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Fundstücke => unbekannte Gesteine, auch meteoritenverdächtige => Thema gestartet von: padrino21 am Oktober 01, 2012, 18:41:44 nachm.

Titel: Steinmeteorit???
Beitrag von: padrino21 am Oktober 01, 2012, 18:41:44 nachm.
Hallo!
Ich war gestern etwas Sondeln und habe diesen Stein zufällig entdeckt....er ist mir aufgefallen wegen seiner Schmelzkruste (glatten oberflächliche) aber innen sandig!! Aber siehe Bilder!
Aja magnetisch ist er nicht!!!
Hoffe ihr könnt mir weiterhelfen, denn Stein habe ich gefunden in einen Wald in Bayern in der nähe von Nürnberg/Pegnitz!!

Gerne kann ich auch noch mehr Bilder machen, aber ich denke das wird sich schnell aufgelöst haben um was es sich handelt!!

MFG aus Bayern
Titel: Re: Steinmeteorit???
Beitrag von: DCOM am Oktober 01, 2012, 18:55:41 nachm.
Hallo padrino21,

erstmal willkommen hier im Forum. :super:

Zu Deinem Stein: Schätzungen zufolge soll zwar pro Hektar deutschem Boden mindestens ein Meteorit mit einem Gewicht von mindestens 100 Gramm schlummern. Trotzdem ist die Wahrscheinlichkeit, einen solchen zu finden, sehr gering. Die meisten verwittern innerhalb weniger Jahre bis Jahrzehnte und sind dann von irdischem Gestein kaum mehr zu unterscheiden. In den letzten 1000 Jahren sind weniger als 100 deutsche Meteorite dokumentiert geworden (http://www.meteorite-lab.homepage.t-online.de/index_dateien/deutsche.htm). Das macht mich schon mal von vorn herein sehr skeptisch.

Wie mir scheint, zeigen Deine Fotos keine Chondren, sondern, wie Du selbst sagst, eher Sand (Quarz, SiO2), der in Meteoriten nicht vorkommt.

Grüße, D.U.  :prostbier:
Titel: Re: Steinmeteorit???
Beitrag von: padrino21 am Oktober 01, 2012, 19:11:37 nachm.
Ja ich bin ja auch sehr skeptisch...ich hab mich auch schon viel eingelessen!
Was mir bloß so komisch vorkommt ist die teilweise glatte Oberfläche...wie kann die zustande kommen!?
Titel: Re: Steinmeteorit???
Beitrag von: ironsforever am Oktober 01, 2012, 19:40:22 nachm.
Hallo Padrino21,

das ist definitiv kein Meteorit, das sind keine Chondren, sondern Sandkörner, weil sie nicht kugelrund sind, und der glatte Rand ist auch keine Schmelzkruste, denn die wäre viel dunkler. Wüstenlack ist aufgrund der örtlichen Gegebenheiten auszuschließen. Die glatte Oberfläche könnte m.E. von Wasserschliff stammen, weil das Teil möglicherweise in einem Fluss oder einem Bach lag. :gruebel: Was meinen die Mineralienexperten?

Gruß,
Andi :prostbier:
Titel: Re: Steinmeteorit???
Beitrag von: padrino21 am Oktober 01, 2012, 19:49:27 nachm.
Fluss/Bach kann ich definitiv ausschließen er lag an einen sehr erhöhten punkt..

hier mal noch ein bild

Titel: Re: Steinmeteorit???
Beitrag von: ironsforever am Oktober 01, 2012, 19:55:58 nachm.
Hallo padrino21,

da das Stück nicht magnetisch ist, kann man einen Meteoriten ausschließen.
Vielleicht lag dieser Stein vor langer Zeit mal in einem Fluss/ Bach und ist aus einer alten Schicht rausgewittert, die sich nach oben verschob.

Definitiv kein Meteorit, sorry.

Gruß,
Andi :prostbier:
Titel: Re: Steinmeteorit???
Beitrag von: Suevit am Oktober 01, 2012, 22:14:59 nachm.
Hallo,

solche Krusten sind an Sandsteinen nichts ungewöhnliches in unserem Klima, besonders wenn es sich um eisenschüssigen Sandstein wie mancherorts in der Nürnberger Gegend handelt. Kapillar im Stein aufsteigende Lösungen scheiden auf der Oberfläche braune bis schwarze Fe- und Mn-Hydroxidkrusten ab, die sehr glatt sein können. Der gezeigte Stein ist ein typisches Beispiel dafür.

Gruß,
Rainer