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Meteoriten => Meteorite => Thema gestartet von: ironmet am Juli 21, 2010, 15:10:28 nachm.

Titel: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: ironmet am Juli 21, 2010, 15:10:28 nachm.
Hallo Meteoritenfreunde,

dieses Thema wird sicherlich nicht für alle Met-Sammler von Interesse sein.
Aber ich möchte in diesem Thema mal versuchen alle bisher bekannten Stein-und Steineisenmeteoriten zusammenfassen,
von denen auch Iron-Nodules bekannt sind.
Vielleicht könnt Ihr ja Eure Sammlungen durchschauen und mit Fotos oder Hinweisen dieses Thema ergänzen.
Mal schauen was da so alles zusammen kommt bzw. noch unentdeckte Schätzchen in manchen Sammlung schlummern.
Dann fang ich mal mit ein paar Stücken an.

Vorab hier der schon kürzlich besprochene:

NWA 6267
Achondrit / Diogenit

Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: ironmet am Juli 21, 2010, 15:17:37 nachm.
NWA 2924
Mesosiderit
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: ironmet am Juli 21, 2010, 15:18:54 nachm.
NWA 2932
Mesosiderit
(wahrscheinlich mit NWA 2924 gepairt)

Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: ironmet am Juli 21, 2010, 15:20:31 nachm.
Dalgaranga
Mesosiderit
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: ironmet am Juli 21, 2010, 15:22:09 nachm.
Vaca Muerta
Mesosiderit
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: ironmet am Juli 21, 2010, 15:24:04 nachm.
Bondoc
Mesosiderit
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: Mettmann am Juli 21, 2010, 15:31:02 nachm.
Wollen wir nicht lieber "Knolle" (geol) oder "Knötchen" (med.) sagen, was "nodule" ja heißt?

Ich find das immer so unbeholfen, wenn man diese englischen Wörter einfach so übernimmt und nochn dt. Artikel davorsetzen muß.
Die Flow lines, das Individual, die Chondrule, die Fusionskruste, aber auch "the brustseite", der Flabbergast. Sie Nasenkegel, sie, heut gehmer ins Drusy Vugs!

Jamei, da müßte man vorher bestimmen, ab welcher Größe ein impaktinduziertes Eisenbatzerl als Knödule gilt.

Mesos, die allermeisten.

 :prostbier:
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: Mettmann am Juli 21, 2010, 15:37:24 nachm.
NWA 1882

(eh der schönste von allen).

http://www.chladnis-heirs.com/nwa1882-158.8g.JPG

http://www.meteorites.com.au/media/NWA%201882.png
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: Mettmann am Juli 21, 2010, 15:39:21 nachm.
Hainholz

(photo ASU)
http://www.daviddarling.info/images/mesosiderite.jpg

Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: ironmet am Juli 21, 2010, 15:43:30 nachm.
Ja, meinetwegen lassen wir es auch Knolle oder Knötchen heißen. :dizzy:
Hauptsache es wird jetzt nicht in diesem Thema ewig diskutiert,wie es nun richtig heißen soll.
Das lassen wir mal gleich aussen vor! :ehefrau:

Zeigt denn der 1882 ein echtes Knötchen??
Ich meine jetzt nicht die Eisenpixel einzeln.
Eher sowas wie oben gezeigt,was auch nach einer Ätzung eine wilde Struktur zeigt.

Bild 2 sieht dagegen sehr vielversprechend aus.
Was ist das denn?
....ach,ich sehe gerade im Met-Bull das ist auch NWA 1882.
Der ist schick!

Mirko
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: ironmet am Juli 21, 2010, 15:49:55 nachm.
....den hab ich noch vergessen

NWA 1817
Mesosiderit
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: Mettmann am Juli 21, 2010, 15:56:56 nachm.
Sprache is immer wichtig, damit man auch weiß, wovon man redt..

Ja logisch.
Alle mindestens so groß, wie die Knolle im Dio.
Und in solchen Vollscheiben, wie die hier, immer eine ganze Menge solcher Knollen, weswegen er ja einer der alltime-stars unter den Mesos is.
Ich mein, die meisten Mettler im Forum weren die Scheiben ja von den Messen kennen.
Hab kein anders Bild mehr da, weil das die letzte Vollscheibe ist, die noch nicht weg.

Geätzt schaun die genauso aus, wie die andern, viele kleine Felder, manche mit jeweils pro Feld zueinander unterschiedlich gerichteten Neumannlinien.

Das zwote Bild ist auch eine solche NWA 1882-Knödule.

Apropos Bilder, ich finds nimmer, hatte mal einen geätzten Lowicz mit großer Eisenknolle. Hatte die nicht einer von Euch genommen? Habts noch Bilder da?

 :prostbier:
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: ben.g am Juli 21, 2010, 16:29:16 nachm.
Hi

Hier mal mein NWA 2932 Meso...

Gruß
Ben
 :prostbier:
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: Greg am Juli 21, 2010, 17:07:54 nachm.
Hi,

NWA 1242 MES

(ungeätzt)

Viele Grüße  :prostbier:
Greg
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: Greg am Juli 21, 2010, 17:10:28 nachm.
Hallo,

der Gujba CB Chondrit sollte auch nicht vergessen werden.

Gruß
Greg
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: ironmet am Juli 21, 2010, 17:18:46 nachm.
Hallo ben und Greg,

@ben: Klasse Teil mit viel Meso-Matrix ringsum. :super:

@Greg: wow,das "Knötchen" in Deiner Scheibe sieht ja extrem kompakt aus!
           Das dürfte sehr interessant sein,diese mal zu ätzen! :fluester:

          Und Gujba,hat den schonmal jemand geätzt?
          Wenn ja,wie sieht sowas dann aus?

Falls jemand auch noch irgendwas an gewöhnlichen Chondriten (wie z.B. bei meinem H6 - siehe Foto unten) zu bieten hat,bitte auch hier einstellen.
Das sind dann zwar keine echten Knollenknötchen,aber nicht minder interessant!

Viele Grüße Mirko
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: gsac am Juli 21, 2010, 17:44:30 nachm.
Hi,

NWA 1242 MES

(ungeätzt)

Viele Grüße  :prostbier:
Greg


Der sieht schick aus, Greg - hat insgesamt auch ne fetzige Form!  :super:
(Wäre interessant, zu sehen, was eine Ätzung der Eisenknolle brächte)
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: Allende am Juli 22, 2010, 18:43:38 nachm.
Hallo Forum

Hier ein paar Mesos aus meinem kleinen Stein- und Eisen- und ... Stein-Eisen-Haufen.

Aber vielleicht eine kurze Randbemerkung, die Ironmet eingangs nicht erwähnt hat, die ich aber auch für uns Sammler recht wichtig halte:

Mesosiderite lassen sich grundsätzlich in zwei Gruppen aufteilen, und zwar in die

·   Plagioklas- und Tridymit-reiche Subgroup A

und die

·   Orthopyroxen-reiche Subgroup B

Das es auch noch eine Subgroup C (Beispiel: die Oman-Mesos) gibt, will ich jetzt ausser acht lassen.

Vereinfacht ausgedrückt sind die Subgroups definiert durch ihre Metallzusammensetzung. In Subgroup A sind die Gehalte von Au, As, Ni und Cu generell höher und W niedriger als in Subgroup B.
Widmannstätten’sche Figuren kenne ich auch nur aus Stücken der Subgroup A.

Ein paar typische Mesos:der Subgroup A

·   Mount Padbury, MES-A1
·   Vaca Muerta, MES-A1
·   Estherville, MES-A3
·   Morristown, MES-A3

Ein paar typische Mesos der Subgroup B

·   Bondoc, MES-B4
·   Budulan, MES-B4
·   Mincy, MES-B4

Gruss, Allende  :winke:

Und jetzt ein paar Bilder von einigen meiner Mesos mit Iron Nodules

1.) Estherville
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: Allende am Juli 22, 2010, 18:45:11 nachm.
2.) NWA 1961
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: Allende am Juli 22, 2010, 18:46:22 nachm.
3.) Morrostown
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: Allende am Juli 22, 2010, 18:47:29 nachm.
4.) Mincy
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: ironmet am Juli 22, 2010, 19:17:36 nachm.
Hallo Allende,

da hast Du sehr schöne Stücke dem Thema hinzugefügt!! :super: :super:
Von den 4 gezeigten Stücken zeigt MINCY,finde ich, die interessanteste Iron Nodule. :wow:
Diese würde ich gern mal in geätztem Zustand sehen wollen.
Wäre interessant was die wohl für Strukturen dann erkennen lässt,bzw. wem sie optisch ähnlich sein würde.

Viele Grüße Mirko
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: Greg am Juli 23, 2010, 14:07:43 nachm.
Hallo,  :hut:

hier sind ein paar sehr schöne und interessante Stücke hinzugekommen. Danke fürs Zeigen und für die Erklärungen.

Sehe ich das richtig, dass das Eisen in Estherville geätzt wurde?

Der NWA 1242 MES bzw. die Eisenknolle darin wird demnächst auch geätzt werden. Der neue Besitzer der "fetzigen" Scheibe wird sie dann bestimmt hier nochmal vorstellen  :einaugeblinzel:  Bin sehr gespannt darauf. Hoffentlich zeigt sich ein schönes Gefüge. Wäre schade wenn nicht, aber man muss abwarten. Vielleicht ist ja auch nix zu sehen...

Hat denn irgendwer mal etwas über Ätzversuche beim Gujba gelesen oder gehört?
Nach einer Theorie ist Gujba durch einen Zusammenstoß zweier großer Körper entstanden. Zu einer recht späten Zeit, als die grundlegenden Prozesse im System bereits abgeschlossen waren, wurde das Material aufgeschmolzen und kondensierte erneut.
Mal hypothetisch gedacht: Gujba ist vermutlich doch schneller abgekühlt als ein großer differenzierter Asteroid. Können solche Eisentröpfchen, überhaupt ein Kristallgefüge mit Eisen- und Nickeltrennung bilden?  :gruebel:

Viele Grüße  :prostbier:
Greg

Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: ironmet am Juli 25, 2010, 18:48:47 nachm.
Hallo Eisen-Nodules-Liebhaber,

heute habe ich mich mal an die Scheibe des NWA 1242,die Greg hier schon vorgestellt hatte, gewagt.
Auch diese Nodule macht was her.
Ich muß sagen,es hat sich gelohnt!
Hier ein paar Fotos.

Viele Grüße Mirko
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: ironmet am Juli 25, 2010, 18:50:59 nachm.
Und nochmal aus einem anderen Blickwinkel,wo man die Neumann-Linien sehr gut erkennen kann.

Viele Grüße Mirko
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: ben.g am Juli 25, 2010, 19:07:10 nachm.
Wow. Top Ergebnis.  :super:
Das hat sich wirklich gelohnt.

Gruß
Ben
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: Greg am Juli 25, 2010, 19:24:33 nachm.
Hallo Mirko,

Holla die Waldfee, na das ist ja gut geworden.  :wow:
Das gute Stück im neuen Gewand.
Glückwunsch.

Viele Grüße  :prostbier:
Greg


Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: speul am Juli 25, 2010, 19:45:12 nachm.
absolut Spitze, nun interessiert mich aber wirklich mal der Gujba
 :lechz:
speul
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: ironmet am Juli 25, 2010, 20:29:12 nachm.
nun interessiert mich aber wirklich mal der Gujba
 :lechz:
speul

ja,mich auch....
Hat denn hier wirklich keiner einen geätzten Gujba oder hat es zumindest schonmal probiert?
Ich glaube wir müssen warten bis Hanno wieder da ist, dem könnte ich zutrauen,das er schonmal versucht hat einen Gujba zu ätzen.

Viele Grüße Mirko
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: ironmet am August 18, 2010, 13:06:47 nachm.
Hallo Metfreunde,

noch als Ergänzung ein Neuzugang des NWA 1878 mit einer scheinbar nicht ganz kompletten Iron Nodule.

Viele Grüße Mirko
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: ironmet am Juli 22, 2011, 01:10:47 vorm.
Hallo Leute,

vor sehr langer Zeit hatten wir ja hier mal die Frage gestellt, wie wohl die Eisenkügelchen
im Gujba aussehen würden, wenn man die ätzt.
Nun habe ich das mal getan, weil es mir unter den Nägeln brannte.
Zuerst sah es so aus, als käme da keine wirkliche Struktur heraus.
Aber nun unter der Lupe, sieht es doch so aus, als würden sich einige Felder in den Kugeln abzeichnen.
Hier jedenfalls erstmal die ersten Fotos.
Ich werde versuchen die Tage auch mal ein paar Fotos unterm Mikroskop zu machen.
Dann sollte es eindeutiger zu sehen sein.
Ich hoffe man kann auf den Fotos erkennen, was ich meine.

Viele Grüße Mirko
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: ironmet am Juli 22, 2011, 01:12:24 vorm.
und nochmal im Detail
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: ironmet am Juli 22, 2011, 01:23:09 vorm.
Und noch ein Neuzugang, der NWA 6266
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: paragraf am Juli 22, 2011, 01:27:02 vorm.
COOL!
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: ironsforever am Juli 22, 2011, 09:29:11 vorm.
Hi Mirko,

klasse Gujba-Ätzung! Sieht fast aus, als bestünden die Kügelchen aus NWA 6716 (Tarnfleckmuster) bzw. aus rekristallisiertem Zacatecas 1969.

Gruß,
andi :prostbier:
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: lithoraptor am Juli 22, 2011, 09:35:25 vorm.
Jau, die Ätzung ist TOP! Aber ich fürchte,gerade wat ganz anderes... Mirko hat da schon eine PM bekommen... :weissefahne:
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: ironsforever am Juli 22, 2011, 09:39:44 vorm.
 :gruebel:
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: ironmet am Juli 22, 2011, 10:15:06 vorm.
Hallo Ingo und Andi,

ja, tatsächlich sieht es so aus, als wären die Kügelchen rekristallisiert und würden ähnlich dem
Tarnfleckmuster sein.
Was mich nur etwas verwundert,sind die kleinen Kristalle, die klar durch feine Risse/Spalten abgeteilt
bzw. dadurch begrenzt sind.
Sieht man das auf dem Foto?
Ich glaube ich muss noch ein paar gute Mikroskopaufnahmen machen.

Viele Grüße Mirko
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: Greg am Juli 22, 2011, 12:09:32 nachm.
Hallo Mirko,

super, Du hast einen Gujba geätzt.  :super:

Wenn die Theorie stimmt, dass Gujba durch einen Zusammenstoß zweier größerer Körper entstanden ist, dann müssten die Eisenkügelchen ja rekristallisiert sein. (Bei Gujba kann ich mir das sehr bildlich vorstellen, wie flüssige Eisentropfchen durch die Gegend wabern...).

Und die feinen Risse entstanden erst durch das Ätzen?
Ingo, was befürchtest Du denn...?  :gruebel:

Greg  :hut:
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: Andyr am Juli 22, 2011, 12:24:27 nachm.
Kennt jemand zufällig die chemische Zusammensetzung der Gujba-Kügelchen?
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: Thin Section am Juli 22, 2011, 22:06:47 nachm.
vor sehr langer Zeit hatten wir ja hier mal die Frage gestellt, wie wohl die Eisenkügelchen im Gujba aussehen würden, wenn man die ätzt. Nun habe ich das mal getan, weil es mir unter den Nägeln brannte.

 :lechz: :super: :lechz:

Sagenhaft !!!

Bernd  :hut:
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: Greg am April 10, 2013, 22:17:41 nachm.
Hallo,  :hut:

beleben wir dieses spannende Thema mal wieder.

Ich möchte euch einen Mesosideriten vorstellen, den ich vor einiger Zeit von Gary „Big Kahuna“ erworben habe. Es handelt sich um den NWA 7641.

Als ich die Scheibe dann bekam, gefiel mir aber ehrlich gesagt die spiegelnd polierte Oberfläche nicht so gut. Das reflektierende Licht blendete in vielen Winkeln und Details waren dadurch nur schwer zu sehen.
Zudem dachte ich mir, dass die Eisenknollen bestimmt ein tolles Ätzmuster haben müssen.

So fragte ich Mirko „Ironmet“, ob er mir diese Scheibe ätzen kann. Das war eine gute Entscheidung. Vielen Dank für Nachbearbeitung. :super: :kiss:

Das Ergebnis gefällt mir so richtig gut. Die Scheibe hat deutlich dazu gewonnen. Nun hat man neben den Silikatkristallen ein klasse Ätzmuster, was man betrachten kann. Ich mag es, wenn man die Scheibe bewegt und sie in verschiedenen Winkeln diese funkelnde Brillanz hat.  :wow:

Zum Vergleich, was sich in solchen Eisenflächen verbergen kann, zuerst ein Foto der ursprünglichen, spiegelpolierten Scheibe.
Nach der Ätzung zeigten sich dann viele glänzende Flächen und auch Neumannsche Linien.
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: Greg am April 10, 2013, 22:19:56 nachm.
Detailausschnitt...
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: Greg am April 10, 2013, 22:21:20 nachm.
...und die Hauptknolle im Detail.

Viele Grüße  :winke:
Greg
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: Hungriger Wolf am April 10, 2013, 22:25:42 nachm.
Hallo Greg!

Interessante Mesosiderit-Ätzung!
Hätte ich nicht gedacht...... :einaugeblinzel:

Grüsse  :hut:
Achim
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: speul am April 10, 2013, 23:09:23 nachm.
macht echt was her, hätte ich mir 1. nicht vorstellen können und 2. auch nicht getraut zu machen.
Aber es war eine gute Entscheidung,
oder auch nicht, denn ab jetzt braucht man ja zwei Scheiben eines Mesos, eine geätzte, eine polierte, und dann noch einen TS, und ein Individual. Wo soll das alles noch hinführen.  :dizzy:
Grüße
speul
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: Greg am April 11, 2013, 09:07:25 vorm.
Auf solch ein Ergebnis hatte ich wirklich gehofft. Hier im Thema wurden ja schon mehrere geätzte Eisenknollen vorgestellt.
Selber hätte ich es nie versucht; daher wurde die Scheibe in fachmännische Hände gegeben.

Spiegelnde Oberflächen können je nach Stück möglicherweise ganz gut aussehen, aber ich persönlich finde solche Mesosideriten geätzt tausendmal besser und brauche daher bei denen keine Spiegelpolitur. Man konnte sich vorher unter der Lupe kaum die Silikate anschauen, weil ständig das Licht reflektiert wurde. Auch in der Vitrine nervte es vorher.

Nun hat man einfach mehr zum Anschauen und mir gefällt dieses brillante Funkeln der kleinen Eisenbereiche wirklich richtig gut.  :smile:

Greg  :hut:
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: Chondrit 83 am April 11, 2013, 13:07:05 nachm.
Genial  :super: :super: :super:

Grüßle

Marco
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: Dave am April 11, 2013, 13:22:19 nachm.
Wirklich eine sehr gute Entscheidung die Scheibe ätzen zu lassen Greg!
Die Scheibe sieht nun wirklich deutlich interessanter/schöner aus.  :super:

Grüße David :hut:
Titel: Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
Beitrag von: Thin Section am April 18, 2014, 21:51:16 nachm.
Guten Abend Zusammen,

ich komme mal zu diesem Thema zurück, weil ich eine Bondoc "iron nodule" (ein Endstück) in meiner Sammlung habe und weil ich mir letzthin zwei Bondoc DS zugelegt habe:

Das erste Bild zeigt noch mal meine drei Bondoc Exemplare, das zweite Bild die beiden Dünnschliffe.

Das TKW beträgt ca. 900 kg und beinhaltet eine Hauptmasse von 888.6 kg + etliche kleinere Fragmente. Neben den typischen Massen mit mesosideritischer Ausprägung existieren auch sg. "iron nodules." Das sind Eisenmassen mit kleinsten Silikateinschlüssen in einem oktahedritischen Gefüge (7.3 % Ni) – manche dieser kugeligen Massen erreichen sogar Baseballgröße. Mein "iron nodule" Endstück wiegt 95.8 gr und misst  4.5 x 3.5 x 1.8 cm.

Der erste DS zeigt die "normale" Matrix eines B4 Mesosideriten (10-25 vol% Plagioklas und 65-85 vol% Orthopyroxen). Diese Pyroxene zeigen im xpol. Licht nur weiße und bläulich-graue Interferenzfarben. In diesem DS ist so wenig Plagioklas zu finden, daß man ihn hier bei 16-fach noch nicht einmal ausmachen kann.

Der Endcut und die Vollscheibe im ersten Bild zeigen neben der "normalen" Matrix  ein Cluster aus großen Olivinkristallen. DS#2 zeigt einen solchen Megacryst im xpol. Licht mit wesentlich lebhafteren Interferenzfarben als bei DS#1. Allerdings sind die Interferenzfarben bei DS#1 zu blass, da die Dicke des Schliffs nicht genau 30µm (0.03 mm) beträgt.

Bernd  :os00: