Autor Thema: Fund in Berlin  (Gelesen 2608 mal)

sunrydz

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Fund in Berlin
« am: April 29, 2010, 19:26:47 nachm. »
Hallo,
heute gefunden: Stein mit eindeutigen Verschmelzungsspuren.
Handelt es sich dabei um Schlacke oder um etwas anderes?

Offline MetGold

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Re: Fund in Berlin
« Antwort #1 am: April 30, 2010, 06:31:06 vorm. »
Hallo,

willkommen im forum. Leider kann ich dir nicht sagen welche Art von Gestein/Schlacke es ist.

Jedenfalls ist es kein Meteorit!

Die untere rechte Ecke in Bild4 ist zwar etwas unscharf, erinnert mich aber sehr an Schlacke mit den typischen Gasbläschen.

 :winken:   MetGold
Ein ereignisreicher Tag ist mehr als namenlose Jahre - (Spruch aus einem chinesischen Kalender)

sunrydz

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Re: Fund in Berlin
« Antwort #2 am: April 30, 2010, 09:05:10 vorm. »
Hallo  MetGold,
vielen Dank für Deine freundliche Beurteilung.  Mit diesen Gasbläschen da hast Du wohl Recht. Hoffentlich ist dies kein Nierenstein eines Dinos :smile:
Eins ist dabei jedoch merkwürdig: warum gibt dieses Gestein/Schlacke eine leichte elektrische Spannung ab ? (Beleuchtet bis zu 0,7 V)

Viele Grüße

sunrydz

Peter5

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Re: Fund in Berlin
« Antwort #3 am: April 30, 2010, 15:45:30 nachm. »
Piezo- und/oder Pyroelektrizität ist bei vielen Mineralien nichts Ungewöhnliches (z.B. Turmalin, Quarz etc.).

Die Abbildungen zeigen meines Erachtens kein Schlacke sondern eine Stück Maganomelan + Limonit .. aber ich kann mich auch irren. Fundort wäre wichtig.

Gruß Peter5

Offline pallasit

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Re: Fund in Berlin
« Antwort #4 am: April 30, 2010, 17:24:53 nachm. »
Hallo sunrydz,

kannst Du etwas über die Dichte sagen?

Grüsse Willi

sunrydz

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Re: Fund in Berlin
« Antwort #5 am: April 30, 2010, 20:37:25 nachm. »
Hallo Willi,

irgendwie fühlt sich dieses Gebilde sehr leicht an. Am Anfang dachte ich an ein Stück versteinertes Holzes. Unter der Lupe sieht es zumindest so aus.
Und noch etwas: die oben erwähnte elektrische Spannung gibts nur wenn ich den Stein(?) in der Hand halte. (In Interaktion mit dem Körper; denn weder ich,  noch der Stein selbst geben sonst 0,5-0,7 V ab)

Grüsse

sunrydz
« Letzte Änderung: April 30, 2010, 20:52:38 nachm. von sunrydz »

sunrydz

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Re: Fund in Berlin
« Antwort #6 am: April 30, 2010, 20:56:18 nachm. »
Hallo Peter5,

Fundort ist Waldgebiet im Berlin-Grunewald.

Grüsse sunrydz
« Letzte Änderung: April 30, 2010, 21:35:35 nachm. von sunrydz »

Peter5

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Re: Fund in Berlin
« Antwort #7 am: Mai 02, 2010, 07:25:53 vorm. »
Hallo sunrydz,

gut. Der Fundort bringt einen, in diesem Falle, jetzt nicht wirklich weiter aber jetzt wo ich Deine Vergrößerungen sehe und Du schriebst ja auch sehr leicht wie Holz, tendiere ich auch eher zur Schlacke. Wie auch Metgold schon andeutete, sehen die seitlichen und unteren Partien insbesondere danach aus und ich kann da jetzt auch schwarze bis dunkelgraue Bläschen erkennen, die eher auf künstlich entstandene Schlacke hindeuten. Zu den Voltzahlen möchte ich jetzt keine Interpretation abgeben. Dazu kann ich nur auf meinen o.a. Beitrag verweisen (statische Aufladung bzw. Elektrizität). Ist der Stein eigentlich leicht magnetisch? Halte doch mal bitte einen Magneten dran.

Gruß Peter5  :winke:

fossi47

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Re: Fund in Berlin
« Antwort #8 am: Mai 02, 2010, 08:54:52 vorm. »
Hallo an alle Beteiligten,
bei"Umgebung Berlin" fällt mir bei dem Anblick spontan ausgebrannter Trümmerschutt ein.
Ein Stein an sich liefert keine Spannung (Außer gequälten Quarzen/Turmalinen).Ich nehme an Du bist durch Bewegung elektrostatisch aufgeladen,überträgst die Ladung durch Anfassen auf den Stein und mißt die abfließenden Stöme gegen Erde ?Das wäre eine physikalische Erklärung.Sollte der Stein bei Berührung anfangen zu Schwingen,Vibrieren o.Ä.dann verlassen wir meine Erklärungsmöglichkeiten und besuchen einen Esotheriker!
Glück auf Günter

Peter5

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Re: Fund in Berlin
« Antwort #9 am: Mai 03, 2010, 06:26:58 vorm. »
Zitat
bei"Umgebung Berlin" fällt mir bei dem Anblick spontan ausgebrannter Trümmerschutt ein.

Das wäre natürlich auch nicht auszuschließen. Von elektrostatischer ("statischer") Spannung schrieb ich ja auch bereits. Klar, dass die Turmaline, der Quarz etc. natürlich erst durch Reibung elektrostatisch aufgeladen werden; wie sollte es auch anders sein; ansonsten bleibt ja nur der Mensch als "Überträger" durch "kinetische Energie" übrig.

Gruß Peter5

fossi47

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Re: Fund in Berlin
« Antwort #10 am: Mai 03, 2010, 07:35:20 vorm. »
Hallo Peter,
abseits des Themas,aber zu "elektrisch aufgeladen" passend :vor Jahren hatte ich eine Probe kristallklarer Schwimmerquarze aus der Kohle des Geiseltales erhalten.Die Quarze zeigten alle Formen des Quarzlebens,-Einkristalle, Zwillinge ,Sterne usw.Einige hatten im Kristall Holzfasern eingebettet.Was tun - sortieren-Problem :die Kristalle waren ca 0,1 - 1,0 mm groß, also ran ans Mikroskop,Probe in ein MM Deckel und los ,Denkste!! die Biester  glitten wie von Geisterhand im kühnen Bogen über die MM Schachtel und verteilten sich auf der Arbeitsplatte.Als ich dann endlich welche unterm Mikro hatte ging der Zirkus weiter!Die Kristalle quittierten jede Annäherung der Hand mit Nadel mit einer echten Zirkusvorstellung.Sortiert hab ich nach mehreren Anläufen unter dem Nebel einer Inhalationsmaschine mit feuchten zerkauten Zahnstocher.Im lufttrockenen Zustand waren die Dinger nicht zu händeln,sprangen wie die Flöhe,waren bloß schlechter zu sehen.
Grüße Günter


Offline Andyr

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Re: Fund in Berlin
« Antwort #11 am: Mai 03, 2010, 12:14:40 nachm. »
Hallo Willi,

irgendwie fühlt sich dieses Gebilde sehr leicht an.

Die Dichte könnte für Wad sprechen. Weiß aber nicht, ob es sowas in oder um Berlin gibt.

Peter5

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Re: Fund in Berlin
« Antwort #12 am: Mai 03, 2010, 12:44:49 nachm. »
Zitat
sondern eine Stück Maganomelan + Limonit ..

Manganomelan = Wad .. daher nannte ich das auch.  :smile:

Gruß Peter5  :winke:

Offline APE

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Re: Fund in Berlin
« Antwort #13 am: Mai 03, 2010, 13:07:32 nachm. »
Hallo an alle Beteiligten,
bei"Umgebung Berlin" fällt mir bei dem Anblick spontan ausgebrannter Trümmerschutt ein.

Ja so sehe ich das auch!  :super:
Als richtiger Berliner kommt man an einem Punkt, wo man sich mal Gedanken machen muß, wie z.B. der Teufelsberg entstanden ist. Und der steht mitten im Grunewald. Stehst man endlich oben, dann ist es einerseits eine herrliche Aussicht und andererseits ein grausiger Rückblick ...
 :fluester:
Gruß Thomas
Grau ist alle Theorie ...

Labrador

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Re: Fund in Berlin
« Antwort #14 am: Mai 03, 2010, 14:05:08 nachm. »
Hallo,

das anhaftende sieht schon nach Schlacke aus bzw. könnte auch Limonit-"Wüstenlack" sein. Passt nicht ganz zu den Geschieben im Bereich Postfenn/Teufelsberg und so würde ich auch mal auf Trümmerschutt tippen.

Gruß
Labrador

 

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