148454#msg148454 (https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=10741.msg148454#msg148454)

Einen kleinen 6 cm Achat (Ametyst, Quarz) aus unserem Nachbargewässer, findet man hier nicht alle Tage.
Wieder ein Beweis für die Eiszeiten-Durchmischungen von Elbegeröll und Geschieben aus dem Norden.

(Könnten die blau/grauen Wolken evtl. Fluorit sein?)

Der "Steinfried"  :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am August 28, 2019, 13:34:17 Nachmittag
Hej Ehrfried,

Zitat: Aber er ist so blass, muss er k... oder was?

betrachte seine Schlichtheit einfach als seine individuelle Schönheit. Du weißt doch: Alle Steine sind schön! Unterschiedlich schön.  :einaugeblinzel: - Außerdem ist er nicht nur ein Stein. Links Bug steht der Kapitän dieses Wellenfahrzeugs. Und er birgt sicher noch weitere kleine Geheimnisse.

BG/Eckard
 :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Oktober 22, 2019, 12:37:36 Nachmittag
Quarz-Lydit-Konglomerat
Das in Antwort #136(?) gezeigte 7cm Gestein, aus einem ehem. Elbelauf (Mittelböhmen-Brdy), hat mir ein freundlicher Forumler schon vor Weihnachten mal „durchgesäbelt“ und poliert! :super:, :danke:

Die braune Kruste vor der Bearbeitung stammt sicherlich vom Eisenhydroxid in unserer Senftenberger Tagebauerde bzw. sauren -Seen.
Innen sieht er jedenfalls aus wie eine helle „Semmelleberwurst“!  :einaugeblinzel:

Eckard würde sagen:
Zitat
Das ist individuelle Schönheit...alle Gesteine sind schön!

Gruß Ehrfried  :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am Oktober 22, 2019, 12:55:13 Nachmittag
Lieber Ehrfried,

dies ist das 2. x (ich schreibe das so, weil ich in Rechtschreibung so miserabel bin), dass ich feststellen muss, wie gut Du mich kennst. :super:
Aber nicht nur alle Steine sind schön! :einaugeblinzel:

Besten Gruß
 :winke:
Eckard

Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Sprotte am Oktober 22, 2019, 18:14:56 Nachmittag
Guten Abend,

ich möchte eine Bemerkung zur "Antwort #145 am: August 25, 2019" machen. Bei dem dort links unten gezeigtem Geschiebe könnte es sich um einen so genannten "Ostsee-Rapakiwi" aus dem Nordbaltischen Pluton halten (siehe z.B. hier: https://www.kristallin.de/rapakiwis/ostseerapakiwi.htm#1).

Viele Grüße
Sprotte
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Oktober 22, 2019, 19:10:33 Nachmittag
Hallo Sprotte,
da liegst du völlig richtig!  :super:

Das ist genau die andere Hälfte von dem Gestein! ("Ostsee-Rapakiwi" aus dem Nordbaltischen Pluton)
https://www.kristallin.de/rapakiwis/ostseerapakiwi/07_Ostsee-Rapakiwi_1600.jpg

Von dem bekannten, großzügigem Forumler/Sammler hört man hier leider nichts mehr?  :nixweiss:

Gruß Ehrfried  :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Oktober 30, 2019, 16:05:35 Nachmittag
Moin Gemeinde,
am vergangenen Wochenende der letzte „Barfuß-Suchlauf“ für dieses Jahr, durch unsere Tagebau-Gewässer.
Die Wassertemperatur ist inzwischen von 18° C, auf 12°, bis 10° C gesunken. Ich glaube das nennt man „Eisbein“  :laughing:

Hier noch drei Bilder zur Scharfkantigkeit:
Je nach Lage im Eispanzer (Oben, Mitte, Seite, Unten) können große Brocken (Flint) auch so aussehen.
Nachdem sie über ca. 500 km,  :wow: mit dem Eis aus dem Norden, zu uns in die Lausitz mitgeschleift wurden.
- großem Druck ausgesetzt waren (Lausitz bis 1 km Eismächtigkeit)
- hartem Untergrund begegneten - Grauwacke,
- zerplatzt sind durch gegenseitige Behinderung, usw.)
- und auch Baggerschaufeln sind nicht auszuschließen (steht ja kein „Beipackzettel“ dran.)

- Ein 28 cm Feuerstein.
- Ein abgeplatztes 6 cm Stück davon.
- Und ein Kürbis großes Stück.  :wow: (Ich habe Schuhgröße 43!)

Die hellen Bestandteile im Inneren bei 14b (evtl. Bruchstellen) und auf der Oberfläche sind weicheres, diagenetisches Vorstufenmaterial zum Feuerstein.

Wie schon an anderer Stelle erwähnt, gibt es hier Feuersteine in allen Farben und Formen.
 :danke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Oktober 31, 2019, 08:13:23 Vormittag
1. Was ist denn dass für‘n schwarzes Zeug?  :gruebel:,  :fluester:
Schwarze Meteorite, -Lydite, -Tephrite, -Moldavite, -Verhüttungsschlacke, oder was?
Nee...
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am Oktober 31, 2019, 14:22:29 Nachmittag
Salve edler Ehrfried,
 :hut:

die 10 kleinen Negerlein sind es jedenfalls nicht, denn da liegen mehr als 10 fragliche Objekte. Da sie jedoch SCHWARZ sind, kann es sich doch nur um BRAUN in Verbindung mit KOHLE handeln. (Die Gegend stimmt zumindest.)

Ich warte auf Zu- oder Widerspruch aus der Runde, damit DU, Ehrfried, alles genau erläutern kannst. Und darauf freue ich mich :laughing:, denn dann profitieren wir alle. :prostbier:

Besten Gruß
 :winke:
Eckard

Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Oktober 31, 2019, 15:30:13 Nachmittag
2. Hallo Eckard,
gut ich feure ab! Aber vorher Anerkennung  :super:, an den Profiteur!
Braunkohle Stücke ist die Lösung!  :wow:
Die liegen hier an den Seestränden reichlich herum.
Im Wasser sind sie glatt und schwer, aber lässt man sie trocknen, werden sie leicht und fallen nach wenigen Wochen auseinander.

Es ist also sehr schwierig, aus ca. 1,84 m Sicht-Höhe, zu entscheiden ob man sich danach bückt.
Und ob es sich dabei evtl. um die aufgezählten Objekte aus Antwort #163 (?) handeln könnte. Man ist ja nicht mehr der Jüngste.  :fluester:

Zur Belohnung zeige ich dir (ich weiß, du liebst sie wie ich) noch einen Schriftgranit im Schriftgranit Thread.

Gruß der „Steinfried“  :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am November 01, 2019, 10:11:05 Vormittag
3. Masse und Klasse:
Hier nun der Nach-Feiertags-Guck aus den
- Endmoränen und
- Steinsohlen
der Lausitzer „Schwarzen Löcher“. (Tgb. und Seen)

Es sind 2019ner Gerölle und Geschiebe, die aber farb- und förmlich aus der Masse etwas heraus stechen.  :wow:

Ehrfried  :user:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am November 01, 2019, 10:12:36 Vormittag
Klasse, 3c:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am November 02, 2019, 08:28:14 Vormittag
Klasse, 3b:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am November 02, 2019, 08:34:11 Vormittag
Klasse, 3a:

Bei  -2° C Nacht-, 8° C Wassertemperarur (SFB-, GW-See) und  Dauerregen in der Niederlausitz, war es das dann wohl 2019 mit:
Angeln und Gesteine sammeln/fotografieren!
(Gott sei Dank,...  :wehe:)

Der "Steinfried"  :hut:                  
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Februar 07, 2020, 10:22:38 Vormittag
Verschleppt in die Lausitz:
Da fährt der Brandenburger wegen des im Februar ausgetrocknetem Heimatflusses :unfassbar: nach Sachsen,
um zu gucken wie dort die Lage ist und trifft zufällig "seinen" Schnittmeister.
Der: „Hast du nicht etwas zum Schneiden und Polieren für mich? Bei dem Wetter müssen die Maschinen surren und nicht vor sich hin rosten!“
Na das lässt man sich doch nicht zweimal sagen, da sind doch noch die Kanaren-Strandsteine (plus zwei Andere)

Die sehen zwar innen sicherlich so aus wie die Oberfläche, (sind ja keine Achate) aber ich sammle nun mal nur geschnitten und polierte Gesteine-Hälften.

Später: Am Abfallhaufen der Diamantsäge lagen noch zwei kopfgroße und ein kleinerer 8 cm Ametyst.
Als er mein Staunen bemerkte, meinte er: “Nimm mit!“  :super:

Zwar kein Lausitzer, aber ein verschleppter Wiesenbad, mit einem braunen Fleck unten, der ihn vermutlich zu „Abfall“ machte!
Wer schöne, blaue Schlacke sammelt, nimmt auch so etwas!  :fluester:

Fazit: Man muss zur Mitnahme immer ein Sackerl am Mann haben, wie die Bayern sagen!  :wow:

Der "Steinfried"
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: karlov am Februar 07, 2020, 10:38:12 Vormittag
Moin Steinfried,
der Gran-Kanarier unten rechts sieht ja eigenartig aus, helle und dunkle sowie rote Vulkanoklasten (oder Matrix?). Die Schnittflächen sehen bestimmt gut aus, spätestens mit der Lupe offenbart sich ihre Schönheit  :einaugeblinzel: Bin gespannt.
karlov
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Februar 07, 2020, 11:03:58 Vormittag
Hallo karlov,
gut erkannt!  :super:
Ganau der ist einer von den (plus zwei Andere)!

Das ist eine bunte Brekzie aus der Kundler Klamm, der sieht fertig 100%ig gut aus.  :lechz:

Wenn fertig, dann Zeigung!  :fluester:

Gruß Ehrfried  :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am März 25, 2020, 14:54:57 Nachmittag
Mineralientag in der Lausitz:
Schöne Gesteine erzeugen Freude und Freude stärkt das Immunsystem!  :pro:

Vor fast 14 Tagen, am Ende der 11. Woche, fand in der Sächsischen Lausitz noch der 27. Tag der Mineralogie statt. Mit ungutem Gefühl, Desinfektionsmittel, Gummihandschuh, Mundschutz und voller Hoffnung, dass die Veranstaltung geöffnet ist, fuhr ich ins Nachbarland.
Wenige Besucher, Tische voller Gesteine im Eingangsbereich und ein geöffneter Ausstellungsraum sorgten für Erleichterung.
Faszinierende Idee:
Die Ausstellung im Obergeschoss lief unter dem Titel: Steine erzählen Geschichten!  :wow:

Also: In den Vitrinen lagen hinter/neben den Ausstellungsstücken A5 Blätter mit lustigen und interessanten Geschichten zu den Objekten.
Die Geschichten sollen, falls das Leben nach COVID-19 wieder in geordneten Bahnen läuft, auf der Homepage des NATZ, oder des VDFM Ostsachsen mit Bild und Text veröffentlicht werden.

Hier mal ein Beispiel eines großen Bernsteins aus dem Tagebau Schlabendorf.
Der Brocken sollte für die Amtskette des Bürgermeisters in Einzelteile zerlegt werden!  :unfassbar:

Der „Steinfried“
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: JFJ am März 25, 2020, 19:18:13 Nachmittag
Moin Ehrfried,

ich kann mir die Größe nicht vorstellen.
Wie groß ist so einer?

Danke schon mal.

Gruß
Jörg
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Thin Section am März 25, 2020, 19:38:21 Nachmittag
Hallo Jörg & Ehrfried,

Ja, die Größe würde mich auch interessieren!

Auffällig auch der Farbton dieses Bernsteins. Der typische Bernstein, den "Otto Normalverbraucher" so kennt, ist doch eher honigfarben:  :gruebel:

Bernd  :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am März 25, 2020, 20:28:03 Nachmittag
Hallo Jörg und Bernd,
die Farbe ist o.k.  :super:
Bernstein kommt in viele Farben vor:
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=12086.msg144162#msg144162 (https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=12086.msg144162#msg144162)
(Antwort #1 und #2)

Die Größe hinter der Vitrinenscheibe würde ich mit 17 cm bis 18 cm schätzen :wow: und ich kann gut schätzen!  :einaugeblinzel:

Die Sachsentruppe (VDMF) zeigt öfters mal Bernstein aus der Lausitz, deshalb fahre ich als Bernstein-Freund ja so gerne dahin!
Manchmal verkaufen sie auch welche!

Gruß Ehrfried  :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am März 26, 2020, 15:33:29 Nachmittag
Eiszeiten bestätigt:
Das soll lt. Label ein seltener?  :nixweiss: 8 cm Ragunda-Rapakiwigranit aus Schweden sein.
Gefunden in der Kiesgrube Oßling (Sächsische Lausitz)
Hätte man eigentlich als Belegstück mitnehmen müssen, denn im Smed/Ehlers wird zu diesem Geschiebe nur auf ZANDSTRA verwiesen.
Bei Vinx ist auch kein Ragunda Rapakiwi zu finden! Vielleicht wurde der vom Ragunda-Gebiet zu den Aland-Inseln transportiert.
Die Eiszeit Transport-Pfeile zeigen jedenfalls in die Richtung.
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am März 26, 2020, 15:51:08 Nachmittag
Kumpels:
Eigentlich bin ich ja nur zum Gucken (wie immer :unfassbar:) nach Ostsachsen (Mineralientag) gefahren!

Aber dieser Thüringer Arlesberg Achat wollte unbedingt nach Brandenburg.  :wow:
Vor Ort war mir noch nicht klar warum?
Zu Hause schon, da war sein „Kumpel aus Marokko“ der auf ihn wartete. Der hat auch solch ein schönes,
zartrosa, cremefarbenes Innenleben mit weiß-grauen Wolken.
Die passen beide gut zusammen, sagt sogar die „VGSB“ :ehefrau:

Ehrfried  :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am März 26, 2020, 15:59:24 Nachmittag
Moin Ehrfried,

ich halte den Stein für einen Àland-Rapakivi.

Von einem Ragunda-Rapakiwigranit ist mir gar nichts bekannt, und, wenn ich nun nichts übersehen habe, dann gibt es darüber auch keine Abbildung bei Zandstra. In beiden Zandstra-Büchern finde ich den Begriff jedenfalls nicht. :imsorry:

Besten Gruß
Eckard
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am März 26, 2020, 16:16:32 Nachmittag
He Du, ich schon wieder.

Da fährt also ein Preuße nach Sachsen um dort einen Thüringer zu kaufen.  :unfassbar:
Hast es ja noch zur rechten Zeit gemacht. Heute wäre es etwas schwieriger. - Und Deiner VGSB bestätige ich guten Geschmack. (Aber den hat sie ja schon vor Jahrzehnten bewiesen, oder? :gruebel:)

Ich habe übrigens auch einen neuen Stein. Nicht sehr schön, aber höllisch interessant. Wiegt auch nur 4780 Gramm. :super: Im Herbst steckte er noch hoch und kaum erreichbar in einer Sandwand (Kiesgrube). Der Regen der letzten Monate spülte ihn langsam ein paar Meter runter. Seit gestern liegt er bei mir und wartet auf weitere Misshandlung. :traurig:

Besten Gruß nach SFB in der NL aus W in NS.
 :winke:
Eckard



Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Mai 07, 2020, 18:09:43 Nachmittag
Lausitzer Geröll

Heute habe ich mal eine Bestimmungs-Frage. Sieht etwas anders aus als die bisher gefundenen Tephrite:
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=10741.msg147622#msg147622 (https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=10741.msg147622#msg147622)
und
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=11710.msg140278#msg140278 (https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=11710.msg140278#msg140278)

In ca. 1,50 Tiefe (Gasleitungsbau), in den „Karnickelsanden“ der Lausitzer Schichten, lag im Aushub dieses 8 cm große Gestein.
Das verdreckte Stück wurde vor längerer Zeit (vermutlich 60er Jahre) zerbrochen, erweckte auf Grund des Gewichtes meine Aufmerksamkeit.
Die andere Hälfte wurde mit dem Aushub entsorgt. Was es nicht ist:
schwarzer Meteorit (faustgroßes Stück in ca. 1,50 m Tiefe :wow:)
schwarzer Bombensplitter (zu grobkörnig und zu leicht)
schwarze Braunkohle (zu schwer und verfärbt das Wasser nicht),
schwarzer Lydit (nicht dicht genug, zu grobkörnig und keine scharfen Bruchkanten)
schwarzer Asphalt (sieht natürlich aus und ist geruchlos)
Mehr schwarze Lausitzer fallen mir nicht ein! Ich sehe ein südliches Geröll, ähnlich Tephrit :

- Abgerundete Kruste (Transport tertiären Elbelauf) und schwarz-braun verwittert.
- Auf der Oberfläche sind keine Ausgefallenen Minerale zu sehen.
- Bruchfläche (nicht ganz frisch) ist ziemlich grobkörnig,
- Magnet haftet gut,
- Kristalle glänzen schwarz grau im Sonnenlicht (der Größte 5 mm, spiegelt in Bild 32c)
- verwittertes Olivin könnten die vereinzelt, braunen Flecken sein?  :gruebel:

Kann man den als Ankaramit bezeichnen?  :nixweiss:
Also evtl. ein Vulkanit mit viel Pyroxen (schwarz-graue Minerale)

Gruß Ehrfried  :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: JFJ am Mai 07, 2020, 18:29:50 Nachmittag
Moin Ehrfried,

ich kann hier zwar nichts Definitives beisteuern, bis auf eine Anmerkung: Ich kenne Ankaramite, bei denen die Verwitterung der Olivine deutliche Vertiefungen im Gestein hinterlässt.
Bei "nur" dunklen Flecken, bin ich mir unsicher.

Gruß
Jorg
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Mai 24, 2020, 11:37:56 Vormittag
Klasse, 3d:

2020 geht es aber weiter: Einen 4er-Block hab ich noch.
Nichts aufregendes, aber beachtenswert ist der Lydit mit einer Größe von 12 cm!  :wow:
(Zu Lydit gleich noch etwas mehr!)

Der „Steinfried“
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Mai 24, 2020, 13:53:00 Nachmittag
Sedimentärquarzit heißt jetzt Quarz-Lydit-Konglomerat

(Moldavitarier: Sedimentärquarzit ist aber genau wie Tertiärquarzit eine rein laienhafte, falsche Bezeichnung:
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=10741.msg148483#msg148483  (https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=10741.msg148483#msg148483)

Wie ich im Frühjahr, beim Mineralientag 2020 (Eine Minute vor Corona :einaugeblinzel:), feststellen musste, bezeichnen einige Händler, Aussteller, Sammler und …, solche Elbe-Leitgerölle immer noch als Sedimentärquarzit. :unfassbar:

„Alte Zöpfe abschneiden“ braucht eben Zeit (wie beim Leitgeschiebe! :fluester:)
Ich habe mal einige Belegstücke aus unseren Kiesgruben und Tagebauseen abgelichtet.
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Mai 24, 2020, 14:01:15 Nachmittag
Lydit im Konglomerat:

Bei Nr. 3 und 7 sind die schwarzen und bunten Lydite im Sediment, ohne Lupe gut zu erkennen.

Wer nur schöne Lydite aus der Lausitz sehen will, kann ja mal hier gucken!:
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=10741.msg143635#msg143635 (https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=10741.msg143635#msg143635)
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=10741.msg139444#msg139444 (https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=10741.msg139444#msg139444)
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=10741.msg146991#msg146991 (https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=10741.msg146991#msg146991)

Gruß Ehrfried  :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: karlov am Juni 01, 2020, 23:35:32 Nachmittag
Moin Ehrfried,

Ankaramit: es gibt auf jeden Fall Gerölle von Alkalivulkaniten südlicher Herkunft, die reich an Px- und Ol-Einsprenglingen sind (Ankaramite), habe ich im Berliner Raum auch gefunden. Vielleicht sind es sogar Lamprophyre, und sie sind teilweise mit dem Schonen-Lamprophyr nordischer Herkunft verwechselbar. Mach doch nochmal eine frische Bruchfläche, besonders aufhebenswert scheint mir das Stück nicht zu sein. Dann siehst Du evtl. die bräunlich-roten Umwandlungsprodukte des Olivins. Sind weiße Mandeln enthalten? Große Biotitplättchen als Einsprengling?

Sedimentärquarzite: auf dem letzten Block sind ja einige bunte Varianten abgebildet. Das böhmische Quarz-Lydit-Konglomerat ist meist blassgrün, so das Stück in der Mitte (5_6). es ginbt auch rote Varianten, die sind aber seltener. Das andere scheinen diese "Tertiärquarzite" zu sein. Solche Übergänge zwischen Konglomerat und Brekzie (v.a. 7_7 und 9_5), mit Klasten ganz unterschiedlicher Korngröße und einer sehr feinkörnigen Matrix kann man auch als Diamiktit bezeichnen, also "Tertiär-Diamiktit" als Alternative zum "Tertiärquarzit" oder "Knollenstein".

 :hut:
karlov
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: karlov am Juni 01, 2020, 23:36:55 Nachmittag
Die lydit- bzw. chertführenden Knollensteine oder Diamiktite stammen wohl auch aus Böhmen, zumindets kennt man kein anstehendes Vorkommen in Sachsen.
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Juni 02, 2020, 15:25:02 Nachmittag
Moin karlov,
Ankaramit: (Mai 07, 2020, 18:09:43)
nun issa putt, sagt der Kleene! :wow: (zerkloppt)
Wie du richtig sagst, ist das südliche Stück „Geröll-Ankaramit“ vor der Haustür nicht gerade aufhebenswert. (nicht besonders schön)
Deshalb habe ich ihm  heute eine auf die „Nuss“ gehauen.  :aua:
Aber mal ehrlich, mit dem frischen Bruch bin ich genau so schlau wie vorher! Ein sehr grobkörniger, brüchiger Geselle mit eckigen, grau glänzenden Mineralen in grau-brauner Grundmasse.

Ich kann da keine weißen Mandeln oder Biotit als Einsprenglinge erkennen.
Somit kein Olivin! Jetzt haben die Bruchstücke den Weg ins Kiesbett angetreten, da ruht er in Frieden,
vermutlich bis zu seiner Auflösung.  :fluester:

Ehrfried  :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Juni 02, 2020, 15:34:32 Nachmittag
Kürbisernte in der Lausitz:  :einaugeblinzel:
Weil wir gerade beim Gasleitungsbau sind, die zwei „Brüder“ wurden auch noch ausgebaggert:

Ein 32 cm großer, außen sehr harter, heller Granit. Mit ocker, grau-braunem Innenleben.

Der Magnet haftet sehr gut an dem schweren Stück. 

Er liegt inzwischen wieder 1,50 m in der Erde.
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Juni 02, 2020, 15:46:30 Nachmittag
Und ein 24 cm, rotbrauner Rapakiwi Granit (für‘n Steingarten)
Mit frischer Bruchfläche durch die Baggerschaufel.

Schon erstaunlich, was hier aus dem Norden kurz unter der Oberfläche, in den alten Elbeläufen so rumliegt.
Also faktisch im Garten.

Der "Steinfried"  :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: karlov am Juni 05, 2020, 12:50:29 Nachmittag
Ja, das südliche Alkalivulkanitzeugs neigt eben auch zur totalen Durchwitterung, da sieht man dann im Bruch auch nichts mehr. Jedenfalls im Berliner Gebiet finden sich gelegentlich recht olivin- und pyroxenreiche Alkalivulkanite (Ankaramite), unten ein Stück aus der Kiesgrube Horstfelde.
 :hut: karlov
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Juni 19, 2020, 16:26:11 Nachmittag
Hallo „Sprotte“,
ist ja schön, dass der Nephelin-Spezialist Ralf auch mal wieder in der Leitung ist.
Da hänge ich mich bei der Gesteins-Bestimmung (Label ran pappen) gleich mal mit rein.

Diese beiden Stücke sahen etwas anders aus als die meisten Quarz-Kiesel in unseren Tagebau-Seen.
Vermutlich mit den Eiszeiten hier „angeschwemmt“ und abgelagert.  :nixweiss:

Den Hellen habe ich als Särnait-Tinguait benannt und
den Grünlichen als Tinguait, an dem haftet der Magnet!

Kann ich das so stehen lassen, was sagt der Fachmann dazu?

Gruß Ehrfried  :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 12, 2020, 15:04:09 Nachmittag
Sommerloch:
Bevor jemand ins Sommerloch fällt, mal wieder einige Steinchen aus unseren Lausitzer Tagebau-Seen.
Nichts für die Vitrine aber interessant und schön!

Neuentdeckungen „Rummlieger“ = Findlinge:
Geordnet:
Bin schon öfters in der Nähe vorbei gefahren, aber die sind ziemlich neu.
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 12, 2020, 15:07:08 Nachmittag
Ungeordnet:
Damit man nicht vom Weg ab kommt liegen die einzeln oder in Gruppen in der „Pampa“ herum!
Nur mit dem Fahrrad zu erreichen. :wow:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 12, 2020, 17:18:35 Nachmittag
Gefunden bei Tauch-und Badegängen:

Großer „Meteorit“:  :wow:  :unfassbar:
Durch Herbststürme mit Meter hohen Wellen und der jetzige Trockenheit (Wassermangel) wird so einiges im Uferbereich der Seen frei gelegt.
Raseneisenstein (bankartige Bodenhorizonte) fand/findet man öfters in unserer Gegend, passend davon zwei Handstücke.
Der Magnet haftet aber daran nicht!

Auch auf der Reppister Höhe liegen noch große Brocken Raseneisenerz herum.
 https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=12064.msg143974#msg143974 (https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=12064.msg143974#msg143974)

Es fand bei der Verhüttung in Rennöfen Verwendung und wurde an Kirchen und Türmen oft als Baumaterial eingesetzt.

Weitere „Kleinigkeiten“ (3 bis 7 cm), die aus der Masse herausstechen, folgen morgen!  :fluester:

Der "Steinfried"
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 13, 2020, 08:17:34 Vormittag
Lausitzer Specimen:
Bei Sonnenschein funkelte mich im Flachwasser diese „Australische Gold Specimen“ an. :wow:
Die goldenen Flecken um den gesamten Stein sind alles goldfarbene Flitter. (Farbe kommt nicht so richtig rüber)

Da fiel mir wieder die Frage von Hungriger Wolf ein, ob man in den Lausitz Sanden Gold waschen kann.
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/11850/documents/12562/ (https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/11850/documents/12562/) Seite 13

Natürlich nur ein Quarzgestein mit würfelartigen, goldenen Pyrit-Einschlüssen = Katzengold.
Aber eigenartiger Weise wollten die umstehenden Urlauber/Badegäste plötzlich dieses Stück haben.
(vermutlich zu viel Australian Gold-Schatzsuche Down Under geguckt?)  :gruebel:

Aber ein interessanter Fund ist es schon! Habe so etwas hier bisher noch nicht gefunden.

Der „Goldfried“  :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Suevit am August 13, 2020, 10:12:03 Vormittag
Hallo Goldfried,

es handelt sich um Glimmer, nicht um Pyrit. Dein Makrofoto, das die blättrige Struktur und die vollkommene Spaltbarkeit zeigt, liefert den entsprechenden Hinweis. Du wirst auch feststellen, dass sich das Glimmerplättchen problemlos ritzen und bei Bedarf zerfetzen lässt.

Grüße,
Rainer
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 13, 2020, 13:46:53 Nachmittag
Die Sterne funkeln im Lausitzer Sonnenschein:

Hallo Rainer,
danke für den Hinweis. :super: Habe mal ne Lupe und Nadel eingesetzt, lässt sich tatsächlich leicht ritzen.
Demnach werde ich den Goldklumpen in „Glimmer-Specimen“ umtaufen.

Der fällt auch gewichtsmäßig etwas aus der Rolle (ziemlich schwer) Die goldene Farbe, die relativ großen Silikate und das Gewicht, haben mich auf die falsche Spur geschickt. Alle bisherigen Quarze und Sandsteine hatten immer kleinen, silbrig/weißen Glimmer.
Aber Glimmer kann ja verschiedenfarbig sein.

Das Stück glänzt jedenfalls wie Gold umschlossen von Muttergestein. :einaugeblinzel:

Gruß Ehrfried  :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 15, 2020, 15:08:56 Nachmittag
„Nu issa putt“

Der Aland Rapakiwi aus Antwort #117(?) ist nun geschnitten und poliert.
Außen war er schön gold-braun (ein richtiger Hingucker :wow: ) und Innen ist das Teil dunkel, dreckig-rot, hatte ich so nicht erwartet.

Was sagte Eckard: „Jeder Stein ist schön!“
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am August 15, 2020, 17:10:37 Nachmittag
Lieber Ehrfried,

mir ist zur Zeit gar nicht nach Schreiben zumute, aber ich denke, hier sollte ich es doch tun:

Dein Stein ist nicht putt, nur entzwei. :belehr: (Darin sehe ich einen großen Unterschied.) Mehr nicht. Putt ist erst, wenn Du nur noch Krümel siehst.

Du hast nun sogar zweierlei Vergnügen. Du kannst die von Dir bevorzugte (und recht hübsche :super:) Verwitterung genießen (Nu haste eben zwee Hingucker! :einaugeblinzel:), oder aber auch das schöne Innere, das nun wirklich nicht dunkel dreckig-rot ist. SO isser nun mal, und ich meine, er ist ein gutes Exemplar seiner Art.

Es ist doch immer wieder interessant zu sehen, was unsere kleinen Lieblinge in ihrem Inneren verbergen, wenn sie geschnitten vor uns liegen. Da haben wir oft völlig falsche Vorstellungen, die sehr oft unserem Wunschdenken entstammen. Ein außen verwitterter Stein birgt in fast jedem Fall eine Überraschung. Gut, mitunter auch eine Enttäuschung. Im Fall von 33x_8Åland-Rapakivi für mich keine Enttäuschung.

Ein Beispiel von mir:
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=12374.msg147162#msg147162

Bei dem hatte ich mich aus Unkenntnis an der äußeren Farbe orientiert, aber auch die ist nur eine Folge der Verwitterung. Aber aus solchen Irrtümern lernt man ja auch ein wenig.

 :belehr: Ein Irrtum ist kein Fehler, nur eine andere Denkweise. :unfassbar:

Noch Fragen, Steinfried?

Gruß nach SFB

Eckard
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 16, 2020, 10:53:01 Vormittag
Und weiter geht es mit den Lausitzern:

39: Äußerlich ein sehr schöner Jaspis-Chalchedon.
Innen war bei dem zerklüfteten Stück nach dem Schnitt leider nicht mehr viel übrig (Bruch).  :wow:

40: Am diesem Åland Ringquarzporphyr haftet der Magnet sehr gut. Hier mal eine sonst für mich unübliche Bruchfläche.
Schnittflächen wirken eben schöner! :pro:

41: Ein sehr schönes Stück Grauwacke von unserem Koschenberg. Der Magnet haftet nicht!
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 19, 2020, 08:40:44 Vormittag
Moin,
was für ein Mineral könnte das gold-grün, metallisch Glänzende in dem Schlacke-Stück Bild 42 sein?  :gruebel:

Nr.43: Eine Früstücks-Semmel, braun-ockergelber Hornstein.
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am September 01, 2020, 12:04:58 Nachmittag
Weitere Geröll-Funde:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am September 03, 2020, 09:47:24 Vormittag
Und noch Drei:  :wow:

Nr. 48: Ein (außen) schöner bunter Hornstein. Das Foto vom „Innenleben“ hat ein anderer Forumler.

Nr. 50: Zum Abschluss der Tauch- und Badesaison noch ein 12 cm, ca. 80 Jahre alter Gleisnagel der Kohle-/Abraumnbahn, oder Nagel aus der alten Stollen-Entwässerung (Grundwasser).

Gruß der "Steinfried"  :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am November 29, 2020, 12:11:11 Nachmittag
Veraltete Label:

Und wieder eine veraltete Bezeichnung (Sedimentärquarzit) auf dem Label .

Das wird wohl noch Lichtjahre dauern bis sich Quarz-Lydit-Konglomerat durchgesetzt hat!?

Der "Steinfried"
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am November 29, 2020, 14:24:22 Nachmittag
Ja, bester Ehrfried,
mit Namen ist das so eine Sache, ( :fluester: besonders bei mir, weil ich sie immer vergesse :fluester: -ende). Sedimentärquarzit ist auch irgendwie abartig, aber das ist nur meine völlig unmaßgebliche Meinung, über die nicht diskutiert werden muss. Obwohl die Namensänderung schon nicht mehr so ganz jung ist, habe ich die alte Fassung vor kurzer Zeit erst in einem neueren Beitrag (irgendwo, weiß nicht mehr wo :gruebel:) gelesen.

Viel schlimmer jedoch empfinde ich die Änderung beim so geliebten schlichten schwarzgenadelten grauen Hornblendefels, der nun ein 'amphibol-porphyroblastischer Gneis oder -Fels' ist. Das ist ja sicher auch alles richtig, aber die Bezeichnung ist fast ein Horror. Allein das Schreiben dieses Namens. :crying: - Einige Amphibol-Porphyroblasten können aber auch recht hübsch aussehen. :super:

Wir werden uns an alles gewöhnen. Oder? - x-07

Besten Gruß
 :winke:
Eckard
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am April 11, 2021, 09:51:02 Vormittag
Moin Eckard,
passt hier besser her, da vermutlich kein Ostsee-Geschiebe!

Tatsächlich, da hast du ein südliches Elbe-Geröll von Zweien in meinem „Steingarten“ entdeckt, die ich hier einzeln noch nicht gezeigt habe. Für dich hier gern noch mal nass, etwas größer.

Sie stammen von zwei alten LKW-Ladungen Kies aus Ottendorf-Okrilla. Da gehen bei manchen Forumler die Alarmglocken an! Ich sag es gleich vorweg, „Null Moldavit!“ :einaugeblinzel:

Hier die zwei geschnittenen Gerölle (vermutlich Tschechien) Das Eine schön grün-weiß-rot und das Andere rosa-grau-weiß. Die sollte man evtl. doch mal etwas aufpeppen lassen (Politur?)

Gruß Ehrfried  :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am April 11, 2021, 10:50:30 Vormittag
Moin Ehrfried,

danke fürs Zeigen dieser hübschen Klunkern. :super: Mir gefallen sie. Und wie ich mich nun als 'Entdecker' fühle. Unbeschreiblich. Es ist :unfassbar: Ich bin  :platt:  :lacher:

Mit kein Ostsee-Geschiebe hat Du sicher Recht, diese beiden hat es aus südlichen Gefielden in den Norden getrieben. - Aufpeppen ist aus meiner Sicht kein Fehler. Könnte  :super: werden.

Es wäre gut, wenn wir über südliche Gerölle mehr Literatur - natürlich mit schönen Bildern :einaugeblinzel: :laughing: - hätten. Wenn ich es richtig erinnere, dann gibt es einen lieben Kollegen*), der sich dieser Sache annehmen will; oder vielleicht schon eifrig dabei ist. Ein Buch zu machen ist nicht etwas, das man mal 'so nebenbei' macht. Das kann in harte Arbeit ausarten.

Besten Gruß vom Entdecker.
 :winke:
Eckard

*) . . der sich vielleicht mal dazu äußert. Mir genügt 'ne E-Mail. :wc:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: locastan am April 11, 2021, 14:35:38 Nachmittag
Hi Eckard,

vor ein paar Tagen hatte ich es mit Ehrfried schon darüber, dass es kaum was zu den schönen Steinen im Rhein und co. gibt. Im Sommer kommt die Neuauflage von "Steine an Fluss, Strand und Küste" heraus wo auch etwas darüber drinnen ist. Das ist aber nur ein Tropfen auf den heißen Kiesel.  :super:

Ich würde mich über so ein Buch jdflls sehr freuen!

Gruß Mario.
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am April 11, 2021, 14:59:02 Nachmittag
Hej Mario,

ja, dieses kleine Buch der 4 Autoren, über das mir gegenüber mal einer von diesen eine seltsame Bemerkung machte, habe ich auch. Ihm mangelt es an einem Stein-Arten-Verzeichnis, und darum habe ich mir das nach Erhalt des Buches selber geschrieben (Excel). Bei Interesse schicke ich es Dir gerne per Mail zu.
Eine Neuauflage ist sicher interesant, und da hoffe ich, dass sie etwas 'steinreicher' sein wird; und ein Verzeichnis hat. Auch ich würde mich darüber sehr freuen.

Ich habe noch das kleine Buch von W. Tj. Hellinga, 1980, Elseviers Zwerfstenen Gids, in dem auch einige 'Steine aus dem Süden', die in den Niederlanden abgeladen wurden, aufgeführt werden.

Das, was ich weiter oben andeutete, das wird sicher die Gerölle der Oder und der Elbe beinhalten. - Hier bei mir ist das Problem, dass die Weser vor rd. 400.000 Jahren viel Geröll abgeladen hat, bevor sie an dem kleinen Berg 'hinter mir in Sichtweite' einen krassen Knick nach Westen machte, und sich in Richtung der heutigen Nordsee verkrümelte. Sie brachte einiges aus südlichen Regionen hier an, z. B. Porphyre/Rhyolite aus Thüringen und manches andere mehr. Und das ganze Zeug liegt hier nun verstreut zwischen den nordischen Geschieben der Saalegletscher. Nicht immer ganz einfach.

Besten Gruß
 :winke:
Eckard
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Mai 27, 2021, 09:14:14 Vormittag
Moin Särnait Tinguait-Freunde,  :hut:
solche Strecken wie von Alex gezeigt, kenne ich!
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=13123.msg155858#msg155858 (https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=13123.msg155858#msg155858)

1. Ich mach mal hier weiter, wo es hingehört. Sind ja schließlich Lausitzer Funde und der Eine ist ja nur zufällig in der Trommel gelandet.

Den hatte ich übrigens „ungetrommelt“ schon mal gezeigt. Da sieht man in Bild 2b_6 Tinguait, dass im unteren Teil die Nadeln gut zu sehen sind!:

https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=10741.msg152246#msg152246 (https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=10741.msg152246#msg152246)

Warum nach dem Trommeln, durch paar Zehntel Schmiergelverlust, kaum noch Nadeln zu sehen sind? :gruebel:
Und Bild 26_5 Särna_Tinguait ist auch noch ein schönes Beispiel.

2. Hier, ohne den Getrommelten, noch mal quarzfreie Vulkanite - Särnait Tinguait aus unseren „Schwarzen Löchern“ in der Zusammenfassung.
Mal mehr mal wenige Nadeln, verschiedenfarbige Feldspäte und Grundmassen. Aber bei uns sind sie schon echt selten!

Frau Wilske und M. Bräunlich schreiben ja auch, große Anzahl von Gängen,
variationsreiches Gestein und Sie zeigt dann 47 Varianten (Bilder)!  :wow:

Gruß Ehrfried
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: karlov am Mai 27, 2021, 10:34:02 Vormittag
Moinmoin,
meiner Meinung nach sind das alles keine Särna-Tinguaite, ich sehe keine Nadeln, sondern stengelige dunkle Minerale, könnte Pyroxen, aber auch Amphibol sein. Nicht alle Vulkanite "aus dem dem Süden" sind grau wie die Tephrite, da sind auch mal grüne Varianten dabei. Hinzu kommt, dass Tinguaite auch aus dem Gebiet des Egergrabens bekannt sind. Bist Du sicher dass im Gestein oben rechts und unten links kein Quarz enthalten ist?
 :winke:
karlov
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Mai 27, 2021, 11:24:36 Vormittag
Moin karlov,
den unten links hattest du schon in der Hand und mir so bestimmt, allerdings mit dem Zusatz Keratophyr.  :fluester:
Ich sehe da kein Quarz, hier noch mal die Bilder einzeln.

Kann schon sein, dass das Zeug alles keine Särna Tinguaite sind, sondern aus dem Egergraben (Nordböhmen) kommt,
ist ja gleich um die Ecke. :einaugeblinzel:

Also evtl. einfach nur südlicher Vulkanit (Tschechien/Böhmen) ran pappen? :gruebel:

Gruß Ehrfried  :hut:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: karlov am Mai 27, 2021, 12:44:30 Nachmittag
Tinguait oder Keratophyr, beides gleichzeitig geht nicht. Ich meine auf dem Bild kleine Quarzeinsprenglinge zu erkennen. Solche grünen Porphyre sind mir in den Schottern der Mulde in NW-Sachsen mehrmals begegnet. Keine Ahnung, wo die genau herkommen.
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Mai 27, 2021, 14:19:04 Nachmittag
karlov, ich habe deinen Doppelgänger (grünen Porphyr) und noch Andere, im Ordner Tobi-Tour, gefunden. :wow:

Für die Forumler die es interessiert, hier mal das angesprochene Gebiet zwischen Mulde und Schwarzer Elster.
In dem Gebiet findet man von fast jedem Stein einen Doppelgänger.  :unfassbar:
Aber jeder Stein ist einmalig!

Ehrfried  :winke:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: karlov am Mai 27, 2021, 19:56:56 Nachmittag
Zitat
In dem Gebiet findet man von fast jedem Stein einen Doppelgänger
Was meinst Du mit Doppelgänger?
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Mai 28, 2021, 10:14:51 Vormittag
Beispiel 3:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Mai 28, 2021, 10:15:51 Vormittag
Beispiel 2:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Mai 28, 2021, 10:20:24 Vormittag
Na gut,
„Doppelgänger“ ist vielleicht etwas übertrieben.  :einaugeblinzel:
Aber ähnliche Gesteine, verteilt über ca. 120 km, aus dem gleichen Liefergebiet – nach Löbnitz und SFB (an Mulde und Schwarze Elster)

Hier mal drei Beispiele mit karlovs Genehmigung! :super:

Gruß Ehrfried :hut:

Beispiel 1:
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am Juni 06, 2021, 07:31:46 Vormittag
Der, der mit den Steinen spricht:
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=13123.msg155915#msg155915 (https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=13123.msg155915#msg155915)

...und für den „Mitdensteinensprecher“...auch noch ein extra Lausitzer Elbe-Gerölle-Guck!

Glückwünsche  :applaus: aus der sonnigen Lausitz,
der "Steinfried"
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am Juni 06, 2021, 08:04:32 Vormittag
Moin Steinfried,

 :danke:

Du bist nicht nur ein Lausitzer, Du bist auch ein solcher ohne 'itz'. Aber der „Mitdensteinensprecher“ freut sich und bedankt sich ganz artig für die Glückwünsche
Wunderschön die bunten Steinchen. Eine Augenweide. :wow: Der KPSt. (aus alten Armeebeständen :einaugeblinzel:, gemeint ist natürlich die ehemalige Sammler-Armee) hat mich schon überrascht.

Was reiten wir doch für ein rassiges Steckenpferd.

Gruß in die sonnige Lausitz aus der eher herbstlichen Wedemark.
Wäre nicht das viele schöne frische Grün, könnte man annehmen, wir hätten Ende Oktober.

 :winke:
Eckard
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 29, 2021, 11:10:03 Vormittag
Mal was Neues aus der Lausitz - Senftenberger Findlinge:

Bei dem S-Wetter blättere ich im Taschenbuch und Bildern zur Erdgeschichte der Lausitz.

Für die welche zwar das Buch haben, aber aus welchen Gründen auch immer nicht mehr vor Ort kommen, hier mal drei meiner Originalbilder aus meiner Heimat, passend zu den Skizzen im Buch.

Entweder haben die Autoren damals in Senftenberg ihren Fotoapparat vergessen (Batterie alle?), oder Sie wollten zeigen wie gut Sie zeichnen können. :einaugeblinzel:
Auf alle Fälle ist es so gut gezeichnet, dass ich die Objekte zu den Skizzen alle auf Anhieb gefunden habe. :unfassbar:
Skizzen:
Niederlausitz-Die Senftenberger Seenplatte (Ulrich Sebastian & Thomas Suhr), 2004
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 29, 2021, 11:13:49 Vormittag
3. Geschüttete Insel (Abraum):
Wenn man das geflutete Restloch - Senftenberger See als Bild zeigen möchte, muss man auf Grund der Größe (ca. 1.300 ha) schon in die Luft gehen. :wow:
Im Südfeld des ehem. Tagebau Niemtsch liegen tausende Findlinge unter der Innenkippe (Abraum). Wagonweise gingen in den 60er Jahren auch viele davon zum Bau des Überseehafens nach Rostock.
Mein Nachbar hat ein Zweisitzer Ultraleichtflugzeug, da heißt es A.. backen zusammenkneifen und Abflug. Man muss ja schließlich seine Heimat auch mal von oben betrachten.

Ein tolles Erlebnis über der Niederlausitz – in 85 Bildern!
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 29, 2021, 11:16:24 Vormittag
2. 64 Tonnen Migmatitgneis:
Spielplatz Stadthafen-West (aus dem Tagebau Welzow-Süd)
Die runden, braune Flecke um den Brocken sind die abgetrennten 6 cm Transport-Stahlstangen in den Bohrlöchern.
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Met1998 am August 29, 2021, 11:21:09 Vormittag
1. Spur der Steine:
Am Senftenberger Stadthafen-West, Teilansicht Mitte und oben.
Die Spur zieht sich runter bis zum Strand. Da sie größtenteils nicht  :super: unter Bäumen liegen, haben die Senftenberger noch lange Freude daran. (Verwitterung)

Der "Steinfried"
Titel: Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
Beitrag von: Eckard am August 29, 2021, 14:27:18 Nachmittag
Hej Ehrfried,

schön, Eure großen Steinchen. :super: - Die Lausitz ist doch ein steinreiches Gebiet. :einaugeblinzel: Und was man mit solchen jungen Gebirgen alles anstellen kann!  :unfassbar:

Schau mal hier:
https://www.curioctopus.de/read/13902/casa-do-penedo-das-in-fels-eingeklemmte-haus-das-touristen-und-architekten-aus-aller-welt-anzieht

Schönen Sonntag
 :winke:
Eckard