Autor Thema: Ureilit  (Gelesen 1387 mal)

H5P6

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Ureilit
« am: November 19, 2008, 14:16:31 nachm. »
Hallo, :winke:

mich würde einmal die durchschnittliche Korngröße (in Millimeter) des Ureiliten - NWA4760 interessieren.
Hat dazu jemand die Maße parat?

Gruß Jürgen :smile:

Offline Dirk

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Re: Ureilit
« Antwort #1 am: November 19, 2008, 20:06:02 nachm. »
Hallo Jürgen,

da dieser Ureilit erst eine "provisional number" ist, sind die offiziellen Werte und Daten noch nicht öffentlich einsehbar. Das wird wahrscheinlich erst nächstes Jahr geschehen. Du könntest höchstens beim Klassifikateur nachfragen - das ist laut MetBul Dr. Ansgar Greshake in Berlin oder beim "main-mass-holder", der hat wahrscheinlich von Herrn Greshake schon ein paar Infos bekommen.

 :prostbier: :winke:
Dirk

Offline pallasit

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Re: Ureilit
« Antwort #2 am: November 19, 2008, 20:28:38 nachm. »
Hallo Jürgen,

Typische Ureilite haben eine durchschnittliche Korngrößen von ca. einem Millimeter. Es gibt aber auch welche mit ungewöhnlicher Struktur, diese führen große Pyroxene mit bis zu 15 mm.

Nach den Bildern die ich vom NWA 4760 kenne (leider ohne Masstab), ist dies kein ungewöhnlicher Ureilit. Somit kannst du von ca. 1 mm Korngröße ausgehen.

Grüsse Willi  :prostbier:

H5P6

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Re: Ureilit
« Antwort #3 am: November 20, 2008, 10:08:15 vorm. »
Hallo Dirk,hallo Willi, :winke:

bei einer Korngröße von 1mm,könnte das Material bei flüchtiger Betrachtung als Sandstein durchgehen.
Vielleicht auch ein Grund,daß dieser Achondritentyp so selten gefunden oder erkannt wird.
Danke für Eure Infos. :super:

Gruß Jürgen :smile:

Plagioklas

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Re: Ureilit
« Antwort #4 am: November 20, 2008, 10:11:46 vorm. »
Hallo,
die Ureilite werden sicher etwas seltener erkannt als andere Meteorite, sind aber tatsächlich wesentlich seltener als viele andere Arten. In wüsten und der Arktis sind ureilite zum beispiel sehr auffällig. Dort sieht man das wahre verhältnis am ehesten.
Gruß
Plagioklas

Offline lithoraptor

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Re: Ureilit
« Antwort #5 am: November 20, 2008, 11:13:00 vorm. »
Moin!

In wüsten und der Arktis sind ureilite zum beispiel sehr auffällig.

Sehr auffällig sind Ureilite bei der Bearbeitung (also bei Schneiden und Schleifen). Das Material ist brachial hart und hat aufgrund der Mikrodiamanten so seine Tücken. Die Steinchen selbst sind eher unscheinbar, aber dann...

Gruß

Ingo

Offline pallasit

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Re: Ureilit
« Antwort #6 am: November 20, 2008, 16:45:26 nachm. »
Hallo Jürgen,

bei einer Korngröße von 1mm,könnte das Material bei flüchtiger Betrachtung als Sandstein durchgehen.

Wenn man einen Sandstein bestimmen kann, wird man ihn nicht mit einem Ureiliten verwechseln. Ureilite sind Plutonische Gesteine mit für diese Gesteinsgruppe sehr eindeutigen Strukturen und Texturen.

Deshalb mein schon oft angebrachter Hinweis: Als Grundlage schadet es nicht die wichtigsten Gesteine ansprechen und bestimmen zu können. Es gibt mittlerweile einige Gesteinskunde Skripte im Netz.

Grüsse Willi  :prostbier:

Offline Mettmann

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Re: Ureilit
« Antwort #7 am: November 20, 2008, 16:49:59 nachm. »
. :belehr:..und weiters kann es nicht schaden, wenn man schon nach Meteoriten sucht, sich den ein oder anderen zuzulegen, damit man weiß, worauf man achten muß und um die irdischen Steine verwerfen zu können.
"Grawutzi - Kapuzi" (Pezi "Bär" Petz *1949-1995)

Offline MetGold

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Re: Ureilit
« Antwort #8 am: November 20, 2008, 22:20:26 nachm. »
Hallo Jürgen,

hier mal ein gut sichtbar "gekörnter"  :auslachl: Ureilit.


 :winken:   MetGold   :alter:
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