Autor Thema: Der 262. von H5P6  (Gelesen 7600 mal)

H5P6

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Der 262. von H5P6
« am: Juni 27, 2009, 11:14:16 Vormittag »
Hallo,

wer wirklich in Deutschland Meteoriten suchen geht,der weiß,was das für Mühe macht.Über dieses Thema spreche ich nur hier im Forum und selbst da bekommt man wegen der Fundwahrscheinlichkeit nicht gerade moralische Unterstützung.Wie schnell wertvolle historische Fundgegenstände weg sein können habe ich schon als Kind erfahren müssen.Da liegt der Martin schon ganz richtig.Anbei zwei Bilder von meinem letzten 262-ten Fundstück.Die Nachsuche werde ich erst vor Beginn der nächsten Vegetationsperiode im Frühjahr machen können.

Gruß Jürgen
und ab in das Wochenende.

Offline lithoraptor

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Re: Der 262. von H5P6
« Antwort #1 am: Juni 27, 2009, 12:39:12 Nachmittag »
Moin Jürgen!

Das ist ja eigentlich mal wieder eher was für die Ecke "unbekannte Gesteine", aber wie auch immer... Könntest Du mal eine Makroaufnahme der helleren (braunen) Bereiche machen/versuchen? Das Material wirkt da sehr körnig - macht auf mich bisher den Eindruck eines Sandsteines, aber für eine genauere Ansprache brauchen wir ein Closeup!

Wie sieht es denn mit dem Magnetismus deines 262ten Fundes aus? :fluester:

Gruß

Ingo

H5P6

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Re: Der 262. von H5P6
« Antwort #2 am: Juni 29, 2009, 10:40:42 Vormittag »
Hallo,

so wie hier geschrieben steht,sehe ich es auch.
Wenn ich hier weiter auf das abgebildete Material 262 eingehe weiß ich nicht,ob das Thema wie schon angedeutet besser unter "unbekanntes Gestein" verschoben werden müßte.
Von den abgebildeten Material 262 werde ich einmal ein paar Vergrößerungen anfertigen.Der Magnet wird nicht angezogen,auch läßt es sich nicht von einer Metallsonde erfassen.Die schwarze Kruste besteht aus einer glasartigen Masse,die im randbereich zu langen ( meist flachen ) Glasfäden ausgezogen sind und brechen auch ebend so leicht,wie Glas.Die langen Glasfäden sind wild verschlungen auf dem Randbereich verschweißt.Einige stehen auch nadelförmig hervor,soweit sie noch nicht abgebrochen sind.Wir hatten hier im Forum einmal eine Meteoritenabbildung von einem muschelförmigen Met,der von der Schmelzlippe kammartige Schmelzfäden zeigte.Das Erscheinungsbild ist hier bei dem 262er Material sehr ähnlich.

Gruß Jürgen

Offline MetGold

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Re: Der 262. von H5P6
« Antwort #3 am: Juni 29, 2009, 11:31:01 Vormittag »
Hallo Jürgen,

von meinen 419 verschiedenen Meteoriten quasi aller Klassen ist nicht einer unmagnetisch (Neodymmagnet).


 :winken:   MetGold
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H5P6

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Re: Der 262. von H5P6
« Antwort #4 am: Juni 29, 2009, 14:43:12 Nachmittag »
Hallo Peter,

ich habe das nur mit einen kleinen Neodymmagnet per Hand probiert.Also nicht den Magneten am Faden und so.
Hier die Oberflächenvergrößerungen.Das 1.Bild zeigt eine kleine beschädigte Stelle.Das 2.Bild,die dünne braune Fläche.
Die anderen Bilder zeigen die Oberfläche an verschiedenen Stellen.

Gruß Jürgen

H5P6

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Re: Der 262. von H5P6
« Antwort #5 am: Juni 29, 2009, 14:45:34 Nachmittag »
Vergrößerungen:

H5P6

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Re: Der 262. von H5P6
« Antwort #6 am: Juni 29, 2009, 14:47:52 Nachmittag »
Vergrößerungen:

Offline lithoraptor

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Re: Der 262. von H5P6
« Antwort #7 am: Juni 29, 2009, 20:48:37 Nachmittag »
Moin Jürgen!

Ähhhm, also vom Gestein sehe ich dennoch nicht wirklich was mehr, obwohl sich der Eindruck von einer gewissen Körnigkeit bestätigt hat. Ich bleibe also im Moment bei meiner "Diagnose".
Da das schwarze Zeug a der Oberfläche scheinbar pflanzliche Reste eingeschlossen hat, ohne dass sie verkohlt zu sein scheinen, läßt den Schluss zu, dat das Material nicht übermäßig heiß gewesen sein kann. Ich würde hier auf einen bituminöses Produkt oder Teer tippen.

Gruß

Ingo

P.S. Zu meinem Angebot hast Du dich auch noch nicht geäußert. WIESO NICHT?!

Plagioklas

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Re: Der 262. von H5P6
« Antwort #8 am: Juni 29, 2009, 21:33:05 Nachmittag »
Versuch mal mit dem fingernagel das schwarze zu ritzen Dann wirst vermutlich festdstellen dass es asphalt ist.

Solche Steine sehen den Meteoriten besodners ähnlich, sind aber ebenso einfach zu erkennen.

Offline speul

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Re: Der 262. von H5P6
« Antwort #9 am: Juni 29, 2009, 22:15:04 Nachmittag »
alos ich habe da überhaupt keine Idee  :confused: :gruebel: :traurig:
Lächle einfach - denn du kannst sie nicht alle töten

Plagioklas

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Re: Der 262. von H5P6
« Antwort #10 am: Juni 30, 2009, 02:59:19 Vormittag »
Für mich siehts nach "Stein mit anhaftenden Asphalt, Gras und Dreck" aus. 

Offline herbraab

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Re: Der 262. von H5P6
« Antwort #11 am: Juni 30, 2009, 09:21:13 Vormittag »
Für mich siehts nach "Stein mit anhaftenden Asphalt, Gras und Dreck" aus. 

Ja, genau das habe ich mir bei den Bildern auch gedacht.

Grüße, Herbert
"Daß das Eisen vom Himmel gefallen sein soll, möge der der Naturgeschichte Unkundige glauben, [...] aber in unseren Zeiten wäre es unverzeihlich, solche Märchen auch nur wahrscheinlich zu finden." (Abbé Andreas Xaverius Stütz, 1794)

H5P6

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Re: Der 262. von H5P6
« Antwort #12 am: Juni 30, 2009, 10:40:26 Vormittag »
Hallo,

daß Ihr da an angeklebtes Gras denkt wundert mich nicht.Ich hatte auch erst in Erwägung gezogen, daß es angebackene
Kiefernnadeln sind,aber es ist auf dem Grundgestein ein karamellfarbenes hartes Glas.Das Grundgestein ist sehr hell,dann kommt eine Glasschmelze in den Farben von hellem gelb über braun bis zu tiefen schwarz.Dadurch sehen die Glasfäden aus,wie Kiefernadeln oder Gras/Stroh.Schon in Ahnung,daß es sich bei den Anhaftungen nicht um Pflanzenreste handelt,habe ich das Matrial unter Wasser vorsichtig gereinigt.Nein also Teer oder Pflanzenreste sind das nicht.Einfach nur eine mehr oder weniger gefärbte Glasschmelze.Der Fundort lag unter einer Eiche,wo das Objekt augenscheinlich im Winter von den Wildschweinen aus den Humusboden gewühlt worden ist.Über der Fundstelle in 2,5 m Höhe entdeckte ich an einem Ast eine Schlagstelle,die etwa 10 Jahre alt sein könnte.Ob da ein Zusammenhang besteht weiß ich nicht.

Gruß Jürgen

Offline herbraab

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Re: Der 262. von H5P6
« Antwort #13 am: Juni 30, 2009, 11:59:21 Vormittag »
Jürgen, so ganz ohne Maßstab ist es aus der Ferne nicht gnaz leicht zu beurteilen, was auf den Vergrößerungen zu sehen ist. Wir wissen ja nicht mal, ob das Bildfeld 2cm oder 2µm breit ist...

Lässt sich die "Schmelze" mit einem Messer abschaben?
Lässt sich die "Schmelze" entzünden, oder schmilzt das Material in einer Flamme wieder auf?
In den Meteoriten-Checklisten, die Du eingefordert hast, taucht immer die Frage nach dem spezifischen Gewicht des Fundstücks auf. Hast Du das schon bestimmt? Wenn ja, was ist das Ergebnis?

Disclaimer:
Messer, Feuerzeug, Zündhölzer und Dihydrogenmonoxid sind potentiell hoch gefährliche Werkzeuge bzw. Stoffe. Auch bei unbekannten Fundstücke kann es sich als gefährliches, explosives und/oder giftiges Material handeln. Aus den oben von mir genannten Fragen lässt sich im Falle von Unfällen, Verletzungen, Bränden o. ä. keinerlei Haftung meinerseits ableiten. Das wollte ich noch klarstellen.

Grüße, Herbert
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Offline Mettmann

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Re: Der 262. von H5P6
« Antwort #14 am: Juni 30, 2009, 12:56:55 Nachmittag »
Hups, Ihr habt alle vergessen, zu diagnostizieren, daß es sich um keinen Meteoriten handelt.
Textur, Farbe, Struktur, Form und Art des Übrzuges, Farbe un Körnigkeit des drunterliegenden Material, Form des Steins, mangelnder Eisengehalt usw. schließen einen Meteoriten aus. Das Ding sind auf einen Blick einem Meteoriten nicht ähnlich.

 :prostbier:
Mettmann
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