Autor Thema: 2020er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste  (Gelesen 24621 mal)

Offline Eckard

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Re: 2021er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste
« Antwort #225 am: April 03, 2022, 11:12:19 Vormittag »
Moin Steinfried,


 So bin ich eben! :einaugeblinzel:


 :hut:
Du bist wirklich ein Edel-Stein-Fried. Und mit 'Edel' kennst Du Dich ja gut aus.

Wir danken Dir für Deine unermessliche Güte, uns diese Kleinodien sehen zu lassen. :danke: Ich weiß das auf jeden Fall zu schätzen und freue mich über jeden noch kommenden Stein von Dir.

Von einem so großen wie 107xx_27 kann man sehr schöne  - vielleicht 1 cm dicke - Platten schneiden und polieren lassen. Da sehen manche wirklich gut aus. Frag doch mal Dein liebes Frauchen,
was es davon hält. - Ich überlege schon, ob ich es machen sollte, denn ich habe ja alle (bis auf einen, den SG) noch hier liegen.

Schönen Sonntag
 :winke:
Eckard
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Re: 2021er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste
« Antwort #226 am: April 08, 2022, 09:46:04 Vormittag »
Moin, @ Eckard
Zitat
vielleicht 1 cm dicke - Platten schneiden und polieren lassen. Da sehen manche wirklich gut aus.
Lass dich überraschen, vielleicht zeige ich bald solch große, schöne Platte, aber die ist dann im Lausitz-Thread zu sehen!

Heute ein brauner Ostsee-Schönling, ein 9 cm Quarzporphyr.         
Neben dem Quarz in dunkelbrauner, feinkörniger Grundmassse sind eckige, zerknackte, rotbraune und cremefarbene Feldspäte zu sehen.
Den könnte man evtl. als Emarp-Porphyr „benamsen“.  :gruebel:
Aber was bringt die Unterscheidung von Porphyr-Typen nach schönen Lokalnamen?  :einaugeblinzel:
Der Magnet haftet.   

Ehrfried  :hut:
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Offline Eckard

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Re: 2020er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste
« Antwort #227 am: April 08, 2022, 20:00:08 Nachmittag »
Hej Ehrfried,

na, da bin ich ja wirklich mal gespannt, was Du uns auf der Platte, nee, als Platte servieren wirst.

Dein Schönling? Hm, wie alles das was schön ist - und das sind ja nicht nur Steine :einaugeblinzel: - schafft auch dieser Porphyr ein Problem. Zumindest mir.

Emarp oder Påskallavik? Ich denke, beides ist möglich. - Müsste die Grundmasse für einen Emarp nicht etwas rötlicher sein? :nixweiss:

Beim Påskallavik gibt es sicher 'ne Anzahl von farblichen Varianten. (Ein Leitgeschiebe ist er sicher nicht, denn diese Gesteinsart wird m. W. nicht nur beim Ort Påskallavik gefunden.)
Insofern bringt ein Ortsname als Teil der Gesteinsbezeichnung nichts. Aber die Namen sind nun mal in der Welt, und ich denke, wir können damit umgehen. Zumindest finden wir
unter den Bezeichnungen das, was wir in der Literatur suchen. (Da gibt es viel schlimmere Sachen im biologischen Bereich.)

Über Magnetismus kann ich nichts sagen. Auch in der Literatur wird darüber nur wenig geschrieben. Manche Steine, ich meine, ich schrieb es schon mal, sind an einer kleinen Ecke leicht magnetisch.
Der Rest des Steins bringt nicht mal 'ne empfindliche Kompasnadel aus der Ruhe. Da frage ich mich, ob man dann den Magnetismus überhaupt als Bestimmungskriterium betrachten kann.
Vielleicht in seltenen Fällen. :gruebel:

Besten Gruß nach SFB
 :winke:
Eckard
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Re: 2021er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste
« Antwort #228 am: April 09, 2022, 11:09:28 Vormittag »
Moin Eckard,
die Platten, Schnitthälften sind/liegen noch irgendwo in Forums-Arbeit. :laughing:

Zu Magnetismus und meiner "Kugelspielerei" dazu, siehe hier:
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=13349.msg157796#msg157796

Gruß Ehrfried :winke:
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Re: 2021er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste
« Antwort #229 am: April 09, 2022, 12:34:23 Nachmittag »
Moin Ehrfried,


Zu Magnetismus und meiner "Kugelspielerei" dazu, siehe hier:
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=13349.msg157796#msg157796


Hab's gelesen. Aber warum in dem Thread? :nixweiss: :gruebel:

 :winke:
Eckard
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Re: 2021er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste
« Antwort #230 am: April 09, 2022, 13:32:33 Nachmittag »
Hallo Eckard,
weil es in dem Thread dort um vermutliche Meteorite geht, die ohne „Gänsefüßchen“ nicht magnetisch genannt wurden und ich mal wissen wollte,
ob hier im Forum schon mal  jemand einen magnetischen Meteorit gezeigt hat? :gruebel:  :nixweiss:

Für dich :wow: weil heute Sonnabend ist, neben dem hier an März 24, 2022 gezeigten, noch 3 weitere Magnet-„Kugelspielchen“ an Gesteinen.
Die großen Festplatten-Magnete versenke ich ja im Meer oder Ozean! :unfassbar:

Ehrfried :winke:
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Re: 2021er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste
« Antwort #231 am: April 15, 2022, 09:40:57 Vormittag »
Heute ein 13 cm Feuerstein.
Nicht besonders schön, aber er hat eine interessante, geblich-grau/blaue Oberfläche. Da hatte sich vermutlich wieder Blasentang festgesaugt.
Im Bild 88b unten sind noch anhaftende Muscheln zu sehen.
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Re: 2021er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste
« Antwort #232 am: April 15, 2022, 09:44:40 Vormittag »
Schneiden, oder zerkloppen lohnt da nicht, der ist innen auch nur ein glänzender, schwarz-grauer Ostseefund.
Die Lausitzer Flinte haben farblich im Gegensatz mehr bräunlich-graue Bruchflächen.

https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=12111.msg144437#msg144437

Gruß Ehrfried :hut:
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Re: 2020er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste
« Antwort #233 am: April 15, 2022, 12:03:51 Nachmittag »
Hei Ehrfried,

zu 88b_13:

Was heißt 'nicht besonders schön'?  - Das ist die traurigste Visage, die ich je in einem Stein gesehen habe. Völlig kaputtes Gesicht, blaues Auge, erkalteten Hugo zwischen den Zähnen.
Eine Jammergestalt; na ja, ist ja nur der Kopf. Möchte nicht wissen, wie der Rest aussähe, wenn der auch noch zu sehen wäre.
Aber sein Innenleben wirst Du nie erfahren. Das könnte durchaus interessant sein. Es ist erstaunlich, was man oft in schlichten Feuersteinen sehen kann.

Dieser Stein liegt ja sicher noch an der Küste, und darum hat Adlerauge leider keine Chance, sein paleidologisches Talent hier wirksam werden zu lassen.
Aber Du hast ja Fotos. - Auch  88a_13 bietet da einiges; man braucht dafür aber schon ein geschultes Auge. :laughing:

Zu den Flintbruchstücken Lausitz und Ostsee: In meiner Ecke finde ich viele Farbvarianten: von tief-schwarz (nicht Vanta-black) bis hellgrau, rötlich (nicht Helgoländer-Rot) bis honiggelb,
was ja (wie beim Bernstein) auch sehr unterschiedlich sein kann; daneben noch gestreift, gefleckt, gepunktet und mitunter mit fossilen Spuren, die zu deuten ich nicht in der Lage bin.

Auch hunderte Kilometer südlich der Feuersteinlinie gibt es - wenn auch nur geringe - Flintvorkommen. Von denen habe ich jedoch noch keine in der Hand gehabt.

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Re: 2020er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste
« Antwort #234 am: April 15, 2022, 17:13:16 Nachmittag »

Auch hunderte Kilometer südlich der Feuersteinlinie gibt es - wenn auch nur geringe - Flintvorkommen. Von denen habe ich jedoch noch keine in der Hand gehabt.

Auf der Hohenlohe liegt schon einiges an Flint. ;)

Gruß Mario.

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Re: 2020er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste
« Antwort #235 am: April 15, 2022, 17:58:55 Nachmittag »
Hej Mario,

danke für den Hinweis. Interessant und gut zu wissen.

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Re: 2020er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste
« Antwort #236 am: April 17, 2022, 02:16:03 Vormittag »
Hallo,

Auf der Hohenlohe liegt schon einiges an Flint. ;)
Kraichgau ebenso (Trias, Mittlerer Muschelkalk) und Schwäbische Alb (Oberjura, Kimmeridgium). Aus Letzterem wurden in der Steinzeit verbreitet Werkzeuge gefertigt, die man auch viele Dutzend Kilometer entfernt von den Vorkommen findet.
In und zusammen mit den Hornsteinen des Kraichgaus finden sich spannende Sachen, wie Abdrücke von Anhydrit-Kristallen im Hornstein, oder authigene Quarzkristalle, die oft durch Bitumen dunkelbraun oder (selten) nachtschwarz gefärbt sind. Ab und zu sind auch Fossilien in Originalschalenerhaltung im Hornstein überliefert, meist Ostrakoden und kleine Muscheln und Schnecken.

Grüße,
Rainer

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Re: 2021er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste
« Antwort #237 am: April 22, 2022, 09:49:48 Vormittag »
Moin,
heute mal mittelkörnige Bornholm Granite in allen Größen (Vang- und Svaneke-Granit)
Die „Flecken“ sind nicht umrandet und Silimanit fehlt, also kein Fleckengestein.

Die rundgelutschten Stücke kommen von der Insel Bornholm zu uns an die Küste.
Rundliche, schwarze Biotitkuhlen, zwischendrin teilweise rötliches Hämatit. Auch winzige Titanitminerale sieht man.
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Re: 2021er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste
« Antwort #238 am: April 22, 2022, 09:52:35 Vormittag »
Farblich unauffälliger Bornholm Granit. Dieses 11 cm Stück besteht aber zur Hälfte aus Fremdgestein (Xenolith).

Gruß Ehrfried :winke:
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Re: 2021er Strandsteine von der deutschen Ostseeküste
« Antwort #239 am: Mai 01, 2022, 08:22:43 Vormittag »
Zur Feier des Tages :prostbier:
Heute mal die „Innereien“ von einem 9 cm und einem 8 cm Smaland Östergötland Granit. Zwei farblich etwas unterschiedliche Vergleichsstücke.
Hat ein bisschen Ähnlichkeit mit dem Geschiebe hier, nur etwas mehr Quarz:
Ob Till und Anatexis (Mirko) mit Mosshaga-Granit die Leitgeschiebe dezimieren wollten? :einaugeblinzel:

https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=10814.msg131858#msg131858

Der Magnet haftet an beiden Stücken.
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