Autor Thema: Geschiebe-Funde an der polnischen Ostseeküste  (Gelesen 10836 mal)

Offline Met1998

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Geschiebe-Funde an der polnischen Ostseeküste
« am: Oktober 15, 2015, 20:11:22 Nachmittag »
Hallo Geschiebefreunde, :hut:
interessante Einzelstücke und 9er Blöcke aus über 300 Fotos, zum Angucken für interessierte Neueinsteiger!
Besonderer Dank gilt einem Foren-Mitglied für die Unterstützung bei der „Geschiebebestimmung am Fließband“!

Zählungen nach Herkunftsgebieten habe ich als engagierter Amateur nicht durchgeführt. Wie schon im Thread von Sprotte „Fundhäufungen seltener Geschiebe“ festgestellt, sehen die Steinfelder nach jeder Sturmflut anders aus. Sturmflut - siehe auch meinen Thread:
http://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=10313.msg126825#msg126825

Mit vh gekennzeichnete Stücke sind vorhanden, (evtl. drei Ansichten), die mit
nvh liegen noch am Strand, nicht vorhanden. Somit keine besseren Fotos möglich.

Gruß
Ehrfried :prostbier:
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Re: Geschiebe-Funde an der polnischen Ostseeküste
« Antwort #1 am: Oktober 15, 2015, 20:45:27 Nachmittag »
Nr. 85: Flivik?-Granit, „magnetisch“, 8 cm, vh
(85_Flivik_VS,
85_schnitt,
85_nah)

Nr. 26: Lehmland-Granit, 10 cm, vh
(26_VS,
26_RS,
26_schnitt)
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Re: Geschiebe-Funde an der polnischen Ostseeküste
« Antwort #2 am: Oktober 15, 2015, 20:53:40 Nachmittag »
Nr. 67: Rapakiwi-Granit, 9cm, vh
(67_9 VS,
67_RS,
67_9schnitt)
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Re: Geschiebe-Funde an der polnischen Ostseeküste
« Antwort #3 am: Oktober 16, 2015, 11:08:18 Vormittag »
Nr. 35: Rapakiwi, 8cm, vh
Nr. 49: Lemland-Granit?, 8cm, vh
Nr. 92: Rapakiwi-Granit, 6cm, vh
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Re: Geschiebe-Funde an der polnischen Ostseeküste
« Antwort #4 am: Oktober 16, 2015, 11:19:40 Vormittag »
Nr. 99: Ostsee-Rapakiwi, 10 cm, vh
Nr. 111: Porphyr-?, 7 cm, vh
Nr. 143: Lemland?-Granit, 5 cm, vh
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Re: Geschiebe-Funde an der polnischen Ostseeküste
« Antwort #5 am: Oktober 16, 2015, 11:23:35 Vormittag »
Das letzte interessante Stück im Großformat, dann 9er Blöcke:
Das kleine Prachtstück wird nicht geschnitten und bleibt so wie er ist!
Nr. 64: Åland_Quarzporphyr, 5cm, vh
 
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Offline Anatexis

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Re: Geschiebe-Funde an der polnischen Ostseeküste
« Antwort #6 am: Oktober 16, 2015, 12:24:29 Nachmittag »
Hallo Ehrfried,

schöne Stücke. Auch wir waren in den letzten Jahren oft an der polnischen Ostseeküste. Praktisch hat meine Sammeltätigkeit für Geschiebe dort begonnen. Sozusagen von Bernstein zu Kristallin. Der eine oder andere Zentner liegt nun im Regal. Die Fundsituation unterscheidet sich schon etwas von der westl. Ostsee. Es fehlt meinem Empfinden nach, der das Auge ablenkende Flint. Ein Eldorado für Rapakivi-Fans. Wenn man erst mal einige Blockstrände kennt, ansonsten kilometerlanger fast menschenleerer Sandstrand (jedenfalls in der Nebensaison) ohne Geschiebe größer einer Münze. Aber auch das hat seinen Reiz. Geschiebe, wie Abb.143b ist dort oft zu finden. Wenn Du noch Granat nachweisen kannst, wäre Perniö-Granit sicher in eine engere Wahl zu nehmen. Granat kann aber auch fehlen. Anbei 3 Stücke aus meiner Sammlung Fundgebiet zwischen Ustka und Leba. Grob-, mittel- und feinkörnig, alle mit Granat.

Gruß Mirko.

Offline JaH073

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Re: Geschiebe-Funde an der polnischen Ostseeküste
« Antwort #7 am: Oktober 17, 2015, 00:25:19 Vormittag »
Hallo Ehrfried,

vielen Dank für die schönen Fotos der Fundstücke.
Toll, daß man da so schön die Unterschiede - auch feinen Unterschiede - der Gesteine gut erkennen kann.
Du hast dir damit echt viel Arbeit gemacht.
Aber es lohnt sich.
Super   :super:

Du darfst gerne mehr davon zeigen.

Beste Grüße

Hanno

Je mehr Ecken und Kanten ein Diamant hat, umso mehr funkelt und strahlt der Stein.

Offline JFJ

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Re: Geschiebe-Funde an der polnischen Ostseeküste
« Antwort #8 am: Oktober 17, 2015, 14:13:29 Nachmittag »
Hallo Ehrfried,

sehr schöne Fotos  :super:
Da hast Du mit den Schnitten auch eine Menge Arbeit investiert.
Beim Rapakiwi (Nr. 67e) kommt das pyterlitische Gefüge erst richtig zur Geltung.

Könnte ein "Baltik Rot" sein  :gruebel:

Beste Grüße
Jörg
Ich mag Geschiebe, weil sie die entgegenkommendsten Gesteine sind.

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Re: Geschiebe-Funde an der polnischen Ostseeküste
« Antwort #9 am: Oktober 17, 2015, 16:34:28 Nachmittag »
Hallo, :winke:
@ Hanno: Schön dass dir die Bilder gefallen. Dort findet man eben nicht nur Bernstein, sondern auch schöne Geschiebe. Und danke für die Anerkennung der Arbeit!

@Anatexis: Deine Worte „Ein Eldorado für Rapakiwi-Fans“ kann ich bestätigen! Zwischen unseren beiden Blockstränden liegen ca. 120 km!!!

@Jörg: Auch dir Dank für deine hilfreichen Tipps. Habe nicht alle Vorhandenen selber geschnitten, einige sind noch beim Steinmetz als Füllerarbeit. Fertigstellung mit Polierung ca. Januar 2016!!!
Der Hinweis zu Nr. 67e, Baltik Rot klingt nicht schlecht. Hier noch mal die Schnittfläche der anderen Hälfte, bei etwas mehr Stubenlicht.
Wenn die Sonne lacht, nimm Blende Acht - bei uns Fehlanzeige!

Schönes WE wünscht
Ehrfried
« Letzte Änderung: Oktober 18, 2015, 19:21:08 Nachmittag von MetGold »
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Re: Geschiebe-Funde an der polnischen Ostseeküste
« Antwort #10 am: November 22, 2015, 16:37:58 Nachmittag »
Und eine schöne Brekzie (Körper und Figuren auf Steinen -11_nah)
Nr. 11: Brekzie_Mandelstein, 9 cm, vh
(11_Brekzie Mandelstein VS
11_Schnitt,
11_nah)
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Offline karlov

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Re: Geschiebe-Funde an der polnischen Ostseeküste
« Antwort #11 am: November 22, 2015, 19:33:26 Nachmittag »
Moin Ehfried,

schönes Stück. War der Steinmetz fleissig? :)
...Mandelstein, ist das ein Mandelstein?
Sind da graphische Verwachsungen drin? Sieht eher aus wie eine "Rapakiwi-Brekzie".

Grüße  :winke:
Karlov

Offline Greg

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Re: Geschiebe-Funde an der polnischen Ostseeküste
« Antwort #12 am: November 22, 2015, 20:11:19 Nachmittag »
Der Mandelstein ist klasse!  :super:

Offline Met1998

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Re: Geschiebe-Funde an der polnischen Ostseeküste
« Antwort #13 am: November 22, 2015, 20:16:37 Nachmittag »
Hallo karlov,
stimmt, könnte eher eine Rapakiwi-Brekzie als ein Mandelstein sein. :super:

Aland-typische graphische Verwachsungen eines Rapakiwi. Dazu schreibt
www.kristallin.de: Rapakiwis im Geschiebe: (Teil 1: Åland)
Aland-typische graphische Verwachsungen eines Rapakiwi. (Anlage)
Hat viel Ähnlichkeit mit meinem Stück, umbenennen?!!

Zum Steinmetz - morgen in PM mehr!

Gruß
Ehrfried
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Offline JFJ

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Re: Geschiebe-Funde an der polnischen Ostseeküste
« Antwort #14 am: November 23, 2015, 14:35:26 Nachmittag »
Moin Ehrfried,

denke, dass es auch eher eine Rapakiwi-Brekzie ist.
Mandelstein mit Sicherheit nicht.
Kannst Du getrost so umbenennen.

Im Übrigen ein interessantes Teil.
Von Aland sind eher "symplektitische" Verwachsungen (wurmförmige Verwachsungen von FS in die Quarze hinein) bekannt.
Das, was bei den Alandern als "graphische" Verwachsung benannt ist, sind symplektitische.
Graphische Verwachsungen entstehen bei Raummangel, i.d.R. in Schriftgraniten (Pegmatite).

 :winke: Jörg
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