Autor Thema: Meteorit Oldenburg (1930)  (Gelesen 27892 mal)

Offline rbartoschewitz

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Re: Meteorit Oldenburg (1930)
« Antwort #45 am: August 03, 2013, 17:39:22 nachm. »
Es ist ein Trauerspiel mit den verschollenen und verschwundenen deutschen Meteoriten, doch Oldenburg ist ein ganz besonderer Fall - es ist, soweit ich weiss, der einzige deutsche Meteorit, der unter Denkmalschutz steht!

Konrad Meyer liess 1930 den Meteoriten unter Denkmalschutz stellen. 1996 stand er noch in der Denkmalschutzliste des Oldenburgischen Landes als bewegliches Denkmal mit der laufenden Nr. 71 (und ich vermute auch heute noch):
"Gemeinde Garrel: Schule Nikolausdorf
Beschreibung: Meteorgestein im Gewicht von etwa 12,25 kg
Verfügungsberechtigter: Museumsdorf Cloppenburg"

Soweit ich weiss, ist eine Umschreibung des Verfügungsberechtigten bislang noch nicht erfolgt und das Museumsdorf Cloppenburg steht immer noch in der Verantwortung für das komplette Denkmalschutzobjekt! Wenn ich das richtig sehe, rechtlich auch für den Stein Beverbruch, der ja glücklicherweise bei Münchner Mineralientage verblieb und nicht weiter verkauft wurde!

Gruss,

Rainer

Offline DAG648

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Re: Meteorit Oldenburg (1930)
« Antwort #46 am: August 03, 2013, 22:52:16 nachm. »
Hallo Zusammen,

wenn ich das richtig in Erinnerung habe bezieht sich o.g. von Rainer genannter Eintrag in der Denkmalschutzliste sogar ausschließlich auf das Fragment von Beverbruch und das Fragment von Bissel taucht als eigener separater Eintrag in gleicher Liste zusätzlich auf. Die Unterlagen hierzu habe ich allerdings im Büro, so dass ich grad keine definitiven Daten und Seitenzahlen nennen kann.

Hoffe sehr, dass der vielfältige Einsatz in Sachen des verschollenen Stückes nicht abreißt und auch der Bisseler Stein wieder auftaucht!

Grüße,
Alex


Offline rbartoschewitz

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Re: Meteorit Oldenburg (1930)
« Antwort #47 am: August 03, 2013, 23:25:26 nachm. »
Der Denkmalschutz gilt für beide Stücke, auch wenn die Gewichtsangabe nicht o.k. ist:

der damaliger Denkmalpfleger Dr. von Buttel-Reepen schreibt in seinem Bericht in deOldenburger Jahrbuch des Vereins für Altertumskunde und Landesgeschichte 1930 folgendes:
"Als Denkmalpfleger hatte ich auf Grund des Denkmalschutzgesetzes die Verpflichtung zu beantragen, daß beide Steine unter Denkmalschutz gestellt würden, vor allen Dingen auch, um ein Auseinandergehen zu verhüten, welche Möglichkeit bereits durch die Bemühungen des Reflektanten aus Hannover in größte Nähe gerückt war.“

Ich denke, dass rechtlich gesehen, das Freilichtmuseum Cloppenburg hier dringend aktiv werden muss, allein schon um aus der Verantwortung des Beverbrucher Stückes heraus zu kommen. Ich teilte dies bereits Ende der 90er Herrn Dr. Ottenjann und Frau Meyer, die "ihren" Stein aus dem Museum zurück holte, mit, doch soweit ich weiss, passierte nichts.

Viele Grüsse,

Rainer

Offline bolidechaser

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Re: Meteorit Oldenburg (1930)
« Antwort #48 am: August 05, 2013, 15:03:43 nachm. »
Hallo Rainer, Alex und Norbert,

der Umstand, daß die beiden Oldenburg (1930) Fragmente unter Denkmalschutz stehen, zeichnet
diese Meteorite natürlich als besonders schützenswert aus. Ein umso größerer Skandal ist es,
daß solch ein wertvolles Exponat wie der 4,84 kg schwere Bissel-Meteorit - trotz "fieberhafter
Suche", die nun schon über 18 Monate andauert - nicht mehr aufzufinden ist.

Eigentümer des "Bissel" ist das Museumsdorf Cloppenburg. Nach Ausleihe dieses Meteoriten zu
einer Sonderausstellung zum Jahreswechsel 2000/2001 ist der Meteorit jedoch offensichtlich
im Oldenburger Landesmuseum Natur und Mensch verblieben. Es gibt zahlreiche Belege, daß der
"Bissel" im Museum Oldenburg zuletzt öffentlich gesehen worden ist. Einen Nachweis, daß dieser
Meteorit von den Oldenburgern zurück ans Museumsdorf Cloppenburg gebracht wurde  (oder auch
nur die glaubhafte Erinnerung an diesen Rücktransport!) sind die Verantwortlichen im Oldenburger
Landesmuseum (Direktor Dr. Becker und Kurator Dr. Beichle) bislang schuldig geblieben.

Kuratoren-Kollegen haben übrigens dem Leiter des Museumsdorfs Cloppenburg dringend angeraten,
durch ein offizielles Schreiben die Herausgabe des "Bissel" vom Oldenburger Landesmuseum Natur
und Mensch zu fordern, um ihren Rechtsanspruch an diesem wertvollen Meteorit zu wahren.
Nur dann steht das Oldenburger Museum nicht nur moralisch, sondern auch rechtlich in der Ver-
pflichtung, für den Verlust des Meteoriten Rechenschaft abzulegen.

Anmerkung: Es stimmt, daß der Oldenburg (1930) Meteorit unter lokalem Denkmalschutz steht.
In diesem Zusammenhang sollte aber nicht unerwähnt bleiben, daß ein anderer deutscher Meteorit,
nämlich der "Neuschwanstein I" nicht nur als lokales Denkmal, sondern als "Kulturgut Deutschlands"
eingestuft wurde: siehe Karin von Welck: „Ein Meteorit aus den Bayerischen Alpen“, Tätigkeits-
bericht 2001-2003 der KulturStiftung der Länder, 2004, p. 28-29.

Aber letztlich geht es hier nicht um Diskussionen über Denkmalschutz oder Kulturgut, sondern darum,
wie gewissenhaft und verantwortlich manche Museen mit Meteoriten umgehen und vor allem darum,
daß nichts unversucht bleibt, um den verlorenenen BISSEL möglichst wieder zu finden.

Viele Grüße

Dieter





Offline DAG648

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Re: Meteorit Oldenburg (1930)
« Antwort #49 am: August 05, 2013, 17:23:45 nachm. »
Hallo,

zur Vervollständigung meines Forenbeitrags vom Wochenende, hier die mir vorliegenden Angaben aus einer älteren Denkmalliste:

Tantzen, R. (1955): Die Denkmallisten des Oldenburger Landes. Oldenburger Jahrbuch 55: 135-191.

S. 147:
Meteorgestein im Gewicht von etwa 4850 g.
Lage: Halenhorst, Verfügungsberechtigter: Johann Schnieders, Landwirt, Halenhorst, Lfd. Nr. der Denkmalliste: 72
S. 188:
Meteorgestein im Gewicht von etwa 12,25 kg.
Lage: Schule Nikolausdorf, Verfügungsberechtigter: Museumsdorf Cloppenburg, Lfd. Nr. der Denkmalliste: 71

Grüße,
Alex

Offline ironsforever

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Re: Meteorit Oldenburg (1930)
« Antwort #50 am: August 05, 2013, 22:43:17 nachm. »
Hallo,

was macht eigentlich die Staatsanwaltschaft in diesem Fall?
Oder weiß man da etwa noch nichts vom tragischen "Verlust"?
Gibt es einen Anzeigenerstatter?
Wenn nicht, würde sich mir ein recht übles Szenario aufdrängen...

Sorry, aber "sowas" geht doch nicht verloren, ohne das hier einer die Verantwortung zu übernehmen hat. :ehefrau:

Gruß,
Andi :prostbier:
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Offline bolidechaser

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Re: Meteorit Oldenburg (1930)
« Antwort #51 am: August 06, 2013, 10:41:54 vorm. »
Hallo Andi,

die "causa Bissel" ist unseres Wissens bei der Staatsanwaltschaft noch NICHT aktenkundig.

Im Juli habe ich mich mal mit zwei deutschen Kuratoren von Meteoriten/Mineralien-Sammlungen
beraten. Beide haben mir empfohlen, dem Direktor des Museumsdorfes Cloppenburg folgendes
anzuraten: Er sollte schleunigst vom Oldenburger Landesmuseum Natur und Mensch OFFIZIELL
die Rückgabe des "Bissel" fordern. Und zwar mit Setzen einer Frist und ggf. einer Nachfrist.
Nur dann könnte die Stiftung des Museumsdorfes Cloppenburg ggf. auch rechtliche Schritte
gegen das Oldenburger Museum einleiten. Erst dann wird die Staatsanwaltschaft vom Verlust
des Oldenburger Landesdenkmals "Bissel" erfahren.

Inzwischen habe ich dem Direktor des Museumsdorfes Cloppenburg, Herrn Prof. Dr. Uwe Meiners,
diesen wohlgemeinten Rat seiner Kollegen schriftlich mitgeteilt. Ich hoffe sehr, daß die Stiftung
des Cloppenburger Museumsdorfes diesem Ratschlag bald folgen wird.

Viele Grüße

Dieter

Offline ironsforever

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Re: Meteorit Oldenburg (1930)
« Antwort #52 am: August 06, 2013, 13:25:04 nachm. »
Hallo Dieter,

das Schreiben am Besten mit Einschreiben/ Rückschein versenden, sonst gibt's ein weiteres Geplänkel wegen dem angeblichem Verlust eines Anspruchsschreibens.

Nach erfolglosem Ablauf einer angemessenen Frist sollte das Museumsdorf m. E. gleich aus allen Rohren schießen: Zivilrechtlich, aber auch strafrechtlich. Die StA wird ein öffentliches Interesse wohl kaum verneinen können. Schließlich geht es hier um "unser" öffentliches Eigentum. Die Kosten der strafrechtlichen Verfolgung und Ermittlung trägt damit der Staat.

Je mehr Zeit nun ungenutzt vergeht, umso mehr Gras wächst über eine Sache. Wenn von Seiten des Museumsdorfs kein Interesse an einer zielgerichteten Verfolgung der causa Bissel besteht, drängt sich auf, dass offenbar auch da was nicht mit rechten Dingen zugeht.

Gruß,
Andi :prostbier:
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Offline Norbert

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Re: Meteorit Oldenburg (1930)
« Antwort #53 am: August 06, 2013, 17:27:37 nachm. »
Problem ist halt, dass der "Verlust" dem Museumsdorf in Cloppenburg wohl erst nach 11 Jahren aufgefallen ist. Noch im vergangenen Jahr meinte der Direktor Prof. Meiners zur Münsterländischen Tageszeitung, der Stein würde sich im Archiv befinden, könne aber derzeit nicht gefunden werden: möglicherweise habe ein Mitarbeiter ihn mit einem altertümlichen Steinbeil verwechselt. "In der Sammlung befinden sich rund 20.000 Einzelstücke, und das macht die Suche so mühsam", klagte Prof. Meiners der Zeitung im Juli 2012.

Nun nach 12 Jahren eine Rückgabe vom Oldenburger Landesmuseum zu fordern, wo man ihn im eigenen Hause nicht mehr finden kann, klingt eher unglaubwürdig. Meiner Ansicht liegt hier kein kriminelles Delikt vor, sondern es handelt sich schlicht um Schlamperei in einem oder beiden Museen, zumindest eine grobe Verletzung der Sorgfaltspflicht von seiten des Cloppenburger Museums. Sollte der Stein tatsächlich im Jahr 2001 nicht von der Ausstellung in Oldenburg zurück gekehrt sein, so wäre es die Aufgabe des Herrn Prof. Meiners gewesen (er war damals schon im Amt!) diesen zeitnah einzufordern.  

Leider scheint man den kulturellen Wert von Meteoriten wenig zu schätzen: Wäre z.B. die Krone Ottos III. aus dem Domschatz in Essen verschwunden, stünde das in allen Zeitungen.

Offline Andyr

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Re: Meteorit Oldenburg (1930)
« Antwort #54 am: August 06, 2013, 18:25:20 nachm. »
Da muss man sich ernsthaft fragen, ob die Direktorenstelle derzeit mit einer geeigneten Person besetzt ist. :gruebel:

Offline ironsforever

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Re: Meteorit Oldenburg (1930)
« Antwort #55 am: August 06, 2013, 19:40:01 nachm. »
Zitat
Problem ist halt, dass der "Verlust" dem Museumsdorf in Cloppenburg wohl erst nach 11 Jahren aufgefallen ist. Noch im vergangenen Jahr meinte der Direktor Prof. Meiners zur Münsterländischen Tageszeitung, der Stein würde sich im Archiv befinden, könne aber derzeit nicht gefunden werden: möglicherweise habe ein Mitarbeiter ihn mit einem altertümlichen Steinbeil verwechselt. "In der Sammlung befinden sich rund 20.000 Einzelstücke, und das macht die Suche so mühsam", klagte Prof. Meiners der Zeitung im Juli 2012.

Na toll! Da scheint ja in beiden Institutionen ein fragwürdiges Inventarsystem zu existieren. Wenn sich nun beide Institutionen gegenseitig versuchen, den schwarzen Peter zuschieben, entbindet das keinen von seiner eigenen Verantwortung am Verlust:

Es wurde vom Museumsdorf eingeräumt, dass der Verlust erst nach 11 Jahren auffiel. Das ist bereits ein Organisationsverschulden, das nach Konsequenzen verlangt. Die ordnungsgemäße Rückgabe eines wichtigen Exponats wurde nicht ausreichend überwacht.

Hinzu kommt, dass offenbar Unwissende im Museumsarchiv umherspazieren und irgendwelche Stücke nach Wahl entnehmen, um sie dann wieder irgendwo anders abzulegen? Auch das wird hier eingeräumt. Auch in diesem Bereich handelt es sich um ein Organisationsverschulden.
Und wenn man schon eine solche Erklärung als "Rechtfertigung“ auftischt, sollte man sich schleunigst mal in die "Abteilung Steinbeile" bequemen und nachsehen (was die Sucharbeit auch definitiv einschränken würde).

Möglich, dass es 20.000 Einzelstücke gibt, aber auch das ist auch keine Entschuldigung, dass Bissel verloren ging. Bissel war schließlich kein Micro- oder Bessey-Speck. Schon aufgrund der Größe des Stückes dürfte sich eine Suche weit einfacher gestalten, als hier entschuldigend ausgeführt. Es scheint, dass man durch diese Aussage alles nur weiter auf die lange Bank schießen will á la "es braucht Zeit, um 20.000 Stücke zu untersuchen, fragen Sie in 5 Jahren nochmal an".

Und schließlich stellt sich die Frage, warum weder im Museumsdorf noch in Cloppenburg eine Übergabequittung existiert. Dieses Versäumnis ist beiden Institutionen zum Vorwurf zu machen, sodass es auf die Frage nicht mehr ankommt, ob auch in Cloppenburg ein ähnliches Chaos im Archiv herrscht.

Ich bin fassungslos, wie sorglos hier mit wertvollem und unwiederbringlichem öffentlichem Eigentum und bislang ohne geringste Konsequenz für die Verantwortlichen umgegangen wird. :ehefrau:

P.S.: Was wohl passiert, wenn man in der Abteilung Meteorite ein Steinbeil findet? Davon wird man wohl nie erfahren...
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Offline gsac

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Re: Meteorit Oldenburg (1930)
« Antwort #56 am: August 06, 2013, 20:07:59 nachm. »
Leider scheint man den kulturellen Wert von Meteoriten wenig zu schätzen: Wäre z.B. die Krone
Ottos III. aus dem Domschatz in Essen verschwunden, stünde das in allen Zeitungen.

Spricht eigentlich etwas dagegen, Norbert, die Dinge in der Tat öffentlich zu machen,
wenn ansonsten offensichtlich rein gar nichts passiert? Das ist doch ein kleiner
Skandal, oder auch ein ziemlich großer Skandal - je nach Perspektive des Betrachters.

Den Kuratoren sollten die Konsequenzen bewußt sein. Wurden sie mal auf diese Diskussion
hier hingewiesen? Wäre vielleicht sogar hilfreich...

Du schreibst weiter oben:

"Am 31. August 2013 feiert das Dorf Bissel (Gemeinde Großenkneten, 23 km südlich von
Oldenburg) sein 200jähriges Bestehen. Im Rahmen der Festlichkeiten soll das gleichnamige
Meteoritenstück ausgestellt und beim Festumzug mitgeführt werden, wie im Jahr zuvor das
Stück Beverbruch in Beverbruch. Gleichzeitig gibt es Überlegungen an der Einschlagsstelle
ein Denkmal zu errichten."

Das ist immerhin in nur gut drei Wochen!!

Offline Norbert

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Re: Meteorit Oldenburg (1930)
« Antwort #57 am: August 06, 2013, 20:38:37 nachm. »
Genau, vom 30. August bis 1. September feiern die Bisseler ihr 200jähriges Bestehen und wollten natürlichen "ihren" Meteoriten ausstellen bzw. beim Festumzug mitführen, wie das mit dem Bruder Beverbruch im vergangenen Jahr dank der Hilfe von Familie Heinlein schon geschehen war. Ich denke, ja ich hoffe, spätestens dann kommt der Stein auch in den Medien ins Rollen. Hier eine aktuelle Info der Bisseler Dorfgemeinschaft: "Der Meteorit kann leider nicht ausgestellt werden, da er immer noch verschwunden ist..." http://www.dorfgemeinschaft-bissel.de/dorfgeschichte/der-meteorit/


Offline gsac

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Re: Meteorit Oldenburg (1930)
« Antwort #58 am: August 06, 2013, 20:55:22 nachm. »
Dann wäre diese Dorfgemeinschaft Bissel (...mit etwas Anschub vielleicht!) doch gut beraten,
dieses jetzt an die lokale oder auch die regionale Presse zu lancieren, damit es überhaupt mal
allgemein bekannt wird und es zu einer Diskussion kommt, die letztlich dann auch die Kuratoren
der betroffenen Institutionen erreicht, die eigentlichen Verantwortlichen für das Desaster, die
man freilich separat in die Pflicht nehmen sollte, wie Andi das oben schrieb.

Immerhin ist es eine 200-Jahr-Feier!!! Und da wäre es doch eine Selbstverständlichkeit, das
Fallgeschehen nicht nur in der Dorfchronik, sondern auch am Tag der Feier wirklich angemessen
zu würdigen.

Niemand indes wird "von außen" die Freude an dieser Feier trüben wollen. Da sollten die Bisseler
schon selbst in die Hufe kommen, im ureigenen Interesse. Na gut, ich kenne die Niedersachsen,
bin ja selber einer seit Jahrzehnten, wenn auch nur zugereist, aber mir sind die Dorfidyllen und
ihre Rituale nun wahrlich nicht gänzlich unbekannt. Mag auch sein, daß sie die Bedeutung dieses
Falls für ihr Dorf unterschätzen, sonst hätten sie doch längst Hebel in Bewegung gesetzt...

Alex

Offline ironsforever

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Re: Meteorit Oldenburg (1930)
« Antwort #59 am: August 06, 2013, 21:11:18 nachm. »
Zitat
damit es überhaupt mal
allgemein bekannt wird und es zu einer Diskussion kommt, die letztlich dann auch die Kuratoren
der betroffenen Institutionen erreicht,

Das wäre fein, da dann auch mit Sicherheit die Staatsanwaltschaft davon Wind bekommt und möglicherweise von Amts wegen ein Ermittlungsverfahren, z.B. wegen Unterschlagung, einleiten wird  :pro:
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