Autor Thema: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz  (Gelesen 11977 mal)

Online Eckard

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Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
« Antwort #105 am: Juli 04, 2019, 17:08:12 nachm. »
Hallo Ehrfried,

dass Du die Schrift nicht lesen konntest, ist verständlich, denn sie ist voller Fehlstellen, wie bei den Schriftrollen von Qumran. Ein ähnliches Stück habe ich hier auch, und weil es ebenfalls unlesbar war, habe ich es schneiden lassen. Jetzt kann ich es wenigstens bruchstückhaft lesen. (Die Sprache: Steinisch. Viel schwieriger als Finnisch oder Ungarisch!) :smile:

Ein anderer Schriftgranit war da offener, und unter Wasser zeigte er sein wahres Gesicht; auch das rückwärtige. Der Fundort dieser beiden ist hier in meiner Nähe, eine Kiesgrube, die jedoch noch nicht viele Schätze preisgegeben hat. Dieser Stein muss nicht notwendigerweise geschnitten werden, obwohl es mich schon reizt, seine innere Schönheit kennenzulernen; und poliert ist er sicher viel schöner als im Rohzustand. Wir sind nun mal – wie Wolfgang von G. – in Schönheiten vernarrt und wollen sie voll genießen. – Das ist natürlich in den Augen der Geo- und Petrologen ein Sakrileg. Mitunter frage ich mich schon, ob diese Leute überhaupt noch das Schöne in den Steinen sehen (können). Und das wirft bei mir noch mehr Fragen auf, die hier aber wohl zu weit führen. Darum Ende der Durchsage.

Zum Anschauen hänge ich mal die Bilder meiner beiden an.

Mit dem Genuss an schönen Schnittflächen bist Du ganz sicher nicht allein. Ich kenne ein paar Leute, die sich ein Buch wünschen mit geschliffenen und polierten Flächen. Geht mir auch so. Aber vielleicht oder ganz sicher wäre eine Bestimmung anhand eines solchen Buches nicht leichter als mit den bereits vorhandenen Büchern von F. Rudolph u. a.  – Kein Stein gleicht dem anderen. Wo gibt es ansonsten so viele Unikate? Ist doch schön. :super:

Sollte ich mit meinem Geschreibsel Fehler gemacht haben, dann ist das aus meiner Sicht nicht weiter schlimm, denn dann habe ich die Chance, etwas hinzuzulernen.

Besten Gruß in die Lausitz.
 :winke: :winke:

Eckard
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Online Eckard

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Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
« Antwort #106 am: Juli 04, 2019, 17:26:23 nachm. »
Ja, ja, - wo sind die Steine? Kommen schon.  :imsorry:

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Eckard der Vergessliche.

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Offline Met1998

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Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
« Antwort #107 am: Juli 06, 2019, 16:45:45 nachm. »
Guck heute:

Erst mal ein schöner 6 cm Lydit
und später dann ein „Meteorit!  :einaugeblinzel:
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Offline Met1998

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Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
« Antwort #108 am: Juli 06, 2019, 17:47:13 nachm. »
Leichtes WE-Rätsel: (frisch aus 3 m Tiefe, SFB-Speicherbecken)

Erst war es ein schöner Lydit
und hier ein „Met(h)eorit“(isch)

Hinweise:
 - Faustgroß bis kopfgroß!  :wow:
 - „Magnetisch“, Magnet haftet sehr gut!
 - Wenige oder keine Einsprenglinge.
 - Sehr schwer, Dichte 2,4 g/cm³ bis 2,89 g/cm³ .
 - Es ist ein Gestein/Geröll und keine Braunkohle, Schlacke oder Eisen.
 - Außen leicht, braune „Schmelzkruste“, innen tief schwarz.

Solche schweren Brocken sind hier relativ selten! (die Größe noch nicht gefunden!)
Huch, es sind ja mehrere, sieht ja aus wie ein ganzes Streufeld!  :lacher:
(Vermutlich aus der Tschechische Republik)
 
Also was sind wir?
(Anarchisten würden auf Meteorite pochen :fluester:)

Schönes WE
Met1998  :hut:
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Offline JFJ

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Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
« Antwort #109 am: Juli 07, 2019, 19:33:42 nachm. »
Na gut, ich starte mal: Ein Sedimentit?
Ich mag Geschiebe, weil sie die entgegenkommendsten Gesteine sind.

Offline Met1998

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Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
« Antwort #110 am: Juli 07, 2019, 21:09:58 nachm. »
Moin Jörg,
ein bischen härter kann es schon sein.  :einaugeblinzel:

Manche sagen auch einfach Ergussgestein - Basalt dazu, "Alte" sagen T.. dazu.
(So soll es chemisch aussehen)

Ehrfried  :winke:
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Online Eckard

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Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
« Antwort #111 am: Juli 08, 2019, 09:35:52 vorm. »
Moin Ehrfried,

mir kommt der Brocken (Bild 5) irgendwie vertraut vor. Natürlich nicht Deiner, sondern irgendeiner, den ich mal sah. Ist der zweite Buchstabe hinter dem T ein 'O', und hat das allles etwas mit Fe3+ zu tun?

Bleibe gespannt.

Besten Gruß
Eckard
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Offline Met1998

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Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
« Antwort #112 am: Juli 08, 2019, 09:42:17 vorm. »
Das WE-Rätsel ist Theprit:
Feinkörnigers, schwarzgraues Tephrit (Olivingehalt < 10%) ist ein alkalisches, basaltisches Gestein.
Findet man hier öfters, aber kopfgröße Stücke sind meine ersten Funde.

Hier mal im Vergleich ein faustgroßes, 8 cm Stück und dazu ein 7 cm Ankamarit mit Augit.
(Eher etwas für den Steingarten als für die Vitrine  :einaugeblinzel:)

Magnet haftet an allen Stücken sehr gut!

Gruß Ehrfried  :winke:
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Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
« Antwort #113 am: Juli 08, 2019, 10:02:03 vorm. »
 :imsorry: - Da lag ich ja meilenweit (besser vielleicht Lichtjahre) daneben.  :peinlich:

Trotzdem gut: Habe wieder zwei Dinge hinzu gelernt. Ist doch auch etwas.

BG/Eckard
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Re: Kleingeschiebe und Geröll aus der Lausitz
« Antwort #114 am: Juli 08, 2019, 12:53:12 nachm. »
ein 7 cm Ankamarit mit Augit.
(Eher etwas für den Steingarten als für die Vitrine  :einaugeblinzel:)

Also ich habe hier noch einen (etwas unverwitterteren) Schonen-Lamprophyr stehen, der nach Schnitt und Politur sicherlich in die Vitrine kommt. So häufig sind die nicht "in schön".
So lange Fiktionsapparaturen latente Illusionen nicht manifestieren können, ist eine Realisation des Illusionären latent Fiktiv!

Be more specific! http://www.youtube.com/watch?v=PusCpQIbmCw

 

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