Autor Thema: Estherville Mesosiderit  (Gelesen 2176 mal)

Offline stollentroll

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Re: Estherville Mesosiderit
« Antwort #15 am: August 04, 2009, 11:49:24 vorm. »
Das hohlraum-reiche Material scheint also recht verbreitet zu sein, was mich aber wirklich wundet ist, dass es dazu offenbar keine Literatur gibt (jedenfalls scheint keiner etwas zu kennen).
Und warum sind die Kristalle in den Hohlräumen noch keinem aufgefallen ?
Und wie entstehen überhaupt solche doch recht großen Hohlräume in einem Mesosideriten ?

Fragen über Fragen ......

An dem bräunlichen Material habe ich inzwischen noch eine zweite chemische Analyse gemacht, und Stanfieldit bestätigt.

Hier noch ein besseres Foto von den Stanfieldit-Kristallen (Bildbreite 5 mm):

Gruß, Thomas

Plagioklas

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Re: Estherville Mesosiderit
« Antwort #16 am: August 04, 2009, 12:01:31 nachm. »
Zitat
Und warum sind die Kristalle in den Hohlräumen noch keinem aufgefallen ?

Da kommts drauf an mit welchem Auge der Betrachter rangeht. Chonden sind im Meteoritenbereich recht "In". Da gibts für jede Struktur nen Fachbegriff. Widmanstättische figuren sind auch modern,... die Einschlüsse und Ungewöhnlichkeiten interessieren hingegen weniger. Man schaut sie an, benennt sie "irgendwie" (Bestes beispiel hierfür ist der allgegenwärtige "Chromit") und gibt sich damit zufrieden.

Das erinnert mich an meine Impaktgesteinprobe, die ich hier mal im Quiz gewonnen hab. Dass in einigen Blasen Kristalle drin sind hab ich mal erwähnt, aber inzwischen dürfte ich (wieder  :gruebel:) der einzige von sein ders weiß. Kein andrer hat auch nur mal nachgeschaut. Wozu?.... sind doch nur Mineralien.

Ich würde es schön finden, wenn man öfter auch mal einen genaueren Blick auf die Mets und Impaktite wirft..

 

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