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Meteoriten => Meteorite => Thema gestartet von: Orion8 am Januar 27, 2007, 11:29:36 vorm.

Titel: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: Orion8 am Januar 27, 2007, 11:29:36 vorm.
Hallo,

außer Meteoritensammlern/händlern, von wiss. Instituten gar nicht zu sprechen, gibt es ja auch noch andere, die sich des Materials bedienen.

Hier ein 1.Beispiel:  http://www.mitkodimitrov-yambol.com/cgi-bin/s.cgi?f=meteorit&lang=de (http://www.mitkodimitrov-yambol.com/cgi-bin/s.cgi?f=meteorit&lang=de)   :dizzy:

Grüße von Orion8

Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: Aurum am Januar 27, 2007, 12:07:36 nachm.
Morgen Orion8

Ich weiss nicht wie ich da anfangen soll , so wütend bin ich über den Mist den der da verzapft hat  :ehefrau:
Das ist Geldschneiderrei der übelsten Sorte , und er hat Glück das er nicht seinen Firmensitz in Deutschland hat , sonst würde ich ihn heute noch anzeigen .
Ich glaube der Bernd stimmt mir zu das ist mehr als strafbar was der da macht , er spielt mit den Ängsten und Hoffnungen von Kranken, das ist das absolut perverseste was ich kenne . ( Keine Angst Peter ich beruhige mich gleich wieder )

Ich selber habe im Rahmen meiner Tätigkeit beim DRK schon oft genug Menschen gesehen die in ihrer Verzweiflung nach jedem Strohhalm greifen , und das wird hier gnadenlos ausgenutzt .
Ich kann vor solchen Schalatanen  nur warnen  :steinern:

So  nun muss ich erstmal in den Garten gehen und ein Paar Brombeeren ausreissen um mich wieder zu beruhigen

Bis dann Lutz  :winke:
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: Aurum am Januar 27, 2007, 12:15:40 nachm.
Nachtrag :

Ich habe mir den schrott den er da anbietet noch mal angesehen die ersen beiden Teile " konnten " NWA´s sein das andere sind Achate und igendwelche Felsbrocken , Könnte das der Hauptabnehmer von Stehnaht sein  :gruebel:

Bis dann Lutz  :winke:
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: MetGold am Januar 27, 2007, 13:41:38 nachm.
Hallo,

besonders in früheren Zeiten wurden Eisenmeteoriten als billige Eisenlieferanten angesehen, wo man ohne Verhüttung an Eisen ran kam.

Der Tucson (Ring) wurde gar einige Zeit als Amboss verwendet:    " ...Niemand weiß wirklich, wer die Tucson Fragmente entdeckte. 1850 wurde ein Fragment zum mexikanischen presidio in Tucson transportiert. Der Schmied dort benutzte den Meteorit mit der grossen Bohrung in ihr als Amboß."

http://www.planetarium.montreal.qc.ca/Information/Expo_Meteorites/Vedettes/tucson_a.html (http://www.planetarium.montreal.qc.ca/Information/Expo_Meteorites/Vedettes/tucson_a.html)

 :winke:  MetGold   :alter:
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: MetGold am Januar 27, 2007, 21:20:09 nachm.
Hallo,

in Berlin im Museum für Naturkunde liegt das berühmte "Chladni Messer", welches aus dem Elbogen-Meteoriten geschmiedet wurde. Deutlich sichtbar sind die Widmanstättenschen Figuren auf der Klinge.

http://www.museum.hu-berlin.de/min/sammlung/gesch.html#meteorite (http://www.museum.hu-berlin.de/min/sammlung/gesch.html#meteorite)

 :winke:  MetGold   :alter:
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: MetGold am Januar 27, 2007, 21:41:02 nachm.
Hallo,

hier noch einer von der anderen Seite der Vernunft:   :unfassbar:  http://www.living-soul.de/edelsteine/meteorit.htm (http://www.living-soul.de/edelsteine/meteorit.htm)

Jetzt ahne ich, warum mir's manchmal so schlecht geht, ich kriege hier zu hause wohl manchmal eine Überdosis ab.  :crying:

 :user:  MetGold   :alter:
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: Aurum am Januar 28, 2007, 07:01:34 vorm.
Morgen Peter ,

es ist Sonntag Morgen und dann so ein Schreck :eek:n Peter das Messer kann wenn es Witmannsche Linien enthält unmöglich geschmiedet sein !
Beim schmieden würden die Lieinen Zerstört werden :abgelehnt:
Wenn dort wirklich Linien zu sehen sind dann dürfte es sich um Meteoritendamast handeln .
Die einzige Möglichkeit ein Messer mit Witmansche Kinien zubekommen ist es Kalt zu Schneiden und dann in seine Form zu Feilen .
Beim Schmieden würde das eisen über 800° erhitzt werden und dabei würde der Stahl sich rekistalisieren ( hab ich hier irgendwo gelesen :baetsch:)
Auserdem würde das bearbeiten mit dem Hammer den kleinen Linien auch nicht sehr gut bekommen !

Oder liegt der Anfänger wieder einmal Total daneben  :gruebel:

Bis dann Lutz  :winke:
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: MetGold am Januar 28, 2007, 08:00:28 vorm.
Morgen Lutz,

tja, erstens steht das nicht so auf meiner WEB-Site sondern bei der Humboldt-Uni Berlin, die ja bei Meteoriten-Klassifiks mit an der Spitze steht  :smile:  und zweitens gibt es ja noch:

http://www.smolik-velotech.de/glossar/k_KALTSCHMIEDEN.htm (http://www.smolik-velotech.de/glossar/k_KALTSCHMIEDEN.htm)   <- sicher gibt's dazu besser Seiten, soll aber hier genügen.

... und ein bischen über die Länge verzogen sehen die Linien vielleicht schon aus.

http://images.google.com/imgres?imgurl=http://euromin.w3sites.net/Nouveau_site/musees/berlin/Fotos/ELLBO.JPG&imgrefurl=http://euromin.w3sites.net/Nouveau_site/musees/berlin/Website-dt/Elbogen.html&h=60&w=283&sz=9&hl=de&start=154&tbnid=5mrfnIjZOPGK3M:&tbnh=24&tbnw=114&prev=/images%3Fq%3Delbogen%26start%3D140%26ndsp%3D20%26svnum%3D10%26hl%3Dde%26rls%3Dcom.microsoft:en-US%26sa%3DN (http://images.google.com/imgres?imgurl=http://euromin.w3sites.net/Nouveau_site/musees/berlin/Fotos/ELLBO.JPG&imgrefurl=http://euromin.w3sites.net/Nouveau_site/musees/berlin/Website-dt/Elbogen.html&h=60&w=283&sz=9&hl=de&start=154&tbnid=5mrfnIjZOPGK3M:&tbnh=24&tbnw=114&prev=/images%3Fq%3Delbogen%26start%3D140%26ndsp%3D20%26svnum%3D10%26hl%3Dde%26rls%3Dcom.microsoft:en-US%26sa%3DN)

 :baetsch:  MetGold   :alter:

P.S. Laßt doch bitte immer vor und hinter dem Smilie ein Leerzeichen, dann kommen sie auch:   ----:eek:------>     :eek:   

Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: gsac am Januar 28, 2007, 08:46:49 vorm.
tja, erstens steht das nicht so auf meiner WEB-Site sondern bei der Humboldt-Uni Berlin

Dieses Messer aus dem Nachlaß Chladnis ist in einer Schauvitrine des Berliner Naturkundemuseums zu bewundern, so wie manch anderes seltenes und sehenswertes Stück auch - obwohl ich finde, die Berliner könnten noch ein wenig am öffentlichen Display "arbeiten" (....wenn ich da so an die Wiener Sammlung denke - der Meteoritensaal dort ist ja wirklich eine Art "heilige Halle", auf jeden Fall eine Augenweide). Sie arbeiten nun ja auch in Berlin an der Modernisierung des Museums - aber das liebe Geld fehlt halt trotzdem an allen Ecken und Enden, und erst recht bei uns hier in der Hauptstadt........

[PS: ich antworte hier, weil es in diesem Thread zur Sprache kam, aber eigentlich gehört dieser Beitrag noch eher in die Rubrik"Treffen, Veranstaltungen etc", und könnte speziell für den berliner Met-Stammtisch gedacht sein. Admin, sollte man (willst Du) den dahin forwarden? Will sagen: mit einem berliner Met-Stammtisch sollte eigentlich auch die Kenntnis (bzw einmal ein gemeinsamer Besuch) der Sammlung im Naturkundemuseum in der Invalidenstrasse verbunden sein...]

gsac aka Alex
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: Aurum am Januar 28, 2007, 09:15:03 vorm.
Ja Peter ,

Das dies nicht deine Seit war , war mir schon Klar ( habe ich auch nirgendwo Geschrieben  :laughing: )
Das mit dem Kaltschmieden hatte ich auch auch gemeint , ich dachte nur das die Bezeichnung " Geschmiedet " eine falsche Vorstellung erweckt.
Im Moment sind hier in Düsseldorf in vielen Geschäften Messer aus Meteoriten Damast zu bekommen , auch diese zeigen Linien , die aber nichts mit den Witmannschen Linien zutun haben da sie sich aus dem Herstellungverfahren ergeben .
Ich denke da an unsere Gäste die die Photos ja nicht sehen können die wir hier im Forum haben .
Bei diesen könnte es dann zu Verwechslungen kommen . 

Bis dann Lutz  :winke:
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: MetGold am Januar 28, 2007, 09:50:04 vorm.
Hallo Alex,

wenn du den Museumsbesuch für den Stammtisch gut findest - was es sicherlich auch ist - würde ich an deiner Stelle  es doch im dazugehörigen Thread auch mal ansprechen.  :fluester:  Da ich an eurem Stammtisch  :super: leider nicht teilnehmen kann, möchte ich euch auch nur seltendst reinreden, was ihr dort tun oder lassen solltet.

:cafe:  MetGold   :alter:
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: paragraf am Januar 29, 2007, 03:36:57 vorm.
Hallo,

peinlich, hier ist also der  Chladni-Messer-Thread....

Und Lutz, ich muss Dich leider enttäuschen, gesund- oder totbeten ist nach wie vor nicht strafbar! Das gilt auch unter Zuhilfenahme von kg-schweren Meteoriten!!! Es ist einfach so!

Es bleibt noch die Frage, ob solche Angebote wettbewerbs- oder sittenwidrig sind!

Das mag durchaus sein..nur: Weil Verbraucherschützer so gutmütig & edel sind, haben sie noch längst keinen Bonus in Sachen Gerichtskosten. Will heißen: Wer was angreifen will, muss es auch beweisen können, sonst verliert er den Prozess und muss zahlen ohne Ende! Das wollen Steuerzahler, die Verbraucherschützer alimentieren, zu Recht nicht!

Kannst Du den gerichtsverwertbaren Beweis erbringen, dass dieses depperte Heilverfahren NICHT zum Erfolg führt??? Falls ja, melde Dich bei mir und ich werde ihm in Deinem Namen den Shredder spüren lassen!!

Gruß
Bernd



Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: pallasit am Januar 29, 2007, 10:52:21 vorm.
Hallo,

Es ist schon richtig, dass zur Bildung von Widmanstättenschen Figuren das nickelreiche Eisen extrem langsam Abkühlen muss. Bei IIIAB Eisen sind es (nach Rasmussen 1989) ca. 50 Grad pro Million Jahre  :platt:.

Das Ätzbild der Widmanstättenschen Figuren entsteht weil Eisen mit unterschiedlichen Nickelgehalten unterschiedlich weggelöst wird.

Nach dem Schmieden wird deutlich schneller Abgekühlt  :einaugeblinzel:. Jedoch wird das Nickeleisen beim Schmieden (um die 800 Grad) sicher nicht homogenisiert, es wird keine Schmelze erzeugt. Die relativ kurze Schmiedezeit reicht nicht aus um die Nickelgehalte im Eisenmeteoriten durch Diffusion völlig anzugleichen. Das Ausschmieden hinterläßt sicher Spuren, die Widmans werden deformiert, das Ätzbild wird  unschärfer. Es verschwindet meiner Meinung jedoch nicht völlig. Es gibt immer noch nickelreiche und nicklearme Zonen.

Deshalb wird ein geschmiedetes Meteoriteneisen ein Ätzbild erzeugen. Es sind immer noch Bereiche mit hohem Nickelgehalt und Bereiche mit niedrigem Nickelgehalt vorhanden.

Was haltet Ihr davon, ist das Unsinn  :confused:  :fluester:  :fluester:  :fluester:.

Grüße Willi
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: paragraf am Januar 29, 2007, 12:04:17 nachm.
Hallo,

sorry, da hab ich irrtümlich ein komplettes Zitat abgeschickt...  :traurig:

Willi, schmieden ist ja mehr als nur heißmachen und abkühlen lassen. Glaub es mir, wenn das Eisen 800° hat, zertrümmer ich Dir jedes wie auch immer geartete Gefüge (ohje, wie sich das anhört..) oder bastel Dir eins ala Damastzenerstahl mit 512 Lagen zurecht..

Gruß
Bernd
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: pallasit am Januar 29, 2007, 12:26:13 nachm.
Hallo Bernd,

Was führt denn beim Damaszenerstahl denn zu der Textur  :einaugeblinzel:? Diese Klingen werden doch auch geäzt, oder nicht.

Gruß Willi
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: JaH073 am Januar 29, 2007, 12:28:34 nachm.
Mahlzeit ihr Schmiedemeister,

hier mal was fachliches zum Thema Schmieden.
Grundsätzlich denke ich hat der Willi Recht.
Es gibt bestimmt auch nach dem Schmieden Bereiche im Metall wo man den unterschiedlichen Nickelgehalt durch anätzen feststellen kann.
Allerdings kann ich beim Schmieden so lange drauf rumkloppen, daß es nur ein Zerstören des Gefüges ist.
So könnte ich theoretisch einen Würfel mit 100 mm Kantenlänge so lange behämmern daß er platt ist wie 3 mm dickes Blech.
Dann wäre es recht unwahrscheinlich daß ich noch beim Ätzen was feststellen könnte.
Allerdings zur Messerherstellung beim alten Chladni wurde hier nicht so brutal vorgegangen.

Schmiedbar sind Metalle nur, wenn beim Erhitzen die Dehnung wesentlich zunimmt.
Gußeisen ist nicht schmiedbar weil es beim erhitzen nicht knetbar wird.
Mit zunehmendem C-Gehalt nimmt die Schmiedbarkeit der Stähle ab.

Anfang der Schmiedetemperatur von Baustahl St37 Anfangstemp 1250 °C, Werkzeugstahl 1000 °C, HSS-Stahl 1150 °C
Endtemperatur St37 750 °C,  Werkzeugstahl 800 °C,  HSS-Stahl 900 °C

Je geringer der Kohlenstoffgehalt bei unlegierten Stählen ist, desto höher kann die Anfangssschmiedetemperatur sein.

Bei Schmiedestücken werden im Gegensatz zu den aus dem Vollen gearbeiteten Werkstücken die Fasern nicht unterbrochen.
Das Gefüge wird dichter, die Festigkeit höher.
Das passt wieder auf das Chladni Messer.

Wenn ich mich richtig erinnere hab ich irgendwo mal was gelesen, daß die Widmanstätschen Figuren so ab ca 600 Grad verschwinden.
Mirko, kannst du dazu was näheres sagen ?
Trotzdem ändert sich dann ja nicht der Nickelgehalt...................

Viele Grüße

Hanno
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: JaH073 am Januar 29, 2007, 12:30:09 nachm.
Hallo nochmal,

beim Damaszenerstahl werden 2 unterschiedliche Sorten Stahl genommen.
Einer mit höherem Kohlenstoffgehalt als der andere.
Diese ergibt dann die Linien beim Ätzen.

Gruß

Hanno
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: paragraf am Januar 29, 2007, 12:50:41 nachm.
Hallo,

was ich schon immer mal wissen wollte, mich aber bisher nicht getraut habe, zu fagen: Wie kann ich Widmanstättensche Figuren und Neumanlinien voneinander unterscheiden? Mir schon klar, dass letztere durch Deformation beim Fall entstehen, so steht es ja geschrieben... Was mir aber bisher dazu *so bezeichnet* unter die Augen gekommen ist, konnte ich bis jetzt nicht unterscheiden... Sind die Figuren alle gerade und die Linien gebogen?

Gruß
Bernd
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: pallasit am Januar 29, 2007, 14:58:19 nachm.
Hallo Hanno,

Hanno, danke dass du mich unterstützt  :super:  :prostbier:. Ich halte beide Vorgänge für durchaus vergleichbar.

Beim Damaszieren werden Platten zusammengeschmiedet. Auf eine Platte mit einem kohlenstoffarmen Eisen folgt eine Platte mit kohlenstoffreichem Eisen. Einmal ist es der Schmied, der die verschiedenen Eisensorten aufeinander packt, das andere Mal haben die „unendlichen Weiten des Weltalls“ nickelreiche Schichten von nickelarmen Schichten getrennt.
Ich nehme an, dass wenn man Damaszenerstahl genügend lange schmiedet, die Textur/das Gefüge ebenso verloren geht. Das Prinzip ist das Selbe, ob Kohlenstoff oder Nickel. Sichtbar wird’s erst beim Ätzen.
Dass die Widmanstättschen Figuren bei höheren Temperaturen verschwinden habe ich auch irgendwo gelesen. Dabei stand jedoch, meiner Erinnerung nach, dass mehrere Wochen hohe Temperatur nötig sind. Nehme an, der Nickel muss sich im Eisen durch Diffusion verteilen.

Solange unterschiedliche Nickelgehalte da sind, solange gibt es ein Ätzmuster. Ob man diese Muster noch nach Widmanstätten benennen darf weiß ich nicht  :gruebel:.

Grüße Willi
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: ironmet am Januar 29, 2007, 19:57:22 nachm.


Wenn ich mich richtig erinnere hab ich irgendwo mal was gelesen, daß die Widmanstätschen Figuren so ab ca 600 Grad verschwinden.
Mirko, kannst du dazu was näheres sagen ?



Hallo Hanno,
geschrieben steht ja immer viel von 600°C oder auch längere Zeit über 900°C.
Leider habe ich selbst aber noch keine Erfahrungen,weil ich solch einen Test bisher noch nicht gemacht hatte und mir das Material immer viel zu schade war!
Zudem hatte ich auch noch keinen Grund ein Eisen auf solch eine Temperatur zu erhitzen.

Also wäre es nur der Grund des Interesses,das man sowas mal machen könnte.
Ansonsten bin ich zufrieden wenn Strukturen gut zu erkennen sind,da war es mir bisher absolut schnurz,bei welcher Temperatur und in welchem Zeitraum die sich wieder auflösen.
Man könnte sowas ja mal mit nem Scheibchen Muonionalusta probieren.
Also auf jeden Fall mit einem feinen Oktaedriten!
Bei groben Oktaedriten könnte man vielleicht nicht all zu viel erkennen.
Dann würde ich auch ein dünnes Scheibchen nehmen,so 1-2mm und würde diese Erhitzen.
Die Temperatur könnte man vielleicht mit solch einem Infrarot-Thermometer überprüfen,falls die Teile überhaupt so hohe Temperaturen anzeigen??? :gruebel:
Wie sollte man sonst was über ne genaue Temperatur in Erfahrung bringen???????????????
Dann könnte man ne Versuchsreihe starten,wo man meinetwegen die Scheibe erstmal einige Minuten bei 600 °C hält ,dann wieder ätzen und schauen.
Nächster Durchgang entweder die Zeit länger wählen oder die Temperatur erhöhen.
Klingt aber für mich nach sehr viel Arbeit und Zeit,die ich momentan garnicht habe.

Aber ich werde mir die Idee erstmal durch den Kopf gehen lassen,wie man am besten vorgehen kann,damit man im Nachhinein eben sagen kann:
Ja,nach 30 Minuten Erwärmung auf 900 Grad verliert das Stück seine Struktur und rekristallisiert.

Das wäre ne schöne Aufgabe für Dich Hanno.
Könntest ja dafür immer einen Lehrling abstellen,der das Stück so lange auf Temperatur halten kann.  :super:

Viele Grüße Mirko

Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: ironmet am Januar 29, 2007, 20:04:41 nachm.
Ach,
ich nochmal schnell.

Könnt ihr euch an meine rekritallisierten Stücke erinnern?

Diese waren auf die Zeit gesehen nicht lange unterwegs!
Soll also nur heißen,das nicht mal die Erhitzung-Zeit eine Rolle spielen sollte,sondern eben nur die Temperatur selbst!
Und wenn eben diese Theorie stimmen sollte,müsste man die Probe dann warscheinlich auch zum schmelzen bringen,damit eben etwas passiert!
Macht sich dann nur schlecht mit dem Ätzen,weil man jedesmal die verschmolzene Scheibe schleifen müsste!

Na ja,vielleicht teste ich das ja wirklich mal irgendwann.

Momentan aber keine Zeit! :fingerzeig:

Viele Grüße Mirko  :prostbier:
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: JaH073 am Januar 29, 2007, 21:12:42 nachm.
Hallo Mirko,

wenn man sowas probiert dann würde ich von technischer Seite auch meinen, daß es ein feiner Oktahedrit sein sollte.
Da wäre der Muonionalusta vielleicht nicht schlecht.

Vorab wollte ich aber noch was bemerken..........
Wenn ein Eisenmeteorit in frischem Fall in die Atmosphäre düst, dann ist er innen drin ja sehr kalt.
Ich sag jetzt einfach mal um ne ganz grobe Zahl zu nennen weit unter -150 °C
Wenn die Reibung in der Atmosphäre die äußere Schicht aufheizt ( der ganze Meteorit sich ständig dabei im Fluge dreht ) dann kann die Hitze durch den kalten Kern nicht schnell genug nach innen dringen. Daher findet man immer nur mehrere Millimeter bis wenige Zentimeter rekristallisierte Randbereiche.
Der Flug durch die Atmosphäre dauert ja auch keine halbe Stunde, da kühlt dann die Oberfläche sehr rasch wieder ab. Zumindest kühlt sie soweit ab daß keine weitere Rekristallisation mehr erfolgen kann.

Ob nun zu deinem Versuchsvorschlag ne Scheibe das ideale wäre ist nur bedingt zu sagen.
Damit kann man nur wie du bereits beschrieben hast bei einer bestimmten Tempereatureinstellung hinterher sehen ob und wie sich die Widmanstättschen Figuren verändert bzw aufgelöst haben oder nicht. Vielleicht kann man hier in 100 °C Schritten sich herantasten. Anfangen könnte man bei 500 °C und sich nach oben steigern.
Wir haben in der Firma einen Härteofen der bis 1200 °C geht. Den könnte ich benutzen.
Bleibt die Frage ob sich bei mehrmaligen Temperaturschwankungen rauf und runter nicht dennoch irgendwas irgendwie bereits verändert, so tatsächlich erst was bei einer wesentlich höheren Temperatur passiert als 600 °C
Mirko, somit mußt du mir für jede Temperaturstufe per 100 °C eine Vollscheibe schicken   :lacher:

Eine wohl nicht für mich technisch durchführbare Alternative wäre, wenn man ein Individual ins Eisfach des Kühlschrankes legt, danach gleich mit nem richtig großen Schweißbrenner eine Stelle der Außenseite aufheizt. Gleich nachdem man die ungefähre Tempereatur welche man vorher bei den Scheiben zur Rekristallisation ermittelt hat erreicht hat, sollte man das Teil in Wasser abschrecken.
Dann mußte man das Stück schneiden und ätzen.

Viele Grüße

Hanno
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: MetGold am Januar 29, 2007, 21:29:22 nachm.
Hallo Hanno,
was meinst du denn, wie der Mirko seine rekristallisierten Ränder macht!  :lacher:  Nee, um Gottes Willen :imsorry: , das nehme ich sofort zurück und behaupte das Gegenteil.  :weissefahne:

 :prostbier:  MetGold   :alter:

Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: ironmet am Januar 29, 2007, 21:34:25 nachm.
Hallo Hanno,
alles erstmal soweit richtig.
Nur das der Met beim Eintritt in die Atmosphäre soviel von seiner Masse verliert,das eben halt mehr Material abgetragen wird(nicht abgeschmolzen)als die Wärmeleitung im Eisen voran geht!
Da wo das Stück dann eben heiß wird ist ja erst fast im Dunkelflug,wo eben auch erst die Schmelzkruste ensteht und Fließstrukturen erkennen lässt!
Natürlich erfolgt auch vorher eine Erwärmung.
Aber das wirkliche Erhitzen folgt erst später und dauert auch nicht lange.
Daher bin ich der Meinung,das nicht die Zeit ne Rolle spielt sondern wirklich die Temperatur!
Wie hoch die nun in dem Moment sein mag,kann ich auch nicht sagen.
Wüssten wir die Temperatur,bräuchten wir auch keinen Test machen.

Ne Scheibe zum testen würde ich deshalb bevorzugen,weil man eben durch ständiges Ätzen gleich ein Ergebnis sehen kann.
Nicht auszudenken wieviele Individuale man bräuchte um nach jedem Test das Stück zu schneiden,schleifen und ätzen!

Den Test mit dem Eisfach des Kühlschranks,glaub ich bringt nicht viel.
Die vielleicht -38°C sind im nu wieder hinfällig,wenn man das Teil erhitzt.
Es sei denn es wäre ein 50 Kilo Brocken,der,wenn er erstmal kalt ist im inneren das auch bleibt.
Aber bei kleinen Popeln,die wir dafür opfern würden,wäre das hinfällig.

Was interesant klingt,ist die Sache mit dem Härteofen.
Wie ist das?
Macht das Teil dann Temperaturschwankungen und wenn,wie hoch wären die Unterschiede?
Wenn er nämlich konstant eine Temperatur hält,wäre das Super!
Man könnte ne Temperatur vorwählen und wüsste immer wo man steht!
Ich glaube aber fest,das die Grenze zur Rekristallisation weit jenseits der 600°C Marke liegt.
Eine Scheibe zum testen reicht schon.Entweder es ist irgendwann soweit,wenn nicht kann man die ja weiterverwenden!

Hanno,mach Dich doch mal schlau,wie der Härteofen bei Dir auf Arbeit funktioniert.

Viele Grüße Mirko
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: ironmet am Januar 29, 2007, 21:41:07 nachm.
Peter Peter :fingerzeig:

abgesehen davon,das ich solche Witze nur schlecht verarbeiten kann,glaube ich nicht wirklich daran,das sich solche Randrekristallisation künstlich erzeugen lässt!
Ich schätze: Entweder ist das ganze Stück rekristallisiert oder aber am Rand ist nix zu sehen.

Hat denn das noch keiner getestet? :gruebel:
Wir werden ja wohl kaum die ersten sein,die das interessiert!

Viele Grüße Mirko :prostbier:
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: ironmet am Januar 29, 2007, 21:44:32 nachm.
Hm,
und wenn man gelich ne geätzte Scheibe nimmt und die erhitzt?
Kann man dann bei erhitzen zuschauen,wie sich das Material rekristallisiert??

Viele Grüße Mirko :prostbier:
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: Aurum am Januar 29, 2007, 21:55:19 nachm.
Hallo ,

hier noch ein Tipp von mir , sollte einer von euch zugang zu Flüssigem Stikstoff haben dann könnte man damit das Teil doch deutlich Tiefer Abkühlen .

Ich habe Sandra auch in diese Richtung befragt aber aufgrund Ihrer Diplomarbeit scheidet sie für die Nähere Zukunft aus .

Doch jeder kennt doch irgendwie einen der an einer Uni ist oder ?

Bis dann Lutz   :winke:

P.s Der vorschlag von Hanno mit dem Härtungsofen halte ich bis jetzt für den Besten , das Erwärmen in der Flamme oder Esse ist zu unkontroliert für diesen Versuch ,
hat jemand Daten über die dauer des Durchgangs durch die Ahtmosphäre ? Besonders interesant wäre die dauer des Dunkelfulg und der Abbau der Geschwindigkeit in dieser Phase .

Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: Aurum am Januar 29, 2007, 21:57:09 nachm.
Hallo Mirko

Das glaube ich nicht , da aufgrund der Zunder Bildung die Oberfläche nicht mehr wirklich zu sehen wäre .

Bis dann Lutz  :winke:
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: pallasit am Januar 29, 2007, 22:10:29 nachm.
Hallo,

Hab ein Literaturzitat gefunden.

Unser Großmeister   :laola: Buchwald  :laola: hat auch etwas zum diesem Thema geschrieben. Sicher nicht nur an dieser Stelle.

Vagn Buchwald: Handbook of Iron Meteorites, Vol. 1, pp. 40 ff.

Wenn einer von euch dieses Standardwerk besitzt, bitte nachsehen. Wenn dieser Schinken 50  :auslachl: Euro kosten würde, hätte ich ihn auch.

Laut dem Auszug den ich habe, beginnen die Mineralreaktionen zwischen Kamazit und Limonit bei 550 – 600 Grad Celsius.
Ab 800 Grad werden die Randbereiche des Austenit angegriffen.
Ab 900 Grad reagieren die Sulfide mit Sauerstoff und bilden niedrig schmelzende Fe-Ni-S-O Verbindungen.
Ab 1000 Grad schmelzen die Phosphide.

Nach dem neuesten Phasendiagram (Yang & Goldstein 2003) sind die ersten Phasenübergänge bei unter 400 Grad Celsius.

Es kommt also schon bei recht niedrigen Temperaturen zu Gefügeveränderungen.

Grüße Willi

Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: JaH073 am Januar 29, 2007, 22:28:46 nachm.
Hallo Mirko,

zum Thema Härteofen..........
Den bei uns in der Firma kann ich problemlos bedienen.
Das könnte eh jeder machen.
Ist nicht schwerer als wenn einer zu Hause am Backofen die Temperatur einstellt.
Das Ding ist etwa doppelt so groß wie ein Kühlschrank.
Außen herum sieht er aus wie ne Blechbox.
Innen drin ist er dick mit Schamottsteinen ausgemauert.
Der Raum innen ist im Verhältnis zu den Außenabmessungen recht klein.
Die Schamottsteine isolieren gewaltig.
Man kann auch innen drin sehr gut die dicken Heizspiralen sehen.
Sehen fast aus wie daumendicke Druckfedern.
Wenn der Ofen aufgeheizt ist, leuchtet es innen drin richtig hell kirschrot ( ist natürlich abhängig von der eingestellten Tempereatur )

Also, grundsätzlich sehe ich keine Probleme da eine Scheibe eines feinen Oktahedriten reinzuschieben.
Wir können ja mal so verbleiben, daß, wenn du eine Scheibe hast welche optisch nicht allzu toll ausieht oder einen Riss hat etc, dann kannst du mir diese zukommen lassen.
Ich werde dann bei allernächster Gelegenheit den Ofen aufheizen. Meine Säure werd ich mitnehmen. Die restlichen Utensilien auch. Photo ist dabei.
Nach jedem 100 °C Sprung werde ich nach dem Ätzen Photos machen. In der Zwischenzeit kann der Ofen ja wieder weitere 100 °C höher aufheizen.
Das Ganze werd ich wohl an einem Samstag durchführen müssen. Es dauert ne Zeit lang bis der Ofen auf Temperatur kommt. Von Raumtemperatur auf 800 °C dauert es z.B.  ca 4 Stunden, das weis ich genau.
Die Temperaturen kann ich auf 10 °C genau einstellen.


Ja, Mirko, ich geb dir Recht.
Der Meteorit verliert ja auch Material wenn er durch die Atmosphäre fliegt.
Das kommt natürlich auch noch mit dazu.
Ob er dieses aber im Dunkelflug verliert weis ich nicht, da lass ich mich gerne belehren.

Viele Grüße

Hanno
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: APE am Januar 29, 2007, 22:30:03 nachm.
Hallo Leute.

Wir sind zwar schon wieder recht weit abjeschwiffen, aber Eure Diskussion mit dem Rekristallisieren ist schon interessant, finde ich.

Kommen wir also vom 100-stel zum 1000-stel  ...  :platt:

(Admin, von mir aus kopiere die Diskussion auch nach
http://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=507.0
... oder so?!)

Also, da ich mal im EKO im Kaltwalzwerk gearbeitet habe (Lehre), ist aber schon eine Weile her, da haben sie dort auch über Stunden Stahlbunde von 60t oder so rekristallisiert, da eben die Verformbarkeit des Materials beim Kaltwalzen bis aufs äußerste ausgenutzt wird. Dieser kalt gewalzte Stahl ist sonst für nichts mehr zu gebrauchen, da er nun so spröde war und bei jeder weiteren Belastung einreißen würde. Man kennt das ja, biege einen Draht solange bis er bricht ... Warum so lange erwärmt? Na es war eben ein aufgerolltes Band mit 2m Durchmesser und das muß man erstmal durchheizen ohne die Außenlagen zu sehr mit den Brennern zu belasten ... wir wollen ja nicht schmelzen!

Die Widmanstättensche Figuren sind also Strukturen im Eisenkristall selbst. Jedes Kristall kann da schöne Unterschiede bringen und diese Figuren sind echte Unterschiede der Eisenmischung (nach meinem Verständnis). Ganz abgesehen davon, bilden Eisenmischungen wie Troilit zum Beispiel sogar Phasengrenzen im flüssigen Zustand aus, also wie Öl in Wasser! Aber das ist eine andere Sache. Die Neumannlinien sind dagegen echte Kristallgitterverwerfungen. Diese Gitterverschiebungen, und davon gibt es ein paar Möglichkeiten, möchte man bei der Stahlblechherstellung normalerweise aber eben nicht haben, denn je mehr davon da sind, um so spröder wird der Stahl. Also, vor allem bei geschockten Eisenmeteoriten gibt es diese "gefalteten" Eisengitter zu sehen, was eine Kaltverformung dokumentiert, z.B. Impakt ...

Beim Rekrisallisationsglühen werden also alle Gitterverwerfungen im Blech abgebaut. Es ist eine Art Entspannung des Atomgitters, wo sich sogar Gitterteile neu formieren können, da die Atome zu sehr aufeinander hocken. Ach - hier ein Link zu Wikipedia, die werden es schon genauer wissen ...   :fluester:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%BChen

Da jenes Bleche aber von der Stahl-Mischung her schon homogen war, weiß ich leider nicht wirklich, in wie weit eine stoffliche Kristall-Mischung durch Glühen verändert werden kann. In das Gitter eingelagert Atome, und da gibt es wieder sehr viele Möglichkeiten, könnten meiner Meinung nach schon die Nachbarschaft auf die Probe stellen. Somit könntn de Nachbarn schon sagen: Komm´se rein! Ick nehm Dir uf! Und schwup - haben wir einen Ausgleich sprich Homogenisierung, da Atome ja nur in die Richtung wandern können, wo auch noch die Lücken frei sind ...

Also, wenn die Stoffmischung des Eisengitters nicht homogen ist und geringe Unterschiede eben diese Widmanstättensche Figuren entstehen lassen, dann werden zu mindest die Grenzen homogenisiert und somit sollten diese Grenzen unscharf werden! Und genau das sehen wir doch bei den Randgebieten der rekristallisierten Eisenmeteorite. Oder nicht?!

Aber genauer kann ich auch nicht werden ...  :nixweiss:

Beste Grüße aus Bernau
Thomas
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: ironmet am Januar 29, 2007, 22:47:08 nachm.
Hallo Hanno,

ok,wenn Du Dir das Programm geben magst,lass ich Dir gern ein Stück Muonionalusta zukommen.
Mal schauen,was ich Dir da abtreten kann.

Viele Grüße Mirko

Oh,Hallo Thomas,
auch mal wieder online. :winke:
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: gsac am Januar 29, 2007, 22:52:31 nachm.
Vagn Buchwald: Handbook of Iron Meteorites, Vol. 1, pp. 40 ff.
Wenn einer von euch dieses Standardwerk besitzt, bitte nachsehen. Wenn dieser Schinken 50  :auslachl: Euro kosten würde, hätte ich ihn auch.

Heee Willi, Sie, Herr pallasit, nenn er bitte  :super: "DEN BUCHWALD"!!!  :super: keinen "Schinken", das hat er nicht verdient - und dabei mag ich sogar Schinken, insbesondere den schwarzwälder Geräucherten!!  :einaugeblinzel:

PS für alle: die Buchwald-Trilogie über Eisenmeteorite ist längst vergriffen. Man findet hin und wieder noch "einen Buchwald" mit wirklich SEHR viel Glück im Antiquariat oder bei Meteoriten-Buchhändlern oder bei Sammlern, die ihre Sammlungen auflösen - aber sonst.....??? Ich habe mehrere Jahre lang danach gesucht, bis ich meine Exemplare hier an Bord hatte. Und das kostet dann halt auch! Bei 750 Euro kannste mal gerade das Nachdenken anfangen, aber kalkuliere lieber noch DEUTLICH höher....

Dennoch: die Anschaffung lohnt sich, sobald eins verfügbar wird! Das ist kein Allerweltswerk, das ist auch eine Art Bibel! Eine Eisenbibel!

gsac aka Alex

 
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: MetGold am Januar 29, 2007, 22:55:15 nachm.
Hallo,

z.Z. aktuell bei amazon.de   1.500,-  Euronen !!!

http://www.amazon.de/s/ref=nb_ss_w/302-3598075-1373655?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Daps&field-keywords=buchwald+iron (http://www.amazon.de/s/ref=nb_ss_w/302-3598075-1373655?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Daps&field-keywords=buchwald+iron)

 :user:  MetGold   :alter:
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: APE am Januar 29, 2007, 23:00:04 nachm.
Alter Schalter!!!

Ich war doch bloß mal schnell essen!?

Ich habe den Text zuende geschrieben, ohne noch mal zu schaun, ob noch wer geschrieben hat ...

Aber das war nicht nur einer ...
 :user:    :user:   :user:   :user:   :user:   :user:   :user:    :user:

Nun probiere ich es zum drittenmal: "Achtung - während Sie geantwortet haben, ist eine neuer Beitrag geschrieben worden. Sie sollten das Thema erneut lesen."
Ja. So. Darf ich jetzt auch mal ...
Hallo! Ich wollt gern mal was sagen! Ah - jetzt nicht. Gut. Ich warte ...  :prostbier:
Ist ja schlimmer als beim Stammtisch ...   :traurig:


Aber was Willi scheibt, hört sich sehr gut an ... PS: ich habe das Buch auch nicht  :crying:

Und was wollt ihr mit eurer Abkühlung erreichen? Von der Außenseite Schmelzkruste bis zur letzten Rekristallisation im Meteoriten selbst haben wir mal einige Millimeter, also zwischen gasförmig und eiskalt ... Wenn ihr den Met aufheizen wollt, dann habt ihr mit Sicherheit  nicht nur 10 sek im Sinn oder so. Aber bei der Wärmeleitung und euren Heizmöglichkeiten werdet ihr nur wenige Grad unterschied zwischen außen und innen erzeugen ...

Und Hanno, denke an die Verzunderung, die ist enorm  -  denn Eisen und Sauerstoff das ist Liebe auf den ersten Kontakt  :fluester:

Und winke winke   :winke:
Thomas
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: pallasit am Januar 29, 2007, 23:10:16 nachm.
Hallo,

Ein Schnäppchen, ein Schnäppchen!!!!!  :einaugeblinzel:  :winke:  :lacher:

http://www.amazon.com/Handbook-Meteorites-Distribution-Composition-Structure/dp/0520029348/sr=8-1/qid=1170108470/ref=sr_1_1/103-4533853-1934241?ie=UTF8&s=books

Na dann mal los!

Willi
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: gsac am Januar 29, 2007, 23:26:05 nachm.
http://www.amazon.com/Handbook-Meteorites-Distribution-Composition-Structure/dp/0520029348/sr=8-1/qid=1170108470/ref=sr_1_1/103-4533853-1934241?ie=UTF8&s=books
Na dann mal los!

Na ja, der Dollar steht gerade bei 1/1.291, also kost dit Buch ziemlich genau 1000 Eurer netto!

Mein Lieblingswirt (Kroate) in Berlin-Moabit, bei dem ich abends manchmal absteige nach dem Spätdienst und was Schnelles zu Essen bestelle und ein, zwei Bierchen dazu, der sagt mir eigentlich immer zwei Dinge - eins davon ist eine permanent glatte Lüge und eins davon auch Wahrheit! Die Lüge im Satz: "Na, JUNGER Mann, wie geht´s?"  :baetsch: , dann die Wahrheit - wenn ich mir was von der Speisekarte aussuche: "Das ist QUALITÄT!"  :super:

Die kleine Geschichte hat eigentlich keine Moral, aber hier ist sie trotzdem....:  :einaugeblinzel:

-->> Der "Buchwald"  ist  :super:  :auslach: QUALITÄT!  :auslachl:  :super: - und sogar ein Mille Euronen wert, wenn´s gut erhalten ist!

Koofen, oder auf den nächsten Buchwald warten, und den dann koofen, wenn 42 Euro billjer!

gsac aka Alex


Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: pallasit am Januar 29, 2007, 23:31:44 nachm.
Der Buchwald steht schon auf meiner Liste, aber mit Familie und so ....



Übrigens bitte  :ehefrau:, bitte  :ehefrau:, bitte  :ehefrau: verheizt keinen Meteoriten ohne wenigstens ein wenig Literatur studiert zu haben.
In der „meteorite-list“ habe ich einen Beitrag von Gene Roberts gefunden:

Er meint bei 220 Grad Celsius beginnen die Widmanstättschen Figuren sich aufzulösen. Bei 340-350 Grad sind sie weg!

Das meint aber auch, bei der Präparation (stundenlang in Öl kochen, oder beim Trocknen) 200 Grad nicht überschreiten. Sonst bekommt ihr eure „selbstgemachten“ Rekristallisationsränder.

Grüße Willi
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: APE am Januar 29, 2007, 23:36:00 nachm.
 :fluester:  so ein miss(t)-(ge)brauch(t) ...

Bei dem Preis!? Wenn die Leute morgen ihre Frau verkaufen, nur um den zu kriegen  ...   :crying: ... und dann kommt der  :belehr:
 :abgelehnt:

Da schreibe ich lieber selber eins ...  :baetsch:

Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: gsac am Januar 30, 2007, 00:05:41 vorm.
:fluester:  so ein miss(t)-(ge)brauch(t) ...  Bei dem Preis!? Wenn die Leute morgen ihre Frau verkaufen, nur um den zu kriegen  ...   :crying: ... und dann kommt der  :belehr: :abgelehnt:

Du weißt den nicht wirklich zu würdigen oder schätzen! Ich vermute mal kühn: Du kennst ihn einfach nicht!  :fingerzeig:
Meine Meinung: der ist (durchaus sehr) teuer und rar, aber er ist die Investition wert - ist eben nur ne Meinung!

Da schreibe ich lieber selber eins ...  :baetsch:

Gute Idee jetzt, denn man tau! :user:

PS: hee, MetGold, Altersgenosse, ich fürchte die Jüngeren kennen oder schätzen unsere ollen Schinken nicht....  :confused:

gsac aka Alex

Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: paragraf am Januar 30, 2007, 03:10:35 vorm.
Hallo,

Thema: "Die Buchwald-Trilogie"

Im Uhrenbereich gibt es ein ähnliches Dilemma (Stichwort: "Flume") da werden entsprechende Bücher bei Ebay für mehrere hundert EUR angeboten und verkauft. Dann haben sich aber einige Enthusiasten zusammengeschlossen und dieses längst vergriffene Buch als pdf digitalisiert. Vorher nat. Kontakt wg. der Rechte mit der Witwe des Autors.

Könnte man sowas hier nicht auch auf die Beine stellen?

Gruß
Bernd
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: MetGold am Januar 30, 2007, 06:49:19 vorm.
Morgen Bernd,

wenn du Meteoritensammler wärst  :auslachl: , was ja vielleicht mal wird und deine Sammlung einiges beinhalten würde "müßtest" du sicherlich auch dieses Werk besitzen wollen - alles andere wäre ähnlich einem mehr oder weniger gut gemachtem Abgussmodell. Und der Preis würde dann wahrscheinlich in Relation zu deiner Sammlung kaum noch ins Gewicht fallen.

 :winke:  MetGold   :alter:
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: gsac am Januar 30, 2007, 18:10:34 nachm.
...und es kommt noch eins hinzu: mit so einem Buch, das ganz gewiß nie wieder eine Neuauflage erfährt, verhält es sich wie mit einem sog. "historischen" Meteoriten, letzteren am besten auch noch mit Uraltlabel --->> das wird nicht billiger mit der Zeit, das Gegenteil ist der Fall! Der Buchwald ist also nicht nur als großformatiger Dreiteiler äußerlich sehr dekorativ und lehrreich sowieso, sondern er ist in gewisser Hinsicht auch eine Wertanlage! Man "versenkt" sein Geld nicht in sowas - man erhält ein Klassebuch (PS: d.h. in diesem Fall eine Trilogie), das man ja später irgendwann auch mal wieder verkaufen kann, wenn einem das Ganze keinen Spaß mehr bringt oder man so alt geworden ist, daß man vielleicht nicht mehr gut gucken kann...

Wie ich ja finde, man sollte NICHT NUR (!)  in Meteorite selbst investieren, wenn man schon eine Met-Sammlung aufbauen möchte, sondern auch ins Wissen um die Meteorite, und das kostet nun mal ooch Geld, wenn man nicht nur mit ner Flatrate durchs Internet surfen will. Es gibt eine Reihe wirklich ganz hervorragender Bücher, auch deutschsprachig, man kann auch in einen Meteoritenkatalog auf CD investieren (...es verbietet sich hier, Namen öffentlich zu nennen, aber ich kenne ein ganz hervorragendes Produkt, das ich privat jedem empfehlen würde), und last but not least zum Beispiel in die Meteoritical Society eintreten, wenn man zwei Bürgen findet, und hernach First-Class-Profiliteratur zum Thema studieren.

 :hut: gsac aka Alex
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: MetGold am Februar 01, 2007, 22:28:12 nachm.

Hallo, da fällt mir doch gleich ein Rad ab:

http://cgi.ebay.com/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=260082596585 (http://cgi.ebay.com/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=260082596585)   :boese:

 :user:  MetGold   :alter:

Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: Aurum am Februar 01, 2007, 22:31:19 nachm.
Oh Herr , schmeiss Hirn vom Himmel und ziehle bitte genauer  :unfassbar:

Bis dann Lutz  :winke:
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: gsac am Februar 01, 2007, 22:43:06 nachm.

Hallo, da fällt mir doch gleich ein Rad ab:

http://cgi.ebay.com/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=260082596585 (http://cgi.ebay.com/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=260082596585)   :boese:

 :user:  MetGold   :alter:



Wer´s denn braucht? Ich konnte mir gar nicht vorstellen, daß es zu all dem Bisherigen in dieser Hinsicht noch eine Steigerung gibt!  Nun gut - die nächste Steigerungstufe wäre: man nehme solides Cape York dafür (...von solidem Hoba gibt´s ja schließlich nicht so viel, sonst würde das letztlich ooch noch dafür verbraten).

Das schreibt übrigens ein bekennender Gibeon-Kugelbesitzer (wunderschöne 633 g), der sich für seine Gibeonkugel nicht schämt! Ich denke aber trotzdem, da gibt es dann irgendwo auch eine Grenze des "guten Sammlergeschmacks", die für mich persönlich schon allerspätestens mal bei den Met-Gartenzwergen oder Met-Fröschen oder Dino- und sonstigen Metfiguren z.B. aus Tschechien erreicht bzw längst überschritten ist, bei aller Toleranz gegenüber persönlich verschiedenen Sammlerpräferenzen, die man auch haben sollte...

Nachtrag: mag sein, daß sich die grönländischen Innuit und auch die Saharabewohner aus Meteoritenmaterial Werkzeug für ihr persönliches Überleben hergestellt haben, aber daraus läßt sich nun wahrlich nicht in Zeiten des V2A Stahls oder anderer Materialien ein Bezug zu einem lebensnotwendigen Schrauben-und-Mutter-Set aus meteoritischem Material herleiten.

Njet! :abgelehnt:
gsac aka Alex
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: paragraf am Februar 02, 2007, 02:18:03 vorm.
Hallo,

wieso das denn jetzt? Die Schraube samt Mutter ist doch ganz putzig, die haben - ebenso wie eine Kugel - etwas philosophisches in sich.

 :dafür: (Der Dafür-Smilie funktioniert nicht)

Gruß
Bernd
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: MetGold am Februar 02, 2007, 06:29:37 vorm.
 :pro: , wäre mir auch lieber gewesen, du hättest den  :contra:  genommen!!   :laughing:

 :user:  MetGold   :alter:
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: Golem am Februar 03, 2007, 11:38:21 vorm.
Hallo, begegnet dem geschriebenem Wort immer mit viel Skepsis !!!

Inkarnationsmetall - auweia - mal lesenswert aber sonst nichts:

http://www.natura-naturans.de/artikel/eisen.htm (http://www.natura-naturans.de/artikel/eisen.htm)   :dizzy: :dizzy:

Gruß Golem
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: MetGold am Februar 03, 2007, 13:42:52 nachm.
... sicher ein Alptraum jedes Naturwissenschaftlers !

 :winke:  MetGold   :alter:
Titel: Re: Meteoriten ge- oder miss-brauch
Beitrag von: Aurum am Februar 03, 2007, 15:08:58 nachm.
Nun Peter ,

das ist so eine Sache, Alptraum ja aber nur deshalb weil da viel wahres mit Legenden und unbewisenen Sachen zu einer eigen Philosophie  vermicht worden ist .
Da hilft dann nur Wissen und Information , solche Leute beziehen ihr Kapital aus dem Unwissen der Andreren .

Bis dann Lutz  :winke:

Ich bin definitif aus der Auktion raus Sorry  :laughing: