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historische Meteoritenliteratur / Re: Mal wieder Chladni
« Letzter Beitrag von speul am November 06, 2022, 18:24:37 Nachmittag »
stimmt, 5,50 € pro Tag geht eigentlich
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historische Meteoritenliteratur / Re: Mal wieder Chladni
« Letzter Beitrag von ironsforever am November 06, 2022, 17:57:43 Nachmittag »
Cool, in ca. 10 Jahren ist das erschwinglich. :einaugeblinzel:
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historische Meteoritenliteratur / Mal wieder Chladni
« Letzter Beitrag von speul am November 06, 2022, 17:13:57 Nachmittag »
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Hallo Forum,

es steht eine recht ästhetische und vergleichsweise große Mond-Vollscheibe des NWA 11273 pp zum Verkauf.

Die Scheibe hat die Maße ca. 5cm (breiteste Seite) x 3,5cm und wiegt 8,37 Gramm. Die Breite der planparallelen Scheibe beträgt ca. 2,7 mm.

NWA 11273 pp*
Lunar/ feldspatic breccia
Purchased 2017
Low weathering
TKW: > 2,8kg
Gewicht: 8,37 g

*Wie wohl fast alle diese Monde, handelt es sich natürlich um ein Pairing zu NWA 11273 bzw. zum NWA-8046-Klan nach (Randy L. Korotev): https://sites.wustl.edu/meteoritesite/items/lm_nwa_08046_clan/


Die Preise für Krümelware liegen bei diesem Material schon bei günstigen 70$+ pro Gramm. Diverse Versuche, Krümelware durch Anschleifen interessanter zu gestalten, lassen sich die Händler gern mit 100$ +/- pro Gramm-Krümel vergüten, siehe z.B. die aktuellen Ebay-Angebote. Diese Varianten gestalten sich allerdings nicht gerade repräsentativ in einer Sammlung.

Planparallele Vollscheiben, bei welchen durch die Bearbeitung auch ein Schnittverlust einzukalkulieren ist, sind bei diesem Material weitaus rarer. Solche Belegstücke bieten im Gegensatz zu den Krümelmonstern allerdings wirklich was fürs Auge. Die Grammpreise sind entsprechend höher: Paul Harris ruft auf seiner Website 195$/g auf, Eric Twelker 200$/g. Bei Ebay geht’s stellenweise gar durch die Decke: Ich finde grad was für 249$/g bis unverschämten 914$/g, wobei sich die (aktuellen) Angebote kaum mit dieser Scheibe messen lassen. Entweder sind sie recht klein, viel zu teuer oder Knorzen.

Kurz: Diese Scheibe mag für faire 95€/g (795€) die Sammlung wechseln. Versand in Deutschland ist inklusive, ins Ausland bitte vorher anfragen.

Gruß
Andi
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Tektite ... / Re: Steinheimer Becken & Nördlinger Ries - Zwei unabhängige Impaktereignisse?
« Letzter Beitrag von Met1998 am November 04, 2022, 18:21:10 Nachmittag »
Moin,
wenn man sich Figure 10 im genannten Link so ansieht,
stelle ich mir die Frage warum die Seismite-Horizonte-Messer nicht auch in der anderen Richtung (Osten) gemessen haben.  :gruebel:

Also in Tschechien, im Bereich/Richtung Moldavite-Fundgebiet MBB und MM.

Gruß Met1998
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Geschiebe / Re: Geschiebe Ostsee - Strandsteine 2022
« Letzter Beitrag von locastan am November 04, 2022, 12:59:17 Nachmittag »
Hi Ehrfried,

die Trommel wurde jetzt endgültig beerdigt und durch ein neues Gerät vom H&B ersetzt. Kann also wieder losgehen. ;)

Gruß Mario.
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Geschiebe / Re: Geschiebe Ostsee - Strandsteine 2022
« Letzter Beitrag von Met1998 am November 04, 2022, 08:17:42 Vormittag »
Die rötliche Variante eines 6 cm blauquarzführenden Småland-Gangporphyrs,
mit abgerundeten, gerissenen Feldspäten und schwarzem Biotit.

Ein weiterer Kandidat für die z. Zt. def. Trommel, falls die wegen der Lieferketten-
Probleme 2023 wieder anläuft. :gruebel:
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Meteorite / Re: Bolide 19.11.2020 Oberösterreich
« Letzter Beitrag von Wunderkammerad am November 04, 2022, 01:18:56 Vormittag »
Hallowach, eine Diskussion.

Nu, es ist spät resp. früh, daher ganz kurz:

@Ingo, ganz sicher wäre es ein Fortschritt, die Offenlegung von Pairings verpflichtend zu machen (selbstverständlich müssten diese von Anfang an entsprechend systematisch dokumentiert werden). Und, ja doch: Himmelssteine, die Teil menschlicher Rituale, menschlichen Gebrauchs etc. wurden, sind aufgrund der Besonderheit dieser Konstellation Kulturgüter. Also: ein gemeiner Eierbecher nicht zwingend, einer, der vom Himmel gefallen ist, sehr wohl.

@Andi - die (horribile dictu) Weißwoschdhaut auf dem Stammtisch gehört natürlich dem MopsMix unter dem Stammtisch (ja, Mettmann, Du musst jetzt ganz stark ein: bin von der Kazz auf den Hund gekommen).

"Tierfreier Nichtraucherfinderhaushalt" ist hiermit notiert und kann jederzeit gegen Sie verwendet werden, HERR Mettmann. Mal schauen. Netter kleiner Sikhote, das. Mal schnuppern. Hmmm ... Waffenöl! Wo geschossen wird, raucht Rauch. Q.e.d. Dem Kazznhaar in der Sikhotesuppe komm ich auch noch auf die Schliche.

So, und jetzt schlaich i mi in den Tor Browser. Vielleicht gibts heut da endlich das aus Aubrit geschnitzte Haschuhaschisch-Pfeifle. Reines Weltkulturerbegut.

P.S. Die IDMJs scheinen in dieser Causa ausnahmsweise mal nicht die üblichen Verdächtigen zu sein.









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Meteorite / Re: Bolide 19.11.2020 Oberösterreich
« Letzter Beitrag von lithoraptor am November 04, 2022, 00:12:47 Vormittag »
Moin!

Das Thema ist in der Tat sehr komplex.

Zunächst empfinde ich die Bezeichnung „Schwarzmarkt“ für einen Sachverhalt, wie Herbert ihn beschrieben hat
Mit "Schwarzmarkt" ist hier etwa gemeint, wenn zu einem bekannten Fund weitere Massen gefunden werden, diese nicht eingemeldet, aber weiterfverkauft werden.
als völlig irreführend und verfehlt. Schulisch gesprochen, müsste man das wohl klar mit einer 5 bewerten, da ein Terminus gewählt wurde, welcher eine völlig andere Bedeutung und Verwendung hat. Damit ist das Thema klar verfehlt. Ich zweifle auch sehr daran, dass ein Journalist, welcher über Meteorite schreibt und den Terminus „Schwarzmarkt“ dabei verwendet, diesen so versteht, wie oben zitiert. Weiter glaube ich auch nicht, dass der Leser eines entsprechenden Artikels noch ein Richter, dies so tun würden. Damit kommt es völlig automatisch zu einer Verzerrung, die eine erhebliche Auswirkung auf das Verständnis der Sachlage und die Rechtsprechung in dieser haben dürfte. Ich bin in diesem Punkt gänzlich bei Andi und Mettmann. Die Lösung wäre wohl die, dass man einen neuen Begriff prägen müsste um besser zu beschreiben, was man meint.

Ein weiteres Problem, und auch dieses habe ich hier irgendwo schon mal angesprochen, liegt in der Verknüpfung der Meteoriten-Klassifikation und Namensgebung mit dem Handel. Diese besteht tatsächlich nicht oder anders gesprochen: das sind zwei Paar Schuhe, bei denen es allerdings zu Überschneidungen kommt. Dennoch bleiben beide unabhängig voneinander.
Klassifikation und Namensgebung sind zwei Prozesse der wissenschaftlichen Nomenklatur- also Ausprägungen des menschlichen Bedürfnisses die Natur und ihre Teile irgendwie ordnen und systematisch erfassen zu wollen, wenn ich es mal so formulieren darf. Diese Prozesse haben grundlegend mit dem Handel nichts zu tun und könnten gänzlich ohne ihn existieren. Der Handel bedient sich ihrer allerdings um Begehrlichkeiten (etwa nach neuen Klassen und/oder neuen Namen) zu wecken bzw. Sammler entwickeln ihre Begehrlichkeiten nach diesen Prozessen. Diese beiden letzten Faktoren greifen völlig ineinander. Dabei kommt es immer wieder zu großen Problemen und Missverständnissen.
Eines davon ist etwa, dass die NWA-Nummer einem „gehören“ könne. Das ist aus wissenschaftlicher Sicht sicher Unfug, denn die Nummer dient ja der Nomenklatur und nicht dem Markieren von Besitzansprüchen. Eine NWA-Nummer gehört niemandem. Sie gehört aber zu etwas - nämlich dem beschriebenen Material und davon kann jemand alles oder einen Teil besitzen. Nur weil ich einen Stein zur Klassi eingereicht habe, besitze ich die Nummer nicht. Theoretisch kann bzw. könnte der Klassifikateur meinem Material auch noch weiteres Material (welches ein anderer besitzt und ggf. Zur Klassifikation eingereicht hat) zuschlagen, wenn er es für sinnvoll hält dies zu tun und alles unter einer Nummer beim NomCom einreichen. In der Praxis wird er aber vorher mit den betreffenden Parteien Rücksprache halten.
Ein weiteres Problem ist etwa das, was man etwas flapsig als NWA-Nummern-Salat bezeichnet. Dabei handelt es sich um die Tatsache, dass viele verschiedene Parteien unterschiedlich viele Stücke bzw. Massen ein und desselben Materials (Fundes) bei unterschiedlichen Klassifikateuren weltweit in Klassifikation geben und dies (aus verschiedenen Gründen) häufig auch über längere Zeiträume (Jahre bis Jahrzente) hinweg, so dass für ein und das selbe Material eine Vielzahl an Nummern vergeben wird (und das häufig ohne Pairing-Hinweise). Das erzeugt meiner Meinung nach völliges Chaos. Da sollte man mal über Lösungsansätze nachdenken. Das hilft am Ende ALLEN an Meteoriten-Interessenten.

Etwas widersprechen muss ich der Ansicht, dass Meteorite kein Kulturgut sein können. Kurz nach dem Fall sind sie es definitiv nicht. In diesem Punkt bin ich ganz klar bei Euch, ABER sie können es werden.

Mal ein sehr prominentes Beispiel: Ensisheim
Ihr kennt die Geschichte alle, daher nur in Kürze. Der Stein wurde in Ketten gelegt und in eine Kirche verbracht, da man sich seiner ggf. teuflischen Herkunft nicht sicher war. Die Berichte um den Fall hatten Einfluß auf Literatur, Stiche und Gemälde. Da immer wieder Stücke vom Stein abgetrennt wurden entstand in den 1980er Jahren sogar die Vereinigung „Confrèrie Saint-Georges des Gardiens de la Météorite d’Énsisheim“. Ich würde den Stein somit als Kulturgut werten.

Noch ein paar Beispiele:
Wie ist es mit den Cape York Eisen? Waren sie nicht die einzigen Quellen der Inuit für Eisen? Wurden nicht Messer und Harpunen-Spitzen aus Teilen von ihnen gefertigt? Haben die Inuit die Eisen damit nicht bearbeitet? Sind die Eisen somit nicht Teil ihrer kulturellen Entwicklung? Ich sage auch hier ganz klar: JA!

Wie ist es mit einem NWA-Meteoriten, der Spuren von menschlicher Bearbeitung (etwa Schleifenspuren vom Steingeräte oder Perlen) aufweist? Ist so ein Stück Kulturgut? Ich sage: JA!

Wie steht es um Meteorite, welche als Kuriosum Einzug in eine alte naturhistorische Sammlung oder Mineraliensammlung gefunden haben. Ist so eine Sammlung (etwa die von Goethe oder die von Chladni) nicht Kulturgut? Wenn so eine Sammlung Kulturgut ist, sind es dann nicht auch die einzelnen Exponate darin? Auch hier kann ich nur JA sagen.

Gut, lange Rede kurzer Sinn: Ob ein Meteorit Kulturgut ist oder nicht und wie man daher mit ihm verfahren sollte muss immer eine Einzelfallentscheidung sein. Das müssen letztlich Leute entscheiden, die viel weiser sind als ich und die womöglich auch mehr Dinge bedenken, als ich es in dieser relativ einfachen Betrachtung getan habe.

Gruß

Ingo

P.S. Komme immer gern zu Stammtischen, wenn ich vor Ort bin.
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Meteorite / Re: Bolide 19.11.2020 Oberösterreich
« Letzter Beitrag von Mettmann am November 03, 2022, 22:50:24 Nachmittag »
Schad, der lithoraptor ist gar nimmer im Direktorenboard,
darf aber trotzdem zum Stammtisch.

Sonst hätten wir eine produktive Idee vorschlagen können.
Für die IMCA, weil ja doch erheblicher Handlungsbedarf besteht.

Therapeutisches Schwimmen mit Delphinen.

Also eine Art Streichelzoo mit Meteoritendealers/sammlern für Forscher und Kuratoren,
daß die ihre Berührungsängste abbauen.

Einfach eine "Wanted"-Liste, in der Forscher- und -gruppen, Kuratoren eintragen können,
was sie grad suchen oder gebrauchen könnten.
Können sich die Privaten ja oft nicht auch noch drum kümmern, immer im Blick zu haben, wer gerade woran arbeitet..

Gleichzeitig eine Begegnungsstätte, wo Verletzungen geheilt, Vorurteile abgebaut und rührselige Stuhlkreise abgehalten...oder wie man das in D ausdrücken muß.
(schnüff, wir sind gerührt von unserer eigenen Güte.)

 :prostbier:
Mettmann

Erster Eintrag:  NHM Wien: Kindberg aus tierfreiem Nichtraucherfinderhaushalt, Größe und Zustand egal, Koordinaten verpflichtend.

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