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Autor Thema: Twannberg TW239, 77g mit TW-Buch und In-Situ-Fotos  (Gelesen 481 mal)

Offline ironsforever

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Twannberg TW239, 77g mit TW-Buch und In-Situ-Fotos
« am: November 14, 2017, 18:25:46 nachm. »
Hallo Forum,

heute möchte ich einem Leser dieses Forums die Gelegenheit geben, einen größeren Twannberg aus meiner Sammlung zu einem sehr fairen Preis zu ersteigern. Es handelt sich um TW239, der auch in der offiziellen Liste im TW-Buch zu finden ist (Der Twannberg-Eisenmeteorit, Funde 1984-2016, ISBN 978-3-033-05736-4).

Dass Twannberg eines der äußerst seltenen phosphorreichen IIG-Eisen ist, brauche ich hier im Forum sicher nicht weiter ausführen. Offiziell ist die Twannberg-Suche zwar noch nicht abgeschlossen, gleichwohl werden neue Funde immer seltener. Ich rechne nicht damit, dass sich neue Fundkomplexe neben dem Twannberg und dem Mont Sujet auftun. Auf dem Chasseral wurde meines Wissens bislang erfolglos gesucht und die Sucher konzentrieren sich auch heute wieder weitgehend auf die bereits bekannten und bereits mehr oder weniger abgesuchten Bereiche. Wohl dem Sammler, der bereits ein Stück in der Vitrine hat! Das „Fenster“ vom Twannberg wird sich aller Voraussicht bald wieder schließen.

Das Stück hat ein Gewicht von stolzen 77 g (offiziell 77,1g)! Die Fundkoordinaten sind 47°07.941’N und 7°08.337’E. Inklusive sind natürlich eine COA, die Rechte an den zugehörigen 4 In-situ-Lichtbildern, die als digitale Datei in >3.500 KB-Qualität geliefert werden, ein von mir signiertes Exemplar des o.g. Buches sowie ein Schweberahmen mit schwarzer Einfassung. Versicherter Versand ist ebenfalls inklusive. Darüber hinaus gehen 5% des erzielten Endpreises dieser Auktion als Spende an das Forum.

Also ein Rundum-Sorglos-Paket mit bester Dokumentation!

Zu den Fundumständen: Der Fundort von TW239 lag nur wenige Meter von einem Wanderweg entfernt. Das Fragment lag in ca. 45 cm vergleichsweise tief, denn die meisten Stücke dürften im Schnitt nicht tiefer als 20 cm gelegen haben. Ich fand TW239 am 18.11.2015 um 16.10 Uhr, als gerade zwei Wanderer mit Hund daher spazierten und mich beim Graben mit einem leicht vorwurfsvollen Unterton fragten, was ich denn da suche. Schnell waren sie über die Meteoritensuche in der Gegend aufgeklärt, und als ich ihnen glaubhaft versicherte, auch eine offizielle Grabungsgenehmigung zu besitzen, waren alle Zweifel schnell beseitigt und sie wurden Zeugen eines Fundes.

TW239 wurde vor über 2 Jahren seinem 220.000 Jahre alten irdischen „Grab“ entlockt, er ist 100% ungereinigt und seit der Bergung absolut stabil. Er trägt das offizielle Label des Naturhistorischen Museums Bern („TW239 AK“ – nur die frühen Stücke tragen neben der laufenden Nummer auch die Initialen des Finders), das mit Cementit fixiert ist (der glänzt etwas um die Klebestelle).

Die meisten von Euch wissen, dass Twannbergs zwischen mindestens 15 € (100% Rostknorzen, ohne Dokumentation) bis 45 € (feines Individual) per Gramm kosten, je nach Erhaltungsgrad. Rostknorzen bestehen zum größten Teil aus Shale mit wenig massivem Eisen, die feinen Individuale haben noch Fusionskruste und z.T. Fließlinien. Das hier angebotene Stück ist kein „AAA-Stück“, auf einer TW-Skale von 1 (frisch) bis 6 (verwittert) mag ich ihm eine ehrliche 3 geben. Denn es hat Charakter, ein schweres Handstück und man erkennt sogar die typischen Brüche entlang der Rhabditebenen. Es zeigt seit über 2 Jahren keine Anzeichen von aktuellen Rostproblemen und ist eine echte „Ansage“ mit einem Gewicht von 77g.

Ich starte diese Auktion mit einem Mindestgebot von nur 11,50 € im Gramm (= 885,50 €). Das Mindestgebot kann von Forenmitgliedern oder Lesern dieses Forums noch bis zum Sonntag, 26.11.2017, 20:00 Uhr, überboten werden (Gebote bitte hier im Forum oder (anonym) direkt an el_guanaco (at) web.de). Ich werde anonyme Gebote regelmäßig in diesem Thread - natürlich anonymisiert - bekannt geben. Bitte habt aber Verständnis, dass ich sie nicht in Echtzeit veröffentlichen kann. Gewinner ist derjenige, der bis zum Auktionsablauf das höchste Gebot abgibt. Der zeitliche Eingang der E-Mail bzw. des Gebots im Forum ist maßgeblich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ich garantiere für die Echtheit dieses Angebotes. Ich bin langjähriges Mitglied bei der Meteoritical Society und der I.M.C.A. (I.M.C.A. # 6161).

Gruß und viel Erfolg!
Andi :prostbier:
Metaphysik ist der Versuch, in einem verdunkelten Zimmer eine schwarze Katze zu fangen, die sich gar nicht darin befindet (Karl Valentin)

Offline ironsforever

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Re: Twannberg TW239, 77g mit TW-Buch und In-Situ-Fotos
« Antwort #1 am: November 14, 2017, 18:34:38 nachm. »
Hier noch 3 Bilder...

Gruß,
Andi :hut:
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Offline Wunderkammerad

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Re: Twannberg TW239, 77g mit TW-Buch und In-Situ-Fotos
« Antwort #2 am: November 14, 2017, 23:38:14 nachm. »
Ui, das ist für Twannbergverhältnisse, wo die durchschnittliche Masse der gefundenen Meteorite, glaube ich, so bei 20 bis 30 g liegt, schon ein veritabler Brocken.

Ich muss bekennen, dass Twannberg zunächst eher am Rande meines Interesses lag, die Stücke kamen so spontan nicht extrem aufregend rüber. Das sollte sich ändern. Als ich erfuhr, dass ein Winzer vom Bieler See in Kooperation mit den Suchern ein Fass Weisswein zusammen mit einem Twanni-Specimen ausgebaut hat, war mein Interesse natürlich geweckt ; - )  Erst recht, als ich das Glück hatte, vom Threaderöffner eine der Flaschen geschenkt zu bekommen (Andi, die harrt noch der gemeinsamen Leerung). Dazu kommt die äußerst rare Klasse und die faszinierende Tatsache, dass da in unseren Breiten ein Himmelseisen im Boden lag, > als 200.00 Jahre, in spektakulärer Landschaft zwischen Schweizer Jura und Alpen, und minimum einmal von Gletschern der Eiszeit überfahren (außer Mt. Sujet, war mir neu). Und dann kommt es aus der Erde, und die guten Exemplare sehen aus wie gerade gefallen!

Vor allem aber: als ich weiland in Ensisheim mich dem Stand der Herren Jost, Koppelt, Gren (hoffe keinen vergessen zu haben) näherte, war eine merkwürdige Spannung zu spüren. Die gesamte Stand-Besatzung war erfüllt von den gemeinsamen Such-Erlebnissen, die ja auch in der wunderbaren Berner Publikation sich manifestieren konnten. Das ist für mich in der Tat einer der bestdokumentierten Meteorite überhaupt, außerordentlich authentisch, zusätzlich geadelt durch die Ausstellung im Berner Naturhistorischen Museum. Und so kam schließlich auch ich zu meinem Twanni, genauer gesagt zu meinem TW 442, einem wunderbar frischen knapp 30 Grämmer von schöner Form, der seinen Ehrenplatz in der Vitrine erhalten hat, und an dem ich mich seither erfreue.


Offline Thin Section

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Re: Twannberg TW239, 77g mit TW-Buch und In-Situ-Fotos
« Antwort #3 am: November 14, 2017, 23:46:16 nachm. »
... so kam schließlich auch ich zu meinem Twanni, genauer gesagt zu meinem TW 442, einem wunderbar frischen knapp 30 Grämmer ...

Hallo M., herzlichen Glückwunsch zu Deinem "knapp 30 Grämmer"! Wie in der Dokumentation bestens festgehalten, einer der Funde von Andi mit einem Gewicht von 29.4 Gramm, gefunden am 3. April 2016!  :super:

Bernd  :winke:
(247553) Berndpauli = 2002 RV234

Das Ärgerlichste in dieser Welt ist, dass die Dummen todsicher und die Intelligenten voller Zweifel sind. (Bertrand Russell, britischer Philosoph und Mathematiker).

Offline Wunderkammerad

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Re: Twannberg TW239, 77g mit TW-Buch und In-Situ-Fotos
« Antwort #4 am: November 14, 2017, 23:48:29 nachm. »
Genau so ist es, Bernd. Danke!

Offline Andreas Gren

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Re: Twannberg TW239, 77g mit TW-Buch und In-Situ-Fotos
« Antwort #5 am: November 14, 2017, 23:48:50 nachm. »
....
Vor allem aber: als ich weiland in Ensisheim mich dem Stand der Herren Jost, Koppelt, Gren (hoffe keinen vergessen zu haben) näherte, war eine merkwürdige Spannung zu spüren. Die gesamte Stand-Besatzung war erfüllt von den gemeinsamen Such-Erlebnissen, die ja auch in der wunderbaren Berner Publikation sich manifestieren konnten. ....


Zuviel der Ehre,der Gren war nur Gast am Stand . da gehört definitv der Name Vassiliev anstatt meiner hin.
"Without deviation from the norm, progress is not possible."
- Frank Zappa -

Offline Wunderkammerad

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Re: Twannberg TW239, 77g mit TW-Buch und In-Situ-Fotos
« Antwort #6 am: November 14, 2017, 23:57:01 nachm. »
Sergey, natürlich, danke der Nachhilfe. Der hat ja offenbar das eine oder andere Superstück aus dem Boden geholt. Aber, Herr Gren: Gäste können durchaus zur kollektiven Spannung beitragen, zumal dann, wenn sie tatsächlich ja auch vor Ort tätig waren ^^ Zudem hat der Kollege Vassiliev offenbar das Metier gewechselt http://www.saatchigallery.com/artists/russian_tattoo.htm

Offline ironsforever

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Re: Twannberg TW239, 77g mit TW-Buch und In-Situ-Fotos
« Antwort #7 am: November 15, 2017, 07:20:42 vorm. »
Ui, das ist für Twannbergverhältnisse, wo die durchschnittliche Masse der gefundenen Meteorite, glaube ich, so bei 20 bis 30 g liegt, schon ein veritabler Brocken.

Du sagst es! Und aufgrund seines sehr hohen Gewichtes zum Volumen sollte dieses Stück nach meiner Einschätzung zu ca. 90% aus reinem Eisen bestehen.
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Offline gsac

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Re: Twannberg TW239, 77g mit TW-Buch und In-Situ-Fotos
« Antwort #8 am: November 15, 2017, 11:43:45 vorm. »
Sergey, natürlich, danke der Nachhilfe. Der hat ja offenbar das eine oder andere Superstück aus dem Boden geholt. Aber, Herr Gren: Gäste können durchaus zur kollektiven Spannung beitragen, zumal dann, wenn sie tatsächlich ja auch vor Ort tätig waren ^^ Zudem hat der Kollege Vassiliev offenbar das Metier gewechselt http://www.saatchigallery.com/artists/russian_tattoo.htm

:laughing:, der war jetzt gut! Wobei "unser" Sergei (aka Petrovich) natürlich sofort über jeden Verdacht erhaben ist, schon allein aufgrund seines (mutmaßlichen) Alters, und dann auch wieder ist unser zudem in Prag/Tschechien lebender Freund "Sergei Vassiliev" in Russland vermutlich ein Name mit einem Häufigkeitsgrad und Verbeitungsprofil wie hierzulande, mmh, nehmen wir mal ... Heinrich Müller ... ??? [hoffentlich gibt´s hier jetzt keinen Heinrich Müller im Forum, dann schon mal sorry, ist von mir nun wirklich nur, einer Augensblickslaune folgend, an den Haaren herbeigezogen!]

Das mit dem Twannberg-Eisen freut mich sehr für die Finder, und dass sie es hervorragend dokumentieren, ist auf jeden Fall ein :super: wert!

Ich habe meinem bescheidenen Eisenhaufen noch kein T-Eisen zuführen können, aber das ist auch ein bißchen meinem inzwischen fortgeschrittenen Rentneralter und einer gewissen Enge in meinen noch immer recht gut gefüllten Vitrinen geschuldet. Das von Sir ironsforever aka AK angebotene Stück wird sicher irgendwo ein respektables Plätzchen finden - versehen mit einer exzellenten Doku kann man einfach keinen besseren Sammlungszuwachs haben! Sollte bei Gelegenheit dann noch mal ein kleinfeines no-shale-Stückchen negotiable seyn, kann ich wenigstens mal einen Zeigefinger (nur sehr leicht) hoch halten, ohne hiermit aber einen Schwur abzuliefern.

:hut: Alex

Offline ironsforever

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Re: Twannberg TW239, 77g mit TW-Buch und In-Situ-Fotos
« Antwort #9 am: November 15, 2017, 13:16:08 nachm. »
Zitat
(Andi, die harrt noch der gemeinsamen Leerung)

@ Wunderkammerad: Gerne doch. Muss aber erst noch ein bisserl reifen, der gute Tropfen. War übrigens auch mal ganz interessant, denn die im Weinfass versenkte TW-Masse war nach diesem Barrique-Ausbau dick überzogen mit Weinstein. Nicht nur die Sammler scheinen sich zum Twannberg hingezogen... :einaugeblinzel:

Gruß
Andi
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Offline ironsforever

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Re: Twannberg TW239, 77g mit TW-Buch und In-Situ-Fotos
« Antwort #10 am: November 20, 2017, 08:07:01 vorm. »
Die Zeit läuft...

Das Paket kommt auf jeden Fall noch rechtzeitig vor Weihnachten beim Gewinner an! :w-gesch:

Gruß
Andi

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Offline Met1998

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Re: Twannberg TW239, 77g mit TW-Buch und In-Situ-Fotos
« Antwort #11 am: November 20, 2017, 09:40:27 vorm. »
Moin Andi,
ist Bild k-TW239_in situ.JPG (Antwort #2) tatsächlich ein Foto von der „Buddelstelle“ (Einschlgagstiefe)?
Warum?:
Ich sammle solche Fotos von Einschlags-/Fundtiefen!

Gruß Met1998  :hut:
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Offline ironsforever

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Re: Twannberg TW239, 77g mit TW-Buch und In-Situ-Fotos
« Antwort #12 am: November 20, 2017, 14:53:23 nachm. »
Hallo Met1998,

das Foto ist ein In-Situ-Foto, d.h. es wurde unmittelbar nach dem Fund des Meteoritenfragments angefertigt. Das Foto repräsentiert den genauen Fundort, aber sicher nicht die "Einschlagtiefe" dieses Fragments.

Exkurs: Leider gelingt fast nie ein Bild in ungestörter Originallage des Fundes, denn irgendwann hängt das (erdfarbene) Stück entweder am Magneten oder liegt im Aushub auf der Schaufel. Dazu müsste man jeden Fund zeitraubend mit dem Pinsel ausgraben. So auch in diesem Fall: Das Stück hing irgendwann am Magneten, worauf ich es wieder in das Loch zurück legte und die Koordinaten aufnahm.

Der Meteorit Twannberg fiel vor ca. 200.000 - 220.000 Jahren. In solch langen Zeiträumen passiert viel Erosion und Bodenverlagerung und der Fundort bzw. die Fundtiefe entspricht sicher nicht mehr der Situation unmittelbar nach dem Fall. Es liegt nahe, dass dieses Fragment erst durch natürliche Bodenveränderungen in tiefere Schichten gelangte. Die Stücke vom Mont Sujet befinden sich zwar nach Erkenntnissen von Dr. Beda Hofmann weitgehend noch mehr oder weniger an der Stelle, wo sie vor 200.000 Jahren fielen, weil die beiden Eiszeiten-Gletscher dieses Niveau nicht mehr erreichten. Gleichwohl muss der Fundort auf dem Mont Sujet auch nicht immer zu 100% auch der Ort der damaligen "Landung" sein.

Ganz im Gegensatz dazu wurden die Stücken des Fundkomplex Twannberg durch Gletscherbewegungen im Rahmen der Eiszeiten sogar mehrere Kilometer weit aus südwestlicher Richtung erst dorthin transportiert und schließlich am Twannberg abgelagert.

Ein weiterer Grund, warum dieses Stück sicher nicht 45 cm tief in den Boden eindrang: Stücke mit einem Gewicht von 77g sollten aufgrund der Bremswirkung des Atmosphärenfluges nur noch mit normaler Fallgeschwindigkeit landen, d.h. ein Krater entsteht schon aufgrund der geringen kinetischen Energie nicht.

Gruß
Andi :hut:



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Offline Met1998

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Re: Twannberg TW239, 77g mit TW-Buch und In-Situ-Fotos
« Antwort #13 am: November 20, 2017, 15:58:19 nachm. »
Bodenveränderungen seit ca. 200.000 - 220.000 Jahren und kinetische Energie
(Passt zwar nicht ganz zu deinem Verkauf)

Hallo Andi,
danke für deinen interessanten Exkurs!  :super:
Zitat
...77g sollten aufgrund der Bremswirkung des Atmosphärenfluges nur noch mit normaler Fallgeschwindigkeit landen,
d.h. ein Krater entsteht schon aufgrund der geringen kinetischen Energie nicht.

So etwas dachte ich mir schon, denn auch APE schrieb mir etwas Ähnliches!

Ich hatte nämlich mal mit einem Katapult (Futterschleuder beim Angeln) einen mittelschweren Granatsplitter,
von meinen Dachfenster (8 m) aus, auf den Rasen und in ein Beet im Garten geschossen.

Da es auch Granat-/Bombensplitter in Bäumen gibt (Sägewerk), wollte ich mal sehen wie tief der eindringt:nixweiss:
Im Rasen guckte das Teil zur Hälfte raus, und in der Beet-Muttererde war das Stück mit einem minimalen Krater zu sehen.
Boilis (Metall) schieße ich ansonsten ca. 100 m weit, also ganz schön Energie hinter der Futterschleuder.

Verkaufserfolg wünscht

Ehrfried  :winke:
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