Autor Thema: Quelle Foto: Platinkörner in Regenbogenschüsselchen  (Gelesen 1221 mal)

Offline Nordnugget

  • Oberrat
  • *****
  • Beiträge: 282
Quelle Foto: Platinkörner in Regenbogenschüsselchen
« am: Mai 08, 2021, 22:55:28 Nachmittag »
Hallo Zusammen,
Ich habe ein etwas merkwürdiges Anliegen.
In meinem Kopf habe ich ein Bild eines Regenbogenschüsselchens (Goldmünze der Kelten) wo in einer Makroaufnahme ein Körnchen PGE zu sehen ist.
Ich bin mir nicht sicher ob es Online oder in Handcopy war.
Kennt jemand diese Abbildung und kann mir die Quelle verraten ?
Viele Grüße Jens

Offline hugojun

  • Oberrat
  • *****
  • Beiträge: 290
Re: Quelle Foto: Platinkörner in Regenbogenschüsselchen
« Antwort #1 am: Mai 09, 2021, 11:05:51 Vormittag »
Hallo Jens ,

meinst du dieses Bild?

Abb 3.5.10: Seite 143

https://core.ac.uk/download/pdf/304104204.pdf

und

https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0305440316000418

aber nicht öffentlich

LG
Jürgen
« Letzte Änderung: Mai 09, 2021, 11:35:52 Vormittag von hugojun »

Offline Nordnugget

  • Oberrat
  • *****
  • Beiträge: 282
Re: Quelle Foto: Platinkörner in Regenbogenschüsselchen
« Antwort #2 am: Mai 09, 2021, 20:27:27 Nachmittag »
Hallo Jürgen,
danke für die Links, die Abbildung ist zwar nicht die gleiche, aber das Literaturverzeichnis hilft bestimmt weiter.
Vielen Dank.
Grüße Jens

Offline Hungriger Wolf

  • Generaldirektor
  • *
  • Beiträge: 1950
Re: Quelle Foto: Platinkörner in Regenbogenschüsselchen
« Antwort #3 am: Mai 10, 2021, 18:33:03 Nachmittag »
Hallo Jens!

Ein interessantes Thema:
(PGE) Platinkörner in Regenbogenschüsselchen
keltische Goldmünzen/verwendete Legierungszusammensetzungen und Herkunftsorte!

Literatur zum Thema:

The Application of Trace Element and Isotopic Analyses to the Study of Celtic Gold Coins and their Metal Sources.
Chris Bendall

https://d-nb.info/970728999/34

S.158 30IV582 rechts oben

Grüsse  :fluester:
Achim

Offline BlackLabel

  • Privater Sponsor
  • Rat
  • *****
  • Beiträge: 118
Re: Quelle Foto: Platinkörner in Regenbogenschüsselchen
« Antwort #4 am: Mai 10, 2021, 23:21:30 Nachmittag »
Moin!

Ich glaube, mit Kelten liegst Du etwas daneben.

Leider kann ich gerade keine Bilder posten, da mein Smartphone zickt...

Klick mal diesen Link an. https://docplayer.org/72424426-Tafel-3-phoenizische-kupferanalyse-grunfaerbung-eines-gebrannten-kaelberzahnes-der-in-malachit-mit-essig-eingelegt-wurde.html

Ich habe ein solches Bild auf Seite 181 im Buch "Erze und Metalle -
Ihre Kulturgeschichte im Experiment"
2. korr. Auflage (1986) von Hasso Moesta.

Sehr wahrscheinlich findet sich das Bild auch in
"Antike Metallurgie und Münzprägung.
Ein Beitrag zur Technikgeschichte"
von Moesta und Franke, da dort viele Passagen aus dem erst genannten Buch wieder auftauchen. (Dieses Buch habe ich allerdings (noch) nicht.)

Es handelt sich um lydische Münzen.
Lydien nannte man den westlichsten Teil der heutigen Türkei um 600 v.Chr.
Das Gold stammt aus einem Flüsschen namens Paktolos bzw. Pactolus und weist diese typischen Platin-/Iridiumverunreinigungen auf. Diese verunreinigenden Metalle haben einen viel höheren Schmelzpunkt als das Gold und gingen darum beim Schmelzen des Goldes nicht mit diesem in Legierung.

Beste Grüße
BlackLabel

Offline Nordnugget

  • Oberrat
  • *****
  • Beiträge: 282
Re: Quelle Foto: Platinkörner in Regenbogenschüsselchen
« Antwort #5 am: Mai 10, 2021, 23:33:06 Nachmittag »
Hi,
Danke für eure Antworten. Da hab ich ein bisschen was zu lesen.
Ich bin mir ziemlich sicher das es keltisch war, da ein es (wenn ich mich richtig erinnere) im Zusammenhang mit dem Fund von Platinflittern im Rhein gezeigt wurde und es diskutiert wurde ob der Ursprung des verwendeten Goldes der Rhein sein könnte. Aber meine Erinnerung kann mich auch trügen und es könnte nur ein Beispielbild gewesen sein.
Ich beschäftige mich ja seit einiger Zeit mit Mikrometeoriten. Im I-Typ kommen kleine Einschlüsse von PGE vor die sich in zwei Gruppen teilen lassen je nach Legierungsanteilen. Diese Einschlüsse sind sehr klein (mikrometer) und recht selten, Ca 10% alle I Typ Spherulen beinhalten diese.
Ich habe mich nur in einer schlaflosen Nacht gefragt ob es dort vielleicht in Einzelfällen Übereinstimmungen in den Legierungsbestandteilen gibt.
Ist nur eine fixe Idee, aber ich wollte mal ein paar Daten sammeln und sichten.
Eure Literaturhinweise und Ideen helfen dabei sehr weiter.
Viele Grüße Jens

 

   Impressum --- Datenschutzerklärung