Autor Thema: Klasse IV: Oxide und Hydroxide u.a.  (Gelesen 76516 mal)

Peter5

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Re: Klasse IV: Oxide und Hydroxide u.a.
« Antwort #180 am: Juli 26, 2010, 17:09:23 nachm. »
Hallo Andreas,

danke für die Info. :user: ... diese Auskunft genügt mir schon. :smile:

Grüße
Peter5  :winke:

Offline speul

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Re: Klasse IV: Oxide und Hydroxide u.a.
« Antwort #181 am: Juli 26, 2010, 19:34:53 nachm. »
Hallo Labrador,
mal eine Frage zu der Pechblende aus der Roten Grube in Freiberg.
Das es Pechblende ist, davon gehe ich mal aus, aber der FO, ist das Stück sicher von dort oder besteht die Möglichkeit, daß es verschleppt wurde. Ist doch sehr ungewöhnlich un Du schreibst selbst: Einziges Stück dieser Lokalität.
Grüße
speul
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Labrador

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Re: Klasse IV: Oxide und Hydroxide u.a.
« Antwort #182 am: Juli 29, 2010, 14:13:41 nachm. »
Hallo,

ist kein verschlepptes Stück. Stammt aus einer uralten Halde dort, die bei Grabungsarbeiten 2008 angeschnitten wurde. Es wurden etwa eine Handvoll Erzstücke mit Bleiglanz geborgen und an einem Stück davon fand sich bisher Pechblende. Sicher liegen in der Halde noch weitere Stufen davon, aber dieses ist wohl bisher wirklich das einzige.

Gruß
Labrador

Offline speul

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Re: Klasse IV: Oxide und Hydroxide u.a.
« Antwort #183 am: Juli 29, 2010, 20:00:06 nachm. »
Danke, Labrador.
Da ich aus Freiberg stamme interessierts micht halt genauer
Grüße
speul
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Labrador

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Re: Klasse IV: Oxide und Hydroxide u.a.
« Antwort #184 am: Juli 30, 2010, 15:12:52 nachm. »
Hallo,

ist ja überhaupt kein Problem. Bei solchen Dingen ergeben sich halt schon mal Nachfragen :smile:

Gruß
Labrador

Labrador

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Re: Klasse IV: Oxide und Hydroxide u.a.
« Antwort #185 am: August 16, 2010, 13:38:37 nachm. »
Undeutlicher, schwarzer Betafitoktaeder (oder was auch immer;-)) vom Emmelberg bei Üdersdorf in der Eifel

Blaugrüne Bottinoit-Täfelchen als 4 mm messendes Aggregat von der Grube Dörnberg, Ramsbeck, Sauerland

Unscheinbare Hämatitkristalle von einem längst vergessenen Fundort. Munzig bei Meißen ist heute nurmehr für Arsenopyritkristalle bekannt. Der abgebildete Hämatit stammt vom "Wildemann Erbstolln in der Mockritzbach"

Dazu ein Etikett aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert (!)

Labrador

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Re: Klasse IV: Oxide und Hydroxide u.a.
« Antwort #186 am: August 16, 2010, 13:40:57 nachm. »
Äußerst seltener und schöner Opal von der Grube Sonnenwirbel bei Brand-Erbisdorf im Erzgebirge. Breite 6,5 cm

Ein ähnlich großes Stück in der Varietät Holzopal mit deutlicher Bänderung

Dazu die Originaletiketten (um 1800 bzw. aus den 1920ern)

Labrador

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Re: Klasse IV: Oxide und Hydroxide u.a.
« Antwort #187 am: August 16, 2010, 13:42:16 nachm. »
Typischer Zellquarz mit Galenitbesatz. Der Galenit war ursprünglich auf Fluorit auf- und seinerseits vom Quarz überwachsen. Später wurde der Fluorit weggelöst, so dass heute nurmehr die Negative der Würfel im Quarz zu sehen sind und eine bizarre Struktur hinterblieb. Knapp 10 cm breite, uralte Stufe vom Isaak Erbstolln bei Halsbrücke im Erzgebirge

Dazu ein Etikett um 1780-1810 (!)

Peter5

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Re: Klasse IV: Oxide und Hydroxide u.a.
« Antwort #188 am: August 16, 2010, 18:57:13 nachm. »
Auch gerade weil ich ja selbst schon mal in Halsbrücke war, ist es besonders interessant mal solche historischen und seltenen Stufen "dazu" zu sehen. .. und überhaupt Mineralien aus Freiberg .. noch dazu Opal .. mal was anderes .. :prostbier:

Gruß Peter  :winke:

Labrador

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Re: Klasse IV: Oxide und Hydroxide u.a.
« Antwort #189 am: August 18, 2010, 11:17:33 vorm. »
Hallo,

ja, der Opal ist in der Gegend schon was sehr seltenes. Auch die Grube Sonnenwirbel an sich ist sehr wenig durch Stufenmaterial belegt. Am Isaak Erbstolln kann man ja heute noch den Isaak Spatgang am Mundloch besehen. Bescheidene Fundmöglichkeiten bestehen auf diesem Gang wohl auch noch, was Quarz und Fluorit betrifft.

Gruß
Labrador

Offline schwarzwaldmineraloge

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Re: Klasse IV: Oxide und Hydroxide u.a.
« Antwort #190 am: August 18, 2010, 13:26:53 nachm. »
Hallo,

Es soll über dem Isaak-Erbstolln noch alte Pingen geben (ich selber kenne nur den Stollen und den dort anstehenden Gang). Habe/hatte noch einige Stufen von dort mit cm-großen Fluoritwürfeln, Baryt-xx und Quarz-xx. Wahrscheinlicher ist, dass diese aus SChwarzbefahrungen von untertage stammen, als aus dem Pingenbereich.

Glück Auf!
Sebastian
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Peter5

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Re: Klasse IV: Oxide und Hydroxide u.a.
« Antwort #191 am: August 20, 2010, 16:27:51 nachm. »
Danke, Euch beiden für diese Infos!  :hut:

Gruß Peter

Labrador

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Re: Klasse IV: Oxide und Hydroxide u.a.
« Antwort #192 am: September 23, 2010, 15:06:02 nachm. »
Weithin bekannt sind die sogenannten "Schneekopfkugeln". Hier ein Stück vom "Originalfundort": 11 cm breite Porphyrmandel mit Achatband und großem Quarzkern vom Schneekopf bei Manebach in Thüringen (um 1920).

Sehr alte Amethyststufe von Altenberg im Erzgebirge. Breite des Stückes: 65 mm.

Erdiger gelber Ferritungstit auf limonitisierter Quarzmatrix von der Ziegeleigrube bei Eich im Vogtland. Stufenbreite: 7 cm.

Typisches, rund 85 mm breites "Eisenschalengeröll" (Hämatit) von einem selten belegten Fundort, dem Eisenerzbergwerk Damme bei Osnabrück in Niedersachsen.

Labrador

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Re: Klasse IV: Oxide und Hydroxide u.a.
« Antwort #193 am: September 23, 2010, 15:08:23 nachm. »
Zu dem oben gezeigten Hämatit von Munzig hier noch einmal das Makrobild der knapp 9 cm breiten Stufe.

Historisches Stück mit schön glänzendem Hämatit-Eisenglanz (mit Einschlüssen von Chalkopyrit). 13 cm breite Stufe aus dem Schwarzenberger Revier im Erzgebirge.

Perfekter Kassiterit-Kniezwilling (4 mm) vom Steinbruch Dörfel bei Annaberg im Erzgebirge.

Dieses Kuriosum konnte ich neulich in meine Sammlung eingliedern. Es handelt sich um sogenannte "Verneuilbirnen", also synthetischen Korund, hier als Rubin. Die Birnen wurden an der Berliner Akademie der Wissenschaften der DDR zur frühen Laserforschung entwickelt. Laut Aussage des Vorbesitzers wurden die Stücke bereits 1952 gefertigt! Länge des größeren Stücks: etwa 4 cm.

Labrador

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Re: Klasse IV: Oxide und Hydroxide u.a.
« Antwort #194 am: September 23, 2010, 15:09:43 nachm. »
Schöne, mit Limonit überzogene milchige Bergkristalle bis 10 cm Höhe auf historischer Stufe von Laurenburg im Taunus. Müsste doch was nach deinem Geschmack sein, Peter;-)

Schwarze Pyrolusitnadeln auf Goethit von der Frischglückgrube bei Neuenbürg im Schwarzwald. 8 cm breiter Ausschnitt.

Bruchstück einer Calcitmandel mit Füllung aus Rauchquarz (teils in Amethyst übergehend). Von Oberhohndorf bei Zwickau in Sachsen. Aus der Sammlung von Ernst Julius Richter/Zwickau, gefunden vor 1870. Stufenbreite: 8 cm.

 

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