Autor Thema: Ist dieser Chinga noch zu retten ?  (Gelesen 2260 mal)

Offline Skywanderer

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Ist dieser Chinga noch zu retten ?
« am: Juli 17, 2015, 16:51:45 nachm. »
Hallo zusammen

Ich habe diesen 200gr  Chinga Meteoriten ersteigert und als er dann ankam musste ich mit Schrecken feststellen das er ueber und ueber mit Buerstenspuren bedeckt ist.Fuer den Verkaeufer ist es O.K. das ich ihn wieder zurueckschicke.Die Buerstenspuren sind einfach aetzend.Aber , bei dem Preis,frage ich mich ob er noch zu retten ist.Kann man die Patina irgendwie entfernen oder ist das ein  NO GO. Es ist sehr schwer einen Chinga - fuer einen vernuenftigen Preis- zu bekommen. Die Frage ist auch wie ein typischer Chinga aussieht. Von rostig Braun bis ganz Silber (sandgestrahlt?) habe ich welche gesehen. Wenn Ihr selbst einen habt koennt Ihr vielleicht  ein Foto posten .Dann wuesste ich worauf ich achten muss falls ich einen anderen kaufen will..Und falls Ihr einen zum Verkaufen habt natuerlich auch.Groesse ca. 200gr.Ich bin meine kleine Sammlung etwas am Vergroessern und da fehlen mir besonders noch ein Chinga, ein Uruacu und ein Mundrabill. Also, falls Ihr Fotos habt, oder einen zu einem vernuenftigen Preis zu verkaufen habt , dann bitte hier posten.
mit Dank
Andreas

Offline MetGold

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Re: Ist dieser Chinga noch zu retten ?
« Antwort #1 am: Juli 17, 2015, 23:27:10 nachm. »
Hallo Werner,

ich kann da momentan nur mit 2 uralten pixelarmen Fotos aus dem vorigen Jahrtausend dienen.

Also ein blank polierter wäre für mich undenkbar. Gebürstet ist natülich häßlich aber ich habe auf Börsen schon sandgestrahlte Gibeons gesehen - furchtbar ! Der damalige Händler behauptete, dass manche Kunden das so wünschen würden.


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Offline Skywanderer

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Re: Ist dieser Chinga noch zu retten ?
« Antwort #2 am: Juli 18, 2015, 15:23:36 nachm. »
Hallo Metgold,

ich nenne so was Totbuersten.Einfach schrecklich ,  es gibt eben verschiedene Geschmaecker. Aber ich meine das kann man doch auch sorgfaelltig und vorsichtig machen.Ich habe den Chinga heute verkauft.Jetzt brauche ich noch einen vernuenftigen Ersatz.
Trozdem, kann man die festgebackene Patina nicht  ( mit Saeure ) sauber entfernen?

gruss
Andreas

Offline lithoraptor

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Re: Ist dieser Chinga noch zu retten ?
« Antwort #3 am: Juli 18, 2015, 21:46:23 nachm. »
Moin Andreas!

Um auf deine ursprüngliche Frage zurückzukommen: Der Chinga ist für immer versaut! Hat man erst mal Schrammen oder eine Striemung in das Eisen gebürstet, so ist der Schaden nicht wieder zu beheben. Da kann man dann nur noch Scheiben schneiden...

Man kann Patina bzw. Rost am schonensten mittels Elektrolyse entfernen - so man es bei einer guten Patina denn wirklich tun möchte. Es gab mal ein paar sehr schöne Bilder dazu im Netz (meine mit Marcin Cimala) - finde ich gerade nicht. Hier ist es aber auch dargestellt: http://www.imagesco.com/articles/space/meteorite_electrolysis/index.html und auch im Forum haben wir einen super Thread dazu: http://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=9033.0

Gruß

Ingo
« Letzte Änderung: Juli 18, 2015, 22:06:35 nachm. von lithoraptor »

Offline Skywanderer

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Re: Ist dieser Chinga noch zu retten ?
« Antwort #4 am: Juli 18, 2015, 22:02:03 nachm. »
danke Ingo,
damit kann man doch arbeiten.Ich werde mir das uebers Wochenende mal genauer ansehen. Ich habe auch schon solche Chingas gesehen. Ob ich das mit dem Neuen machen werde, den ich mir zulegen werde ,weiss ich noch nicht. Vielleicht bekomme ich einen der nicht so Verbuerstet ist.
Andreas

Offline Julien L

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Re: Ist dieser Chinga noch zu retten ?
« Antwort #5 am: Juli 19, 2015, 12:44:57 nachm. »
Moin,
Ich reinige meine Bofus nach dem  Sondeln immer mit Oxal. Das kilo Oxal kostet etwa 5€ und geht super gut. Hier ein vorher/nachher Beispiel einer Stahlglocke;) Nach dem reinigen kamen etwa 80% vom Original Lack durch. Oxal ist wesentlich schonender als ein Lyse.
Gruß Julien
Dran, Drauf, Drüber!

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Re: Ist dieser Chinga noch zu retten ?
« Antwort #6 am: Juli 19, 2015, 13:17:57 nachm. »
 Hallo julien,

ich habe noch nie von Oxal  gehoert. Wie benutzt man das und wo bekommt man das?

gruss
Andreas

Offline Julien L

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Re: Ist dieser Chinga noch zu retten ?
« Antwort #7 am: Juli 19, 2015, 13:28:00 nachm. »
Ich bestell dasOxal immer hier : https://www.chemdiscount.de/
Und hier die Anleitung Entrosten mit Oxalsäure:Sehr bequem in der Anwendung ist die Entrostung von Eisenteilen mittels OXALSÄURE (Dihydrat).Dazu wird eine 3-5 %igeLösung in heißem Wasser hergestellt:Etwa 30-50 Gramm auf einen Liter Wasser.Am Besten destilliertes Wasser benutzen.In dieses Bad kommt dann das zu entrostende Stück,man läßt es ca. 10-15 Stunden in der sich abkühlenden Lösung.Dabei werden die rotbraunen Rostverbindungen in eine hellbraune bis ockerfarbige Schicht umgewandelt,welche ziemlich weich ist und gut abgekratzt werden kann.Sollte beim erstenmal nicht aller Rost umgewandelt werden,wird die Anwendung wiederholt. Je heißer die Lösung,desto besser.Nach Beendigung der Oxalsäurebehandlung wird das Stück gründlich gespült und getrocknet.Das Abkratzen der Rostprodukte kann aber auch in nassem Zustand erfolgen.Zu Beachten:Oxalsäure ist giftig,Handschuhe tragen und Pf..äh Hände waschen bzw. alte Klamotten anziehen.
Gruß
Dran, Drauf, Drüber!

Offline Skywanderer

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Re: Ist dieser Chinga noch zu retten ?
« Antwort #8 am: Juli 19, 2015, 19:51:20 nachm. »
besten dank Julien,
das muesste ich natuerlich erst mal an einem  kleinen sehr rostigen Agoudal probieren. Aber hoert sich erstmal gut an.
Prima,danke
Andreas

 

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