Autor Thema: Mal was neues von der Küste  (Gelesen 7894 mal)

Offline Sprotte

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Re: Mal was neues von der Küste
« Antwort #75 am: September 28, 2021, 10:05:54 Vormittag »
Hallo Alexander,

das Ergebnis der Säurebehandlung ist schon ein starkes Indiz dafür, dass es sich tatsächlich um Särnait handeln könnte.

Aber das neue Geschiebe ist aber auch sehr interessant. :super: Ein Granophyr mit wunderschönen Sphärolithen (das Geschiebe stammt sicher aus einem der Rapakiwi-Massive).

Viele Grüße
Sprotte

Offline Met1998

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Re: Mal was neues von der Küste
« Antwort #76 am: September 28, 2021, 14:58:54 Nachmittag »
Hallo Alex,
ein schöner Eigenfund mit gut sichtbaren radial strahlig-büscheligen, garbenförmigen Mineral (Sphärolith)
Ein seltenes Stück in fast 6 cm Größe. :super:

Vor längerer Zeit grübelte ich noch wie so etwas wohl im Gestein aussehen mag.  :gruebel:

Gruß Ehrfried
aus der Niederlausitz  :hut:
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Offline Jedensteinaufheber

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Re: Mal was neues von der Küste
« Antwort #77 am: November 07, 2021, 16:53:12 Nachmittag »
Hallo Marc,

jetzt hab ich es endlich mal geschafft ein paar Fotos von meinen Varberg-Charnokiten zu machen, die ich letztes mal auf Fehmarn gefunden habe.
Das sind zwei unterschiedliche Typen. Einmal der deformierte aus Staberhuk mit relativ fein verteiltem Granat, wie ich denke der typische Vertreter des Charnokites.
Dann kam 2 Tage später noch ein undeformierter mit recht großen Granaten aus Klausdorf dazu.

Viele Grüße
Alexander
« Letzte Änderung: November 07, 2021, 17:08:22 Nachmittag von Jedensteinaufheber »
Möge das Eis mit Euch sein.

Offline Jedensteinaufheber

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Re: Mal was neues von der Küste
« Antwort #78 am: November 07, 2021, 16:54:38 Nachmittag »
und der 2te...
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Offline karlov

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Re: Mal was neues von der Küste
« Antwort #79 am: November 08, 2021, 09:58:07 Vormittag »
Moin Alex,

kleine bis winzige Granat-Körnchen und enthaltner Magnetit sind denke ich - neben den anderen äußerlichen Merkmalen - ausreichende Hinweise auf einen Charnockit. Orthopyroxen wird man von Hand in der Regel sowieso nicht bestimmen bzw. von anderen dunklen Mineralen unterscheiden können. Schöne Funde! Vor allem der zweite, undeformierte. Mit so großen Granaten habe ich das Gestein auch noch nicht gesehen. So etwas kenne ich nicht von Anstehendproben aus Varberg!

 :winke:
karlov

Offline Jedensteinaufheber

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Re: Mal was neues von der Küste
« Antwort #80 am: November 08, 2021, 12:17:53 Nachmittag »
En guude Marc,

ich hatte ihn ja in Wankendorf mit dabei und nur auf Grund von Platzmangel bzw. Bruchgefahr des Tisches nicht mit ausgepackt. :einaugeblinzel:

Viele Grüße
Alexander
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Offline Jedensteinaufheber

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Re: Mal was neues von der Küste
« Antwort #81 am: November 08, 2021, 21:41:08 Nachmittag »
Hallöchen, :hut:

so für Heute hab ich noch was sehr hübsches, laut meiner Bestimmung müsste es ein Olivingabbro sein.
Der Fundort ist Westermarkelsdorf/Fehmarn. Was auffällt ist die hohe Dichte des Gesteins die bei 2,96 liegt.
Jetzt mal ne Frage könnte es sein das der Olivin serpentinisiert ist ?

Viele Grüße
Alexander
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Offline karlov

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Re: Mal was neues von der Küste
« Antwort #82 am: November 19, 2021, 08:44:05 Vormittag »
Moin,
ist so eine Sache mit dem serpentisierten Olivin. Im Geschiebetyp der "coronitischen Olivingabbros", von denen ich bisher ca. 15 Stück gefunden habe, ist auf vielen Bruchflächen im Inneren der Kerne nur eine dunkelgraue und feinkörnige Masse erkennbar. Bei starker Vergrößerung stechen hier manchmal einige grüne Körnchen heraus. Dass es sich um Alterationsprodukte oder metamorphe Neubildungen handelt, ist klar. Aber welches Mineral das ist, bleibt ohne Mikroskopie unklar (Amphibol, Orthopyroxen, Spinell...). Eine auf der Bruchfläche charakteristisch matte und schwarze Serpentinmasse ist nur in wenigen Fällen erkennbar. Zudem kann Fe-betonter Olivin auch im unalterierten Zustand schwarz oder sehr dunkel sein (aber nicht matt). Übrigens sind die wenigsten dieser Gabbros magnetisch. Also schlag doch mal drauf, auf das gute Stück und schau, ob Du matte schwarze Serpentinmasse vorfindest.
 :winke:
karlov

Offline Jedensteinaufheber

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Re: Mal was neues von der Küste
« Antwort #83 am: November 24, 2021, 22:17:55 Nachmittag »
Hallöchen, :hut:

für heute habe ich mal einen richtig schönen Quarzporphyr mit einer fleckigen Grundmasse aus Westermarkelsdorf. Leider dürfte die Herkunft dieses hühschen Geschiebes im Dunkeln bleiben, zumindest ist mir so einer bisher am Strand noch nicht aufgefallen.

@Marc: ich kann leider im Moment meinen Hammer nicht finden :einaugeblinzel:, vielleicht kann ich mich etwas später noch mal zu ein paar Schlägen durchringen.

Möge das Eis mit Euch sein.

Offline Sprotte

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Re: Mal was neues von der Küste
« Antwort #84 am: November 25, 2021, 15:48:54 Nachmittag »
Hallo,

ja, ein schönes Geschiebe --- vielleicht sogar sphärolithisch. Sieht man leider oft erst im Anschliff.

Viele Grüße
Sprotte

Offline Jedensteinaufheber

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Re: Mal was neues von der Küste
« Antwort #85 am: November 25, 2021, 20:45:32 Nachmittag »
En Guude Ralf, :hut:

da wir gerade beim Sphärolith angekommen sind, da hab ich auch einen den ich auf Fehmarn gefunden habe. Die sind ja nicht ganz so häufig, das ist jetzt mein zweiter den ich gefunden habe.
Schön ist das auch ein Teil des Geschiebes ohne Sphärolithe augebildet ist. Die Dichte ist mit 2,67 nicht besonders hoch.

Viele grüße aus Hessen
Alexander
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Offline Eckard

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Re: Mal was neues von der Küste
« Antwort #86 am: November 26, 2021, 18:18:13 Nachmittag »
Hej Alexander,

diese sind die beiden Steine, die ich als Sphaerolith-Porphyr bezeichne.

Gefunden habe ich sie in einer Kiesgrube ca. 20 km nördlich von Hannover. Ich denke, dass sie keine nördlichen Geschiebe sind sondern Geröll aus südlichen Gefielden,
das uns vor langer Zeit die Weser bescherte. Sie sind stark verwittert, und darum ist äußerlich kaum etwas erkennbar.

Besten Gruß
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Eckard
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Offline Met1998

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Re: Mal was neues von der Küste
« Antwort #87 am: November 26, 2021, 18:46:23 Nachmittag »
Hallo,
@ Eckard und @ Alexander.

Der Herr Sprotte schrieb mir mal, dass man sphärolithisch Geschiebe an den aufgestellten, auseinanderfallenden Garben erkennt, also wie hier:
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=12332.msg156526#msg156526

Diese „Heuhaufen“, also kugelige Mineralgebilde mit radialfaserig oder körniger Struktur vermissen ich aber in den jetzt hier gezeigten Bildern von Eckard, Sprotte und Alexander. Liegt das an meinen Augen?  :gruebel:

Oder ist Sphaerolith hier etwas übertrieben?  :nixweiss:

D12_W17.JPG ist ein schönes Stück!  :super:

Der „Steinfried“ :hut:
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Offline locastan

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Re: Mal was neues von der Küste
« Antwort #88 am: November 26, 2021, 18:50:33 Nachmittag »
Oolithe oder Sphärolithe: Unter dem Begriff Oolith oder Sphärolith werden alle Aggregat in kugeliger, traubiger (botryoidaler), knollige, rogenartiger, nieriger, opalähnlicher oder blasiger Form. Ebenfalls hinzugezählt werden auch Mineral-Aggregate mit schaligem Aufbau, sowie als größere kugelige bis traubige Form der sogenannte „Glaskopf“.

Soweit meint zumindest Wikipedia...  :nixweiss:

Gruß Mario.

Offline Jedensteinaufheber

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Re: Mal was neues von der Küste
« Antwort #89 am: November 28, 2021, 19:08:28 Nachmittag »
Hallöchen Eckard, :hut:

tja schwer zu sagen was das ist, da müsste man mal mit der Lupe ran. Das zweite sieht eher aus wie Hohlraumfüllungen Achat oder sowas in der Richtung. Aber schwer anhand von Bildern zu bestimmen, das trau ich mir nicht zu.

Aber zwei hübsche Stücke auf jeden Fall.

Viele Grüße
Alexander

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