Autor Thema: 2020er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste  (Gelesen 15310 mal)

Offline Eckard

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Re: 2020er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste
« Antwort #180 am: November 28, 2021, 12:27:47 Nachmittag »
Ja, ja, lieber Ehrfried,

Strandsteinesuchen ist zwar vergnüglich aber kein Spaziergang, zumal dann nicht, wenn man sich mit vielen Steinen abschleppt. Vor ein paar Jahren habe ich es ja noch getan, aber ich bin nun keine 80 mehr. :laughing:

Deine drei Fotos sprechen für sich, und ich kenne ähnliche Orte. Nur so hohe Abbrüche gab es auf meinen Wegen nicht. Und einen Meter tief buddeln?  :neenee:, viel zu sehr zeit- und kraftaufwendig. Nimm, was oben liegt. Die See wird den Sand und alles, was dieser verbirgrt, schon umwälzen. Dann hat vielleicht mal ein anderer das Glück und findet einen Schatz; und freut sich. :super:

12 Kilometer habe ich mir nie vorgenommen. Wenn man die in einem Zug (vielleicht auch in zweien) abklappert, dann läuft man doch Gefahr, so manchen interessanten oder gar schönen Stein zu übersehen. So schnell kann ich nicht (mehr?) gucken. :imsorry:

Deine Bilder bringen Farbe ins Forum :super:, darum zeige ruhig weitere. Ich sehe mir zwar auch sehr gerne die Fotos der eher etwas dunlen Meteoriten an, weil jeder einzelne von diesen Interessantes birgt; zumindest für mich. Ich kann die Freunde dieser Schätze aus dem All gut verstehen und teile deren Freude an ihnen. Aber, vielleicht etwas übertrieben ausgedrückt, ich liebe die kristallinen Brocken von unserer guten alten Erde mehr; selbst dann, wenn sie nicht 'schön' sind. Aber Ästhetik empfindet sicher mancher ein wenig anders als ich.

Hier hat der Winter seinen ersten Versuch gestartet. MIr wäre es recht, wenn es dabei bliebe. Inzwischen verschwindet die weiße Masse wieder. Ich brauche sie nicht.

Carpe diem. Suche Bildchen raus, die Du uns hier zeigen wirst. Ich bin sicher nicht der einzige, der sich über sie freuen wird.

Besten Gruß in die Nieder-Lausitz
 :winke:
Eckard
Ein Stein ist nicht allein nur Stein, ein Stein der kann erzählen.

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Re: 2021er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste
« Antwort #181 am: November 28, 2021, 13:33:02 Nachmittag »
Lieber Eckard,
bei so viel „Honig“ :einaugeblinzel: zeige ich doch gleich noch drei schöne Granite.
Ohne Wertung und Verortung, und außerhalb von Freitag! :wow:

Nur mal so zum Gucken, zur Freude für den, der keine 80 mehr ist! :unfassbar:

Gruß Ehrfried :winke:
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Re: 2021er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste
« Antwort #182 am: Dezember 03, 2021, 08:41:14 Vormittag »
Moin,
ob den Falschen liegen gelassen oder den Falschen mitgenommen, merkt man immer erst im Nachhinein.

Warum dieser 7 cm Granit mit großen, rosafarbenen Feldspäten in die Lausitz gewandert ist? :gruebel:
Vermutlich weil er sich von den unten gezeigten grauen, schwarzen, dunkelroten Strand-Mäusen“ und reichlich hellen Feuersteinen farblich etwas abhob.

Wenn ich den aufschneiden lasse, ist auch nicht mehr zu sehen, also bleibt er wie er ist.

Ehrfried  :hut:
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Re: 2021er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste
« Antwort #183 am: Dezember 10, 2021, 09:19:42 Vormittag »
Heute ein 6 cm, grobkörniger Smaland Granit, (evtl. Siljan-Granit) :gruebel:
Auf der Oberfläche gelblicher und kräftig roter Alkalifeldspat, sowie große, graue, begrenzte und transparent Quarze.

Oder doch eher ein „Bunter Växjö-Granit“? :gruebel:

Auf der Schnittfläche geht das Gelbliche mehr in cremfarben über.

Gruß Ehrfried :hut:
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Re: 2021er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste
« Antwort #184 am: Dezember 17, 2021, 08:34:59 Vormittag »
Moin, :hut:
10 cm Smaland Granit, aber von welcher Örtlichkeit? :gruebel:

Der hier wurde aber nicht geschnitten und poliert, er liegt noch am Strand, hat aber große Ähnlichkeit mit dem Stück der vorigen Woche.
- Große ziegelrote Kalifeldspäte, teils Karlsbader Zwillinge.
- Grundmasse mörtelartig aus grauem Quarz, Biotit, Titanit und hellem Kfs:
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=10814.msg131858#msg131858

Kränze oder Schnüre aus klarem, dunklem Quarz um die großen Feldspäte, sind aber bei allen hier gezeigten Stücken nicht zu erkennen!

Växjö Granit, Götemar- oder Öland-Granit (Jungfrun-Granit), oder wieder ein Stein - besser ohne Ortsnamen !?
Einfach nur Smaland Granit. :gruebel:

Der "Steinfried"
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Re: 2021er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste
« Antwort #185 am: Dezember 31, 2021, 09:07:23 Vormittag »
Großer,  schwarzer „Meteorit“ mit weißer Kruste:
Zum Jahresabschluß noch ein gut getarnter 15 cm Feuerstein, eben ein „Echtes Fleckvieh“ :laughing:

Die weiße-graue Kruste auf der Oberfläche ist kein Schnee, sondern bildet sich durch den Verlust von Kristallwasser.
Die Farbenvielfalt der Feuersteine wird nach Dietrich Ludwig Karsten durch Beimengungen organischen Materials oder mineralische Komponenten bestimmt.

Besonders in der Lausitz findet man dieses Sedimentgestein in vielen Farben. :wow:
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=11758.msg140951#msg140951
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=12111.msg144436#msg144436

Guten Rutsch in 2022
wünscht der „Steinfried“  :si06:
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Re: 2021er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste
« Antwort #186 am: Januar 07, 2022, 09:00:02 Vormittag »
Nur ne „Graue Maus“.
Von grauen Steinen wimmelt es am Ostseestrand  - wenn sie trocken sind!
Aber dieser 5 cm grau-blaue Gneis, mit stark ausgeprägtem Parallelgefüge, bleibt auch nass grau. :wow:

Ob der nun aus der Tiefe kam (Orthogneis) oder mal ein Sedimentgestein war (Paragneis), wer weiß?
Das Gefüge besteht aus hellen und dunklen Lagen. Von Schieferung würde ich hier nicht sprechen?

Der "Steinfried"
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Re: 2021er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste
« Antwort #187 am: Januar 14, 2022, 08:59:17 Vormittag »
Heute ein bekannter 7 cm Ringquarzporphyr (Åland).
Die Art lichte ich nur noch ab, davon habe ich hier schon einige gezeigt, wie diesen 15 cm Brocken von 2018.

Bei dem 7 cm Stück von heute fiel der große, funkelnde Quarz (Mitte-unten) aber schon von weitem auf.
Den schwarzen Saum drum herum kann man nur im Labor als Hornblende bestimmen.

Das umrandete Stück ausschneiden und einen „Brilliant-Ring“ daraus machen. :laughing:
Auch viele winzige Quarze waren in der körnigen Grundmasse zu sehen.

Da haben wir hier in der Lausitz aber größere und schönere Quarz-Stücke. :wow:
Ein frischer Bruch war bei dem 5 cm Quarz die falsche Option.
Trommeln des ganzen Stückes hätte durch die Lichtbrechung in der trigonalen Symmetrie ein funkelndes Objekt erzeugt.
Gruß Ehrfried :hut:
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