Autor Thema: Verwitterung von Tektiten  (Gelesen 1396 mal)

Offline MarkV

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Verwitterung von Tektiten
« am: August 01, 2009, 20:26:46 Nachmittag »
Hallo,
mich würde interessieren wie lange es dauert bis sich ein Tektit durch Verwitterung komplett aufgelöst hat. Wie alt sind die ältesten je gefundenen Tektite? Stimmt es, dass die filigranen Formen von Moldaviten ein Produkt der Verwitterung sind? Wie sieht ein wenig verwitterter Moldavit aus?

Grüsse,
Mark

Plagioklas

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Re: Verwitterung von Tektiten
« Antwort #1 am: August 01, 2009, 21:16:31 Nachmittag »
Die Gesate Oberflächenstruktur der Tektite entstand durch Lösungsprozesse. Das sieht man echt gut an den Rizaliten. Die Kerben waren mal hauchdünne Spannungsrisse in der Oberfläche.

Die Moldavite werden den Indochiniten nicht unähnlich sein. Man findet ja noch an vielen Plätzen runde Formen.

Offline speul

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Re: Verwitterung von Tektiten
« Antwort #2 am: August 02, 2009, 09:46:29 Vormittag »
Hi Mark,
kann man sicherlich nicht pauschal beantworten. Die ältesten Tektite dürften die Georgiaite mit 35 Mio. a. sein, soviele Streufelder gibts ja nicht. Vielleicht gibts noch ältere, die aber noch keiner gefunden hat.
Bei der Verwitterung hängt es sehr von der Umgebung ab, ich finde die Georgiaite nicht so verwittert wie die Moldis. Bei denen stammt die Verwitterung mehr durch Lösung, z.B. durch Huminsäuren, die ziemlich starke Säuren sind. Wie lange es dauert bis sie aufgelöst sind: Nun ja 14,5 Mio. a. halten sie durch  :smile:
Bei älteren Gläsern alllgemein (also auch Impaktgläser) ist auch Rekristallisation ein nicht zu vernachlässigender Prozeß.
Wenig oder nicht verwitterte Moldavite dürften genau wie Indochinite nur grün aussehen, mit flußlinien etc.
Grüße
Speul
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