Autor Thema: Meteoritensuche in Deutschland wirklich vergebens?  (Gelesen 50596 mal)

drei_kaese_hoch

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Meteoritensuche in Deutschland wirklich vergebens?
« am: Januar 04, 2008, 17:36:38 Nachmittag »
Hallo an alle Leser,
Gleich vorab, ich habe die Beiträge zum Thema schon gelesen. Aber eben genau aus diesem Grund muss ich ein neues Thema beginnen. Leider gibt es unzählige Beiträge und immer wieder stelle ich fest, dass der, der eine Frage gestellt hat nur wenige Antworten bekommen hat, oder nur das nötigste und einge andere Mitglieder dann vom Thema abgekommen sind und die Beiträge dann oftmals nichts mehr mit der eigentlichen Frage zu tun hatte.

Ich Frage mich immer wieder, ob es wirklich aussichtslos ist in Deutschland nach Meteoriten zu suchen. Ein Beitrag hat mich motiviert. Der nächste Beitrag hat mich wieder demotiviert. Ich erfahre dann immer wieder von gelungenen Suchaktionen und im anderen Beitrag wieder das gleiche, alles aussichtslos.

Was ist denn nun? z.B. Schwanstein... 3 wurden (offiziell) gefunden. Gelesen habe ich aber das mindestens 10 Fragmente gelandet sein sollen.
Lohnt es sich nach so einer langen Zeit noch dort zu suchen? Ich meine, ich für meinen Teil denke JA. Warum nicht? Soooo schnell verwittert doch ein sagen wir mal 1kg Brocken nicht oder!?
Da das Gebiet ja teilweise sehr schwierig zu besteigen ist, vermute ich, dass niemand das Risiko eingegangen ist, dort zu suchen wo es etwas riskanter ist. Büsche, Sträucher, alles Wege, die ein Meteorit genommen haben kann, ohne das man ein Einschlagskrater sieht.

Wahrscheinlich sind einige von Euch genervt von solchen Fragen. Aber ich kann zu meiner Verteidigung sagen, dass ich bevor ich geschrieben habe bis Seite 8 gekommen bin und nicht so wirklich Informiert bin. Eben wegen der ganzen (sorry) teilweise unnützen antworten. Oder vom Thema abgewichenen Antworten. Ich bin noch ein drei_kaese_hoch in dieser Materie.

Mir ist das Thema recht Ernst und würde mich freuen, eine direkte Antwort zu erhalten.

In diesem Sinne
drei_kaese_hoch











Offline MarkV

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Re: Meteoritensuche in Deutschland wirklich vergebens?
« Antwort #1 am: Januar 04, 2008, 18:08:24 Nachmittag »
Hallo,
man muss da unterscheiden: Wenn du einfach so die Felder nach Meteoriten absuchst, wirst du nichts finden. Die Wahrscheinlichkeit ist zu gering.

Anders verhält es sich, wenn du gezielt in den Streuellipsen von verganenen Meteoritenfällen suchst. Da ist die Wahrscheinlichkeit dann wesentlich höher. Nur gibt es in Deutschland nicht sehr viele Streufelder, wo sich jetzt noch die Suche lohnen könnte. Wir hatten in den letzten Jahrhunderten keinen Fall wie Pultusk in Polen, wo einige tausend Steine gefallen sind. Neuschwanstein: Es kann gut sein, dass dort noch ein oder zwei Steine liegen. Aber in dem Gelände jetzt nach über 5 Jahren noch etwas zu finden, das wird äusserst schwierig sein. Unmöglich ist es aber nicht.
Ich war über Weihnachten in Vechta und hatte meinen Weihnachtsspaziergang in das Streufeld zwischen Bissel und Beverbruch verlegt. Ich habe mir dort die Steine, mit denen die Bauern gerne ihre Hofeinfahrten flankieren, genauer angesehen. Hätte ja sein können, dass dort in den letzten 50 Jahren noch jemand einen Meteorstein vom Feld geräumt hat. Gefunden habe ich nichts, aber ich war auch nur für zwei Stunden dort und es war mehr ein Spaziergang als gezielte Meteoritensuche. Ich hatte allerdings erst danach gelesen, dass die beiden Meteoriten, die dort gefunden wurden, genau aneinander passen. Von daher sind dort vermutlich auch nur zwei Steine gefallen und die Chancen noch etwas zu finden sind extrem gering.
In der Schweiz könnte es sich lohnen, mal die Gegend von Twannberg mit einem Metalldetektor abzusuchen. Dort wurden jetzt immerhin schon drei Eisenmeteorite gefunden. Wahrscheinlich liegt dort noch mehr.


Grüsse,
Mark

drei_kaese_hoch

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Re: Meteoritensuche in Deutschland wirklich vergebens?
« Antwort #2 am: Januar 04, 2008, 18:26:24 Nachmittag »
Lieber Mark,

vielen Dank für die Antwort.
Die Aussage, dass ca. 10 Fragmente runter gekommen sind, laß ich in irgendein Bericht, den ein Wissneschaftler geschrieben hat. Wenn du schreibst, das 2 zusammen gepaßt haben, es deshalb eher unwahrscheinlich ist mehr zu finden, dann kommt doch zwangsläufig die Frage auf, was ist mit dem dritten?

Mir will das einfach nicht in den Kopf rein, dass sehr viele Astronomen oder Wissenschaftler behaupteten, es seien mehr runter gekommen. Weil nur 3 gefunden wurden, heißt es, das wars. Amateure (die leider auch oft auch recht haben) sagen ja und nein. Natürlich verstehe ich, wenn du sagst, dass es unwahrscheinlich ist. Aber wie gesagt, ich kann es einfach nicht glauben. Wie kommt ein Wissenschaftler dazu zu sagen, es waren ca. 10 Fragmente? Hey, ein Wisenschaftler! Einer der mit dem Fall vertrauter ist wie du und ich!?

grüßle drei_kaese_hoch

drei_kaese_hoch

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Re: Meteoritensuche in Deutschland wirklich vergebens?
« Antwort #3 am: Januar 04, 2008, 18:35:52 Nachmittag »
Ich hatte allerdings erst danach gelesen, dass die beiden Meteoriten, die dort gefunden wurden, genau aneinander passen. Von daher sind dort vermutlich auch nur zwei Steine gefallen und die Chancen noch etwas zu finden sind extrem gering.


ich nun wieder, vergiss die Frage nach dem dritten Stein ;-), das war ja ein ganz anderes Thema ;-) sorry, ich war beim lesen zu sehr in schwangau

MeteoritenanundVerkauf

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Re: Meteoritensuche in Deutschland wirklich vergebens?
« Antwort #4 am: Januar 05, 2008, 18:47:02 Nachmittag »
Kurze Anmerkung meinerseits zum Thema:

Ich habe schon 3 "Erscheinungen" gehabt. Der Bolide von vor ein paar Jahren. Is ja vermutlich irgendwo in Hessen runtergekommen. Dann habe ich bei Abendspaziergängen noch 2 andere "ausserirdische Erscheinungen" gehabt. Ein mal einen Boliden, der von hier aus in Richtung Frankfurt/M. zu sehen war. Ich hab da ganz toll das Zerplatzen des noch glühenden Brockens in mehrere Fragmente beobachten können.

Und last but not least - vor ziemlich genau 3 Jahren praktisch hier fast vor der Haustüre beim "Abendluft -Schnuppern" ein Stück fallen sehn (Was mir zwar keiner glauben mag - weils ja soooo selten) Aber egal: Ich weiss was ich gesehen hab.

Um auf den Punkt zu kommen; selbst wo ich das Teil (was es auch sein mag) noch leicht orangerot glühend hab fallen sehen und den Bereich auf gut 1 qKM eingrenzen kann (Zeitunterschied der glühenden Erscheinung bis zum Eintreffen des Pfeiffens) - was soll ich sagen: Ich find das Drecksding nicht ! 

Is zum verrückt werden. War schon zig male auf dem Acker. Sogar mit Detektor. Aber was soll ich sagen. In Deutschland is das echt ein unmögliches Unterfangen - SOGAR wenn du weisst - WO das Teil ungefähr runter gekommen ist.

Grund: In D brauchst du gut eine Stunde für ca. 50 Qm Suche. Warum ? Weil du alle 3-5 Meter irrrrrrrrgendwas findest. Kronkorken, ne Menge Fuhrwerksbeschlagteile, Nägel, ÄXTE, Kaugummipapierchen usw. u.s.fort.  Is echt ne Plackerei. Selbst wenn der Acker frisch gepflügt wurde ! Ich bring regelmäßig ca. 3-4 Kilo je Session an Eisenschrott mit heim. Gut; die Chinesen wirds freun - geht ja alles ins Recycling.

Aber mich macht dat narrisch ! 

Auf "stillgelegten" Wiesen noch schlimmer. Da kämpfst du dich durch die Grasnarbe um 25 Minuten später n Reichspfennig von 1926 in der Hand zu halten.

Im Wald ? Noch schlimmer. Ein mal hab ich scharfe US - MG Munition gefunden. Gott bewahr... Ein anderes Mal: superstarkes Signal - große Tiefe... (so was kriegt man mit der Zeit raus und kanns einschätzen). Ich also voll euphorisch losgegraben. Dicke Baumwurzeln zerhackt und nach gut einem Meter Tiefe... na - Lust zu raten ? 

Ich hab einen Blecheimer - gefüllt mit Prozellanschrott ausgebuddelt. Angesichts des Dekors schätze ich um 1950 rum. Frage nur; was fürn Spacko vergräbt Porzellanschrott gut einen Meter unter Grund ?  Weit und breit kein Haus ???!!!

Grrrr.....

Ne ne - stimmt schon.  Meteoritensuche in D frustet nur. Und da kann dir selbst eine hochwertige Suchspule nit helfen, weil du ja JEDEN Mist ausgraben musst. Edelmetalluntescheidung hülft ja nur bei Goldmeteoriten  ;)  Chr chr chr. Humor is wenn man trotzdem Lacht. Also; da in D genausoviele Meteorite fallen wie anderswo - man sie aber nicht finden tut - macht das Suchen zwar Freude im Sinne von "Bewegung macht frei" - aber eben nicht glücklich im Sinne von "ich finde mir meinen eigenen Meteoriten". Da musste dann doch paar tausend Euro in die Hand nehmen und in die Wüste fahrn.

Oder im Ebay suchen. Oder besser noch - mal nach Ensisheim fahrn !

Gruß aus Franken - Micha
« Letzte Änderung: Januar 05, 2008, 19:04:04 Nachmittag von MeteoritenA&V »

drei_kaese_hoch

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Re: Meteoritensuche in Deutschland wirklich vergebens?
« Antwort #5 am: Januar 06, 2008, 14:12:27 Nachmittag »
Kurze Anmerkung meinerseits zum Thema:

Ich habe schon 3 "Erscheinungen" gehabt. Der Bolide von vor ein paar Jahren. Is ja vermutlich irgendwo in Hessen runtergekommen. Dann habe ich bei Abendspaziergängen noch 2 andere "ausserirdische Erscheinungen" gehabt. Ein mal einen Boliden, der von hier aus in Richtung Frankfurt/M. zu sehen war. Ich hab da ganz toll das Zerplatzen des noch glühenden Brockens in mehrere Fragmente beobachten können.

Und last but not least - vor ziemlich genau 3 Jahren praktisch hier fast vor der Haustüre beim "Abendluft -Schnuppern" ein Stück fallen sehn (Was mir zwar keiner glauben mag - weils ja soooo selten) Aber egal: Ich weiss was ich gesehen hab.

Um auf den Punkt zu kommen; selbst wo ich das Teil (was es auch sein mag) noch leicht orangerot glühend hab fallen sehen und den Bereich auf gut 1 qKM eingrenzen kann (Zeitunterschied der glühenden Erscheinung bis zum Eintreffen des Pfeiffens) - was soll ich sagen: Ich find das Drecksding nicht ! 

Is zum verrückt werden. War schon zig male auf dem Acker. Sogar mit Detektor. Aber was soll ich sagen. In Deutschland is das echt ein unmögliches Unterfangen - SOGAR wenn du weisst - WO das Teil ungefähr runter gekommen ist.

Grund: In D brauchst du gut eine Stunde für ca. 50 Qm Suche. Warum ? Weil du alle 3-5 Meter irrrrrrrrgendwas findest. Kronkorken, ne Menge Fuhrwerksbeschlagteile, Nägel, ÄXTE, Kaugummipapierchen usw. u.s.fort.  Is echt ne Plackerei. Selbst wenn der Acker frisch gepflügt wurde ! Ich bring regelmäßig ca. 3-4 Kilo je Session an Eisenschrott mit heim. Gut; die Chinesen wirds freun - geht ja alles ins Recycling.

Aber mich macht dat narrisch ! 

Auf "stillgelegten" Wiesen noch schlimmer. Da kämpfst du dich durch die Grasnarbe um 25 Minuten später n Reichspfennig von 1926 in der Hand zu halten.

Im Wald ? Noch schlimmer. Ein mal hab ich scharfe US - MG Munition gefunden. Gott bewahr... Ein anderes Mal: superstarkes Signal - große Tiefe... (so was kriegt man mit der Zeit raus und kanns einschätzen). Ich also voll euphorisch losgegraben. Dicke Baumwurzeln zerhackt und nach gut einem Meter Tiefe... na - Lust zu raten ? 

Ich hab einen Blecheimer - gefüllt mit Prozellanschrott ausgebuddelt. Angesichts des Dekors schätze ich um 1950 rum. Frage nur; was fürn Spacko vergräbt Porzellanschrott gut einen Meter unter Grund ?  Weit und breit kein Haus ???!!!

Grrrr.....

Ne ne - stimmt schon.  Meteoritensuche in D frustet nur. Und da kann dir selbst eine hochwertige Suchspule nit helfen, weil du ja JEDEN Mist ausgraben musst. Edelmetalluntescheidung hülft ja nur bei Goldmeteoriten  ;)  Chr chr chr. Humor is wenn man trotzdem Lacht. Also; da in D genausoviele Meteorite fallen wie anderswo - man sie aber nicht finden tut - macht das Suchen zwar Freude im Sinne von "Bewegung macht frei" - aber eben nicht glücklich im Sinne von "ich finde mir meinen eigenen Meteoriten". Da musste dann doch paar tausend Euro in die Hand nehmen und in die Wüste fahrn.

Oder im Ebay suchen. Oder besser noch - mal nach Ensisheim fahrn !

Gruß aus Franken - Micha

Hallo Micha,
dass nenne ich Frust, gepaart mit Humor. So ist das aber eben mit der Meteoritensuche. Trotzdem bin ich sicher, dass auch in Deutschland irgendwo Meteorien schlummern die einfach nur gefunden werden wollen und auch hier und da noch gefunden werden.
Du bist scheinbar so ein  Ehrgeiziger Kandidat der irgendwann einen finden wird  :fluester: ;-). Ich auch  :einaugeblinzel:. Denn unser Team startet im Sommer für 2 Wochen. ... Wir MÜSSEN nen Meteoriten finden, denn wir haben einen absolut unerfahrenen Mann dabei (Mitläufer), der sich jetzt schon mächtig einen ablacht  :lacher:. Gut, ich bin jetzt auch nicht einer von denen, der jeden Meteorit kennt, aber es ist seit einigen Jahren ein Hobby von mir und man eignent sich doch einiges an.

Für mich stehen sowieso nur Meteoriten aus Deutschland im Vordergrund.
Deshalb freue ich mich über die Antworten und Erfahrungen von Euch. Vielen Dank dafür!

Grüße drei_kaese_hoch


Offline gsac

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Re: Meteoritensuche in Deutschland wirklich vergebens?
« Antwort #6 am: Januar 06, 2008, 14:37:26 Nachmittag »
Ich Frage mich immer wieder, ob es wirklich aussichtslos ist in Deutschland nach Meteoriten zu suchen. Ein Beitrag hat mich motiviert. Der nächste Beitrag hat mich wieder demotiviert. Ich erfahre dann immer wieder von gelungenen Suchaktionen und im anderen Beitrag wieder das gleiche, alles aussichtslos.

Es ist insgesamt wirklich ziemlich aussichtslos - es sei denn, es passiert so etwas wie der
Neuschwanstein-Fall, den Du ja erwähnst. Das Ereignis ist hier aber sehr gut dokumentiert
durch mehrere Kameras und die Spezialisten konnten die Suchellipse eingrenzen. So etwas
ist wirklich selten, und die paar Fälle, bei denen man das auch noch konnte, kannst Du an den
Fingern abzählen. Eine gezielte Meteoriten-Suche ohne Anhaltspunkte hierzulande würde ich
aus den bekannten Gründen niemandem empfehlen. Die Chance ist zwar nicht exakt null, aber
so gering, daß sich der Aufwand nicht lohnt - es sei denn, man kann das mit anderen Outdoor-
Aktivitäten verbinden. Wer also z. B. gern wandert, dem sei unbenommen, auch nach
außergewöhnlichen Steinen entlang seines Wegs Ausschau zu halten.

Was ist denn nun? z.B. Schwanstein... 3 wurden (offiziell) gefunden. Gelesen habe ich aber das mindestens 10 Fragmente gelandet sein sollen.
Lohnt es sich nach so einer langen Zeit noch dort zu suchen? Ich meine, ich für meinen Teil denke JA. Warum nicht? Soooo schnell verwittert doch ein sagen wir mal 1kg Brocken nicht oder!?
Da das Gebiet ja teilweise sehr schwierig zu besteigen ist, vermute ich, dass niemand das Risiko eingegangen ist, dort zu suchen wo es etwas riskanter ist. Büsche, Sträucher, alles Wege, die ein Meteorit genommen haben kann, ohne das man ein Einschlagskrater sieht.

Sicher kannst Du da noch suchen, und da dürfte sogar auch noch Material des Falls liegen, wenn auch
inzwischen stark angewittert (PS: es handelt sich um einen EL-Typen, einen sehr eisenreichen
Meteoriten, der dort im feuchten Klima nicht lange stabil bleiben kann). Aber es ist recht schwieriges
Gelände und Du kannst inzwischen davon ausgehen, daß die eher zugänglichen Stellen schon alle von
etlichen Sammlern abgelaufen worden sind. Ich rede nicht nur "altklug" daher, sondern ich war selber
4x im Gelände - erfolglos, was die Meteoritensuche angeht, aber es hat trotzdem Spaß gemacht, weil
auch nette Leute dabei waren und man dann auch den Freizeitwert einer solchen Expedition werten
muß. Die Chance, noch etwas aufzufinden, ist sicher ungleich null, aber die Wahrscheinlichkeit ist gering.

Wahrscheinlich sind einige von Euch genervt von solchen Fragen. Aber ich kann zu meiner Verteidigung sagen, dass ich bevor ich geschrieben habe bis Seite 8 gekommen bin und nicht so wirklich Informiert bin. Eben wegen der ganzen (sorry) teilweise unnützen antworten. Oder vom Thema abgewichenen Antworten. Ich bin noch ein drei_kaese_hoch in dieser Materie.

Ach was, warum genervt? Dazu ist das Forum doch da, daß man solche Fragen diskutiert. PS: Dein
letzter Satz gefällt mir übrigens sehr gut, zeigt er doch, daß Du einen feinen Sinn für Humor und
Selbstironie hast. Das ist viel besser, als verkniffen durchs Leben zu gehen.

:super:

Mir ist das Thema recht Ernst und würde mich freuen, eine direkte Antwort zu erhalten.

War das direkt genug? Aber vielleicht schreiben auch die anderen Forumler noch was dazu.

:winke: Alex

drei_kaese_hoch

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Re: Meteoritensuche in Deutschland wirklich vergebens?
« Antwort #7 am: Januar 06, 2008, 16:30:58 Nachmittag »
Hallo gsac,

ok, das ist nun geklärt, dass man in Deutschland nicht mehr suchen braucht. Denoch werden wir es tun  :einaugeblinzel:. Wie du aber auch schons sagst, ein wenig wandern, die Natur erleben, dass ist auch schön. Aber wir gehen ja schon auch mit dem Gedanke etwas zu finden. Skeptiker gibt es Massenhaft in Deutschland. Das ist unsere Mentalität. Wir versuchen es trotzdem.

Was ich ein wenig vermisse sind Reiseberichter von Hunter. Zumindest aus Deutschland. Oder geht man in Deutschland wirklich nicht mehr auf suche  :gruebel: ? Schön für uns  :baetsch: .. wir finden dann das worüber andere nur reden. War nicht ganz Ernst gemeint. Ein Versuch ist es aber allemal Wert.

Ein paar Links zu Reiseberichte für Deutschland würden mich erfreuen.

Gruß
drei_kaese_hoch

Offline gsac

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Re: Meteoritensuche in Deutschland wirklich vergebens?
« Antwort #8 am: Januar 06, 2008, 17:14:10 Nachmittag »
Hallo gsac,

ok, das ist nun geklärt, dass man in Deutschland nicht mehr suchen braucht. Denoch werden wir es tun  :einaugeblinzel:. Wie du aber auch schons sagst, ein wenig wandern, die Natur erleben, dass ist auch schön. Aber wir gehen ja schon auch mit dem Gedanke etwas zu finden. Skeptiker gibt es Massenhaft in Deutschland. Das ist unsere Mentalität. Wir versuchen es trotzdem.

Was ich ein wenig vermisse sind Reiseberichter von Hunter. Zumindest aus Deutschland. Oder geht man in Deutschland wirklich nicht mehr auf suche  :gruebel: ? Schön für uns  :baetsch: .. wir finden dann das worüber andere nur reden. War nicht ganz Ernst gemeint. Ein Versuch ist es aber allemal Wert.

Ein paar Links zu Reiseberichte für Deutschland würden mich erfreuen.

Gruß
drei_kaese_hoch


Lieber "drei_kaese_hoch", ich würde Dich gern mit Namen ansprechen, aber den kennichnich!

Das Privileg der Jugend ist es, unbefangen Dinge zu tun, von denen "die Alten" eher die Finger
lassen! Aber dann auch wieder gilt der Spruch: "Es gibt nix Gutes, außer man tut es!" Und wenn
Dir der Erfolg recht geben sollte, zeigst Du mir/uns hernach die lange Nase - und zwar zu Recht!

Ich wünsche Dir und Deiner Gruppe viel Glück - play it cool und mach was daraus!  :super:

Alex

PS: ich wollte mal wissen, wo "mein" Bremervörde-Meteorit gefallen ist - bin da hin mit dem GPS
und fand einen Acker am Waldesrand - da stand ich nun! Ich bin beim Fall nicht dabei gewesen,
jedoch jetzt "war ich mal da"! Acker hunderte male umgepflügt, eventuelle Steinreste längst Teil der
Krume, aber man rafft sich trotzdem uff, fährt mal hin und guckt...


drei_kaese_hoch

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Re: Meteoritensuche in Deutschland wirklich vergebens?
« Antwort #9 am: Januar 06, 2008, 17:55:52 Nachmittag »


Dazu kann ich nur noch sagen... genau DAS macht ja das Hobby aus. Man guckt trotzdem.

Ich will jetzt nicht sagen, dass mir die suche nun restlos vergangen ist. Ich bin eher noch gestärkt worden, denn das noch steinchen rumliegen ist ziemlich sicher. Auch ein blindes Huhn...... nicht wahr ;-)

Grüße drei_kaese_hoch





MeteoritenanundVerkauf

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Re: Meteoritensuche in Deutschland wirklich vergebens?
« Antwort #10 am: Januar 06, 2008, 19:57:05 Nachmittag »
Jo - spannend is das schon. Auch wenn die Chance gegen Null gehen. Aber das sindse beim Lotto ja auch. Und wer spielt da nich´ alles mit !  Zu deiner Erbauung; der Walter Zeitschel (DAS deutsche Meteoritenurgestein) hat - glaub in der Schweiz wars - so auf geradewohl auch einen Meteoriten entdeckt. War glaube ich sogar der dritte überhaupt, den man in der Schweiz gefunden...

Dussel brauchts halt !  Aber man sollte sich nicht drauf versteifen !

Ich wünsch dir viel Spass dabei; nur bei scharfer MG - Munition daran denken - zuerst das Projektil von der Hülse zu trennen, bevor mans in dem Altmetallkontainer tut... !    :fluester:

Ein fröhliches "Halali"    :einaugeblinzel:


Offline Aurum

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Re: Meteoritensuche in Deutschland wirklich vergebens?
« Antwort #11 am: Januar 06, 2008, 20:05:59 Nachmittag »
Hallo drei_kaese_hoch


Auch ich wünsche dir und deiner Truppe viel Glück  :super: :super:

Als kleiner anreitz hier etwas was ich selber erlebt habe aber nicht wiklich vergleichbar ist .

Im letzten Jahr habe ich hier in Düsseldorf am Rhein Gold gefunden , das heist es war ein Mikroskopich kleiner Flitter , für mich eine echte Sensation , bis dahin wusste ich nur das bei Köln Gold nachgewiesen worden war , und das dürfte so um die 45 Flusskiometer von meiner Fundstelle entfehrnt sein .
Das ist ein echt weiter weg für Gold , mit jedem Meter das das Gold im Wasser zurücklegt wird es kleiner .

Erst vor kurzem habe ich dann erfahren das schon jemand vor mir hier in Düsseldorf Gold gefunden hat .

Bis dann Lutz  :winke:
Aller Anfang ist schwer !!

Offline JaH073

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Re: Meteoritensuche in Deutschland wirklich vergebens?
« Antwort #12 am: Januar 06, 2008, 20:13:21 Nachmittag »
Serwus Michael,

als 2ter Vorstand eines Schützenvereines muß ich dich hier ganz freundschaftlich zurechtweisen.
Wenn jemand alte Munition findet, egal was für ne Type es ist und aus welchem WK oder sonstwoher sie auch stammen sollte gilt immer nur eines.

FINGER WEG   :fingerzeig:

Nicht angreifen oder aufheben, auch wenn es noch so harmlos aussieht.
Auch wenn es nur ne alte Gewehrpartone ist. Sicherheit geht vor.
Blos nicht an dem Zeug rumhantieren oder versuchen das Geschoß zu entfernen und dann "entsorgen".

Beim nächsten Ordnungsamt schnellstmöglich melden.
Die rufen dann je nachdem zusammen mit der evtl den Kampfmittelräumdienst an.

Gruß

Hanno
Je mehr Ecken und Kanten ein Diamant hat, umso mehr funkelt und strahlt der Stein.

Offline gsac

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Re: Meteoritensuche in Deutschland wirklich vergebens?
« Antwort #13 am: Januar 06, 2008, 20:15:05 Nachmittag »
Zu deiner Erbauung; der Walter Zeitschel (DAS deutsche Meteoritenurgestein) hat - glaub in der Schweiz wars - so auf geradewohl auch einen Meteoriten entdeckt. War glaube ich sogar der dritte überhaupt, den man in der Schweiz gefunden...

Das war dann wohl "Langwies" (H6), der in einer Endmoräne gefunden wurde. Was eine
alte (..und wohl schon geführte..) Diskussion wiederbeleben könnte: macht es Sinn, im
Umfeld von (oder auf den abtauenden) Gletschern zu suchen??

Sollte Walter Zeitschel der Finder gewesen sein, könnte er hier als "Stammgast" und
Ehrenmitglied vielleicht mal die Gelegenheit beim Schopfe fassen, ein paar wenige
persönliche Worte zu seinem Fund zu tippen... Walter?

Alex

Offline APE

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    • European Research Center for Fireballs and Meteorites
Re: Meteoritensuche in Deutschland wirklich vergebens?
« Antwort #14 am: Januar 07, 2008, 04:29:00 Vormittag »
Hallo drei_kaese_hoch

nehmen wir mal an, du wärst drei_käse_doof,
der sich heut´ nen kleenen Met gekooft.
Hebt ihn hoch und küßte diesen,
danach ging er of´ne große Wiesen.
Schmeißt ihn hoch und weit hinaus,
machst einfach einen privaten Metfall daraus.

Doch Moment sei nicht so schnelle,
geh erst morgen zurück zu dieser Stelle.
Du warst der einzigste Zeuge vor Ort,
der Met der kommt so schnell nicht fort.
Versuche doch erst morgen dein Glück,
und bringe dann den kleenen Met zurück!

Nun sicher ist in solchen Fällen,
man Sucht am besten nur im Hellen.
Man geht morgens natürlich erst zum Ziel,
dort wo gestern noch der Met hin fiel.
Wo soll er denn auch sonst groß liegen:
Ich werd den Lümmel schon gleich kriegen!

Moment mal, ich will ja noch nicht klagen,
nach fünf Minuten Suche möchte ich nur fragen:
Der Met der muß doch hier im Grase stecken?
Ist das auch der richtige Wiesenflecken?
Klar er ist schon im richtigen Gebiet,
blöd ist nur, daß das Ganze sich so zieht.

Ja, anfangs sucht man aufrecht stehend.
Später tief gebückt und kaum noch gehend.
Letztlich ist man gut beraten,
wenn auch die Hände das Gras durchwaten.
Und schließlich beginnt man mit bloßen Händen
auch noch die Grasnarbe an zu wenden.

Wütend fragt man sich: Wo ist der Stein?
Der kann doch nicht verschwunden sein!
Klar man findet viele Steine
eckig, runde, große, kleine.
Doch wo ist abgeblieben jener Eine,
der gestern war noch MEINE?!

Grün war die Wiese und braun jetzt der Acker,
die Finder blutig vom ganzen Geracker.
Die Orientierung ist längst verloren
und Dreck hängt gar an den Ohren.
Schamvoll muß er erkennen:
Es nützt nix, einfach auf Feld zu rennen.

Er hätte vielleicht vorher mal überlegen sollen,
könnt der Met nach dem Fall noch rollen?
Wie tief dringt er wirklich in den Boden ein?
Kam übernacht vielleicht ein Schein?
Was ist mit Wetter, Wind und Regen?
Blieb gar Erde an ihm kleben?

Verdammt! Warum hat er ihn nicht gesehen?
Jetzt muß er ohne ihn nach Hause gehen.
Doch das Beste an diesen Sachen,
er kann ja morgen weiter machen.
Denn letztlich ist des Meisters größter Augenblick,
der kleene Met gefunden - so schwarz und schick!

(C) Thomas Grau, Bernau Jan. 2008

Beste Grüße vom deutschen Metfinder
Thomas :hut:
Grau ist alle Theorie ...

 

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