Autor Thema: Dolomitgestein  (Gelesen 836 mal)

Offline Sprotte

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Dolomitgestein
« am: August 01, 2016, 21:01:35 Nachmittag »
Guten Abend

Das durch Hämatit kräftig braunrot gefärbte Geschiebe (leider nur ein recht kleines Bruchstück) erscheint, abgesehen von Reflexen durch die Einsprenglinge, mit bloßem Auge recht unscheinbar. In der feinkörnigen Matrix liegen regellos verteilte idiomorphe bis ca. 0,4 mm große Einsprenglinge von Biotit. Die dünnen Biotit-Blättchen sind weder verbogen noch irgendwie resorbiert. Weiterhin kommen bis etwa 1,5 mm große idiomorphe Einsprenglinge von Dolomit vor (Rhomboeder mit abgerundeten Kanten und Ecken), die teilweise kleine Gruppen bilden. Weiterhin gibt es bis ca. 1,5 mm große, sekundär überwiegend mit Calcit gefüllte Blasenhohlräume. Auch ein Riss im Gestein ist sekundär mit Calcit gefüllt. In der Matrix gibt es außerdem regellos verteilte dunkle Flecken unterschiedlicher Größe (Erzanreicherungen?). Die Matrix (keinerlei Reaktion mit kalter Salzsäure) selbst besteht aus idiomorphen bis etwa 0,1 mm großen Dolomitkristallen in einer dichten Matrix zweiter Ordnung. Das Gestein zeigt also nicht die für Marmor oft typische Schaumtextur und keine Anzeichen einer metamorphen Überprägung.

Viele Grüße
Sprotte

Offline JFJ

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Re: Dolomitgestein
« Antwort #1 am: August 05, 2016, 18:17:37 Nachmittag »
Moin Sprotte,

irgendwie geistert mir "Rödbergit" durch den Kopf.
Da würde Hämatit und Dolomit passen.
Allerdings ist Rödberigt ein metasomatisches Gestein, und der Calcit solte schäumen.
Etwas weiter N vom Fengebiet liegen einige Aufschlüsse mit viel idiomorphen Biotit.
Vielleicht in die Richtung einzuordnen?
Nur wenige Km östlich (Valebo, Westufer des Nordsjö), stammen Geschiebe her.

Aber nur mal spekuliert.

Beste Grüße
Jörg
Ich mag Geschiebe, weil sie die entgegenkommendsten Gesteine sind.

 

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