Autor Thema: Was zum Schmunzeln...  (Gelesen 13839 mal)

Offline Mettmann

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Re: Was zum Schmunzeln...
« Antwort #15 am: November 23, 2009, 22:16:23 Nachmittag »
Zitat
Sagen wir mal, man braucht zwei Wochen Suche mit zwei Geländewagen, um mal einen Eukriten zu finden

Ui, das is aber bisserl arg optimistisch, guck ma Bulletin Database, was es an Eukriten aus 10 Jahren Oman gibt - (und nur die Schwyzer suchen dort so wenig im Jahr).

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Offline gsac

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Re: Was zum Schmunzeln...
« Antwort #16 am: November 23, 2009, 22:30:11 Nachmittag »
Einer der wenigen europäischen Hunter, die in die Wüste gehen, um Geld zu verdienen,
ist vermutlich der Haschr...

PS: ...Vorsicht mit Klarnamen im Forum, Herr Darwin, und vor allem Vorsicht auch mit allzu
kühnen öffentlich geäußerten Vermutungen. So etwas kann schneller in die Hosen gehen als Dir
lieb ist (und wirft schon wieder einmal mehr Schatten als Licht!)

Alex
« Letzte Änderung: November 25, 2009, 13:21:02 Nachmittag von MetGold »

Offline MarkV

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Re: Was zum Schmunzeln...
« Antwort #17 am: November 23, 2009, 22:33:17 Nachmittag »
Zitat
Sagen wir mal, man braucht zwei Wochen Suche mit zwei Geländewagen, um mal einen Eukriten zu finden

Ui, das is aber bisserl arg optimistisch, guck ma Bulletin Database, was es an Eukriten aus 10 Jahren Oman gibt - (und nur die Schwyzer suchen dort so wenig im Jahr).



Hallo Mettmann,
ich habe gerade nachgesehen. Soweit ich sehe sind es fünf Eukrite, die von den Schweizern gefunden wurden, wovon einige gepairt sind, mit insgesamt 2166g Gewicht. Weiss Du wie lange die dafür mit wieviel Mann gesucht haben oder was die Suche gekostet hat? Dann wüsste man ungefähr den wahren Wert eines Eukriten.

Grüsse,
Mark

Offline Mettmann

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Re: Was zum Schmunzeln...
« Antwort #18 am: November 23, 2009, 22:45:51 Nachmittag »
Ooooh viel Geld hat das gekostet, die sind schon viel toirer als die privaten Hönter,
das kann man gar nicht ausrechnen.

Egaaaal. Meteoritenleute, egal ob -händler oder -hönter,
werden schon lang nimmer leistungsgerecht bezahlt.

Dasse dafür auch noch in den Knascht gehen sollen, wie in jüngerer Zeit gefordert und etablieret,
ist untragbar.
(Da gehören eher die hin, die das gefordert und erreicht haben, bei dem Schaden, dense in der Wissenschaft damit angerichtet haben).

Drum ist bald alles auuuuus.

Mark, schaumal gschwin in Deine Email...

Huhuhuh...

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Offline Haschr Aswad

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Re: Was zum Schmunzeln...
« Antwort #19 am: November 24, 2009, 12:07:29 Nachmittag »
Einer der wenigen europäischen Hunter, die in die Wüste gehen, um Geld zu verdienen, ist vermutlich der Haschr (bitte korrigieren, falls ich mich irre).

Grüße, D.U.

Wie kommst Du auf das schmale Brett?

Einen Wüstenmeteoriten selber zu finden erfordert Anstrengungen, persönliche Risiken und Kosten von denen sich kaum jemand ein Bild macht. Alle Mittel hierzu müssen selbst gestemmt werden. Die Währung, in der eigene Funde bezahlt werden, heißt Blut, Schweiß und Tränen. Ein geglückter Fund, der weitaus seltener vorkommt, als der Laie glaubt, ist das Kondensat all dieser Mühen. Jeder einzelne dieser Steine besitzt für den Finder Werte ganz jenseits des Merkantilen.

Die Geringschätzung und zur Schau getragene Abgebrühtheit, mit der hier gerne von „Gleisschotter“ gesprochen wird, ist deshalb auch für denjenigen, der einmal das Glück hatte, einen solchen Meteoriten zu finden, nicht nachzuvollziehen. Der Fund eines noch so verwitterten Steines, führt einem das Faszinosum Meteorit deutlicher vor Augen als der Kauf oder Verkauf jedes noch so frischen Hype-des-Tages-Achondriten. Die eigne Wertschätzung des Materials beruht danach nicht mehr nur allein auf Ebay-Vergleichsangeboten, Händlerpreisen, petrologischem- und Verwitterungsgrad.

Was mich betrifft, so verkaufe ich deshalb in aller Regel keine eigenen Funde. Die Institute und Forscher, mit denen ich zusammenarbeite, erhalten entsprechendes Typenmaterial und in fast allen Fällen weitere Proben, Dünnschliffe oder ganze Massen darüber hinaus, auf meine eigenen Kosten wohlgemerkt. Die Restmassen werden erhalten. Meine eigene Sammlung wächst aus dem Verkauf von Doubletten, die sämtlich keine Eigenfunde sind. Unter wirtschaftlichem Aspekt betrachtet, ist mein Tun die Umkehr des ökonomischen Prinzips. Auf der anderen Seite trete ich hier aber auch nicht in der Disziplin Händler an.

Grüße
Haschr
« Letzte Änderung: November 25, 2009, 13:21:47 Nachmittag von MetGold »

Offline JaH073

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Re: Was zum Schmunzeln...
« Antwort #20 am: November 24, 2009, 12:15:09 Nachmittag »
Hallo Haschr,

da muß ich dir absolut zustimmen.

Viele Grüße

Hanno
Je mehr Ecken und Kanten ein Diamant hat, umso mehr funkelt und strahlt der Stein.

astro112233

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Re: Was zum Schmunzeln...
« Antwort #21 am: November 24, 2009, 12:46:29 Nachmittag »
Vermutung?

Ein selbstgefundener Meteorit besitzt für den Finder einen unbezahlbaren ideellen Wert.

Egal was für ein Typ und wie er aussieht.

Vergleichbar mit einer errungenen Olympiamedaille.

Gruß Konrad  :hut:

Offline herbraab

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Re: Was zum Schmunzeln...
« Antwort #22 am: November 24, 2009, 12:52:15 Nachmittag »
Soweit ich sehe sind es fünf Eukrite, die von den Schweizern gefunden wurden, wovon einige gepairt sind, mit insgesamt 2166g Gewicht. Weiss Du wie lange die dafür mit wieviel Mann gesucht haben oder was die Suche gekostet hat? Dann wüsste man ungefähr den wahren Wert eines Eukriten.

Das ist meiner bescheidenen und ganz persönlichen Meinung nach eine unzulässige Vorgehensweise.

Ein Beispiel:
Der Meteorit von Prambachkirchen (2.13kg), der 1932 hier quasi ums Eck gefallen ist, wurde nach einer relativ kurzen Suche durch drei Bauern bzw. landwirtschaftliche Hilfsarbeiter gefunden, weil er denen ja praktisch vor die Füße gefallen ist. Ich weiss nicht genau, wie lange die Suche gedauert hat, aber sagen wir mal, eine Stunde. Setzen wir den Stundenlohn jetzt mal mit 10 Euro an, macht das 30 Euro. Dividiert durch die Fundmasse macht das einen "wahren Wert" (?!) von 1,4 Cent/Gramm für frische gefallene L6-Chondriten aus Österriech...  :fingerzeig:

Grüße, Herbert
« Letzte Änderung: November 24, 2009, 13:15:09 Nachmittag von herbraab »
"Daß das Eisen vom Himmel gefallen sein soll, möge der der Naturgeschichte Unkundige glauben, [...] aber in unseren Zeiten wäre es unverzeihlich, solche Märchen auch nur wahrscheinlich zu finden." (Abbé Andreas Xaverius Stütz, 1794)

H5P6

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Re: Was zum Schmunzeln...
« Antwort #23 am: November 24, 2009, 13:49:01 Nachmittag »




                                           Beitrag Haschr: :super:

Offline speul

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Re: Was zum Schmunzeln...
« Antwort #24 am: November 24, 2009, 17:40:04 Nachmittag »
Zitat
Die Geringschätzung und zur Schau getragene Abgebrühtheit, mit der hier gerne von „Gleisschotter“ gesprochen wird, ist deshalb auch für denjenigen, der einmal das Glück hatte, einen solchen Meteoriten zu finden, nicht nachzuvollziehen. Der Fund eines noch so verwitterten Steines, führt einem das Faszinosum Meteorit deutlicher vor Augen

Endlich hats mal einer gesagt! Ich glaube es gibt noch mehr, die so denken, vielleicht viel mehr

Grüße
speul
Lächle einfach - denn du kannst sie nicht alle töten

Offline Mettmann

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Re: Was zum Schmunzeln...
« Antwort #25 am: November 24, 2009, 18:00:47 Nachmittag »
Ja erzählt es nur dem Sammler, mit der Wertschätzung.  :super:
Denn wie soll sich ein Mensch fühlen, der für die Mühsal in der Wüste, vom seltensten der Erde 10, 15 Kg zusammenzusuchen, von den Sammlern so wertgeschätzt wird, daß er von ihnen das zugestanden bekommt,
was ein Schüler an zwo Wochen bisserl Werbezettel in Briefkästen werfen verdient...

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ironmet

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Re: Was zum Schmunzeln...
« Antwort #26 am: November 24, 2009, 18:26:19 Nachmittag »
Ich glaube Haschr meinte damit,das es einfach niemandem zusteht,von Gleisschotter zu sprechen,
der nicht selbst schonmal die Mühen einer Suche uuund eines Fundes auf sich genommen hat!
Somit auch nicht wirklich selbst einschätzen kann,was es heißt auf Suche zu sein und vielleicht mal nach 7 Tagen
einen Fund zu machen.
Selbst wenn es ein ganz schwer verwitterter Meteorit sein sollte,hat man eine ganz andere Beziehung dazu!
Das hat auch nichts mit Wertschätzung von Sammlern zu tun!
Woher sollten sie auch die Wertschätzung haben,wenn es ihnen doch gleich im Ansatz, vom Händler mit schlechtem Beispiel, vorgemacht wird? :gruebel:

Offline Mettmann

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Re: Was zum Schmunzeln...
« Antwort #27 am: November 24, 2009, 18:30:14 Nachmittag »
Wer macht das schon vor...

Vermutlich muß der Stefan erstmal in der Westsahara auf eine Mine fahren, damit diese Vorurteile gegen die Händler aufhören.

 :nixweiss:
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ironmet

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Re: Was zum Schmunzeln...
« Antwort #28 am: November 24, 2009, 18:34:35 Nachmittag »
Stefan war nicht gemeint!
Stefan schreibt hier selten und wenn nichts von Gleisschotter!
....von wem kommt das Wort eigentlich,hm?? :gruebel:

Offline MarkV

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Re: Was zum Schmunzeln...
« Antwort #29 am: November 24, 2009, 18:35:07 Nachmittag »
Soweit ich sehe sind es fünf Eukrite, die von den Schweizern gefunden wurden, wovon einige gepairt sind, mit insgesamt 2166g Gewicht. Weiss Du wie lange die dafür mit wieviel Mann gesucht haben oder was die Suche gekostet hat? Dann wüsste man ungefähr den wahren Wert eines Eukriten.

Das ist meiner bescheidenen und ganz persönlichen Meinung nach eine unzulässige Vorgehensweise.

Ein Beispiel:
Der Meteorit von Prambachkirchen (2.13kg), der 1932 hier quasi ums Eck gefallen ist, wurde nach einer relativ kurzen Suche durch drei Bauern bzw. landwirtschaftliche Hilfsarbeiter gefunden, weil er denen ja praktisch vor die Füße gefallen ist. Ich weiss nicht genau, wie lange die Suche gedauert hat, aber sagen wir mal, eine Stunde. Setzen wir den Stundenlohn jetzt mal mit 10 Euro an, macht das 30 Euro. Dividiert durch die Fundmasse macht das einen "wahren Wert" (?!) von 1,4 Cent/Gramm für frische gefallene L6-Chondriten aus Österriech...  :fingerzeig:

Grüße, Herbert


Hallo Herbert,
ich hab mich auf professionelle Meteoriten-Hunter bezogen, nicht auf Zufallsfinder. Ich denke, dass sich z.B. die Kosten für einen West auch an den Kosten für die Suche orientieren. Darunter wird es niemand hergeben. Nach oben gibt es natürlich keine Grenzen, wenn das Material selten ist, aber es ging mir mehr um die untere Grenze, was so ein Meteorit kosten kann und da glaube ich, dass er nicht billiger sein kann, als die Suche nach ihm gekostet hat. Und da die Kosten für die Suche in NWA steigen, werden auch die Preise für NWA Meteorite steigen. Im Extremfall, wenn sich die Lebensverhältnisse in den NWA-Ländern an die in der Schweiz angleichen sollten, dann müsste so ein Eukrit das kosten, was die Schweizer Oman-Suche gekostet hat.

Grüsse,
Mark

 

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