Autor Thema: Stüblbau - Alpiner Goldbergbau der Hohen Tauern  (Gelesen 6931 mal)

Jens ohne z

  • Gast
Stüblbau - Alpiner Goldbergbau der Hohen Tauern
« am: April 24, 2008, 00:03:37 Vormittag »
ich hab ein bissel Angst dass er im "Link-Bereich" untergeht, deshalb hier:

Christian Auer - 2004 - Stüblbau - Alpiner Goldbergbau der Hohen Tauern        

http://www.untertage.com/cms/content/view/79/2/

Glück Auf!                                       

Elsie

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Re: Stüblbau - Alpiner Goldbergbau der Hohen Tauern
« Antwort #1 am: April 24, 2008, 12:31:57 Nachmittag »
Danke für den tollen Link !!!

Gruß Else

Jens ohne z

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Re: Stüblbau - Alpiner Goldbergbau der Hohen Tauern
« Antwort #2 am: April 24, 2008, 12:47:10 Nachmittag »
Hallo Elsie,

Du warst/bist doch auch auf den Goldspuren im Alpenraum untewegs. Wenn Du dazu interessante Links hast, hänge sie doch einfach hier mit an.  :super:

Im Tal des Goldes: http://www.echoonline.at/echo/salzburg/zeitgeschichte.php?we_objectID=2077
JAHRBUCH DER GEOLOGISCHEN BUNDESANSTALT (Austria) - Überblick und Downloads: http://www.geologie.ac.at/de/GEOMARKT/jahrbuch.html

Oder per Google:  :dizzy: http://www.google.com/search?hl=en&as_q=&as_epq=&as_oq=&as_eq=&num=30&lr=&as_filetype=pdf&ft=i&as_sitesearch=www.geologie.ac.at%2Ffilestore%2Fdownload%2F&as_qdr=all&as_rights=&as_occt=any&cr=&as_nlo=&as_nhi=&safe=images
(wer dann kein Gold findet ist selst schuld  :einaugeblinzel: )


Glück auf!
Jens

Elsie

  • Gast
Re: Stüblbau - Alpiner Goldbergbau der Hohen Tauern
« Antwort #3 am: April 24, 2008, 16:57:08 Nachmittag »
Hallo Jens !

Muß nochmal Dankeschön sagen !
Zu aktiven Zeiten (seit mein Mann gestorben ist und ohne Auto war mein Bewegungsradius in Kärnten doch ziemlich eingeschränkt) hatten wir noch kein I-net und haben uns immer auf Literatur gestützt:

H. Wießner "Geschichte des Kärntner Bergbaus I" (Klagenfurt 1950 / Verlag des Geschichtsvereins für Kärnten)

Günther/Paar/Gruber/Höck "Schatzkammer Hohe Tauern" (Verlag Anton Pustet, Salzburg)

Auf die Idee, mal zu googeln bin ich dummerweise noch nicht gekommen. Wenn ich noch Interessantes finde, werd ichs anhängen.

Gruß und Glück Auf
Else

Elsie

  • Gast
Re: Stüblbau - Alpiner Goldbergbau der Hohen Tauern
« Antwort #4 am: April 24, 2008, 18:49:04 Nachmittag »
Hab noch einen Link. Falls jemand im Urlaub dort in der Nähe ist oder auch nur auf der Durchfahrt (über den Glockner Paß) : unbedingt sehenswert! Nebenan das Museum, in dem auch Goldbergbau dokumentiert wurde, ist leider geschlossen.

http://www.wandern.com/rtc-wandern/11151/region_hohe-tauern_kaernten/sonderausstellung_tauerngol.html

Habe es gerade erst selbst gesehen :Nach neustem Stand ist diese Ausstellung 2008 nach Mallnitz ( Tauernschleuse) verlegt.

Auch unbedingt sehenswert, mit Möglichkeit zum Goldwaschen :

http://www.goldgraeberdorf-heiligenblut.at/
« Letzte Änderung: April 24, 2008, 19:07:44 Nachmittag von Elsie »

Elsie

  • Gast
Re: Stüblbau - Alpiner Goldbergbau der Hohen Tauern
« Antwort #5 am: April 24, 2008, 19:03:13 Nachmittag »
Habe noch etwas gefunden, von dessen Planung ich wußte.

http://www.kleinezeitung.at/kaernten/spittal/763859/index.do

Könnte vielleicht allgemein auch von Interesse sein

http://www.goldwaschen.de/Fachliteratur/Fachlit-Austria.html
« Letzte Änderung: April 24, 2008, 19:21:45 Nachmittag von Elsie »

Jens ohne z

  • Gast
Re: Stüblbau - Alpiner Goldbergbau der Hohen Tauern
« Antwort #6 am: April 24, 2008, 21:43:15 Nachmittag »
Hallo Elsie,

danke für die sehr interessanten Links  :super:

Ergiebig ist auch diese Schweizer Linkliste: http://www.goldwaschen.ch/gold_lnk.htm

--------

Geschichte des Rauriser Tauerngoldes: http://www.goldsuchen.at/?sel=goldwaschen/ausflug_rauris_geschichte_gold.html

Das Sonnblickobservatorium am berühmten Goldberg: http://www.goldsuchen.at/?sel=goldwaschen/rauris_ignaz_rojacher_sonnblick.html

Probennahmekampagne „Tauerngold" Salzburg - Österreich: http://www.petrology.de/Aktuell/oesi05/oesterreich.html

Glück Auf!
jens

Elsie

  • Gast
Re: Stüblbau - Alpiner Goldbergbau der Hohen Tauern
« Antwort #7 am: April 25, 2008, 00:54:48 Vormittag »
Hallo Jens !

Diesen Tauerngold Rundwanderweg kenne ich sehr gut, er ist durchaus sehenswert. Wir waren auch etliche Male am Hohen Sonnblick, sogar zum hundertjährigen Jubiläum des Observatoriums. War ein einmaliges Erlebnis ! Man konnte das Observatorium besuchen, was normalerweise nicht möglich ist. Abends gab es eine Diaschau mit beeindruckenden Bildern, vor allem vom Winter, wo die Wetterwarte ganz einsam dort oben sitzen bei sibirischen Verhältnissen. Nachts wurde der ganze Berggrat mit Fackeln befeuert, mir läuft heute noch eine Gänsehaut runter, wenn ich an diesen Anblick denke.  Aber nachts geschlafen habe ich in dieser Höhe nie......... Und rund um den Hohen Sonnblick gibt es ja jede Menge alte  Goldabbaue.
Gruß und Glück Auf
Else

Jens ohne z

  • Gast
Re: Stüblbau - Alpiner Goldbergbau der Hohen Tauern
« Antwort #8 am: April 30, 2008, 11:35:37 Vormittag »
Passend zum Thema fand ich in den heutigen Nachrichten folgenden Artikel:
(Quelle: http://www.salzburger-fenster.at/rubrik/lokales/1508/goldrausch-in-den-tauern-australier_8916.html)

Goldrausch in den Tauern: Australier bohren schon
Im Lungau schon 800 m im Berg – Rekord-Goldpreis macht unser Tauerngold wieder attraktiv

Finanzkrise und Rohstoffverknappung treiben den Goldpreis in lichte Höhen. So wird auch der Abbau des Tauerngoldes immer lukrativer. Im Lungau sind intensive Probebohrungen im Gang.

Das Tauerngold glänzt nicht nur als Blattgoldverzierung in vielen Salzburger Kirchen, sondern könnte in einigen Jahren auch die Augen australischer Minenbetreiber zum Leuchten bringen. Im Lungauer Hintermuhr wird wieder fieberhaft nach Gold gesucht. Mehr als 800 Meter Probebohrungen sind schon gemacht. Auch im Gasteinertal werden noch profitable Goldvorkommen vermutet, bestätigt Werner Paar, Professor für Mineralogie an der Universität Salzburg. „200.000 Unzen Gold im Erz müssen aber schon nachgewiesen werden, um überhaupt an eine Förderung zu denken, aber ich bin vorsichtig optimistisch,“ sagt er. Neben dem hohen Goldgehalt von 6 bis 7 Gramm pro Tonne Erz sprechen auch die Nebenprodukte wie Kupfer, und Silber für einen Abbau. Untersuchungen haben jedenfalls bestätigt, dass ein Großteil des in den Tauern vorhandenen Goldes noch nicht abgebaut worden ist, sondern noch im Berg lagert.

In den Tauern wird wieder nach Gold geschürft – Australier haben Nase vorn

Für ORD Ressources, ein Tochterunternehmen der australischen Minengesellschaft Alpine Metal, ist eine Förderung ab 500.000 Unzen Gold attraktiv. Geologische Untersuchungen bestätigen, dass der Großteil der Goldvorkommen noch im Gebirge lagert.

Lohnt sich daher ein Abbau des Tauerngoldes? Im Sommer gehen im Lungau die Probebohrungen jedenfalls weiter. Der Wiener Rechtsanwalt und Bergbaubevollmächtigte für ORD Ressources, Dr. Oskar Winkler, zum SF, „Für die Rentabilität werden auch die Nebenprodukte miteingerechnet. Bergbau ist eine Sache von hoher Kapitalkraft und ein Hochrisikogeschäft. Aber wir nehmen die Probebohrungen nach der Schneeschmelze wieder auf.“ Neben dem hohen Goldgehalt von 6 bis 7 Gramm pro Tonne Erz sprechen auch die Nebenprodukte wie Kupfer für den neuerlichen Abbau.
In Südamerikanischen Tagbauminen rechnet sich die Goldförderung bereits ab einem Goldgehalt von 1 bis 2 Gramm pro Tonne Erz. Um Erz zu gewinnen entstehen allerdings riesige Tagebaulöcher in der Erde und gewaltige Umweltschäden. Über das gemahlene Erz werden große Mengen an hochgiftigen Zyanid-Lösungen geschüttet, die das Gold herauswaschen.

Moderne Methoden

„Moderne Fördermethoden arbeiten heute zum Beispiel mit Thioharnstoff, einer stinkenden, aber ungiftigen Substanz. Aber auch Bakterien und Algen kommen zu Einsatz, die Minerale wie Arsen und Pyrit oxidieren und zersetzen können“, gibt Paar einen Ausblick in eine umweltschonendere Fördertechnik der Zukunft. „Heute ist man mit viel höheren Qualitätsanforderungen konfrontiert. Alles was die Umwelt beeinträchtigen kann, verlangt lange Behördenverfahren. Es wären enorme Vorleistungen zu erbringen“, erklärt Winkler den schwierigen Weg zum Bergbau.

Weltweite Nachfrage treibt den Goldpreis
Derzeit deckt der industrielle Goldabbau 44 Prozent des weltweiten Bedarfes ab. Steigt der weltweite Goldbedarf weiter an, erhöht sich das Interesse auch an kleineren Vorkommen. Nachteilig wirkt sich in den heimischen Hoffnungsgebieten die alpine Lage aus, die Aufbereitungsanlagen und Abraumhalden keinen Platz lassen und den Bergbau extrem verteuern. Im Gegensatz zu asiatischen, südamerikanischen und australischen Tagbauförderungen ist in Österreich wegen der touristischen Nutzung der Landschaft und des Umweltschutzes nur Tiefbau möglich. Mineraloge Paar, „Es gibt aber grundsätzlich immer profitable Chancen.“
Der Goldbergbau in den Ostalpen hat eine lange Tradition. Muhr wurde bereits im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Bis zu 150 Gruben gab es an den Hängen des Karecks (Schellgaden) sowie am Silbereck im hinteren Muhrtal. Diese Bereiche sind auch jetzt wieder für die Goldsucher interessant.


Goldwaschen für jedermann
In Rauris bricht jeden Sommer das touristische Goldfieber aus. Die Hobby-Schatzsucher versuchen ihr Glück und spülen feine Plättchen aus purem, metallischem Gold aus dem Fluss. Nachdem im vorigen Jahrhundert der Goldabbau eingestellt wurde, stehen heute drei Goldwaschplätze Einheimischen und Gästen zur Verfügung. Mit fachkundiger Anleitung werden sie zum richtigen „Schatzsucher“ und mit etwas Glück auch zum „Schatzfinder“. Die „Ausbeute“ darf man selbstverständlich behalten! Goldwaschen ist eine Wissenschaft für sich: Wie hält man die Pfanne richtig, wie viel Wasser soll man in die Pfanne geben u.v.m. gehört zum „Schatzsucher-Know-How“. Einheimische Profis geben ihr Wissen an Urlaubsgäste weiter. Mehr als 1000 Jahre lang (bis 1927) wurde in Kolm Saigurn am Fuße des Hohen Sonnblicks das edle Tauerngold systematisch abgebaut. Zur Blütezeit des Bergbaus wurden 10% des Goldweltvorkommens in Rauris zu Tage gebracht. Seither sind der Goldabbau und das Raurisertal eng miteinander verbunden.


Glück Auf!
Jens

Jens ohne z

  • Gast
Re: Stüblbau - Alpiner Goldbergbau der Hohen Tauern
« Antwort #9 am: April 30, 2008, 22:26:18 Nachmittag »
Die Lagerstätten der österreichischen Alpen
www.spaltenberger.de/geograph/lagerstaetten.pdf

Paar & Niedermayr - 1998 - DAS WURTENTAL – KLUFTMINERALISATIONEN UND EDELMETALLVERERZUNGEN
www.uibk.ac.at/mineralogie/oemg/bd_143/143minpet98_425-435.pdf

Weibel - Das Gold von Disentis (Schweiz)
www.shinguz.ch/goldwaschen/Lit_0817.pdf

 :hut:

Elsie

  • Gast
Re: Stüblbau - Alpiner Goldbergbau der Hohen Tauern
« Antwort #10 am: Mai 01, 2008, 17:27:32 Nachmittag »
Hallo Jens !
Danke für den mittleren Link , habe ich mir gerade ausgedruckt. Hilft mir wohl, mindestens ein unbestimmtes Stüfchen endlich zuordnen zu können.

Gruß Else

Offline aknoefel

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Re: Stüblbau - Alpiner Goldbergbau der Hohen Tauern
« Antwort #11 am: Mai 01, 2008, 17:43:52 Nachmittag »
http://www.goldgraeberdorf-heiligenblut.at/

Letztes Jahr im Herbst haben wir dort mal gewaschen (ich ja eher als Greenhorn), aber mein Bekannter, der relativ viel wäscht, hat irgendwann entnervt aufgegeben - nicht eine einzige Flirre... In der Elbe findet man mehr... Also nichts mit Tauerngold...

Gruß
  Andre
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Elsie

  • Gast
Re: Stüblbau - Alpiner Goldbergbau der Hohen Tauern
« Antwort #12 am: Mai 01, 2008, 17:52:38 Nachmittag »
Hallo Andre !
Hatte selbst auch nicht geglaubt, daß man dort noch was finden kann. Aber meine eine Tochter machte in Döllach einige Jahre Ferienarbeit in einem Trekkinghotel. Eines der Angebote war ein Tagesritt mit Haflingern nach Heiligenblut inklusive Goldwaschen im Fleißtal. Die Resultate durfte man in einem Fotodöschen mitnehmen. Zu Hause haben wir den Waschsatz unterm Mikroskop begutachtet und es war tatsächlich ein Goldflimmer dabei ! Wir haben auch in den Zirknitztälern bei Döllach schon Goldwäscher getroffen. Über deren Erfolg kann ich aber nichts sagen. Wir selbst haben nur am Waschgang Gold gefunden. Bei den Funden aus der großen Zirknitz war ein Goldstüfchen dabei. Wurde aber erst zu Hause unterm Mikroskop entdeckt.

Gruß und Glück Auf
Else

Jens ohne z

  • Gast
Re: Stüblbau - Alpiner Goldbergbau der Hohen Tauern
« Antwort #13 am: Mai 02, 2008, 13:12:31 Nachmittag »
Hallo Else,

freut mich das Dir der Link weitergeholfen hat  :super:
Das ist schon eine spannende Gegend um den Sonnblick. Ich selbst war nun auch schon einige Male im Rauristal. Allerdings immer im Gebiet des Goldzechkopfes / Goldzechscharte am Erfurter Weg. Das ist eine Gegend mit vielen Klüften. Diese sind zwar meistens schon ausgeräumt, aber mit etwas nachlese und Geduld beim suchen konnte ich immer gute Funde machen. Auf den Sonnblickgipfel habe ich es allerdings noch nicht geschafft da der Rucksack immer schon vorher brechend voll war  :laughing:

Glück Auf!
Jens

PS. Ich hatte gestern ein Telefonat mit einem Ex-Gasteiner. Dieser sagte dass man den Imhofstollen (Kolm Saigurn <=> Sportgastein) für den Besucherverkehr öffnen will. Hast Du darüber was gehört?  :gruebel:

Elsie

  • Gast
Re: Stüblbau - Alpiner Goldbergbau der Hohen Tauern
« Antwort #14 am: Mai 06, 2008, 00:16:58 Vormittag »
Hallo Jens !

Ja der Sonnblick mit Umgebund (Süden wie Norden) ist sehr interessant. Waren auch einige Male in der Rauris unterwegs. Hatten immer als Stützpunkt den Neubau des Naturfreundehauses. Waren aber mehr unterm Herzog Ernst unterwegs. Dort gab es immer was zu finden.
Über den Imhofstollen weiß ich nichts, könnte mich aber  bei einem Klagenfurter Sammlerfreund erkundigen. Wenn ich was in Erfahrung bringe, laß ich von mir hören.
Gruß und Glück Auf
Else

 

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