Autor Thema: Eine nette Scheibe des NWA 869  (Gelesen 3105 mal)

Offline herbraab

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Re: Eine nette Scheibe des NWA 869
« Antwort #15 am: Juli 23, 2009, 19:51:43 nachm. »
So eine Scheibe mit "achondritischem" Einschluss habe ich auch in meiner Sammlung. Sie stammt von NWA 1485, der offensichtlich mit NWA 869 gepaired ist. Laut unserem Forumskollegen JNMC (von dem ich das Stück habe) handelt es sich bei dem "achondritischen" Material um Impact Melt Clasts.

Grüße, Herbert
"Daß das Eisen vom Himmel gefallen sein soll, möge der der Naturgeschichte Unkundige glauben, [...] aber in unseren Zeiten wäre es unverzeihlich, solche Märchen auch nur wahrscheinlich zu finden." (Abbé Andreas Xaverius Stütz, 1794)

Offline Dirk

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Re: Eine nette Scheibe des NWA 869
« Antwort #16 am: Juli 23, 2009, 22:20:51 nachm. »
Hallo Dave und NWA 869-Liebhaber  :winke: ,

vor einiger Zeit hatte ich ein tolles NWA 869-Endstück in der Hand und durfte es fotografieren. Es gehört leider nicht mir, sondern einem anderen Forumsmitglied mit einer beachtlichen Sammlung. Aber ein Bild von diesem 354g schweren Endstück möchte ich hier trotzdem zeigen. Man beachte die drei unterschiedlichen Einschlüsse ......  :wow:  :wow:  :wow:

 :hut:
Dirk

MeteoritenanundVerkauf

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Re: Eine nette Scheibe des NWA 869
« Antwort #17 am: August 05, 2009, 08:04:42 vorm. »
Hier von mir auch ein Beispiel.

Es handelt sich um einen erzraren Achondritisch - kohlig gemischten Einschluss. Ich habe ca. 600 Scheiben / Scheibchen vom NWA869 geschnitten. Darunter eben 3 Scheiben mit dem kohligen Einschluss. Diese sind meiner Meinung nach die seltensten Einschlüsse.

Die achondritischen Einschlüsse sind übrigens original Mutterkörpermaterial, welche beim Einschlag aufgeschmolzen und so die Chondritenstruktur zerstört wurde... Das Material ist aus dem Impaktgebiet rausgespratzelt und wurde durch den Mutterkörper wieder eingefangen. Man findet diese hellgrauen / beigen Einschlüsse meist mit kleineren Kristall - Nadeln. Bei einigen meiner Stücke sind diese Nadeln mehr ein Nadelbrei aus "zerschmetterten" Mini -Nadeln. Ich vermute, dass das Material unterschiedliche Abkühlungsraten gesehen hat und somit die Nadeln mal mehr - mal weniger Zeit hatten zu wachsen...

Der Hammer aber sind die kohilgen Einschlüsse (bitte nicht mit den häufigen schwarzen Impaktmelten verwechseln). Meiner Meinung nach gehen die Richtung CM2... Bei meinen Scheiben sieht man unterm Mikroskop eine "Faltung" des kohligen Materials. Ich vermute, dass eine Schockeinwirkung das Material hier gedrückt und zerscmettert hat. Ist aber nur ne Vermutung....

Ein paar größere Bilder anbei.

Grüße - Micha

MeteoritenanundVerkauf

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Re: Eine nette Scheibe des NWA 869
« Antwort #18 am: August 05, 2009, 08:06:12 vorm. »
Und hier in Vergrößerung und das Stück (Endstück) von der anderen Seite...

Offline Dave

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Re: Eine nette Scheibe des NWA 869
« Antwort #19 am: Oktober 05, 2009, 16:08:07 nachm. »
Aufgrund meiner Neuanschaffung, grabe ich mal wieder diesen Beitrag raus.
Ich habe mir eine 100g Scheibe NWA 869 zugelegt.
Diese Scheibe zeigt einige interessante Einschlüsse. Neben einem schön geformten achondritischen Einschluss in dessen Nachbarschaft sich 2 nette blaue Chondren befinden. Hat die Scheibe 3 weitere eng nebeneinander liegende Einschlüsse.
Einen weißen, einen, ich denke mal achondritschen und einen für mich sehr interessanten Einschluss.
Der Einschluss der mich interessiert ist der in der Mitte. Habt ihr so einen schon mal gesehen? Die Farbe ist so ocker bis gelb würde ich sagen und es sind in diesem Einschluss noch einmal blaugraue "Klaster". Hat einer eine Ahnung was das sein kann. :super:

PS: ich würde mich von der Scheibe ggf. auch trennen, sollte jemand Interesse haben.
:einaugeblinzel:

Offline Dave

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Re: Eine nette Scheibe des NWA 869
« Antwort #20 am: Oktober 05, 2009, 16:09:08 nachm. »
und noch die Einschlüsse.

 

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