Autor Thema: Gönnen wir uns doch ein paar Tropfen !  (Gelesen 2503 mal)

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Gönnen wir uns doch ein paar Tropfen !
« am: September 07, 2007, 23:09:25 Nachmittag »
Hallo,

was der Blattgold-Liqueur für die Goldwäscher ...

http://alchemianova.com/articles/meteorite.html     :platt:

:ruelps: Metgold   :alter:
Ein ereignisreicher Tag ist mehr als namenlose Jahre - (Spruch aus einem chinesischen Kalender)

astro112233

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Re: Gönnen wir uns doch ein paar Tropfen !
« Antwort #1 am: September 07, 2007, 23:32:11 Nachmittag »
Hi Peter,

kauf lieber das, ist wesentlich billiger und stimmuliert auch den Hypotalamus.

Andererseits sollten wir ernsthaft durchdenken, ob wir aus Mirkos Sägeabfällen auch mal ein Wässerchen destillieren. Da wir uns von der Masse abheben wollen, geben wir dann noch deine zukünftige NWA237 Münze dazu. Das fetzt dann richtig.  :wow:

Also, manchmal zweifle ich an der Aussage: Der Mensch ist die Krone der Schöpfung. Besser passt. Der Mensch ist das einzige Säugetier, dass von sich denkt, keines zu sein.   :gruebel:

Gruß Konrad.   :winke:

Offline Aurum

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Re: Gönnen wir uns doch ein paar Tropfen !
« Antwort #2 am: September 08, 2007, 04:14:54 Vormittag »
Hallo Konrad ,

Die Aussage mit dem Säugetier war schon gans richtig , nur das kommt von saugen , und mache meinen si müssten überall dran saugen  :lacher:

Warum nicht mal an einem Meteoriten saugen bestimmt sind da ein Paar sachen drin die derjenige noch nie geschmekt hat  :nixweiss:

Bis dann Lutz  :winke:
Aller Anfang ist schwer !!

Offline Mettmann

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Re: Gönnen wir uns doch ein paar Tropfen !
« Antwort #3 am: September 08, 2007, 14:41:51 Nachmittag »
Elendes Scharlatanenpack!

Ich haß das wie die Pest, dieses ganze Esowesen, wie es angebliche Traditionen und Pseudoüberlieferungen sich ohne eine Spur von Gewissen aus den Fingern saugt, um die Leut zu verblöden und ihnen das Geld aus der Tasche zieht.

Ich hab mittlerweile den Eindruck, daß es ein Zeitalter der Aufklärung nie gegeben hat.
Dieser ganze Hokuspokus, erdichtete Fernostweisheiten, "Steinheilkunde", Wellnessmüll, Schamanentum, Astroabklatsch - gosch könnt Ihr Euch noch an diese Urschel erinneren, die Millionen gescheffelt hat, in demse ein paar müde vereinfachte Elemente aus der islam./okzidentalen Mittelalterastronomie/-logie a la Al Biruni und Arzachel als uraltes Geheimwissen noch älterer Bergbauern in vergessenen Tiroler Seitentäler verkauft hat?
Mondkalender, wann man zum Zahnarzt und zum Frisör gehen soll und wann man die Blumen gießt und es mit dem Nachbarn klappt.

Hmm, welchen Gaul könnte man den wieder ausgraben? Naziufos vielleicht. Oder ich weiß was, ich werd jetzt Meteoritenmesmerist. Ist ja in Vergessenheit geraten. Vielleicht noch mit Kneipschen Anwendungen, ein kaltes Güßlein übern Kopp gegen Schwermut mit Meteoritenwasser - macht 250Euro.

Alles ein zynisches Gesindel.

Die Hirschfänger auf Java werden selbstredend nicht aus Meteoriten geschmiedet, weil der Javanes keinen Kampo und keinen Gibeon hat.
Lediglich ab und zu n Kris und Schaudolch vom Oberboß, da hat man ein wönzig Bröckerl Meteisen reingerührt.
Nix Ying nix Yang - der ganze Tibetoplunder, diese Siegel, Klangschüsseln, da ist nix meteoritschs drin und war auch nie was drin, weil der Klerus in Tibet halt gar keine Mets gehabt hat. Mittlerweile schraubens ja schon die Mekong-Fakes auf Holzpodeste und verkaufens als Fetisch und alten Feng-Schui-Stein der Weisen.
Wie auch die Antiken Völker, die wenigen Dinger in Tempel gsteckt ham, und sich nicht in die Suppen gerührt oder aufs hirn gesetzt haben.
Und wie im europäischen, hysterischen Endzeitmittelalter ein meteorit, etwas fürchterliches gewesen ist, wie eben auch doppelte Regenbögen, Nebensonnen, Wüstenstaubregen. Ned umsonst sind die paar Mets aussem Mittelalter, von denen wir überlieferungen haben, üüübelst konnotiert.
Den Ensisheimer mußt man in der Kirch anketten, die Flugblätter sind voll mit kabbalistischen Zeichen und der Kaiser Max sollt den Stein als Zeichen nehmen, dem Franzmann aufs Maul zu geben; und im Elbogen, da sitzt der pöse pöse Graf von Vohburg drin durch einen Fluch (vielleicht will ihn darum keiner von mir koofn).

Und kosmische Energien und hergebracht, daß ich nicht lache!
Meteore, Kometen, Meteoriten das waren streng aristotelische Dinger. Das heißt aus der sublunaren Sphäre, vulgo Wetterphänomene - nix Weltall.
Kometen konnt erst der Tycho Brahe messen, daß die Himmelskörper sind und bis zu Chladni noch hat man sich bei Meteoriten damit beholfen, daß es Zusammenballungen atmosphärischer Dünste, Vulkanauswürflinge oder durch Blitzschlag erzeugte Klumpen sind.

Wode hinschaust kriegen die Esos ihr Forum für diese primitiven Bauernfängereien. In den Magazinen, im Farbfernsehn von Früh bis Spät und wennst auf eine Mineralienmesse gehst, da denkst Dir, bist jetzt im Kindergarten gelandet.

Also ehrlich, is schon a schand, was für naturwissenschaftl. Heiden wir mittlerweile geworden sind. Da warmer im Mittelalter weiter.
Einen jeden Blödsinn kann man mittlerweile verkaufen. Man erfinde dazu nur eine Tradition, einen Brauch, möglichst aus fernen Ländern, spicke ein paar nichtssagende Fachwörter rein, zitiere aussem Zauberbuch und fertig ist die Laube.
Ich glaub, man könnte sogar ein Kot-Orakel verkaufen, wo man aus der Lage der Fäkalien in der Schüssel....

Pardong.
Ich reg mich grad so auf, weil in der ferneren Bekanntschaft eine einen Campo-Anhänger wegen der Energien für 100 Schleifen angedreht bekommen hat
und das miiiiir !!
Dem Mettmann
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Re: Gönnen wir uns doch ein paar Tropfen !
« Antwort #4 am: September 08, 2007, 14:49:13 Nachmittag »
"Meteorite affects particularly the brain"
- die scheinen Ihr Zeug im Selbstversuch ausprobiert zu haben.

"The effect is immediate, as can be demonstrated by the instant change of brain wave patterns "

Das glaub ich gern, Nickel ist nämlich bisserl giftig. Frißt Nickel, wird einem schlecht und man bekommt Kopfschmerzen,
das kann man sicher auch im Enzephalogramm nachweisen.

Eher zum Verzehr geeignet wär die Vesta-Gruppe:  Eukrite, Diogenite, Howardite
- obwohl manchmal erwischt man auch nicht vollständig ausdifferenzierte, wo sich noch das ein oder andere Eisennickel-Körnlein findt.
Aber dafür sind die Esodrücker schon wieder zu geizig, da stimmt die Spanne nicht mehr so.

Also freßts lieber Mars und Mond, die sind unbedenklicher. Mars als Basalt mit ein bisserl Glas drin.
Naja und die Hochlandbrekzien vom Mond, das ist ja Feldspat.
Schmeckt ein bisserl lehmig. Therapeutischen Nutzen könnt ich mir höchstens vorstellen nen Eßlöffel Mondstaub bei heftigeren Magen-Darm-Sachen,
so wie manche da eben auch Lehm fressen, um die Säure zu neutralisieren, damits ned gar so zwickt.

Martina Schaeffer-Kuehnemann
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Re: Gönnen wir uns doch ein paar Tropfen !
« Antwort #5 am: September 08, 2007, 15:03:12 Nachmittag »
Hallo Martin,

wenn ich deine Beiträge  :super:  lese, weiß ich, daß es sich dafür bereits gelohnt hat das Thema auszugraben  :smile: .

 :winken:   MetGold   :alter:
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Re: Gönnen wir uns doch ein paar Tropfen !
« Antwort #6 am: September 08, 2007, 15:25:27 Nachmittag »
Nuja, der Goldlikör hat ja nix esoterischs an sich,
sondern wurd schon seit einem halben Jahrtausend als reine Gaudi gebraut.
Moment....

http://de.wikipedia.org/wiki/Danziger_Goldwasser

Wo wie grad beim Myth-Busten sind.
Man liest ja immer, der Tycho - apropos der wahre Begründer der neuzeitlichen Astrnomie und nicht Kopernik, Kepler oder Galilei -
habe eine goldene Nase gehabt.

Jeschichte der Prothetik...  freilich wars damals eine häufigere Verletzung durch Hieb- und Stichwaffen, daß man angelegentlich seiner Nase verlustig ging.
Dafür gabs eine eigene, hochangesehene Gruppe von Spezialisten, die Gesichtsprothesen angefertigt haben.
Besonders die südeuropäischen waren weithin berühmt, die die Kunst der Nasificatio beherrschten, die Nasenmacher.
Selbstredend hat man für die Nasen kein Gold hergenommen, sondern Silberlegierungen. Weil Silber leicht aseptisch, keimtötend wirkt - wesewgen auch die Chirurgenistrumente meist aus Silber waren.

Also wenn man in der Tein-Kirche zu Prag grübe, tät man die Nase vom Tycho nimmer finden.
Übrigens letztes Jahr ist der Schädel vom Copernicus in der Kathedrale von Frombork, da wo Meister Pilski wohnt, gefunden worden.

So... ich muß jetzt an den Dan Brown den Plot für sein nächstes Machwerk verkoofn: Tychos Nose.
Machmer später Kinofilm draus. Und hernach ein Musical.

Schüs


« Letzte Änderung: September 08, 2007, 15:44:12 Nachmittag von Mettmann »
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