Autor Thema: Heutiger Fund  (Gelesen 1226 mal)

Offline Werner W

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Heutiger Fund
« am: April 25, 2014, 17:13:16 nachm. »
Ich mal wieder  :dizzy:,

bei Rheinbach, ist mir heute dieses Stück in die Hände "gefallen".

Der Schnitt zeigt mehrere Metall-/ Eiseneinschlüsse.

Gruß  Werner

Offline JFJ

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Re: Heutiger Fund
« Antwort #1 am: April 25, 2014, 20:58:47 nachm. »
Hallo,

sieht für mich wie ein Vulkanit aus.

Gruß
Jörg
Ich mag Geschiebe, weil sie die entgegenkommendsten Gesteine sind.

Offline Suevit

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Re: Heutiger Fund
« Antwort #2 am: April 28, 2014, 01:08:35 vorm. »
Hallo Werner,

ist mir heute dieses Stück in die Hände "gefallen".
Ich hoffe, das hat nicht allzu weh getan?  :einaugeblinzel:

Im anderen Thread http://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=10076.msg125206#msg125206 wurde ja schon auf das Gesteinsbestimmungsbuch von Vinx verwiesen. Ergänzend dazu meine Meinung, dass in Verbindung mit dem Vinx eine geologische Karte des Suchgebiets (http://www.gd.nrw.de/g_details.php?id=69) enorm zum Bestimmungserfolg beiträgt. Dort sind die oberflächlich vorkommenden Gesteine eingezeichnet, im beiligenden Erläuterungsheft werden sie noch zusätzlich erklärt und ggf. auch auf nicht mehr auf der Karte auflösbare Besonderheiten hingewiesen, sowie auf Aufschlüsse samt ihrer typischen Gesteinsführung.

Mit dem Vinx lernt man auch, ein Gestein korrekt anzusprechen, d. h. seine Eigenschaften so zu beschreiben, dass man es anderen Gesteinsinteressierten mitteilen kann und die sich wiederum etwas konkretes darunter vorstellen können. 100 Worte sagen mehr als 1 Foto.

Es ist imho eine Unsitte auf etlichen Bestimmungsseiten im Internet, nach dem gegenteiligen Motto vor allem Fotos mit knapper oder gar keiner Erläuterung einzustellen und sich dann darauf zu verlassen, dass der Betrachter es sich lange genug ansehen wird, um wesentliche Charakteristika selbst herauszuarbeiten. Dem Autor spart das zwar Arbeit, bei nicht vorgebildeten (-> Vinx!) Betrachtern verfehlt das aber völlig sein Ziel. Statt 5 oder 10 Minuten lang das Bild genau anzusehen, macht der Betrachter nur einen Mustervergleich à la "sieht aus wie/sieht nicht aus wie". Leider stechen für das menschliche Auge dabei oft genug Merkmale hervor, die für eine Gesteinsbestimmung nur untergeordnet oder sogar komplett irrelevant sind.

Und ein weiterer Tipp von mir wäre, sich von der Fixierung auf/Betonung von sog. "Metall-"/"Eiseneinschlüsse" zu lösen. Es gibt zig häufige Metallerze (z. B. von Fe und Pb) die man häufig auch in größeren Konzentrationen in vielen verschiedenen Gesteinen antreffen kann, und die für das ungeübte Auge wie frisches oder angelaufenes elementares Fe aussehen können. Für den Gesteinstyp sind diese Erze jeweils eh nicht diagnostisch, und sie anzusprechen und sicher zu bestimmen ist genauso eine Aufgabe wie die Ansprache und Bestimmung der sonstigen Gesteinskomponenten. Es ist in der Regel viel wichtiger, zu beschreiben, aus was die große Masse des Gesteins besteht, statt solche isolierten Besonderheiten herauszupicken.

Das soll jetzt bitte nicht als Bashing verstanden werden, den anderen und mir geht es nur darum, darzustellen, dass Gesteinsbestimmung in den meisten Fällen 1) weit mehr voraussetzt als ein Foto und 2) gewisser spezifischer Informationen bedarf, die mitgeteilt werden müssen, weil 3) nicht oder nur teilweise lösbare Bilderrätsel nicht lange Spaß machen.

Gruß,
Rainer

Offline Werner W

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Re: Heutiger Fund
« Antwort #3 am: April 28, 2014, 10:01:26 vorm. »
Hallo Rainer,

für meinen „Qualifikationsgrad“ erkenntnisreich geschrieben, wofür ich auch sehr dankbar bin.  :super:

Ebenso hat mich auch Holger (Buchit), einen paar Schritte auf dem "steinigen Weg zum Licht"  begleitet.   

Es liegt mir fern, Forenmitglieder zu belästigen, oder mit meinen laienhaften Beiträgen in den Schlaf zu treiben.
Deshalb habe ich, vorab, selbstverständlich immer versucht,  des Rätsels Lösung zu ergründen und wäre, nach mittlerweile
mehreren Ermahnungen, sicher nicht mehr auf die „Bühne“ getreten, wenn sich keine Fragen an die Profis, hier im
Saale, ergeben hätten.

Nun denn, es wird Zeit für mehr Literatur, Fortbildung und eigenes Anschauungs-/ Vergleichsmaterial.
Obwohl es mich ein wenig traurig und erschrocken stimmt, dass "Stücke", welche vor einigen Jahren noch für Furore gesorgt haben,
mit zunehmender Häufigkeit, ihren einstigen Status gänzlich verlieren und nur noch als Gleisschotter bezeichnet werden.

Der Mensch ist leider ein „Gewohnheitstier“ und dem mangelt es oft genug an Respekt..........(ebenfalls kein Bashing)  :einaugeblinzel:



Gruß und Kuss

Werner

 

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