Autor Thema: Magnetischer Stein mit hoher Dichte  (Gelesen 2696 mal)

Offline Gibeon2010

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #45 am: Juni 24, 2019, 06:57:30 vorm. »
Hallo DCOM,

interessante Links, danke für's einstellen.
Viele Grüße
Jens

Offline DCOM

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #46 am: Juni 24, 2019, 07:15:18 vorm. »
Hallo DCOM,

interessante Links, danke für's einstellen.

Gerne! :hut:

Gruß, Martin

Offline Mettmann

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #47 am: Juni 24, 2019, 10:10:15 vorm. »
Jessas, Martin, sag bloß Du bist der Ex-Aufhäufel?

Wort&Wissen, Kotulla... als Phlegmatiker versteh ich deren eifriges Bemühen nicht. Wenn ich die Entstehung & Lauf der Welt mit der Bibel in Einklang bringen müßte, liehe ich mir einfach bei den diversen Platonikern einen geeigneten Schöpfer, die haben ja viele zur Auswahl, - und zwar einen solchen, der hernach nach seinem Dünken in seine Schöpfung übernatürlich eingreifen kann, was ja eh die Def. des Wunders ist.
So bräucth ich nicht rumzuhunzen und die Konstanz von Naturgesetzen & -konstanten zu bezweifeln, denn - wer hat an der Uhr gedreht - weiß ich ja dann.

Will ich mit dem DCOM zum Stammtisch versöhnliche Waffenruh, wählte ich als Kreationist einen Schöpfer, der nicht eingreift, dafür aber das Streichholz angerieben hat außerhalb des Urknalls für denselbigen, weil was jenseits desselben, interessiert den Physicodarwinisten nicht,
und so können die zwo sich zusammen in Frieden "die Murmeln des Demiurgen" anschaun, die der DCOM mitgebracht.
Gell?
Die Entropie der Faulheit: Beiträge zum Weltfrieden.

Doch Vorsicht DCOM, nicht gut ist es, den Darwin zur Ehre der Altäre zu erheben und ihn anzubeten und alles in der Welt seinem großartigen damaligen Konzept unterwerfen zu wollen. Denn dann droht ebenfalls Ideologie-Gefahr!
Wohin das gerade beim armen Darwin geführt hat, wer wüßte es besser als wir, hat die Welt durch das Menschheitsverbrechen des Nationalsozialismus' erfahren müssen, das jedes in der Bibel genannte übertrifft.

Schwer wirds, wenn die Kreationisten die Darwinlehre immer noch als Kränkung auffaßten.
Da wunderts mich allerdings, daß die erste direkte Abbildung der Staubscheibe um oben erwähnten Beta Pictoris unterm Schirm geblieben ist.
Weißt noch, jung und noch schöner als heute waren wir.
Wennst mich fragst, müßte das Bild damals für sie viel gravierender als die kopernikanische Kränkung, die Mediceischen Monde, die Evolutionslehre, die Hubblesche Kränkung usf. gewesen sein.
Aber mei, was würd der Kolumbus sagen, wenn er wüßt, daß 2019 die Entdeckung jeweils einer kompletten neuen Welt den Tagesmedien nicht mal mehr einen Zweizeiler in der Rubrik "Vermischtes" wert ist...

Nun aber:
MEA Maxima Culpa!

Die K-Frage hat nicht der Danarchist aufs Tapet gebracht. Ich war es. Scheltet ihn also BITTE nicht darob.
Ich wollte ihn ein bisserl triezen und hatte einen albernen Scherz gemacht, wenn ihr nachschauen wollt.

Ich konnte ja nicht ahnen.... Au Backe!
In meiner Vorstellung gabs Kreationisten nur in den USA, wo sie ja auch Themenparks bauen, in denen sich Adam&Eve, Lamm, Löwe und Brontosaurus Gute Nacht sagen.

Als Buße bleibt mir daher nix, als ihm dann doch kursorisch 10 Gebo äh Gründe hinzuschreiben,
aus denen er erkennen kann, daß bei ihm am Damm und auf dem Weg wohl doch keine Stein- nebst Eisenmeteorite herumliegen.
(Doch hats schon 26°C jetzt um 10h MESZ. Beste Beweis für Klimawandel: erinner Dich, wie furchtbar selten es Hitzefrei in der Schul gab).

MA

"Grawutzi - Kapuzi" (Pezi "Bär" Petz *1949-1995)

Offline DCOM

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #48 am: Juni 24, 2019, 11:38:24 vorm. »
Jessas, Martin, sag bloß Du bist der Ex-Aufhäufel?

Psssst, nicht so laut! :fluester:

Da hat's aber jemand schnell gemerkt, hihi. Ich dachte, das wäre bekannt?  :traurig:


Wort&Wissen, Kotulla... als Phlegmatiker versteh ich deren eifriges Bemühen nicht. Wenn ich die Entstehung & Lauf der Welt mit der Bibel in Einklang bringen müßte, liehe ich mir einfach bei den diversen Platonikern einen geeigneten Schöpfer, die haben ja viele zur Auswahl, - und zwar einen solchen, der hernach nach seinem Dünken in seine Schöpfung übernatürlich eingreifen kann, was ja eh die Def. des Wunders ist.
So bräucth ich nicht rumzuhunzen und die Konstanz von Naturgesetzen & -konstanten zu bezweifeln, denn - wer hat an der Uhr gedreht - weiß ich ja dann.

Das Dumme ist, dass die ja nicht nur den natürlichen Gang der Evolution anzweifeln, sondern die sog. "Makro-Evolution" überhaupt, und darüber hinaus die geologische Zeitskala um 5-6 Größenordnungen (!) stauchen müssen. Denn die Menschheit kann, wie dies bereits Bischof James Ussher demonstrierte, nach Rückrechnung der biblischen Genealogien nur etwa 10.000 Jahre alt sein. Und weil Sonne, Mond und die Sternlein synchron mit dem Menschlein erschaffen wurden (lange erdgeschichtliche Epochen ohne Spuren menschlichen Daseins würden sich in diesem Weltbild schlecht ausnehmen), muss das gesamte Universum entsprechend jung sein. Folglich muss man sich die radiometrischen Datierungen so zurecht biegen, bis es passt... und es wird immer absurder.

Es ist halt saublöd, wenn man der Bibel am Wort klebt, weil man meint, dass das gesamte Seelenheil auf dem Spiel steht, wenn auch nur ein Jota davon nicht wörtlich genommen wird.

Will ich mit dem DCOM zum Stammtisch versöhnliche Waffenruh, wählte ich als Kreationist einen Schöpfer, der nicht eingreift, dafür aber das Streichholz angerieben hat außerhalb des Urknalls für denselbigen, weil was jenseits desselben, interessiert den Physicodarwinisten nicht,
und so können die zwo sich zusammen in Frieden "die Murmeln des Demiurgen" anschaun, die der DCOM mitgebracht.
Gell?

Jepp, davon gibts in unserer AG so einige. Die sind den Kreas genauso spinnefeind wie die pöhsen Atheisten (und vice versa).



Wohin das gerade beim armen Darwin geführt hat, wer wüßte es besser als wir, hat die Welt durch das Menschheitsverbrechen des Nationalsozialismus' erfahren müssen, das jedes in der Bibel genannte übertrifft.

Da besteht, soweit ich es sehe, keine Gefahr: Die Nazis haben den "Darwinismus" bis zur Unkenntlichkeit verdreht (siehe: Anmerkungen zu einem Horrorbegriff: Der "Kampf ums Dasein"). Den "Horror-Begriff" nahm nicht mal Darwin wörtlich (heute wurde "differenzieller Fortpflanzungserfolg" oder "Überleben der Bestangepassten" draus), und aus dem Sein folgt (wer wüsste das besser als ein Philosoph) eben kein Sollen.

Gruß, Ma2  :prostbier:

Offline Mettmann

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #49 am: Juni 24, 2019, 12:33:36 nachm. »
Also, Dänarchist,

hier nun meine Strafaufgabe, dafür, daß ich Dich in den Kreationismusschlamassel geritten habe:
Eine Aufstellung ernstgemeinter, sachlicher Argumente in gebotener Kürze&Einfachheit, die Du in Erwägung ziehen magst, wenn Du Deine Funde selbst beurteilst.

Liebe Mitforler, ich schreib das nur aus dem Gedächtnis zusammen, zudem bin ich aus xundheitl. Gründen schon länger nicht mehr tief in der Materie,
bitte also darum, Falsches zu korrigieren, Veraltetes zu berichtigen, Ergänzungen zu machen, falls nötig.
Gehn wirs an:

Dänarchist,

- Die Oberfläche Deiner Gegend um Dich herum wird permanent durch Erosion verändert und durch geologische Prozesse überprägt.
Was einmal zuoberst zu liegen kommt, bleibt nicht da, verschwindet.
- Meteorite verwittern und zerfallen recht schnell. Liegt u.a. daran, daß sie viel metallisches Eisen enthalten. Wittert bei den Sorten, die kaum oder kein Eisen enthalten auch nur die alleralleräußerste Schicht ab, kann sie bestenfalls im Felde nur noch ein Profi aus den irdischen Steinen herauskennen.
- Den völlig überwältigenden Teil aller Meteorite fand&findet man in Trockenwüsten. Diese müssen eine den Meteoriten wenig abträgliche Bodenchemie und günstige klimatische Bedingungen aufweisen, wenig bis keine Vegetation haben und möglichst wenig andere irritierende Steine sollten herumliegen. Zudem sollte das Gelände befahrbar sein, denn in der Regel liegen die Meteorite nicht wie vom Sämann ausgestreut dicht beeinander.
- Die irdischen Alter, also die Zeit seit ihrem Fall, dieser Wüstenfunde liegen im Durchschnitt bei 30.000 Jahren (Die Funde aus dem antarktischen Blaueis sind einige wenige Tausend Jahre älter im Schnitt).
- Einen Mechanismus der die Meteorite zu Dir transportiert und bei Dir konzentriert, ist für Schleswig-Holstein nicht bekannt, weder menschengemacht, noch geologisch, wie etwa beim Fluß und der Abtragung des km-dicken Blaueises in der Antarktis.
- Meteorite fallen gleichverteilt auf die Erdoberfläche, sie bevorzugen keine Breiten und Längen.
- Alle uns bekannten Meteorite stammen aus dem Asteroidenhauptgürtel zwischen Mars und Jupiter (und ein paar einzelne vom Mond und vom Mars).
- Die gesamte Masse aller Asteroiden im Hauptgürtel zusammen beträgt grob ein Tausendstel der Erdmasse (und allein ein Drittel davon steckt in der Ceres).
- Auch in geologischen Zeiträumen gedacht, war die Masse des Asteroidengürtel in früheren Zeiten nicht größer.
- Zweidimensional besehen mißt die Fläche, in der die Bahn eines aus dem Asteroidengürtel geschleuderten Brockens verlaufen muß, damit er die Erde treffen kann, im Durchmesser ca. 500.000 Erddurchmesser. Die Bahnen der Asteroiden sind jedoch gegenüber der Erdbahnebene geneigt, so ergibt sich ein großer Raum und ein künftiger Meteorit muß dergestalt um die Sonne kreisen, daß seine Bahn die Erdbahn irgendwann einmal schneidet; sodann muß er diesen Schnittpunkt just zu der Stunde erreichen, wenn auch die Erde diesen Punkt durchläuft.
Es muß also allerhand zusammenkommen in diesem sehr leeren Raume für einen Meteoritenfall, man darf es sich nicht so vorstellen, daß Meteorite auf die Erde herab"regnen", wie manchmal metaphorisch zu lesen ist.
- Wenn es schnell geht, dann dauert es vom Herausbrechen aus dem Mutterkörper im Asteroidengürtel bis zum Eintreffen auf der Erde einzelne Dutzend Mio Jahre.
- Impaktstrukturen entstehen, wenn der Meteorid so groß ist, daß er nicht mehr oder nicht mehr vollständig von der Atmosphäre abgebremst werden kann.
  Durch die kosmische Geschwindigkeit, die er mitbringt, wird beim Aufprall eine so hohe Energie frei, daß der Meteorit (und auch Teile des Bodens) oft vollständig verdampfen. Deswegen sind Meteoritenkrater unabhängig vom Einschlagswinkel in der Regel kreisrund, da es Explosionskrater sind.
 Ich kann da keine Hausnummern geben über Größen und Folgen, da das jeweils von etlichen Variablen abhängt: der Geschwindigkeit, der Masse und Dichte des Meteoriten, dem Einschlagswinkel und der Bodenbeschaffenheit. https://impact.ese.ic.ac.uk/ImpactEarth/ImpactEffects/ ist ein nettes Spielzeug, wo Du selbst ausprobieren kannst.
 Zu der Mehrzahl der verifizierten Impaktkratern wurden keine Meteorite gefunden. Wenn, dann Eisenmeteorite (zumindest fällt mir keiner mit Steinmeteoriten ein).
- Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Meteoritensorten und -untersorten, gleichwohl können Meteorite nicht beliebig aussehen.
  Eine neue Meteoritensorte von bislang unbekannter Zusammensetzung und Gestalt kann man nur identifizieren, wenn sie einem quasi vor die Füße fällt.
  Es macht mit unseren heutigen technischen Möglichkeiten keinen Sinn, anzufangen, jeden Stein aufs Geratewohl auf seine Meteoritentauglichkeit auszumessen, da wir auf einem Gesteinsplaneten leben und für dieses Unterfangen die Dauer unserer Zivilisation nicht ausreichen würde.
- Es ist noch nie einem Menschen gelungen, in Deutschland zwei Meteorite unterschiedlicher Sorten in räumlicher Nähe zu finden. (D.h. dem einzigen, dem es gelang, der hatte sie selbst zuvor dort hingelegt).
- Es ist noch nie einem Menschen in Deutschland gelungen, einen Meteoriten durch anlasslose Suche zu finden. Erfolge in D erzielt man stattdessen entweder, indem man sich an Orte begibt, an denen schon einmal ein Meteorit gefunden worden war und hofft, daß der ehem. Fall mehrere Exemplare gezeitigt hat, oder aber man hat eine Feuerkugelbeobachtung bei der wahrscheinlich ist, daß etwas unten angekommen ist und bei der man das wahrscheinliche Fallgebiet recht eng eingrenzen kann (solche Daten werden ggfs. hier im Forum veröffentlicht - und es ist auch schon gefunden worden!).
- Die Gesamtmasse der jährlich gefundenen Meteorite unterschreitet die Gesamtmasse der jährlich geförderten Diamanten in Brillantqualität.
  Die Gesamtmasse    "                                                                                     "       der jährlich geförderten Goldmenge erheblich
  wie auch sehr deutlich die Gesamtmasse der jährlich ausgegrabenen Perigord-Trüffeln.
- Trotzdem kann man sich für zwei drei Pfund holsteinischen Eisenmeteoriten leider kein Streufeld mit Seegrundstück in SH kaufen.

Nun denke ich ist der Buße genug getan.
Und habe ich Dir genügend Fragen in aller Einfachheit und Ironiefreie beantwortet, die sich Dir z.T. gar nicht gestellt hatten.
Buch gespart.

Wiedersehn
Mettmann       
« Letzte Änderung: Juni 24, 2019, 12:52:27 nachm. von Mettmann »
"Grawutzi - Kapuzi" (Pezi "Bär" Petz *1949-1995)

Offline gsac

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #50 am: Juni 24, 2019, 13:28:59 nachm. »
1.) Kuhl, Mettmann, es blitzen Deine Sterne, wie früher! :super: Dein Neffe.

2.a) Das mit DCOM/Aufhäufel wusste ich auch nur, weil es mir mal ge... wurde.
2.b) Nach einem Anfangsverdacht von mir, und wegen meiner Neugier/Nachfrage
2.c) Wer das tat, bleibt auf ewig unter meiner Hirn-Stahlplatte unter Verschluss.
2.d) Und ist im übrigen auch nicht themenrelevant.

3.) Weiter so! Auch ohne Popcorn. Das muss man bei aller Ernsthaftigkeit hier auch dürfen.

4.) Lehrreich, auch wenn man vom rein Wissenschaftlichen mal absieht, wie Uhren ticken können.

5.) Einstein: "Zeit ist, was man auf der Uhr abliest!" (Manche gehen halt auch mal reichlich nach...)

6.) Beim Urknall fing die Zeit an, "vor" dem Urknall macht ein Zeitkonzept oder der Begriff keinen Sinn.

:einaugeblinzel: Alex

Offline Gibeon2010

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #51 am: Juni 24, 2019, 14:43:03 nachm. »
... Zu der Mehrzahl der verifizierten Impaktkratern wurden keine Meteorite gefunden. Wenn, dann Eisenmeteorite (zumindest fällt mir keiner mit Steinmeteoriten ein). ...

Mir fällt spontan Carancas ein.
Viele Grüße
Jens

Offline DCOM

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #52 am: Juni 24, 2019, 14:48:09 nachm. »
2.a) Das mit DCOM/Aufhäufel wusste ich auch nur, weil es mir mal ge... wurde.
2.b) Nach einem Anfangsverdacht von mir, und wegen meiner Neugier/Nachfrage
2.c) Wer das tat, bleibt auf ewig unter meiner Hirn-Stahlplatte unter Verschluss.

Nein, das ist wirklich kein Geheimnis. Darf / kann / soll jeder jederzeit wissen. :einaugeblinzel:

Gruß, Martin  :prostbier:

Offline Mettmann

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #53 am: Juni 24, 2019, 14:52:05 nachm. »
Stimmt, Carancas, der Lamaschreck  :super:

Was wohl aus dem Krater geworden ist? Der war doch ziemlich schnell vollgelaufen, aber hieß es damals nicht, man wolle ihn erhalten?

Und mir ist noch Vaca Muerta, zumindest als Steineisen eingefallen.

"6.) Beim Urknall fing die Zeit an, "vor" dem.."

Ja aber die Sprache hat so wenige Präpositionen für (Nicht-)Zustände die nicht der Raumzeit angehören...
Müssen wir eine selbst erschaffen.
"Grawutzi - Kapuzi" (Pezi "Bär" Petz *1949-1995)

Offline gsac

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #54 am: Juni 24, 2019, 17:20:28 nachm. »
"6.) Beim Urknall fing die Zeit an, "vor" dem.."

Ja aber die Sprache hat so wenige Präpositionen für (Nicht-)Zustände die nicht der Raumzeit angehören...
Müssen wir eine selbst erschaffen.

Nun ja, das müssen die Germanisten bzw. Sprachforscher unter sich ausmachen, ich bin ja nur
Physiker. Ich habe das "vor" ausserdem in Anführungszeichen gesetzt, wohl wissend, das ein "vor"
eigentlich keinen Sinn macht. Andererseits habe ich schon oft die so dahergesagte Frage gehört
"was war denn eigentlich vor dem Urknall?" Also von daher...

Man kann es naturwissenschaftlich nicht beantworten. Unser Zeitbegriff beginnt in den allerersten
Sekundenbruchteilen sehr kurz nach dem Urknall, in einem Moment, bis zu dem sich mit den uns
bisher bekannten Naturgesetzen (!) eine plausible bzw schlüssige Rückrechnung machen lässt.

Der Rest ist Philosophie, Glaube, whatever... Es sei denn, es gibt in Zukunft genauere Beobachtungen
oder Entdeckungen, z. B. im Bereich der Quantenelektrodynamik+Gravitation im weitesten Sinne, die
diese Zeitgrenze noch etwas weiter verschieben. Natürlich wird auch viel spekuliert, aber theoretischer
Spekulatius allein führt uns erst dann weiter, wenn es auch nachvollziehbar bzw beweisbar ist, dass er
einen guten Geschmack hat und nicht nur "ein Geschmäckle".

Das mit den Kreationisten habe ich noch nie verstanden. Scheint viele davon zu geben. Wenn es sie
glücklich macht und sie Andere damit in Ruhe lassen, ist es ja auch ok, und man muss das tolerieren.
"Jeder Jeck ist anders!", sagt man dazu in Kölle.

Das Alter des Sonnensystems allein, aus dem ja der Stoff stammt, von dem wir träumen und den wir
auch in der Hand halten können, am besten natürlich so unmetamorphiert wie möglich, ist jedenfalls
recht genau bewiesen, da mögen die Kreationisten noch so sehr rumlamentieren. Dieser Absatz war
jetzt der Forderung geschuldet, dass wir on topic bleiben sollten...

:winke: Alex

Offline DaⒶnarchist

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #55 am: Juni 25, 2019, 01:50:43 vorm. »
So, meine werten Herren!
Ich habe mal wieder Fortschritte gemacht in meinem Lernprozess. Da mir hier nur die Offensichtlichkeit der Tatsache, dass es sich um Schlacke handelt, mitgeteilt wurde, aber das offensichtliche nicht näher erläutert wurde, musste ich mal wieder selber rausfinden, warum es den so offensichtlich ist.
Ich denke, dass es die Form der metallischen Oberfläche war. Diese habe ich leider nicht als typische Schlacke gesehen, da ich Schlacke eher so kenne, wie ich sie in einer vorhergehenden Antwort präsentiert habe. Mir war auch nicht bekannt, dass es solche Arten von Schlacke gibt. Wie es der Teufel nun wollte, habe ich in der Nähe des Fundortes ein weiteres Stück gefunden, dass selbst für mich offensichtlich Schlacke ist. Es zeigt die mir bekannten Merkmale, die auf Schlacke hinweisen, obwohl es sonst vollständig aus Metall zu bestehen scheint.
Also, wieder was gelernt, den Rückschlag verarbeitet und zudem noch einige sehr unterhaltsame Beiträge gelesen, zu denen ich jetzt mal lieber keinen Kommentar abgebe...🤣🤣

Nichts desto trotz gebe ich meine Bemühungen nicht auf, werde nach und nach weitere Verdächtige einstellen, bei denen es sich ganz sicher nicht um Eisenmeteoriten handelt. Ich werde auch nur Steine einstellen, die mehr als drei der mir bekannten Kriterien erfüllen, die typisch für Meteoriten sind. Dabei wird sich wohl ein weiteres Beispiel für meine Probleme als Autodidakt zeigen. Ich habe sehr viel gelesen über Chondren, hier im Forum auch sehr schöne Bilder davon gesehen. Leider war bis jetzt noch keines der Bilder, die ich bis jetzt gesehen habe, sehr hilfreich. Eines zb zeigte einen Meteoriten, der im Inneren eine Matrix hatte, die ich von vielen anderen Steinen her kenne. Wenn mir jemand eine Quelle nennen kann, wo sich Bilder vom inneren verschiedener Meteoriten finden lassen, wäre ich sehr dankbar.
Also bedanke ich mich erstmal für die mehr oder weniger hilfreichen Antworten und auch die unterhaltsamen und hoffe, dass ich mit meinem anarcho-kreationistischem Gedankengut nicht zu sehr für Verstimmung gesorgt habe.

Also, bis zum nächsten mal
Gut‘s Nächtle
"Das wirklich Geniale ist ganz einfach." Unbekannt

„Wer überhaupt nichts von der Existenz einer Hölle weiß, läuft auch nicht Gefahr, dort zu schmoren. Was erklärt, warum es so wichtig ist, alle Missionare zu erschiessen." Terry Prattchet

Offline Gibeon2010

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #56 am: Juni 25, 2019, 07:26:18 vorm. »
Eines zb zeigte einen Meteoriten, der im Inneren eine Matrix hatte, die ich von vielen anderen Steinen her kenne.
Welcher Meteorit war das denn?

Wenn mir jemand eine Quelle nennen kann, wo sich Bilder vom inneren verschiedener Meteoriten finden lassen, wäre ich sehr dankbar.
Oft werden Meteoriten in Scheiben geschnitten und zum Verkauf angeboten. Bei jeder Scheibe siehst du also das Innere. Damit hast du sowohl hier im Forum als auch auf den Verkaufsseiten der (seriösen) Händler eine schier unerschöpfliche Quelle an Fotos.
Viele Grüße
Jens

Offline Buchit

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #57 am: Juni 25, 2019, 07:38:38 vorm. »
 :hut:In meiner hessischen Heimat spricht man ein "ch" sehr oft wie ein "sch" aus, was beim "Anarschisten" immer wieder Grund zum Schmunzeln ist  - und die der griechischen Sprache Kundigen werden verstehen, warum wir als Schüler den dabei erhaltenen Begriff mit "Monostomier" übersetzten, und was damit gemeint ist... (Für die Neusprachler unter uns: Ein Wesen, das aus dem Mund ..... ).

Offline stollentroll

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #58 am: Juni 25, 2019, 10:32:02 vorm. »
Zitat
Da mir hier nur die Offensichtlichkeit der Tatsache, dass es sich um Schlacke handelt, mitgeteilt wurde, aber das offensichtliche nicht näher erläutert wurde, musste ich mal wieder selber rausfinden, warum es den so offensichtlich ist.
Nun, auf die blasigen Hohlräume wurde hingewiesen. Und da der Hinweis zur Erzeugung einer frischen Bruchfläche mittels Hammer nicht weiter verfolgt wurde, lässt sich eben nicht viel mehr sagen.

Und noch ein weiteres Kriterium, weshalb das gezeigte Material kein Meteorit ist: Wenn eine ausreichend hohe Chance besteht, dass es einer sein könnte, hätte ich angeboten, eine chemische Analyse mittels Röntgenfluoreszenz und eine mineralogische mittels Röntgendiffraktometrie zu machen, weil man dann daraus auch eine Veröffentlichung machen kann. Wenn ich der Meinung bin, dass es garantiert keiner ist, mache ich das nicht.

Was Bilder vom Inneren betrifft, da gibt es eine ganze Menge auf meiner Homepage. Da mich als Mineralogen mehr das Innere interessiert als die Kruste, sammle ich bevorzugt Scheiben und weniger komplette Exemplare. Aber auch weitere Foristen haben Bilder vom Inneren zahlreicher Meteorite auf ihren Homepages. Ein Mangel an Bildern ist da nun wirklich nicht zu beklagen.

der Stollentroll
 

Offline DCOM

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #59 am: Juni 25, 2019, 12:03:54 nachm. »
:hut:In meiner hessischen Heimat spricht man ein "ch" sehr oft wie ein "sch" aus, was beim "Anarschisten" immer wieder Grund zum Schmunzeln ist  - und die der griechischen Sprache Kundigen werden verstehen, warum wir als Schüler den dabei erhaltenen Begriff mit "Monostomier" übersetzten, und was damit gemeint ist... (Für die Neusprachler unter uns: Ein Wesen, das aus dem Mund ..... ).

 :lacher:

You made my day!  :super:

Gruß, DCOM AKA Darwin upheaval AKA Martin

 

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