Autor Thema: Keiner weiß, wo er jetzt ist Erbin bekommt Riesen-Meteorit zurück  (Gelesen 1613 mal)

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Dsds

Offline ironsforever

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Re: Keiner weiß, wo er jetzt ist Erbin bekommt Riesen-Meteorit zurück
« Antwort #1 am: Oktober 21, 2018, 19:05:13 Nachmittag »
Hallo,

und schon schreit wieder einer aus der Fraktion der Möchtegern-Enteigner nach einer "gesetzlichen Regelung für den Umgang mit solchen Gesteinen". :bid:

Gruß
Andi


Offline Thin Section

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Re: Keiner weiß, wo er jetzt ist Erbin bekommt Riesen-Meteorit zurück
« Antwort #2 am: Oktober 21, 2018, 19:26:10 Nachmittag »
HSU W. et al. (1997) Mineralogy and chemical compositions of Colomera (IIE) silicate inclusions (Meteoritics 32-4, 1997, A061):

Irons of groups IAB and IIE  contain silicate inclusions.  In  IAB irons, these inclusions
are basically chondritic, but in IIE they vary from chondritic to  highly differentiated.

Bernd  :winke:
(247553) Berndpauli = 2002 RV234

Das Ärgerlichste in dieser Welt ist, dass die Dummen todsicher und die Intelligenten voller Zweifel sind. (Bertrand Russell, britischer Philosoph und Mathematiker).

Offline Mettmann

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Re: Keiner weiß, wo er jetzt ist Erbin bekommt Riesen-Meteorit zurück
« Antwort #3 am: Oktober 24, 2018, 21:04:09 Nachmittag »
Gell, immer diese Eierkopfschnellschüsse
und dieses absonderliche Verhältnis zu den Selbstverständlichkeiten des Eigentumsrechts und Privatbesitzes.

Las Meninas hat auch einmal jemand gehört. Den spanischen Königinnen und Kenichten, Habsburgern und Bourbonen. Ich fux mich da nicht rein, vielleicht bis zur ersten Republik und wenn dies ins Kaufhaus getan hätten, ihre Sache.
Und soll der gute Garcia Guinea mal ganz fein still sein, gabs den in der Kolonialgeschichte ein goldgierigeres, grausamer ausbeuterisches, kulturraubenderes Völkchen als die Spanier? Grad jetzt, wo es immer peinlicher wird und der Nimbus der abendländischen moralischen Überlegenheit dahinbröselt in den pressanten Fragen der Restitution? (Siehe bspw. die Beninbronzen gestohlen nach Strafexpeditionsmassaker, wo - man fasst es nicht, die Europäer jetzt den Afrikanern ein Museum bauen wollen, wo sie ihre Raubkunst dann als Leihgabe den Eigentümern hintun...schandeschandeschande!)

Und bei allem Respekt, ein ungewaltiger IIE ist für die Meteoritenkunde wahrlich kaum so bedeutend, wie Las Meninas für die Geschichte der Malerei!
Historisch sind für die Spanier sicher die vormodernen Valencia und Sena bedeutender, vom Material her Barea, Roda, Lapice, Quesa mindestens so interessant, und größter spanischer Fund isser auch nicht.

Uuuund v.a. der Velazquez im Kaufhaus würd eine dreistellige Millionensumme kosten, ein dümmlicher Vergleich also.
Also was hat er, jetzt hat ein Gericht schon einen sehr mäßigen Wert festgesetzt,
wenn der Colomera angeblich so ungeheuer bedeutend ist,
ja dann bietets der Familie halt entsprechend 200.000 für den Rest und kaufts erm einfach, statt zipheklodscharisch rumzuheulen.
Is doch ka Sach.

Und ich schau jetzt nicht nach, was die spanischen Unis sonst so raushaun, und was so ein Geolog den Staate (Arbeitsplatz, Sozialversicherung, Pangsionsvorsorgeanteil ect.) im Jahr koscht.
Da hats schon Bahnsteigerhöhungen oder Bushäusl gem, die mehr als der Colomera koscht ham....

..aber der Herr ist halt wohl eher nicht vom meteorischen Fach.

 :prostbier:
Ma

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Offline ironsforever

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Re: Keiner weiß, wo er jetzt ist Erbin bekommt Riesen-Meteorit zurück
« Antwort #4 am: Oktober 24, 2018, 21:59:09 Nachmittag »
Zitat
..aber der Herr ist halt wohl eher nicht vom meteorischen Fach.

Nein, denn dann wüsste er, dass das kulturloseste Ding, das man sich auf Erden vorstellen kann, nicht nur deshalb spanisches Kulturgut wird, weil es zufällig spanischen Boden berührte.

Diese Geschichte erinnert mich stark an die Mettmann´sche Reliquienhose, in deren Hosentasch sich vor ca. 10 Jahren ein sehr bedeutender Meteorit befand. Für 1 Gramm dieser Berührungsreliquie in Form der beigen Cordhose bot ich damals 15 €. Leider wollte Mettmann seine Hose nicht scheibeln, weshalb der Ankauf scheiterte.

Da Colomera spanischen Boden berührte, plädiere ich dafür - in Anlehnung an Guineas Argumentation - Spanien zu scheibeln und dem Sammlermarkt bzw. den Museen der Welt zuzuführen! Ich würde mir gerne ein Stück davon in die Sammlung stellen. :wow:
« Letzte Änderung: Oktober 24, 2018, 22:15:40 Nachmittag von ironsforever »

Offline Wunderkammerad

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Re: Keiner weiß, wo er jetzt ist Erbin bekommt Riesen-Meteorit zurück
« Antwort #5 am: Oktober 24, 2018, 23:50:41 Nachmittag »
Der Vergleich ist garnet mal so schlecht. 12 rundumpolierte Chingas in kubischem Raum angeordnet, dazwischen paar spanisch-historisch kostümierte Legofiguren, und hallo, da isser: der Meninas-Effekt. Chinga, Menina, manches reimt sich halt. Und Vertigohel hilft immer.


 

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