Autor Thema: Fundsituationen nach einem Meteoritenfall  (Gelesen 23431 mal)

Mettmann

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Re: Fundsituationen nach einem Meteoritenfall
« Antwort #31 am: Januar 11, 2007, 21:12:27 Nachmittag »
Hallo allle,

Hier ein Link der zu einem Russichen Video mit Englischen Untertitel führt der die Fundsituartion des Shikote Alin zeigt , dauert 18 min und ist recht gut wenn auch alt .

 http://www.meteorites.com.au/odds&ends/sikhote-alin.html

Bis dann Lutz  :winke:
Aller Anfang ist schwer !!

Mettmann

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Re: Fundsituationen nach einem Meteoritenfall
« Antwort #32 am: Januar 11, 2007, 21:21:04 Nachmittag »
Wenn auch alt?

Lutzemann, das sind die Bilder von den ersten und heiligen Urexpeditionen zu Sikhote.
Besser jeht es doch nicht.

Kratjer!
Mettmann

Offline Aurum

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Re: Fundsituationen nach einem Meteoritenfall
« Antwort #33 am: Januar 11, 2007, 22:21:51 Nachmittag »
Hallo Martin ,

Mit wenn auch alt meinte ich die neue Geanration die ist doch mit Farbe und Video gross geworden.  :crying:

Die kennen doch schwarz weiss unr noch vom hören sagen !
Für mich sind die Bilder brandaktuel und fasziniernd .
Es würde mir im Traum nicht einfallen sie schlecht zumachen  :ehefrau:
Nur da ich selber Kinder habe 18/14 weiss ich wie die reagieren .

Bis dann Lutz :winke:


Aller Anfang ist schwer !!

Speci-Man

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Re: Fundsituationen nach einem Meteoritenfall
« Antwort #34 am: Januar 11, 2007, 22:52:41 Nachmittag »
Hallo Alle!
Hab mir den Film auch oft in stillen Mußestunden betrachtet. Wenn die anheimelnde Melodei ertönt, wird einem wirklich warm ums Herz. So ist es aber sicher auch beabsichtigt. Es handelt sich letztlich ja auch um ein Propagandawerk und die Bilder stammen aus der Spätphase der Stalin-Ära. Würde mich nicht wundern, wenn es sich bei den Knochen-Arbeitern um Deportierte gehandelt hat. Die fanden das wohl weniger romantisch.
Jenseits der moralischen Zweifel bleibt der Film aber ein Zeitzeugnis von hohem dokumentarischem Wert. Man würde sich wünschen, dass es auch von anderen berühmten Fundsituationen mehr solcher Filme gäbe.
Gruß Speci-Man 

Mettmann

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Re: Fundsituationen nach einem Meteoritenfall
« Antwort #35 am: Januar 12, 2007, 01:03:57 Vormittag »
....übrigens, Randbemerkung, in dem historischen Sikhote-Alin-Film, da seht ihr von Minute 16:36 bis 16:48 den Boguslavka in seiner ganzen Pracht,
den Ihr ja verschmähtet   :isagnix:

Nun sind die restlichen Scheiben unterwegs nach Tucson  :baetsch:
ob da noch was übrigbleibt....

 :winke:
Mettmann

Offline gsac

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Re: Fundsituationen nach einem Meteoritenfall
« Antwort #36 am: Januar 12, 2007, 01:27:23 Vormittag »
....übrigens, Randbemerkung, in dem historischen Sikhote-Alin-Film, da seht ihr von Minute 16:36 bis 16:48 den Boguslavka in seiner ganzen Pracht,
den Ihr ja verschmähtet   :isagnix:
Nun sind die restlichen Scheiben unterwegs nach Tucson  :baetsch:
ob da noch was übrigbleibt....

Ich hab ihn, ich hab ihn - 13.15 g davon, mit schönen Neumännern!!   :baetsch:
Und sieht nach vielen Wochen hier im Display noch immer astrein aus.  :super:
Tja, müßtet/solltet ihr die Chladnis halt noch mal beknieen....  :user:

Nirosta-Nachtgrüsse,
gsac aka Alex

Offline paragraf

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Re: Fundsituationen nach einem Meteoritenfall
« Antwort #37 am: Januar 12, 2007, 02:51:27 Vormittag »
Hallo,

vielen Dank für die vielen Links! Das stürmische Wochende scheint gerettet zu sein!  :super:

Trotzdem seh ich schon die Unterstützung des Deutschen Feuerkugelüberwachungsnetzes durch ein semantisches Netz von German Shepherds in German Zwingers with Webcams-Online. Wenn die Feuerkugel blitzt, schlägt der Hund an und es wird live registriert und ins Netz geschickt eingefädelt....

Gruß
Bernd

Offline APE

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Re: Fundsituationen nach einem Meteoritenfall
« Antwort #38 am: Januar 12, 2007, 08:29:59 Vormittag »
So Mettmann, zu Antwort 18

siehe hier  http://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=538.0

Zitat von: Mettmann am Januar 10, 2007, 23:04:22
Den Nakhla sollma ja auf einem toten Hund gefunden haben, das wär die Umkehrung des Prinzips.
Der Thomas kann ja mal berechnen, wieviel Hunde man in Mitteleuropa aufstellen müßte, um mindestens einen orientierten...
Geht auch mit Kühen, wie man seit Valera weiß.
Oder mit Autos - Worden, Benld, Peekskill

Ditte geht och mit Menschen ...
Arbeitslose hama doch genuch, die müssen sich (oh toll  :wow:) hinlegen - aber nich schlafen!!! Hörste!  :traurig:
Die müssen solange leigen, bis der Stein fällt und dann macht einer AUAAAAAAAAAA ...   :platt:

Dann die Frage: Wer war das?  Und alle rufen: Dahinten der Meyers Situ wars ...

Der muß dann den Stein wieder rausrücken, Met-Stein wird danach gesäubert und ab in de Ausstellung!
Da wird dann drunter stehen: In Situ gefunden!

Coole Sache det  Detektorfeld - wa!

Und wer hat´s erfunden?  :winke:
Na, wer genau!!   :hut:
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Offline APE

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Re: Fundsituationen nach einem Meteoritenfall
« Antwort #39 am: Januar 12, 2007, 09:05:56 Vormittag »
Nach dem nun - Peter sei dank - das andere Thema mit dem Hundeschnuppern verschwunden ist, wurde das eigentliche Thema ja sogar behandelt ...  :wow:

Äh, das mit dem Such Hündchen such, hätte der Peter natürlich auch zu einem neuen Thema machen können, so schlecht war es ja auch nich ...!  :weissefahne:

Ah ja, Mirko Du hattest recht  :super: , zu erst war das Thema scheinbar verfehlt, doch Martin hat ja einiges mehr an Beispiele zusammengetragen, die ich hier haben wollte, nur die Chiemgausache sollten wir mal schnell vergessen ...

Martin, mir tut es auch leid, das Du schon wieder   :traurig2:  die gleichen Themen heute eben auf deutsch durchkauen muß ... die Streufeldkarten mach ma später ...

Jürgen, um eine Nachsuche geht es hier nicht, eher ist das hier eine Vorbereitung für Dich auf kommende Funde. Denn es sollte ja nun endlich mal ein Met gefunden werden ...

Lutz, der Film ist nicht schlecht und man könnte über den Meteoritenfall Sikhote Alin so viel berichten und diskutieren, da könnten wir Tage mit verbringen ...

 ... und die anderen Drei Spezis könnten ja auch mal was zum Thema beitragen ...

Denn in erster Linie werd ich hier wohl eher nichts neues lernen, dafür aber hoffentlich viele Gäste und ihr als Mitglieder, dann bin ich glücklich ...

 :user: Thomas
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Offline pallasit

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Re: Fundsituationen nach einem Meteoritenfall
« Antwort #40 am: Januar 12, 2007, 09:19:25 Vormittag »
Hallo!

Übrigens meine Beiträge habe ich selber gelöscht. Das nächste mal bitte nicht gleich grölen, eine dezente private Mitteilung geht auch. Wäre bei mir besser angekommen.

Grüße Willi

Offline APE

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Re: Fundsituationen nach einem Meteoritenfall
« Antwort #41 am: Januar 12, 2007, 09:23:10 Vormittag »
Ach so, hier noch was zum Lesen, den der Meteoritenfall von Treysa ist ja auch nicht schlecht dokumentiert worden.
Da hat ja der gute Mann - Wegener´s Alfred - mitgemischt und wollte auch mal nen Met finden ...
Bin ich da letztens nich in Charlottenburg an seinem Wohnhaus vorbeigelaufen ...?!  :gruebel:
Mirko, den können wir leider nicht mehr zum Stammtisch einladen ...   :traurig:   Ist der arme Herr eigentlich noch in Grönland?

http://www.herbert-henck.de/Autobiographische_Texte/Treysa_I/treysa_i.html#Kap1

Gruß Thomas
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Mettmann

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Re: Fundsituationen nach einem Meteoritenfall
« Antwort #42 am: Januar 12, 2007, 15:42:04 Nachmittag »
Zitat
... die Streufeldkarten mach ma später ...
Jürgen, um eine Nachsuche geht es hier nicht, eher ist das hier eine Vorbereitung für Dich auf kommende Funde

Ähm...Finger heb..das ist doch nun vollkommen absurd, oder  :gruebel:

Es geht also nicht, um eine Nachsuche. Sondern um die Entdeckung neuer Fälle? Ja was hilft denn dann die Fundsituation? Ich denk so bei mir, einer Fundsituation wird man habhaft, wenn....wenn man den neuen Meteoriten findet!!!
Dann HAT man ihn doch schon gefunden und sucht nach mehr nach.

Thomas!  Ein Meteorit pflegt hinunter zu fallen. Und wenn er ned gerade annen steilen Hang fällt, ja dann bleibt er da liegen, wo er gefallen ist.

Ich raffs irgendwie nicht. Was soll es die Changsen auf den Fund eines neuen Falles steigern, wenn der Jürgen nun weiß, ja in Barwell hat ein Stein nen Blumentopp zertrümmert, ein Juancheng is innen Suppentopf gefallen und der Herr McCain hat sich nen neues Auto kaufen müssen. Das ist doch vollkommen wurscht, ob nun der eine Fall in die Wiese geplumpst ist und der andere auf Granit und zerbrochen - deswegen macht der Jürgen oder der Thomas doch keinen Erstfund vonnem neuen Fall!!

Und warum nicht, weil der Thomas und der Jürgen und jeder Mettjäger ja überhaupt ned weiß, wann und wo ein neuer Fall stattgefunden hat, wenn nicht übers Internetz geht, Zeugen Dings ist ein Stein aufs Feld gefallen oder in dem Dorf so und so in Indien hats nen Knall gegeben und Steine sind abgeregnet, nachdem in andern Landesteilen einen helle Leuchterscheinung gesehen hat.
Ansonsten weiß man doch nix davon!  Und Du wirst nie der erste am Ort eines Falles sein. Weil ohne Zeugen kein Fall.
Und da ist die Fundsituation aber sowas von nebensächlich, wennde noch mehr haben willst, dann ist der FundORT das entscheidende und wenns ganz besonders günstig aussieht, die Lage der Funde zueinander, damitte überhaupt weißt, wode suchen sollst.

Ich kapiers ned, worauf die hinauswillst, Thomas.  Fundsituation und daraus dann komplette Neufallfunde?  Was hasten für Fundsituationen. Da liegt halt der Stein rum, manchmal nen kleine Grube, von mir aus auch mal einen kleinen Kanal in weichen Untergrund und alles was dann aus dieser Datensichtung, die wir hier vornehmen sollen,
soll dann dazu führen einzuschätzen, ob es sinnvoll ist, daß die Begeisterten dieses Forums aufs Geratewohl oder beim Waldspaziergang jeden Fuchsbau oder alten Bombentrichter aufgraben sollen?
Na da kann ich doch frei heraus sagen:  Nein.

A und O bei neuen Fällen, ist zu wissen, WO was gefallen und ned wie. Guxx nach Spanien wärst nie gefahren, wenn nicht vorher was vom Villalbeto gefunden worden wäre, weil Du ned gewußt hättst, woooo Du suchen hättst müssen und OB überhaupt was runtergekommen ist. Man nennt das "Nachsuche". Nach Moss wärst nicht gefahren, wenn da nicht die zwo Steine gefunden worden wären, dito. Und man heißt das "Nachsuche".  Das es so läuft, daß Du von einem der wenigen Dieter eine Karte mit einem kleinen (wie sich NACHträglich herausgestellt hat), exzellent vorausberechneten Fallgebiet in die Hand gedrückt bekommst, das wird kaum vorkommen.

Wie willste daher bitte anhand von Fundsituationen andere Fälle, neue Fälle, von denen Du gar ned weißt, wo sie stattgefunden haben oder ob sie stattgefunden haben, finden? Das ist doch absurd, das würde nix anderes sein, als ungezielt also zufällig in der Gegend rumzusuchen - und wenn die Bestandaufnahme der Fundsituationen ergibt, daß so ein Meteorit auf dem zu liegen pflegt, auf das er gefallen ist, ändert sich am Spielverlauf gar nix, sondern es wär reiner Zufall.

Vollkommen anders ists, wenn eben schon Material gefunden worden ist (und das wird eben zunächst buchstäblich zu-fällig gefunden). Dann weißte, wo de suchen mußt.
Streufeldkarten sind gerade bei älteren Fällen das A und Ohh. Guxx, die Russkis - nach 60 Jahren noch lekker die Kainsaze aussem Boden geholt, von Vengerovo nochn Stück gefunden und furchtbar erfolgreich in den Streufeldern nicht beobachteter Fälle sondern historscher Funde. Moravka konnt man noch finden, Holbrook findet man noch, in Burkina sammelns heut noch die Gaos,  Morasko seit Jahrzehnten, nun Muonionalusta, ja selbst nen dickeren Pultusk hat man unlängst noch ausgegraben.
So kommste zu Meteoriten, aber doch ned dadurch, daßde Dir Bilder anschaust von dem Knirps, dem die Mbale-Erbse auf die Rübe geplumpst ist.

- im übrigens ist selbst bei solchen bekannten, ergiebigen Streufelder oft, den kommerziellen Aspekt betrachtet, kaum sinnvoll, zu jagen. Das macht man eher aus Spaß an der Freud.
Zu neuen Fällen zu jetten ist kostspielig, man hat keine Garantie, etwas selbst zu finden, muß oft es dann eben von den Erstfindern kaufen. 

Also ich find den Thread ganz lustig, weil die Forumler die Dokumentation zu ihren Sammlungsstücken ev. verbessern können,
zum eigentlichen Zweck, zur Entdeckung neuer, ungeahnter Fälle, trägt er nix bei, m.E.

Mettmann


H5P6

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Re: Fundsituationen nach einem Meteoritenfall
« Antwort #43 am: Januar 12, 2007, 16:25:30 Nachmittag »
Hallo Martin, :winke:

eine schöne Geschichte ist eben das Salz in der Suppe.  :wow:  :gruebel:  :einaugeblinzel:
Kauft doch keiner ein Buch,wenn nur Zahlen drin stehen.  :user:  :super:

Gruß Jürgen :smile:

Offline gsac

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Re: Fundsituationen nach einem Meteoritenfall
« Antwort #44 am: Januar 12, 2007, 18:08:30 Nachmittag »
Ach so, hier noch was zum Lesen, den der Meteoritenfall von Treysa ist ja auch nicht schlecht dokumentiert worden.
Da hat ja der gute Mann - Wegener´s Alfred - mitgemischt und wollte auch mal nen Met finden ...

Wegener selbst hat den nicht gefunden, sondern ein gewisser Förster Hupmann, der hernach auch eine schöne Belohnung dafür bekommen hat. Wegener hat allerdings durch das Zusammentragen von Augenzeugenberichten und Schlußfolgerungen daraus im Vorfeld des Funds erheblich zum späteren Erfolg beigetragen. Siehe auch

http://de.wikipedia.org/wiki/Meteor_von_Treysa

Am Schluß dieses Wikipedia-Eintrags ist eine Schrift erwähnt, ein Neudruck der Originalberichte von Wegener und Richarz, den ein Marburger Verleger 1977 anläßlich des 475-jährigen Uni-Jubiläums erstellen ließ. Diese wirklich sehr spannend (!!!) nachzulesenden Originalberichte sind in einem Büchlein zu finden, das meines Wissens derzeit exklusiv nur im Marburger Mineralogischen Museum erhältlich ist, wo man auch den Treysa-Meteoriten in einer Schauvitrine aufbewahrt. Ein Besuch lohnt sich - ich weiß es, denn ich war letztes Jahr dort! PS:...und daheim bei mir liegt ein 13.25-g-Belegstück des Originals, ein kleines bekrustetes Teilplättchen von dem großen Endstück, das man vor vielen Jahrzehnten vom "Treysaner" abgeschnitten hat!! :einaugeblinzel:

gsac aka Alex

 

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