Autor Thema: 25. Mineralienbörse St. Ingbert 07.+08.Nov.2009  (Gelesen 9328 mal)

Offline JaH073

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Re: 25. Mineralienbörse St. Ingbert 07.+08.Nov.2009
« Antwort #30 am: November 12, 2009, 19:24:08 Nachmittag »
Hallo Bernd,

da sind wir einer Meinung.
Der 869er ist wirklich oft unterbewertet.
Es ist ein Wahnsinn was in diesem Material alles drin steckt.
Wir können froh sein, daß es davon ca 7 to gibt.
Das machte ihn zusätzlich sehr preisgünstig.
In München hab ich von diesem Material keines mehr bei den Marokkanern im Angebot gesehen.
Schade eigentlich, davon könnte man sich noch ein paar kilo auf die Seite legen.

Gruß

Hanno
Je mehr Ecken und Kanten ein Diamant hat, umso mehr funkelt und strahlt der Stein.

Thin Section

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Re: 25. Mineralienbörse St. Ingbert 07.+08.Nov.2009
« Antwort #31 am: November 12, 2009, 21:14:35 Nachmittag »
Hallo Gemeinde,  :laughing:

Ich stelle Euch nun den ersten meiner vier Dünnschliffe vor, die ich in St. Ingbert gekauft habe: NWA 3305, ein Acapulcoit. Wenn der DS die vorgeschriebene Dicke von 30µm (0.03 mm) hat und die Interferenzfarben so stimmen, wie hier in meiner Aufnahme bei 32-fach zu sehen, dann ist dieser Acapulcoit auffallend reich an Orthopyroxenen – erkennbar an den hell- bis mittelgrauen (first order) Farbtönen. Olivin ist auch vorhanden aber in wesentlich geringeren Mengen. Es sind die intensiv bläulich-roten Kristalle. Etwas oberhalb der Bildmitte erkennt man eine doppelte triple junction (5 Kristalle, die in einem Winkel von 120° aneinanderhängen).

Ciao,

Bernd  :winke:

Thin Section

  • Gast
Re: 25. Mineralienbörse St. Ingbert 07.+08.Nov.2009
« Antwort #32 am: November 13, 2009, 20:29:03 Nachmittag »
Guten Abend Forum,

Hier nun mein zweiter Dünnschliff, den ich auf der Börse kaufte. Es ist ein DS vom NWA 2543 (S2; W2), ein brekziierter, an multiply twinned plagioclase sehr reicher Eukrit mit einem TKW von nur mal 33.9 gr ! All diese schwarz-weiß, gräulich-weiß oder bläulich-weiß gestreiften Kristalle sind Plagioklas, eingebettet in kleine Bruchstücke von Pigeonit und Augit. Besonders interessant ist der 0.925 mm messende Plagioklaskristall unten in der 32-fach Aufnahme, durch den zwei fasrige Strähnen von Pigeonit und Augit laufen.

Eukritische Grüße,

Bernd  :winke:

Thin Section

  • Gast
Re: 25. Mineralienbörse St. Ingbert 07.+08.Nov.2009
« Antwort #33 am: November 16, 2009, 15:30:15 Nachmittag »
Hallo Forum,

Und heute mein DS #3, es handelt sich um den NWA 1914 Howarditen mit kleinen und mittleren, diogenitischen Pyroxenbruchstücken und einem länglichen, eukritischen Plagioklasstäbchen im oberen Bildbereich.

Thin Section

  • Gast
Re: 25. Mineralienbörse St. Ingbert 07.+08.Nov.2009
« Antwort #34 am: November 16, 2009, 15:33:23 Nachmittag »
Es sind in meinem NWA 1914 DS zwar auch einige kleine, eisenreiche Olivine vorhanden, welche aber in diesen beiden Bildausschnitten nicht zu sehen sind. Habe auch einige dunkle Einschlüsse gefunden, weiß aber (noch) nicht, ob es sich um carbonaceous clasts handelt. In Howarditen findet man ja bekanntlich hin und wieder eine CM Komponente!

Mit howarditischen
Grüßen,

Bernd  :winke:

Thin Section

  • Gast
Re: 25. Mineralienbörse St. Ingbert 07.+08.Nov.2009
« Antwort #35 am: November 17, 2009, 10:56:29 Vormittag »
Dünnschliff #4 ist ein Ureilit (NWA 4916), der sich noch in der Klassifikation befindet. Mein DS ist reich an Pyroxen mit einem geringeren Anteil an Olivin. Die Pyroxene und die Olivine sind umsäumt von dunklem, kohlenstoffreichem (carbonaceous) Material.

So, das waren nun meine Neuerwerbungen von der Mineralienbörse St. Ingbert 2009.

Herzliche Grüße aus dem verregneten und
daher Leoniden-freien Ketsch,

Bernd  :winke:
« Letzte Änderung: November 17, 2009, 11:45:26 Vormittag von Thin Section »

 

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