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Meteorite / Re: Bolide 19.11.2020 Oberösterreich
« Letzter Beitrag von Mettmann am November 03, 2022, 22:33:45 Nachmittag »
Der Komplex der Wursthäute ist zurzeit vermintes Gelände!
Bedenk, daß der prominenteste Weißwursthautdealer der Republik just dieser Tage für drei Jahre hinter Schwedischen Gardinen verschwindet.
Ist zu heikel,
lieber was harmloses, unverdächtiges. Etwas so Abwegiges, daß sich niemand dafür interessiert,
hmm...
wie wärs mit
 :wow:
Meteoriten?

Oder doch zu bizzar...

Kunstsymposion hab ich in 30Sek befriedigend in meinem Kopf herinn erledigt. Ergebnis:
Man muß dem Gerhard Richter, dem Anselm Kiefer und gleichartigen Verbrechern bescheiden,
daß ihre Werke von überragender kultureller Bedeutung und erheblichstem öffentlichen Interesse sind,
und sie daher ihre Werke zwar noch besitzen, aber nicht mehr veräußern dürfen;
stattdessen, wann immer sie ein neues fertig haben, sind sie angehalten, es an der nächstgelegenen Staatsgemäldesammlung abzugeben.
Sie erhalten dafür jeweils eine Entschädigung, auf dessen Höhe sie keinen Einfluß haben.
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Meteorite / Re: Bolide 19.11.2020 Oberösterreich
« Letzter Beitrag von ironsforever am November 03, 2022, 22:08:52 Nachmittag »
Mettmann, Du verstehst nicht: Wir brauchen Symposien, um Dinge in unserem Sinne zu regeln zumal es immerhin um ordinäre Chonditen geht.

Ich schlage ein Symposium beim längst überfälligen Stammtisch vor zum Thema: „Wem gehört die gezuzelte Weisswurschthaut auf des Tischnachbarn Teller, die ich für meine Sammlung begehr?“

Recht komplex das Thema, denn da kämen in Betracht: Zuallerst erstmal ich, denn ich hab das Symposium zum Thema einberufen, möglicherweise der Tischnachbar, vielleicht aber auch der Wirt (sammelt der eigentlich?), vielleicht auch der, der die Wurst gezuzelt hat (nicht unbedingt identisch mit dem Tischnachbarn), der Metzger (zumindest, wenn er Sammler ist) oder gar das Schwein (nur wenn Vertreter von PETA am Tisch vermutet werden) bzw. der Züchter, der aus umweltpolitischen Gründen recyceln muss, oder das Kalb, das ja immerhin schon mal in Teilen drin war.
Hatte ich mich schon erwähnt?
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Meteorite / Re: Bolide 19.11.2020 Oberösterreich
« Letzter Beitrag von Mettmann am November 03, 2022, 21:42:55 Nachmittag »
Zurück zum Thema, ich weiß, sonst Dresche:

Ich verstand nicht,
warum der Dr.F. in dem Interview und auf seinen Flyers nicht untergebracht hat:

"Wir kaufen an!"

Die naheliegendste Lösung muß nicht immer die Schlechteste sein...
Na, vielleicht beim nächsten Mal.

 :prostbier:
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Meteorite / Re: Bolide 19.11.2020 Oberösterreich
« Letzter Beitrag von Mettmann am November 03, 2022, 21:33:08 Nachmittag »
Und auslassen könnens wir nicht, Hörb ehrlich,
das sind gebildete und mindestens durchschnittl. sprachgewandte Leut.

Die Semantik und die Konnotation des Begriffs: "Schwarzmarkt" ist klar.
Schwarzmarkt ist Drogen- und Waffenhandel, Handel mit Raubgut, Raubgrabungsfunden, Markenpiraterie, Handel mit bedrohten Arten usw.

Und genau mit dieser Bedeutung und Konnotation wurde es besonders in den Nullerjahren von den Meteoritenprohibitionisten regelmäßig lanciert.

Huhuhu, das war peinlich,
kann mich noch erinnern, als die New York Times einen Artikel verzapft hatte, der besonders den NWAmeteoritenhandel mit Drogen- und Waffenhandel gleichgesetzt hatte (in USA damals gleich zweimal verderblich, weil Islamistenterrorverdacht).
Wär mir ja wurscht gewesen, wenn mein Heimatblättchen, die SZ, nicht gerade zu der Zeit eine kleine Kooperation mit der NYT gefahren hätt,
und einmal die Woche ein Exzerpt der NYT ihrer Ausgabe beigelegt hätt!

Da zur Tür rauszugehen und zu barmen,
daß einen die Nachbarschaft nun für den Escobar von Untergiesing hält...

Hat mir dann aber doch niemand den Siegelring geküsst und es gab keine Kinder, denen ich großväterlich einen Sikhote in die Backe schieben konnte... Noch einmal Glück gehabt.

 :prostbier:
Mettmann
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Meteorite / Re: Bolide 19.11.2020 Oberösterreich
« Letzter Beitrag von Mettmann am November 03, 2022, 21:09:51 Nachmittag »
und am Rande, Herb...
Zitat
Immerhin ist man sich dieser Gefahr bewusst.

Gibt viel größere Gefahr, derer man sich bewußt sein muß;
eine Gefahr, der zum Opfer zu fallen, früher in erstaunlich, mit Verlaub, saudummer Weise öfters von manchen Kuratoren mit blinder Vehemenz beinah herbeigeführt hatten.

Schon vor 20 Jahren hatt ich regelmäßig gekräht, daß es schierer Wahnsinn wäre, die nichtstaatl. Meteoriterei austrocknen zu wollen,
indem man die Meteorite der Kultur- und Naturerbegesetzgebung unterwirft,
was damals sogar manche Kuratores, -rices von historischen Sammlungen gefordert und auch Kollegen aus Fundländern, die mit Mets nie was am Hut hatten, dazu anstiften wollten.
Ganz abgesehen davon, daß einem Neufund jegliche menschliche Komponente fehlt, also nach keiner Definition von Kultur ein Kulturgut sein kann, würden dann eben auch die Restitutionsgesetze, wie bspw. solche, die sich aus dem Washingtoner Abkommen ergeben, für Meteorite gelten.

Hat zwar etwas gedauert, ab dieser Komplex nimmt dieser Jahre ziemlich Fahrt auf; kriegt jeder mit.
Seien es die grausligen anthropologischen Präparate, die die Sammlungen ehemaliger Kolonialmächte zurückgeben, auf daß sie ordnungsgemäß bestattet werden, oder besonders prominent, die Restituierung der Benin-Bronzen, die Frankreich anstandslos angeboten, in Deutschland aber ein beschämendes Theater nachsichgezogen,
eh Hörb, nicht feixen, erinnere nur daran, wie es zugegangen, bis Austria der Frau Altmann endlich ihre Frau in Gold zurückgegeben,
so schändlich, daß es gar einen Kinofilm mit prominenter Besetzung dazu gab...
Oder siehe Forum hier, erste Rückgabe eines Meteoriten in den USA an die Nachfahren der Ureinwohner.

Werden Mets unter Kulturgut gerechnet,
dann wirds in den Vitrinen des Meteoritensaales der ehemaligen Hegemonialmacht Österreich, die zammgrafft hat, was nur ging,
sehr sehr licht.

Der schöne, schöne Hraschina,
der geht als erster  :crying:


Mettmann

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Meteorite / Re: Bolide 19.11.2020 Oberösterreich
« Letzter Beitrag von Mettmann am November 03, 2022, 20:28:35 Nachmittag »
Jeh nu Hörb,

wie können es dann die Kuratoren von Wien es aber moralisch nur rechtfertigen,
die Schenkung eines Pfundsbrockens Mars anzunehmen oder sich seinerzeit einen tüchtigen Tissint gekauft zu haben,
welche beide zweifellos Produkte des monierten und verderblichen, angeblichen  Schwarzmarktes sind?

Da stimmt doch was nicht :gruebel:

Wenn ich nicht so bled wär, käme mir wohl jenes Gedankenexperiment in den Sinn...:

Ich verfügte über einen akademischen Titel, meinetwegen in der Agrarwissenschaft oder in der Lebensmittelchemie,
ginge in einen Bäckerladen
und setzte die Bäckerin in Kenntnis, daß sie ein verdammungswürdige Subjekt sei, das aus seiner Profitgier auf skrupellose Weise auf Kosten der elementarsten Grundbedürfnisse der Menschen für sein persönliches Wohlleben sorge und die UN-Menschenrechtscharta, das individuelle Recht auf Nahrung mit Füßen trete !!
und es daher meine ethische Verpflichtung sei, nunmehr alle Semmeln und Bretzen zu konfiszieren und sollte es ihr einfallen, weiter solche zu backen, sie zu verdammen, sie kostenlos meinem Institut zu liefern, egal ob man dort so viele überhaupt zwingen könne,
dann...so denke ich..
würde die Dame mir die Tür weisen und mir ein Hausverbot erteilen.

Verführe ich nun weiter so bei allen Bäckerinnen und Bäckern des Landes,
so komme ich zu dem Schluß, daß ich irgendwann
Holz essen müßte.

Zitat
...vielleicht sogar die vermutetet Hauptmasse..., aber an einen Sammler im Silicon Valley verkaufen.
,
so wäre das sein gutes Recht und es ist auch moralisch nichts daran zu beanstanden.

(Abgesehen davon, daß solche ominösen Milliardäre, die solche Hauptmassen käuften, einer kindlichen Phantasie entspringen.
Bester Beweis sind die Meteoritenpreise der letzten 30 Jahre, das Glump wär niemals so billig, wenn es eine solchgeartete Nachfrage gäbe,
noch wäre soviel Spezielles, was vor 10 oder 20 Jahren schon gefunden, immer noch erhältlich).

Schleierhaft ist mir, warum der Sillicon Valley-Heini unbedingt mehr zu zahlen bereit wäre als den üblichen Marktwert
und dementsprechend wäre es für den Kurator ein Leichtes eben diesen Stein ganz normal zu erwerben, wie es jeder Milliardär
(ich nehme an, es ist der William Barriere persönlich, pardon, Scherzerl der Urzeit) tut.

Ich sehe bei manchen Kustoden und Kuratoren eher ein Ausbildungsproblem.
Im 19. und 20. Jhdt. gehörte es zum Aufgabengebiet eines Kurators, die Sammlung nicht nur zu erhalten und zu konservieren,
sondern sie zu mehren.
Nun, wenn heute ein Kurator sich dafür untauglich erwiese, müßte man die Stelle eben mit einer anderen Person besetzen, die dem Anforderungsprofil besser gerecht wird; oder man stellt dem Kurator einen Sklaven, pardon einen hilfswiss. Mitarbeiter befristet zur Seite, der elektrische Medien bedienen kann, nach einem Jahr dürft jener schon so eingefuchst sein, daß er ein Bündel echter Bereicherungen für die Sammlung auftun könnte.
Bitte nicht als Provokation nehmen, das ist lediglich das übliche Prinzip in der außerstaatl. Arbeitswelt (und vermutl. auch auf den Schwarzmärkten, höhö): leistungs- und ergebnisorientiertes Handeln.

Oder aber es ist die Agenda des betreffenden Instituts, seine Sammlung als abgeschlossen zu betrachten und einen rein konversatorischen Ansatz zu verfolgen,
dann machte es aber erst recht keinen Sinn, durch gesetzliche Restriktionen den anderen institutionellen Sammlungen das Wachstum und die Forschung verwehren zu wollen.

Beides ist nicht unser Bier, wir haben uns da nicht einzumischen, das ist Politik.
Verunglimpfen müssen wir uns aber nicht lassen.

Wer mich immer gestört hat, waren die Kuratoren,

die nach dem Spatz in der Hand oder der Taube auf dem Dach gefragt,

plärren:  Wir wollen das Dach!!!
(auch wenn sie selbst nie hinaufsteigen würden).

 :prostbier:
Mettmann


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Tektite ... / Re: Steinheimer Becken & Nördlinger Ries - Zwei unabhängige Impaktereignisse?
« Letzter Beitrag von karmaka am November 03, 2022, 18:28:12 Nachmittag »
Neues zum Thema, heute veröffentlicht.

Event- and biostratigraphic evidence for two independent Ries and Steinheim asteroid impacts in the Middle Miocene

Elmar Buchner, Volker J. Sach & Martin Schmieder

Scientific Reports, Volume 12, Article number: 18603

LINK (OPEN ACCESS)
PDF (OPEN ACCESS)

"For decades, the Nördlinger Ries and Steinheim Basin in southern Germany have been regarded as a textbook example of a terrestrial impact crater doublet, although the oldest crater lake deposits in both craters suggest a biostratigraphic age difference of ~ 0.5 to 1 Myr. We previously presented stratigraphic arguments that challenged the double impact scenario and favoured a model of two temporally independent impact events in the Mid-Miocene. We here present, for the first time, four localities within a distance of ~50–100 km from the Ries and ~50–70 km from the Steinheim crater that expose two independent seismite horizons, together unique within the Upper Freshwater Molasse of the North Alpine Foreland Basin, each one featuring impressive water escape structures. The seismite horizons are separated by ~ 10 to 15 m of undisturbed Molasse deposits and, biostratigraphically, by an entire European Land Mammal Zone, thus providing evidence for two independent major seismic events within a time span of ~0.5–1 Myr. Both the lower and the upper seismite horizons can be correlated litho- and biostratigraphically with the basal crater lake sediments at the Ries and Steinheim craters, respectively, deposited immediately after the impacts. From a biostratigraphic point of view, the impact event that formed the Steinheim Basin probably occured around 14 Ma, some 0.8 Myr after the ~14.81 Ma Ries impact event."
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Such-, Tausch-, Kauf- und Verkaufs-Anzeigen - siehe Nutzungsbedingungen / Re: FLAMINGO ROCK EA 001
« Letzter Beitrag von KarlW am November 03, 2022, 17:37:28 Nachmittag »
Auch die Teilscheibe F_19 mit 0,77 g ist in bewährte Hände gekommen.
Dank und Gruß  :hut:
Karl
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Meteorite / Re: Bolide 19.11.2020 Oberösterreich
« Letzter Beitrag von ironsforever am November 03, 2022, 06:38:55 Vormittag »
Hallo Herbert,

dann sollen die Damen und Herren Experten sagen, was sie meinen, und nicht mit Termini um sich werfen, die uns Sammler zu Unrecht in die illegale Ecke drängen. :fingerzeig:

Es gibt bei den Meteoriten genauso viel Schwarzmarkt wie bei Ü-Eiern!

Gruß
Andi
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Meteorite / Re: 'Monte Costone', ein neuer italienischer Bergfund?
« Letzter Beitrag von herbraab am November 02, 2022, 19:57:34 Nachmittag »
Hier nun angeblich der nächste italienische Bergfund: Monte Costone

Mich (der ich selbst sehr viel in den Bergen unterwegs bin) wundert's halt schon, wie viele Meteorite in den letzten Jahren in alpinen Regionen gefunden werden. Ist ja nicht so, dass das Gegenden sind, wo so ein kleines, sonderbares Steinchen sofort über weite Distanzen ins Auge sticht. Wie schwierig die Suche selbst bei (einigermaßen) gut bekannten Koordinaten in alpinem Gelände ist, weiß jeder, der bei der Suche im Sterufeld von Neuschwanstein beteiligt war.

Die, die solche Funde nebenbei und zufällig machen, haben sicherlich eine so geschulten Blick, dass sie von ihren Wanderungen sonst mit Rucksäcken voller Bergkristalle, Granaten und Fossilien zurück kommen. All das gibt es in den Alpen sicherlich wesentlich häufiger als Meteoriten-Zufallsfunde.  :einaugeblinzel:

Zitat
Allerdings hast Du bei einem IMCA-Mitglied ja immer die Möglichkeit es zur Rechenschaft zu ziehen. Wenn Du belegen kannst oder begründeten Zweifel daran hast, dass das Stück nicht das ist, was das Mitglied gesagt hat, dann rufst Du denn Vorstand auf den Plan. Der MUSS sich dann kümmern.

Ist halt bei Mikros mit einigen Milligram Gewicht schwer möglich, Zweifel an der Authenzität zu belegen oder zu wiederlegen. Wenn es nicht irgendein plumper Fake ist, sondern beispielsweise ein "gewöhnlicher", aber frischer L6 als historischer Meteorit wie L'Aigle oder Mauerkirchen verkauft wird, wie will man da die Authentizität belegen oder widerlegen...?  :nixweiss:

 :hut:
Herbert
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