Autor Thema: Meteoritenfund in Hamburg  (Gelesen 29179 mal)

Offline Anna

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Re: Meteoritenfund in Hamburg
« Antwort #150 am: Februar 15, 2018, 19:00:48 nachm. »
Hallo Orion8,
bitte entschuldige, ich habe deinen Beitrag nicht gesehen. Nein, ich sammel nicht. Ich bin damals von jemanden auf die Geschichte aufmerksam gemacht worden und wurde auf dieses Forum verwiesen. Liebe Grüße, Anna

Offline ironsforever

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Re: Meteoritenfund in Hamburg
« Antwort #151 am: Februar 19, 2018, 23:02:30 nachm. »
Ziemlich unerträglich, dass das Corpus Delicti aus diesem Thread auch noch im Jahr 2018 auf des Protagonisten Webseite, eine übrigens selbst erklärte "scientist-site", zu finden ist: https://www.stonesfromthesky.de/: 2. Bilderreihe unter "Steinmeteoriten".

Nach wie vor zitiert Marc Wiekhorst diverse wissenschaftliche Vorträge zum Thema ohne Nennung der Urheber bzw. Vortragenden und erweckt damit den Anschein, er halte die Vorträge selbst.

Metaphysik ist der Versuch, in einem verdunkelten Zimmer eine schwarze Katze zu fangen, die sich gar nicht darin befindet (Karl Valentin)

Offline Nordnugget

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Re: Meteoritenfund in Hamburg
« Antwort #152 am: Februar 20, 2018, 01:34:21 vorm. »
Eigentlich müsste man mal zu einem Vortrag ans DESY gehen und vor Publikum unangenehme Fragen stellen um wieder Bewegung in die Sache zu bringen. Das kann und darf nicht so stehenbleiben.
Grüße Jens

Offline Anna

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Re: Meteoritenfund in Hamburg
« Antwort #153 am: Februar 20, 2018, 14:54:09 nachm. »
Hat sich jemand mal an die Sternwarte HH gewandt? MW ist maximal Hobby-Wissenschaftler, er war Hauptschüler (ob mit Abschluss oder ohne weiß ich nicht).

Offline ironsforever

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Re: Meteoritenfund in Hamburg
« Antwort #154 am: Februar 20, 2018, 21:17:07 nachm. »
Hat sich jemand mal an die Sternwarte HH gewandt? MW ist maximal Hobby-Wissenschaftler, er war Hauptschüler (ob mit Abschluss oder ohne weiß ich nicht).

Hallo Anna,

naja, irgendwie rechnet man ja wenigstens mit einem µ an Anstand, bevor man sich als Dritter bemüßigt fühlt, die Notbremse zu ziehen. Aber in diesem Fall scheint das µ leider nicht vorhanden...

Meines Wissens ist der Sternwarte HH nichts von diesem Treiben bekannt.

Gruß,
Andi
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Offline Wunderkammerad

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Re: Meteoritenfund in Hamburg
« Antwort #155 am: Februar 20, 2018, 23:18:01 nachm. »
Mir scheint, Anstand ist da nicht die passende Kategorie. Es wäre unseriös, eine Ferndiagnose stellen zu wollen, aber aus vergleichbaren Fällen, die bekannt sind, könnte man zu der Ansicht gelangen, dass hier pathologisches, im Sinne von zwanghaftes, Verhalten vorliegt. Man denke etwa an den Hochstapler Gerd Postel, der es in den 80er Jahren geschafft hat, vom Postboten zum leitenden Arzt Dr. med. Dr. phil. Clemens Bartholdy zu avancieren. (Immerhin schaffte er es in seinem Zuständigkeitsbereich, als Amtsarzt die Quote der Einweisungen in psychiatrische Kliniken dramatisch zu reduzieren.)

Hier an Einsicht oder moralische Kategorien appellieren zu wollen, würde vermutlich an der Sache vorbeigehen. Solange so jemand keinen Schaden anrichtet, könnte es die beste Lösung sein, ihn erst einmal gewähren zu lassen. Sollten durch sein Verhalten negative Konsequenzen für andere drohen, muss man versuchen ihn zu stoppen; und ebenso, ihm zu helfen.

Offline Anna

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Re: Meteoritenfund in Hamburg
« Antwort #156 am: Februar 21, 2018, 16:04:39 nachm. »
Gibt es hier im Forum jemanden, dem MW durch sein Verhalten Schaden zugefügt hat? Außerhalb der Meteoriten-Thematik wurden mehr als eine Person geschädigt. Es ist unfassbar, dass die Fuhre noch nicht rückwärts gegangen ist.

Offline ironsforever

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Re: Meteoritenfund in Hamburg
« Antwort #157 am: Februar 21, 2018, 17:41:46 nachm. »
Gibt es hier im Forum jemanden, dem MW durch sein Verhalten Schaden zugefügt hat? Außerhalb der Meteoriten-Thematik wurden mehr als eine Person geschädigt. Es ist unfassbar, dass die Fuhre noch nicht rückwärts gegangen ist.

Der Schaden ist massiv:

1. Regelmäßig werden solche Geschichten erst mal kritiklos von der Presse übernommen und als authentisch dargestellt. Damit wird schon mal der Öffentlichkeit eine Falschmeldung untergejubelt und wenigstens der, der die Zeitung wegen dieser einen Nachricht kauft, wird zu 100% betrogen.

In Sachen Brandlecht regte ich bei den Grafschafter Nachrichten eine Klarstellung in einer der kommenden Auflagen an, leider ohne jegliches Feedback der Redaktion, geschweige denn einer öffentlichen Klarstellung. Die öde Entzauberung eines "Meteoritenfundes" fördert halt nicht unbedingt die Verkaufszahlen, und jeder Leser fragt sich dann natürlich auch, wie weit es mit der journalistischen Qualität dieses Blattes her ist, dessen Meldungen sich im Nachhinein als falsch herausstellen. Also lässt man es lieber auf sich beruhen.

2. Unsere Community wird durch solche Aktionen mehr und mehr in eine Ecke mit Spinnern, bestenfalls Esoterikern, gedrängt. Dazu muss ich wohl nicht weiter ausführen.

3. Selbst wenn solche Fakes auffliegen, bleibt ein schaler Geschmack. So mancher, der sich für Meteoritensammeln interessieren würde, aber über solche Geschichten stolpert, sammelt dann lieber doch was anderes, weil sich zumindest dem Laien bei fast jedem Sammlungsstück Zweifel zur Authentizität aufdrängen. Zumindest mir wird mein Hobby durch Fakes und Falschmeldungen ziemlich madig gemacht.

4. Leider besitzen solche Geschichten ganz offenbar auch Nachahmcharakter, denn solche Falschmeldungen und fragliche "Eigenfunde" scheinen sich meinem Eindruck nach in letzter Zeit zu häufen. Der Profilneurotiker muss einfach nur ein bisschen aufs meteoritische Blech hauen, dann findet er einen großen Zeitungsartikel über sich und steht im Rampenlicht. Wenn wir nicht konsequent dagegen vorgehen und das einfach nur dulden, wird sich diese Unsitte wohl noch häufen.

P.S.: Was macht eigentlich Gerrit heute?
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Offline Anna

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Re: Meteoritenfund in Hamburg
« Antwort #158 am: Februar 25, 2018, 15:11:44 nachm. »
Ich werde in den nächsten Wochen mal in der Sternwarte vorbeischauen. Sicherlich gibt es eine Gelegenheit nachzufragen, wie die Stimmung bezüglich der Geschehnisse ist. Kann ja nicht sein, dass jeder x-beliebige Typ sich eine Domain sichern und den Eindruck vermitteln kann, er sei Wissenschaftler. Scharlatanerie ist das.

 

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