Autor Thema: Goldwaschen im heimischen Garten  (Gelesen 19744 mal)

Steinesammler

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Re: Goldwaschen im heimischen Garten
« Antwort #30 am: November 05, 2007, 14:02:18 Nachmittag »
Hallo Lutz,

Gratulation! Feine Nuggets!  :super:
Das auf Bild 1 sieht aus wie eine Kartoffel...

Jens

Offline Aurum

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Re: Goldwaschen im heimischen Garten
« Antwort #31 am: November 05, 2007, 14:05:34 Nachmittag »
Stimmt Jens ,

war auch zufall das ich es entdeckt habe , es war über und über mit Eisen bedeckt , an einer winzigen Stelle konnte ich unter der Lupe so was wie Gold erkennen .
Darauf hin habe ich angefangen mit einer Stahlnadel zu kratzen und das ist dabei herausgekommen  :wow:

Für mich steht fest ohne Lupe gehe ich nicht mehr Goldwaschen .

Bis dann Lutz  :winke:
Aller Anfang ist schwer !!

Alfred

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Re: Goldwaschen im heimischen Garten
« Antwort #32 am: November 06, 2007, 15:50:11 Nachmittag »
Hallo

Ihr findet aber richtig TOLLE NUGGETS in Thüringen. Ich muss dennoch nachfragen: hast Du das Gold alles selbst gewaschen oder stammt es alles aus dem gekauftem Konzentrat?
Ich war nun schon oft im Thüringer Schiefergebirge unterwegs - aber solche Funde - Fehlanzeige! An der Schwarza ist das Goldwaschen, wie ich finde, zu stark reglementiert. Man ist immer von Terminen der sogenannten "Profis" abhängig - ich bin auch schon von Leipzig völlig umsonst ins Schwarzatal gefahren, am angekündigten Treffpunkt war kein Mensch! Also habe ich die Wathose wieder ausgezogen und mir einen Bach außerhalb des Schutzgebietes gesucht - nicht umsonst aber völlig Kostenlos. Es haben sich auch nette Gespräche mit Wanderern und sogar mit einem Waldbesitzer ergeben. Der Waldbesitzer hat sich einige Tage später sogar am Telefon bei mir gemeldet und bat mich ob ich ihm nicht günstig eine Schleuse besorgen kann.
Übrigens Aurum, es lohnt sich immer das Konzentrat aus der Pfanne im trockenen Zustand mit einer Lupe durchzusehen - einige Hämatitstücke mit Gold sowie vergoldete Messingschrauben habe ich so noch gefunden.

Grüßli - Alfred

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Re: Goldwaschen im heimischen Garten
« Antwort #33 am: November 06, 2007, 16:38:07 Nachmittag »
Hallo Alfred,

die meisten Goldflitter, die wir aus der Schwarza holen sind zwischen 0,1 und 2 mm groß, größere sind schon eine Seltenheit, außer man bekommt Konzentrat aus den sogenannten Goldfallen oder Studeltöpfen, die aber keiner verrät. Ich kenne auch keine.  :crying:

 :j-gold:   MetGold   :alter:
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Steinesammler

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Re: Goldwaschen im heimischen Garten
« Antwort #34 am: November 06, 2007, 18:21:23 Nachmittag »
Hallo Alfred,

stimmt schon, was der Peter sagt. Mit den erlaubten Mitteln, und die sind spez. im Schwarzatal nun mal die Waschpfanne, eine Handschaufel, Sieb und Eimer, findet man nur selten ein grösseres Stück. Über den Sinn bzw. Unsinn solcher Verordnungen wurde hier im Forum schon zur genüge diskutiert (siehe ältere Beiträge).
Es gibt in Thüringen übrigens einige alternative Gewässer wo man Goldwaschen kann ohne dass gleich mit dem Zeigefinger des Gesetzes rumgefuchtelt wird...
Aber die Schwarza ist halt DER GOLDFLUSS in Thüringen.
Wenn du interesse hast, dann kann ich dir gern eine Liste mit entspr. Literatur erstellen. Einiges davon wurde auch schon ins Forum gestellt. Hast du Zugang zur Leipziger Unibibliothek Albertina, die haben ne Menge Schmankerl in ihren Regalen stehen.

oder...

Du machst es wie unsere Vorfahren und schnitzt dir eine Rinne, selbstverständlich von glücklichen, unbehandeltem Eichenholz aus Bodenhaltung und stellst dich bei Sonnenschein, wenn andere ihre Bäuche in die Sonne hängen, an den Goldführenden Fluss XXX. Dann musst du nur einige Kubikmeter Sediment durcharbeiten und hoffen dass du das Glück auf deiner Seite hast. --> Vorher noch schnell einen Vollbart wachsen lassen damit man dich später auf den Fotos nicht erkennt   :laughing:

Glück Auf!
Jens

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Re: Goldwaschen im heimischen Garten
« Antwort #35 am: November 06, 2007, 18:25:52 Nachmittag »
He, das ist doch unser Richard auf dem Bild!  :super:  Aus welchem Jahre ist den das? Er sieht aus wie immer. :friede:

 :winken:   MetGold   :alter:
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Steinesammler

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Re: Goldwaschen im heimischen Garten
« Antwort #36 am: November 06, 2007, 18:30:29 Nachmittag »
1807 würd ich sagen ...  oder war es doch 2007 ?   :nixweiss:  :einaugeblinzel:

Und? Fluss erkannt?

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Re: Goldwaschen im heimischen Garten
« Antwort #37 am: November 06, 2007, 18:35:31 Nachmittag »
   
Jo,  :fluester: rechts unten die Steine unter Wasser kommen mir arg bekannt vor !!! 

 :winken:   MetGold   :alter:
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Steinesammler

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Re: Goldwaschen im heimischen Garten
« Antwort #38 am: November 06, 2007, 18:52:05 Nachmittag »
Aus dem Gold dieses Flusses wurden angeblich sogar Münzen geprägt...

Offline Aurum

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Re: Goldwaschen im heimischen Garten
« Antwort #39 am: November 06, 2007, 20:25:54 Nachmittag »
Hallo Alfred ,

Das mit der Lupe kann ich nur bestätigen , ich habe den Sand nun schon drei mal durchgewaschen.
Beim ersten male nach sichbaren grossen Flittern , beim Zweiten male bin ich auf die Suchen nach den Kleinen Flittern gegangen und nun gehe ich ihn nochmal mit der Lupe durch .
Auch hier erlebe ich immer wieder überraschungen , wie schon geschrieben , eine Lupe sollte man immer mit nehmen , es loht sich immer .

Bis dann Lutz  :winke:

P.s. ich freue mich schon auf das kommende Jahr dann geht es wieder ans Wasser  :wow:
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Steinesammler

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Re: Goldwaschen im heimischen Garten
« Antwort #40 am: November 06, 2007, 21:30:21 Nachmittag »
Hey Lutz,

da haste dir ja was vorgenommen!! Wieviel Kilo Sediment hast du noch? Und welche Vergrößerung hat deine Lupe?
Das werden laaaaaaaange Winterabende am Kamin  :super:

Grüße
Jens

PS. keine Idee welcher Fluss das ist?

Alfred

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Re: Goldwaschen im heimischen Garten
« Antwort #41 am: November 06, 2007, 22:16:28 Nachmittag »
Hallo.

den oben abgebildeten Herren kenne ich aus dem Schwartzathal. Er ist doch auch ein Goldwäscher aus Thüringen. Das Problem mit den Naturschützern haben wir auch bei uns in der Schweiz auch. Nur bei uns verraten sich die Eidgenossen nicht untereinander.
Steinesammler, einen Zugang für die Bibliothek habe ich noch nicht, aber wenn Du sagst dass es sich lohnt? Über Literaturhinweise in diese Richtung würde ich mich freuen. Aktuelle Bücher oder Zeitschriftenartikel über das Gold in Thüringen oder Sachsen gibt es nicht zufällig? In dem Goldmuseum wo ich mit Familie vergangenes Jahr war gab es ein Buch über die Goldvorkommen in Thüringen. Aber 30 Euro fand ich dann doch etwas teuer. Oder gibt es auch Online etwas zum lesen? Wie gesagt bin ich noch nicht so lange in Deutschland und beim Surfen jedesmal die Straßenkarte einsehen ist dann schon etwas anstrengend für mich.
Der Fluss ist doch nicht die Schwartza - ist es die Werra - da wurde doch früher auch Gold gewaschen.
Lutz, hast Du auch schon vergoldete Metallteile beim Goldwaschen gefunden?

Grüßli - Alfred

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Re: Goldwaschen im heimischen Garten
« Antwort #42 am: November 06, 2007, 22:30:31 Nachmittag »
Hallo Alfred,

schau mal hier in einen Bericht von uns, kürzlich wurde da was interessantes gefunden:

http://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=1164.30

 :j-gold:  MetGold   :alter:
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Alfred

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Re: Goldwaschen im heimischen Garten
« Antwort #43 am: November 06, 2007, 22:45:09 Nachmittag »
Ja, schöne Fotos. Die "Alten Hasen" unter den Goldwäschern behaupten doch aber immer daß so eine Vergoldung in der Natur viele Jahrzehnte dauert. Aber ich habe schon eine Elektroschraube aus Kupfer und einen Winkel von einem Heizungsrohr mit Vergoldungen gefunden. Aber solche Kupferrohre oder diese Winkel kamen doch erst nach dem Mauerfall in den "Osten".  Gibt es in dieser Richtung auch etwas zum lesen?

Grüßli - Alfred

Steinesammler

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Re: Goldwaschen im heimischen Garten
« Antwort #44 am: November 07, 2007, 01:06:55 Vormittag »
Alfred,

Du meinst sicher Schades schlaues Buch "Gold in Thüringen"? 
Es ist so an sich O.K. es steckt bestimmt eine Menge Arbeit drin, Aber:
1. es kostet zum Neupreis 29,- Eumel, das ist für dieses Werk einfach zu teuer
2. von jedem Punkt an denen Proben genommen wurden sind die Goldflitter bzw. Schwerminerale abgebildet - schöne Fotos - nur es fehlt der Maßstab  :eek:
3. Es fehlt ein Alphabetisches Verzeichnis der beprobten Gewässer  :eek:
4. keine gscheiten Übersichtskarten
5. die Schadsche Theorie zur Entstehung unserer Goldvorkommen ist verdammt grau... sprich sie wird nicht wirklich logisch erklärt.

Falls wir uns am Samstag treffen und ich daran denke bringe ich das Buch mit. Den Rest besprechen wir lieber Persönlich
Wenn du es kaufen möchtest, dann schau ab und an bei ebay rein, dort kostet es gebraucht so um die 5 Eus.

Übrigens dauert die Vergoldung von Metallteilen keine Jahrzehnte. Ich habe auch schon eine Messingschraube (Kreuzschlitz) mit Goldfünkchen gefunden, solche Schrauben kamen erst nach der "Wende" in unsere Flüsse. Wenn ich wüsste wo ich sie hinverlegt habe würde ich mal ein Bild machen - aber Mr. Digger hat sie schon gesehen.

Nach Literatur kannst du hier stöbern: http://steinesammler.redio.de/montan_db/ausgabe.php?rubrik=0&sv=4&gw=1&taz=20&search=Gold
es sind aber erst ca. 75 % aller Literaturhinweise erfasst. Neue Datensätze müssten eingepflegt werden, und ein Backend für eine ordentliche Datenbank müsste ich auch mal schreiben und die DB sowieso komplett neu ...
Wenn ich keine neuen Register eröffne wird sie auch noch eine Weile so stabil laufen.

bis später,
Jens

Keiner eine Ahnung welcher Fluss gemeint ist? (in der Münze steckt die Antwort   :fluester:)

 

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