Autor Thema: Fundstücke  (Gelesen 10798 mal)

Offline MetGold

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Re: Fundstücke
« Antwort #30 am: März 18, 2008, 19:24:49 Nachmittag »
 :os00:

wenn 10, dann Fensterscheibe kaputt, wenn 4, dann Scheibe ganz und Fluorit kaputt.   :ehefrau:

 :os07:   MetGold   :alter:
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Peter5

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Re: Fundstücke
« Antwort #31 am: März 18, 2008, 19:35:02 Nachmittag »
oder so formuliert! :laughing:

Gruß Peter5

Speci-Man

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Re: Fundstücke
« Antwort #32 am: März 19, 2008, 03:26:03 Vormittag »
Hallo Peters!  :winke:

Fensterscheibe geht nicht, da der Oktaeder zu tief in der Matrix liegt. Habe es (wegen der Wölbung) mit einem Trinkglas probiert. Überraschenderweise gab es überhaupt keinen Kratzeffekt. Das Glas glitt darüber, als ob Butter es wär. Selbst mit der Lupe konnte ich keine Kratzspuren am Glas lokalisieren. Sicherlich spielt es wohl eine Rolle, dass die Spitze des Oktaeders schon sehr lädiert ist und amorphen Charakter aufweist. Trotzdem: Bei Diamant hätte ich mir schon ein paar wenige hochfrequente Kratztönchen gewünscht und auch gerne Spuren davon im Glas gefunden.
Dann kommt leider - nach Eurer Auffassung - wohl eher Fluorit in Betracht. Um endgültigen Aufschluß zu erhalten, müsste man das Ding halt irgendwie (kenne da keine Technik) aus der Matrix rausholen. Möglicherweise ist dann aber der Sammlerwert des Arrangements dahin. Kenne mich nicht aus.  :dizzy:
Vor solch einer Maßnahme müsste ich auch mit dem Besitzer Rücksprache halten. Der sagte mir übrigens, dass er es aus zweiter Hand erhalten habe. Der Ursprung des Materials liegt daher ziemlich im Dunklen.  Ich müsste ihn halt mal motivieren, diesbezüglich nachzubohren...

Grüße und Dank für Eure bisherigen Statements  :os01:
Gerhard



Offline MetGold

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Re: Fundstücke
« Antwort #33 am: März 19, 2008, 06:41:39 Vormittag »
Hallo Gerhard,

da dein Stein nur einen einzigen Einschluß hat, sollte man diesen hoch und heilig halten, keinesfalls rauspiepeln oder so. :wehe:

Hast du eigentlich nach deiner Ritzaktion auch mal den Kristall unter die Lupe genommen? ... Hattest du uns mal geschrieben wie groß der Kristall überhaupt ist?

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Offline Aurum

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Re: Fundstücke
« Antwort #34 am: März 19, 2008, 09:29:49 Vormittag »
Hallo zusammen ,

Ich hab da noch einen Vorschlag , wenn es sich um einen Diamanten Handelt , müsste er doch einen anderen Lichtbrechungs Index haben als Fluorit , den müsste man doch messen können  :os02:
Ich habe des Öfteren bei E-bay so kleine geräte ( Mir fällt der Nahme gerade nicht ein  :gruebel: ) gesehen versuche es doch mal damit .

Bis dann Lutz  :winke:
Aller Anfang ist schwer !!

Offline pallasit

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Re: Fundstücke
« Antwort #35 am: März 19, 2008, 10:28:27 Vormittag »
Ich hab da noch einen Vorschlag , wenn es sich um einen Diamanten Handelt , müsste er doch einen anderen Lichtbrechungs Index haben als Fluorit

Hallo Lutz,

Sehr gut! Der Lichtbrechungsunterschied bei diesen beiden Mineralen ist derart groß, dass man den Unterschied sogar mit bloßem Auge sieht.
Meinem Eindruck nach ist die Lichtbrechung des Kristalls nicht sehr hoch. Fluorit passt also wesentlich besser.

Grüße Willi  :os00:

Offline schwarzwaldmineraloge

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Re: Fundstücke
« Antwort #36 am: März 19, 2008, 10:39:03 Vormittag »
Hallo,

Vielleicht mal unter dem Mikroskop mit einer Nadel ritzen. Wenn es Fluorit ist, wird der Kristall leicht geritzt, wenn Diamant, dann sieht man einen grauen Strich der Nadel.

Ein guter Indikator ist unter anderem blutroter Pyrop in der Matrix. Diamant ist häufig mit Pyrop vergesellschaftet.

Das Manganmineral ist wohl Pyrolusit ps. nach Manganit. Gab es unter anderem von Gremmelsbach im Schwarzwald. Pyrolusit färbt schwarz ab.

Glück Auf!
Sebastian
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Rüdiger

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Re: Fundstücke
« Antwort #37 am: März 19, 2008, 17:32:27 Nachmittag »
Hallo zusammen,

als Neuling stellt sich mir die Frage, wenn es Diamant sein sollte, warum ist dann die Spitze des Oktaeders
auf dem Foto angeschlagen (taub--nicht klar) ? Ich dachte immer Diamant wäre so hart, dass man ihn nicht so ohne weiters zerstören kann.

Gruss
Rüdiger

Offline tozi

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Re: Fundstücke
« Antwort #38 am: März 19, 2008, 17:48:55 Nachmittag »
hallo,
härte heisst auch gleichzeitig, dass er spröde ist. daher kann die beschädigung auch von einem schlag her kommen.
hartmetall ist auch (wie der name schon sagt) sehr hart, es reicht aber schon ein kräftiger schlag eines weicheren metalls um ein stück abzuschlagen, bzw ihn brechen zu lassen.
gruß
tom

Offline MetGold

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Re: Fundstücke
« Antwort #39 am: März 19, 2008, 17:49:53 Nachmittag »
Hallo Rüdiger,

Diamanten gibt es in allen Reinheitsgraden:

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=190206390189

... und hart heißt auch gleichzeitig spröde.

  :os07:   MetGold:   :alter:


@ Tom - fast zeitgleich !!!   :os00:
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Peter5

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Re: Fundstücke
« Antwort #40 am: März 19, 2008, 17:54:13 Nachmittag »
Hallo Rüdiger,

hart ja aber unzerstörbar?: Leider nein. Das Wort "Der Unbezwingbare" = "adamas" --> Diamant ..passt nicht in jedem Falle! :smile:

Wie gesagt, hart aber nicht unzerstörbar! Erhält ein Diamant einen Druck oder Schlag in Spaltrichtung des Steines, können Teile davon absplittern. Das passiert, wenn z.B. ein Diamant auf einen steinernen Boden prallt. Im Alltag ein eher unwahrscheinlicher Fall. Der Stein kann zudem in vielen Fällen neu überschliffen und somit gerettet werden. Kleiner zwar – aber nicht weniger "brillant".

Dagegen ist der Stein resistent gegen Säuren, Putzmittel und mechanischen Abrieb. Er weist selbst nach jahrelangem Tragen keinerlei Gebrauchsspuren auf.
Aber: Diamant ist spröde und wenn z.B. ein LKW auf einen Diamanten fallen würde, wär der auch hinüber!  :laughing:


Gruß Peter5

Peter5

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Re: Fundstücke
« Antwort #41 am: März 19, 2008, 17:55:55 Nachmittag »
na, nun haben gerade 3 Leute gleichzeitig ihren Beitrag abngeliefert und wir alle haben die Sprödigkeit mit drinnen! :laughing:

Gruß Peter5

Rüdiger

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Re: Fundstücke
« Antwort #42 am: März 19, 2008, 17:58:03 Nachmittag »
Danke für die Info an alle !!! :winke:

Gruss
Rüdiger

Offline tozi

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Re: Fundstücke
« Antwort #43 am: März 19, 2008, 19:05:18 Nachmittag »
aber ich war der erste....... kann halt noch zehnfinger nach alter schule.... grins
gruß tom

Offline pallasit

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Re: Fundstücke
« Antwort #44 am: März 19, 2008, 19:43:08 Nachmittag »
Hallo,

Diamant hat eine sehr gute Spaltbarkeit nach dem Oktaeder. Wenn man die richtige Stelle trift, hat man plötzlich zwei 0,5 Karäter statt einem 1,0 Karäter im Ring. Das ist ein enormer Wertverlust. Deshalb mit Diamantringen vorsichtig sein!!!

Kratz einfach wie vorgeschlagen mit eine Nadel, dem Diamanten tuts nicht weh, der Fluorit erträgt es mit Gelassenheit.
Ich bin immer noch für Fluorit.

Grüße Willi  :prostbier:


 

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