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Leben „in vitro“

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Mettmann:
O daß wir unsere Ururahnen wären.
Ein Klümpchen Schleim in einem warmen Moor.
Leben und Tod, Befruchten und Gebären
glitte aus unseren stummen Säften vor.

 :prostbier:

Wunderkammerad:
Der gute Onkel, Verzeihung: Oheim Gottfried war schon auch auf der Spur. Aber da ist alles schleimig, fluid, warm, moorig, gar südlich, blau, entgrenzend - es fehlt das Kristalline, das Glas. Das aber haben wir doch gerade geliefert bekommen.

*Notizanmichselbst* Der Oheim fehlt. Der Count fehlt. Viele fehlen mittlerweile.

Mettmann:
Homunculi, homuncula...

Die Wagnersche Ursuppenküche, wie wir sie früher kannten:
http://www.evolution-textbook.org/content/free/figures/04_EVOW_Art/06_EVOW_CH04.jpg

Murchison, Tagish Lake und Murray hat sich Herr Oba angeschaut (sind die nicht besonders wasserreich?):
https://www.sciencenews.org/article/all-of-the-bases-in-dna-and-rna-have-now-been-found-in-meteorites

Hui, Studentenglück! Bald 50 Jahre später hat einer noch etlich weitere Aminosäuren in Millers gesammeltem Originalschlonz neuentdeckt:
https://www.nytimes.com/2008/10/17/science/17life.html

Also ein bisserl safteln schadet nix...

Dareuf einen Seidel
 :prostbier:
Mettmann

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