Autor Thema: Jupiter - Rotation  (Gelesen 1669 mal)

astro112233

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Jupiter - Rotation
« am: Februar 02, 2010, 11:43:21 Vormittag »



Kurz-Info
Die ersten Details der Oberfläche des Planeten, insbesondere die großen Zonen und Bänder, wurden 1630 von Zucchi entdeckt. Etwas später, 1664, war es Robert Hooke, der die berühmten Jupiter-Flecken und Bänder entdeckte. Nur ein Jahr später entdeckte Giovanni Cassini den Großen Roten Fleck, eine besonders auffällige Erscheinung südlich des Jupiter-Äquators. Anhand dieses Details konnte Cassini die Dauer einer Jupiter-Rotation mit 9 Stunden 56 Minuten beziffern.

Aufnahme-Daten: 29.09. - 30.09.2009 - 23:51 MESZ - 00:28 MESZ - Instrument: C11 - Brennweite: 7.000 mm - Astronomik IIc RGB - TeleVue Powermate 2,5 x Barlow - Montierung: Alt 6AD - CCD Kamera DMK 21 AU04 - Bin: 640x480; 5,6x5,6 µm - Summenbild: 400 je Kanal RGB - Bearbeitung: Registax 5 - AstroArt 4.0 - Photoshop CS3 - Standort: Sternwarte Singen im Hegau - Fotograf: Wolfgang Bodenmüller

Gruß Konrad  :hut:

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  • Gast
Re: Jupiter - Rotation
« Antwort #1 am: Februar 02, 2010, 16:31:12 Nachmittag »
Etwas später, 1664, war es Robert Hooke, der die berühmten Jupiter-Flecken und Bänder entdeckte

In den Philosophical Transactions of the Royal Society (Vol. 1, No. 3, 1664) findet man dazu: "… der geistreiche Dr. Hooke teilte vor einigen Monaten einem Freund mit, daß er mit einem ausgezeichneten Fernrohr von 12 Fuß Brennweite einige Tage vorher um ungefähr 9 Uhr abends in dem größten der drei auf dem Jupiter beobachteten Bänder einen Fleck gesehen habe und durch Beobachtungen von Zeit zu Zeit fand, daß sich der genannte Fleck innerhalb von zwei Stunden um einen halben Durchmesser von Ost nach West bewegt habe. Er befindet sich im nördlichen Teil des südlichen Bandes. Sein Durchmesser ist ein Zehntel des Jupiterdurchmessers*, und sein kürzester Abstand vom Mittelpunkt Jupiters beträgt ein Drittel des Halbmessers des Planeten …"

*Durchmesser des GRF: L = 26.000 km und B = 14.000 km (Erddurchmesser zum Vergleich: 12.756 km)

Anbei eine meiner Aufnahmen aus der Zeit, als wir noch keine digitalen und computertechnischen Hilfsmittel hatten. Dementsprechend mäßig ist natürlich die Bildqualität. Aber ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, vor allem bei meinen Dünnschliffaufnahmen, auch die nicht so gelungenen Aufnahmen und meine ersten Versuche der DS-Photographie aufzubewahren. So sieht man, wie sich im Laufe der Zeit die Technik und die Qualität der Aufnahmen verbessert hat, denn: Übung macht den Meister!

Herzliche Grüße,

Bernd  :winke:


Die Daten zur Aufnahme:

Datum: Nov. 01, 1988
Okular: 10 mm Plössl
f/140 und EFL 140 m
Film: Kodak (ASA 1000)
Zeit: 22:52 MEZ
Belichtung: 2 Sek.

 

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