Autor Thema: Authentitätszertifikat  (Gelesen 1463 mal)

Offline Dave

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Authentitätszertifikat
« am: Januar 25, 2009, 09:58:49 vorm. »
Hi,

und zwar habe ich eine Frage zu den Authentitätszertifikaten. Wie ist das, wenn ich einen Met verkaufe,, kann ich dann das Zertifikat mit abgeben oder ist das nicht erlaubt? :gruebel:
Da ja meist auch unterschrieben ist und ich bis jetzt immer nur Zertifikate bekommen habe, die auch von den Leuten unterschrieben waren, von denen ich den Met gekauft habe.
 :winke:

Offline styria-met

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Re: Authentitätszertifikat
« Antwort #1 am: Januar 25, 2009, 10:10:04 vorm. »
Hi,

und zwar habe ich eine Frage zu den Authentitätszertifikaten. Wie ist das, wenn ich einen Met verkaufe,, kann ich dann das Zertifikat mit abgeben oder ist das nicht erlaubt? :gruebel:
Da ja meist auch unterschrieben ist und ich bis jetzt immer nur Zertifikate bekommen habe, die auch von den Leuten unterschrieben waren, von denen ich den Met gekauft habe.
 :winke:

Hallo Dave,

ich als Sammler finde es immer nett "Zertifikate" ich sage lieber ID-Karten vom Verkäufer und ev. auch von dessen Quelle zu bekommen, da dann die Herkunft des Mets klar wird.

meist reicht auch nur der zusätzliche Hinweis auf deiner ID "erworben aus der ..... Collection"

denke ich,
Stefan
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Offline MetGold

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Re: Authentitätszertifikat
« Antwort #2 am: Januar 25, 2009, 10:25:07 vorm. »
Hallo Dave,

egal wie man das nennt, aber ich finde es wichtig, daß der Meteorit nicht nackig verkauft wird, sondern immer ein dazugehöriges Kärtchen oder so dabei ist mit den "Basisdaten" des Meteoriten und dem Exemplargewicht, sowie der Verkäuferdaten.

Das gibt erstens dem Käufer eine gewisse Sicherheit und er kann sich ggfls. darauf beziehen.

 :winken:   MetGold
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Offline Dave

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Re: Authentitätszertifikat
« Antwort #3 am: Januar 25, 2009, 10:29:45 vorm. »
Hi,

ja ich meine das so, ich kaufe jetzt bei x einen Met, x legt ein Zertifikat dazu. Dieses ist meist unterschieben.
Jetzt möchte ich diesen Met, nach einer gewissen Zeit verkaufen. Darf ich dan das Zertifikat von x mit abgeben, oder muss ich selber eins schreiben? :gruebel:

astro112233

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Re: Authentitätszertifikat
« Antwort #4 am: Januar 25, 2009, 10:47:16 vorm. »
Hallo Dave,

das Belegkärtchen ist quasi der Personalausweis des entsprechenden Meteoritenexponates und begleitet dieses üblicherweise bis an das Ende seiner Tage. 

Handelt es sich bei dem Verkäufer z.B. um ein IMCA Mitglied, verbürgt sich dieses Mitglied für die Echtheit des Meteoriten samt dazugehöriger Daten.

Salopp. Also das auch das drin ist, was drauf steht oder was drauf steht auch drin ist.

So sollte es jedenfalls sein.  :fluester:

Gruß Konrad  :hut:

Offline styria-met

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Re: Authentitätszertifikat
« Antwort #5 am: Januar 25, 2009, 10:47:53 vorm. »
Hi,

ja ich meine das so, ich kaufe jetzt bei x einen Met, x legt ein Zertifikat dazu. Dieses ist meist unterschieben.
Jetzt möchte ich diesen Met, nach einer gewissen Zeit verkaufen. Darf ich dan das Zertifikat von x mit abgeben, oder muss ich selber eins schreiben? :gruebel:

mit dem Begriff Zertifikat wäre ich vorsichtig:

Ein Zertifikat kann nur ein zertifiziertes Unternehmen/Institut ausstellen,
also z.B das, welches den Met klassifiziert hat.

Eine Unterschrift eines Händlers auf einer ID-Karte ist nett,
zeugt ev. von der Herkunft des Mets mehr aber auch nicht.

Also kannst mit ruhigem Gewissen eine eigene ID-Karte erstellen,
unterschreiben und dem Met beilegen.

Aber du kannst auch (nur) die ID deiner Quelle beilegen.
Der Käufer weis ja von wem er ihn hat.

Aber wie schon erwähnt,
es sollte immer eine (mehr oder weniger ausführliche) ID beiliegen.

zeugt einfach von Seriosität  :super:

Stefan


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Offline lithoraptor

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Re: Authentitätszertifikat
« Antwort #6 am: Januar 25, 2009, 12:23:55 nachm. »
Moin in die Runde!

Ich denke der Begriff "Zertifikat" kann von JEDEM verwendet werden- damit bürgt man persönlich für die Echtheit.

@ Dave: Das Original der ID-Karte/des Zertifikates geht (wenn Du das Stück nicht verändert, also geschnitten oder sonst wie bearbeitet hast) immer mit raus. Eine ID-Karte von Dir zusätzlich ist sicher sinnvoll- hierdurch kann man dann den Weg des Stückes nachvollziehen. Das wird von vielen Sammlern sehr geschätzt.

Gruß

Ingo

Offline pallasit

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Re: Authentitätszertifikat
« Antwort #7 am: Januar 25, 2009, 12:37:55 nachm. »
Hallo Dave,

... Darf ich dan das Zertifikat von x mit abgeben, oder muss ich selber eins schreiben? :gruebel:

Wenn dein Nachname "Nininger" lautet, solltest du unbedingt jedem deiner Stücke ein unterschriebenes Zertifikat beilegen. Das macht sich recht gut!!!

Grüsse Willi  :prostbier:

Offline Mettmann

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Re: Authentitätszertifikat
« Antwort #8 am: Januar 25, 2009, 12:59:24 nachm. »
Hallo Dave,

das Zertifikat oder den Zettel darfst Du nicht nur mit beilegen, sondern Du solltest ihn sogar unbedingt mitgeben.
Die Anzahl der spezialisierten Meteoritenanbieter, seien es Sammler oder Händler, ist weltweit sehr überschaubar.
Die Quellen für Meteorite relativ begrenzt.
Liegt ein Zettel mit einem bekannten Händlernamen, einem Namen eines bekannten Meteoritensammlers oder mit einer IMCA-Nummer bei,
so erhöht es die Sicherheit für denjenigen, dem Du das Stück gibst erheblich,
denn die wenigsten Meteorite sind durch bloßen Augenschein einer bestimmten Lokalität oder einer Nummer zuordbar
bzw. endet das Stück bei einem Laien, könnt er die Echtheit sowieso schwer beurteilen.
So ein Sammlungszettel oder ein Zertifikat erhöht damit auch den Wert.
Und der Name eines bekannten Sammlers, Händlers, Finders gar zählt allemal mehr, wenns um die Authentizität geht, als wennde nurn Kassenzettel vom Esoterikschop oder gar ein Gutachten vom Fresienus-Institut dabeihättest, die mit Meteoriten überfordert wären.

Diese Zettel sind bei vielen Sammlern übrigens sehr begehrt. Je mehr mit dem Stück mitkommen, je besser und lückenloser sich die Geschichte und die Wanderung des Stückes durch die Sammlungen nachverfolgen läßt, desto begehrenswerter ist es
und desto wertvoller ist es.
Ein Zetterl vom Nininger, vom Huss, vom Schwade, vom Krantz, vom King, vom Zeitschel, vom New..... das wirkt sich ganz profan auf den Preis aus.

Zusätzlich leben wir ja nun in den Jahren der großen Fundzahlen,
die Wüste, da ist zum einen Teil der Weg zu den Findern, zum Ursprung, wenns z.B. um Oman oder Libyen geht noch kurz,
zum andern bei den NWAs hast häufig es auch nicht weit zur Quelle bzw. kauft man heute noch viel mehr direkt bei der Quelle, weil ja oft die Sammler- und Händlernamen, die man auf den Zetteln liest, just die Personen sind, die den Stein zur Klassifiz eingereicht haben und deren Namen in den Einträgen im Bulletin zu den Steinen der Nachwelt erhalten bleiben.

Also Zettel UNBEDINGT aufheben und mit den Stücken mitgeben.
Wenn es z.B. geschehen sollte, daß die Dunkle Seite der Macht obsiegt und das Häuflein der ignoranten und gierigen Neidhammeln unter den Wissenshaftlern sich durchsetzt, daß der Meteoritenhandel besonders aus den Wüstenländern unterbunden wird und es keine Meteorite mehr geben wird,
dann wird es sicher von Vorteil sein, die Zettel zu einem Stück zu haben, am Besten zurück bis zum allerersten, der dem betreffenden Stück am Anfang gegeben wurde.
Dann werden die einst so geschmähten Wüstenweisenkinder echte Pedigree-Specimen sein
und die Sammler der Zukunft das Hohe Lied auf die Sucher und Händler unserer Tage singen,
so wie sie es mit den "klassischen" Meteoriten heute tun.


 :super:
Mettmann
"Grawutzi - Kapuzi" (Pezi "Bär" Petz *1949-1995)

 

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