Autor Thema: Meine Funde ...  (Gelesen 51909 mal)

Plagioklas

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Re: Meine Funde ...
« Antwort #300 am: Juni 01, 2010, 22:39:32 Nachmittag »
Das Buch ist ein guter Anfang. Sehr gut.

Offline gsac

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Re: Meine Funde ...
« Antwort #301 am: Juni 01, 2010, 22:52:42 Nachmittag »
Das Buch ist ein guter Anfang. Sehr gut.

Bestätigt! Auch wenn die Übersetzung aus dem Dänischen manchmal ein
wenig hakelig und gequält rüberkommt - inhaltlich ist es sehr ordentlich!

Offline matze56

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Re: Meine Funde ...
« Antwort #302 am: Juni 02, 2010, 11:34:30 Vormittag »
     Grüß Euch alle zusammen :winke:

Vielen Dank für Eure zahlreichen Beiträge :super: Bin für mich nun zu dem Entschluß gekommen, daß es sich bei diesem Gestein um einen Diabas handelt. Die Textur zeigt doch deutliche Mineraleinschlüsse, welche man bei Basalt nicht mit bloßem Auge erkennen kann. Der Übergang zw. Basalt und Diabas ist sowieso gleitend. Am Ende ist es eine Interpretationsfrage, wer wie ein Gestein anspricht.

Das Buch hab ich übrigens schon eine ganze Zeit. Lese es viel lieber als die "Bildung"- da stehen einfach mehr Wahrheiten drin Speul :lacher:

Mit Moldis anfangen zu sammeln werde ich vorerst nicht Ingo. Will mich erst mal auf die Geschiebe konzentrieren. Wenn mir natürlich einer zufälliger Weise vor die Füße "fällt", werde ich ihn mit Sicherheit nicht wegwerfen :lacher:

    So, will gleich, ich hoffe, noch nen interessanten Beitrag hier reinstellen.


         Viele Grüße an alle von       Matze :winke:

Offline matze56

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Re: Meine Funde ...
« Antwort #303 am: Juni 02, 2010, 12:14:33 Nachmittag »
    So los gehts also :super:

Ich weiß nicht, ob dieses Thema schon mal im Forum angesprochen wurde und ob dieser Thread überhaupt das Richtige dafür ist. Aber letztendlich habe ich mir gesagt, daß doch sehr viele Steininteressenten hier vorbei schauen und mich deshalb entschlossen es hier rein zu stellen.

Wer kennt nicht das Problen, daß geschnittene Flächen ( selbst wenn sie poliert sind ) oder Außenansichten von Gesteinen im trockenen Zustand relativ unatraktiv aussehen, oder daß man im schlimmsten Fall kaum etwas erkennt :gruebel:Für Freunde, welche eine Sammlung besitzen ist dieses Problem sicher bekannt. Man hat viele Steine in irgend einer Vitriene, die aber nicht so richtig zur Geltung kommen. Auch wenn man den einen oder anderen Stein nach längerer Zeit wieder einmal "näher" betrachten möchte bleibt eigentlich nur eine Möglichkeit. Man muß das liebe Steinchen wieder " BADEN ". Bei einigen Gesteinen mit harten Oberflächen sieht man da für eine kleine Weile etwas, nur bei spröden Material ( Sandstein/ Kalkstein ) funktioniert das in der Regel nicht :nixweiss: Da ist das Wasser im Handumdrehen im Stein verschwunden. Solche Materialien muß man dann ewig wässern ( was mit Sicherheit der Sache nicht sehr zuträglich ist ), um wenigstens einen kurzen Augenblich etwas zu erkennen.
Ich habe eine andere Lösung für dieses Problem gefunden :laughing: ( oder auch nicht- vielleicht wissen das ja schon alle :fluester: )
Ich besprühe interessant Flächen oder Außenseiten mit handelsüblichem Klarlack :bid: Nach dem trocknen des Lackes sieht die besprühte Fläche immer noch aus, als wäre sie naß :super: Dabei besprühe ich nie den ganzen Stein, so daß dieser auch noch "atmen" kann.
Einen Nachteil hat die ganze Angelegenheit allerdings. Nach der Behandlung sind keine Gegenlichtaufnahmen mehr möglich, da die Blendung doch relativ stark ist. Aber der Stein präsentiert sich in seiner ganzen Schönheit :super:
Wer es mal ausprobieren möchte, ihm aber seine besten Stücke dazu zu schade sind, sollte erst einmal einen Versuch mit einem x-beliebigen anderen Stein machen. Aber ich verspreche Euch- es funktioniert mit jedem Gestein :fluester:
Stelle nachher noch ein paar Vergleichsfotos rein, welche Euch überzeugen sollten.


Beste Grüße an alle von Matze :winke:

Offline matze56

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Re: Meine Funde ...
« Antwort #304 am: Juni 02, 2010, 12:17:36 Nachmittag »
Hier mal die Unterschiede einer Schnittfläche eines Chiasma-Sandsteines

Offline matze56

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Re: Meine Funde ...
« Antwort #305 am: Juni 02, 2010, 12:23:15 Nachmittag »
   Außenansicht eines Chiasmas vor- u. nachher

Offline matze56

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Re: Meine Funde ...
« Antwort #306 am: Juni 02, 2010, 12:25:00 Nachmittag »
    Und auch bei Achaten funktioniert es :lacher:

Offline Victoria2

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Re: Meine Funde ...
« Antwort #307 am: Juni 02, 2010, 12:50:23 Nachmittag »
Hallo matze, ist vieleicht ne Methode um kurzzeitig die Steine optisch aufzuwerten. Wie lange wird der Klarlack aber klar bleiben ohne zu vergilben oder abzustumpfen,dann hast du das Problem den Lack wieder runter zu bekommen.
Zitat
Und auch bei Achaten funktioniert es
Achate z.b. lassen sich hervorragend schleifen und polieren da stellt sich von vornherein nicht das Problem einer "Unattraktivität"
Gruß

Offline matze56

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Re: Meine Funde ...
« Antwort #308 am: Juni 02, 2010, 13:44:26 Nachmittag »
             Hallo Vici2 :winke:

Wie lange der Klarlack klar bleibt muß die Zeit zeigen :nixweiss: Meiner Erfahrung nach blättert er eher wieder ab, eh er trübe wird. Und abblättern tut er nur, wenn Feuchtigkeit mit im Spiel ist.
Sollte der Lack, wieder Erwarten, doch mal trübe werden, dann ist es bei dieser Auftragsmenge überhaupt kein Problem diesen mit feinkörnigen Schleifpapier wieder zu entfernen.
Den Achat hatte ich lediglich mit gezeigt, da ich von dem auch nur eine  selbst geschliffene Fläche, deren Attraktivität mich nicht überzeugte , hatte :bid:
Aber nimm mal, z.B. einen Sandstein und schleif den mal an. Wenn der trocken ist, dann :weissefahne:.
War ja auch nur eine Anregung- mit anderen Gesteinen sieht die Sache sicher anders aus.

  Beste Grüße    Matze :winke:

Offline lithoraptor

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Re: Meine Funde ...
« Antwort #309 am: Juni 02, 2010, 14:21:58 Nachmittag »
Moin Matze!

Ja, Lackn ist eine typische Methode der "Gesteinsverschandelung". :einaugeblinzel: Haäufig hat man nicht wirklich dauerhaft etwas davon, wie schon angesprochen wurde. Eine weitere Variante sind bestimmte Steinwachs-Produkte, aber auch die haben so ihre Tücken: Einige Wachse werden nach einer gewissen Zeit unansehnlich oder vergrauen; auch zu Ausblühungen soll es schon gekommen sein. Ein weiterer Nachteil ist, dass Du mit Lack, insbesondere aber mit Wachs, viele kleine Unebenheiten, Risse und Brüche einfach dicht schmierst. Dat mag für eine rein optische Präsentation sehr positiv sein, für eine nachträgliche Betrachtung der einzelnen Minerale ist es aber sehr störend, da Du auf diese Weise viele für die Bestimmung wichtige Charakteristika quasi ausradierst. Muss man sich gut überlegen... Sehr problematisch ist es dann bei Fossilien, aber dat ist ein anderes Thema.
Die Betrachtung mit (Leitungs-)Wasser (wenn sehr häufig) hat den Nachteil, dass sich häufig Kalkflecken bzw. -ränder bilden. Alternativ kann man Aqua dest. oder einen Alkohol verwenden.
Kalke, Achate (überhaupt die ganze Quarzgruppe) sowie viele gesteinsbildende Minerale lassen sich wirklich sehr gut polieren. Somit nehmen die meisten Feldsteine eine Politur sehr gut an.

Auf alle Fälle ist es immer wichtig zumindest eine Seite im Naturzustand zu belassen, aber da bist Du ja schon auf dem richtigen Weg. :super:

Gruß

Ingo

Offline matze56

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Re: Meine Funde ...
« Antwort #310 am: Juni 02, 2010, 15:13:28 Nachmittag »
           Moin Inga :winke:

 Deine Bedenken kann ich in gewisser Weise teilen :smile: Gibt es denn schon Erfahrungen, was die dauerhafte Haltbarkeit anbelangt :gruebel:
Was das Unkenntlichmachen von Unebenheiten, Rissen ect. betrifft, muß ich Dir leider wiedersprechen :ehefrau: Du sollst ja das Zeugs nicht knüppeldick auftragen :bid: Es reicht mitunter schon eine einmalige, vorsichtige Behandlung :super: Ich habe jedenfalls die Erfahrung gemacht, daß dadurch nichts Relevantes verschwindet :fingerzeig:
Aber muß eben jeder für sich selber entscheiden.


 So, jetzt muß ich die Gelegenheit gleich noch zur Vorstellung eines Gesteines nutzen :platt:

 Komme bei dessen Bestimmung trotz gründlicher Information nicht weiter. Also bitte helft dem Matze mal :crying:
 Die Textur läßt erkennen, daß es sich um ein metamorphes Gestein handelt. Ein Rätzel sind für mich doch diese relativ großen, wolkenartigen Einschlüsse. Einige wenige, größere Feldspateinschlüsse kann ich ja noch erkennen. Der Rest verschließt sich leider meinem derzeitigen Erkenntnisstand. Das Teilchen ist leicht magnetisch.
 Ich zeig mal einen Schnitt, ja und man höre und staune, auch eine frische Bruchstelle dazu. ( da werden sich jetzt aber Einige freun, ne :super: )


   Danke Euch schon mal für Eure Hilfe

   Viele Grüße  von   Matze :winke:
 

Offline matze56

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Re: Meine Funde ...
« Antwort #311 am: Juni 02, 2010, 15:16:29 Nachmittag »
      Schnittbild ( heute ganz in Sprühlack :lacher: )

Offline matze56

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Re: Meine Funde ...
« Antwort #312 am: Juni 02, 2010, 15:23:43 Nachmittag »
         Bruchfläche    ( vollkommen naturbelassen )

Offline Mettmann

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Re: Meine Funde ...
« Antwort #313 am: Juni 02, 2010, 16:12:39 Nachmittag »
Intervenier 3000.

Muß immer wieder sein, denn man weiß ja niiiiie auf was für Gedanken die Leut kommen können..

Steinmeteorite bitte NIEMALS lackieren, wässern, ölen, wachsen!

Dazu sind sie zu kostbar, zu selten, zu wiss. relevant  - (und würde zudem eine drastische Wertminderung bedeuten. In den meisten Fällen: Tonnenklopp.).

Dank!
Mettman
"If any of you cry at my funeral,
I'll never speak to you again."
(S.Laurel 1890-1965)

Offline matze56

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Re: Meine Funde ...
« Antwort #314 am: Juni 02, 2010, 18:19:46 Nachmittag »
           Nu ja Martin :winke:

 Ich hab ja letztendlich nur terrestrische Gesteine "veredelt" :baetsch: Meinen vielen " noch nicht in meinem Besitz befindlichen" Mets würde ich ein derartiges, dramatisches Schicksal "NIEMALS" antun :fingerzeig:
Denn dazu sind sie zu kostbar, zu selten, zu wissensch. relewant und würden darüber hinaus mein Vermögen komprimieren :lacher:
Danke Dir für Deine Ratschläge :super:

Beste Grüße nach Bayern schickt der

                                               Matze :winke:

 

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