Autor Thema: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten  (Gelesen 6897 mal)

Offline speul

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Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
« Antwort #45 am: April 10, 2013, 23:09:23 nachm. »
macht echt was her, hätte ich mir 1. nicht vorstellen können und 2. auch nicht getraut zu machen.
Aber es war eine gute Entscheidung,
oder auch nicht, denn ab jetzt braucht man ja zwei Scheiben eines Mesos, eine geätzte, eine polierte, und dann noch einen TS, und ein Individual. Wo soll das alles noch hinführen.  :dizzy:
Grüße
speul
Lächle einfach - denn du kannst sie nicht alle töten

Offline Greg

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Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
« Antwort #46 am: April 11, 2013, 09:07:25 vorm. »
Auf solch ein Ergebnis hatte ich wirklich gehofft. Hier im Thema wurden ja schon mehrere geätzte Eisenknollen vorgestellt.
Selber hätte ich es nie versucht; daher wurde die Scheibe in fachmännische Hände gegeben.

Spiegelnde Oberflächen können je nach Stück möglicherweise ganz gut aussehen, aber ich persönlich finde solche Mesosideriten geätzt tausendmal besser und brauche daher bei denen keine Spiegelpolitur. Man konnte sich vorher unter der Lupe kaum die Silikate anschauen, weil ständig das Licht reflektiert wurde. Auch in der Vitrine nervte es vorher.

Nun hat man einfach mehr zum Anschauen und mir gefällt dieses brillante Funkeln der kleinen Eisenbereiche wirklich richtig gut.  :smile:

Greg  :hut:

Offline Chondrit 83

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Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
« Antwort #47 am: April 11, 2013, 13:07:05 nachm. »
Genial  :super: :super: :super:

Grüßle

Marco
Mit einem Gibeon hat’s begonnen....

Offline Dave

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Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
« Antwort #48 am: April 11, 2013, 13:22:19 nachm. »
Wirklich eine sehr gute Entscheidung die Scheibe ätzen zu lassen Greg!
Die Scheibe sieht nun wirklich deutlich interessanter/schöner aus.  :super:

Grüße David :hut:

Offline Thin Section

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Re: Iron Nodules in Stein- und Steineisenmeteoriten
« Antwort #49 am: April 18, 2014, 21:51:16 nachm. »
Guten Abend Zusammen,

ich komme mal zu diesem Thema zurück, weil ich eine Bondoc "iron nodule" (ein Endstück) in meiner Sammlung habe und weil ich mir letzthin zwei Bondoc DS zugelegt habe:

Das erste Bild zeigt noch mal meine drei Bondoc Exemplare, das zweite Bild die beiden Dünnschliffe.

Das TKW beträgt ca. 900 kg und beinhaltet eine Hauptmasse von 888.6 kg + etliche kleinere Fragmente. Neben den typischen Massen mit mesosideritischer Ausprägung existieren auch sg. "iron nodules." Das sind Eisenmassen mit kleinsten Silikateinschlüssen in einem oktahedritischen Gefüge (7.3 % Ni) – manche dieser kugeligen Massen erreichen sogar Baseballgröße. Mein "iron nodule" Endstück wiegt 95.8 gr und misst  4.5 x 3.5 x 1.8 cm.

Der erste DS zeigt die "normale" Matrix eines B4 Mesosideriten (10-25 vol% Plagioklas und 65-85 vol% Orthopyroxen). Diese Pyroxene zeigen im xpol. Licht nur weiße und bläulich-graue Interferenzfarben. In diesem DS ist so wenig Plagioklas zu finden, daß man ihn hier bei 16-fach noch nicht einmal ausmachen kann.

Der Endcut und die Vollscheibe im ersten Bild zeigen neben der "normalen" Matrix  ein Cluster aus großen Olivinkristallen. DS#2 zeigt einen solchen Megacryst im xpol. Licht mit wesentlich lebhafteren Interferenzfarben als bei DS#1. Allerdings sind die Interferenzfarben bei DS#1 zu blass, da die Dicke des Schliffs nicht genau 30µm (0.03 mm) beträgt.

Bernd  :os00:
(247553) Berndpauli = 2002 RV234

Das Ärgerlichste in dieser Welt ist, dass die Dummen todsicher und die Intelligenten voller Zweifel sind. (Bertrand Russell, britischer Philosoph und Mathematiker).

 

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