Autor Thema: Grenz- und Randbereiche  (Gelesen 10547 mal)

Offline ironmet

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Re: Grenz- und Randbereiche
« Antwort #45 am: Dezember 15, 2010, 23:40:53 Nachmittag »
Hallo Dave und Mark,

hier die Antwort zur Lichtenfels Masse quasi aus dem Munde von Bernd:

Die Lichtenfels Masse wurde angeblich 1963 in einem ausgetrockneten Flussbett gefunden.
Dieser herrliche, mit Regmaglypten übersäte Gibeon misst 89 x 44 x 36 cm
und wurde nur an einer kleinen Stelle angeschnitten - Schnittfäche 7 x 7 cm.
Ein Teil dieses geschnittenen Materials befindet sich am Smithsonian Institution (3.3 x 1 x 1 cm).
Der Anschnitt zeigt laut Buchwald eine normale Gibeonstruktur mit einer 1-2.5 mm
dicken, durch Hitzeeinwirkung veränderten alpha-2 Randzone.

Viele Grüße Mirko

Offline Greg

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Re: Grenz- und Randbereiche
« Antwort #46 am: Dezember 16, 2010, 18:15:46 Nachmittag »
Hallo,  :hut:

Nochmals Danke zu den verschiedenen Meinungen zu meinem kleinen Gibeon Stück. Sie decken viele Aspekte und Überlegungen ab. Man sitzt sonst alleine zuhause vor einem Stück, überlegt hin und her, auch sehr kritisch und stellt letztlich fest, dass man ohne fachliche Hilfe und andere Einschätzungen nicht weiterkommt. Und wieder viel dazu gelernt. :super:

Die Lichtfels-Masse ist enorm beeindruckend. Welch ein schönes Prachtexemplar...  :wow:
Der Bericht von Haschr ist sehr aufschlussreich und und entführt den Leser in die spannende Historie des Gibeon Meteoriten.

Ich hatte noch ein Mikroskop-Foto übersehen, was den Grenzbereich zum rekristallisierten Rand zeigt.
Bemerkenswert finde ich, dass sich die Mineralplatten in diesem alpha-2 Randbereich fortsetzen. Deutlich sind im bestimmten Blickwinkel die Taenit-Bänder zu sehen, welche die Balken umfassen.

Viele Grüße
Greg

Offline ironsforever

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Re: Grenz- und Randbereiche
« Antwort #47 am: Dezember 16, 2010, 20:10:10 Nachmittag »
Hm....  :dizzy:

nach dem großzügigen überlesen des "informativ" formulierten Beitrags von Herrn Seidel ....

Viele Grüße Mirko

Du darfst in Deiner Großzügigkeit gern überlesen, was Du willst. Aber dann tu es bitte auch!

Offline Sterntaler

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Re: Grenz- und Randbereiche
« Antwort #48 am: Dezember 16, 2010, 21:39:19 Nachmittag »
Hm....  :dizzy:

nach dem großzügigen überlesen des "informativ" formulierten Beitrags von Herrn Seidel ....

Viele Grüße Mirko

Du darfst in Deiner Großzügigkeit gern überlesen, was Du willst. Aber dann tu es bitte auch!

Zitat
"Großzügigkeit ist das Wesen der Freundschaft." - Oscar Wilde  :hut: 


MilliesBilly

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Re: Grenz- und Randbereiche
« Antwort #49 am: Dezember 16, 2010, 23:28:46 Nachmittag »

Großzügigkeit ist sogar ein Humanum schlechthin. Vorausgesetzt, man übt sie in der Tat und spricht nicht nur davon. Dieses kleine Gibeonstück, geladen mit special features, ist auf seine Weise äußerst großzügig. Und damit back to Grenz- und Randbereiche.


Offline ironmet

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Re: Grenz- und Randbereiche
« Antwort #50 am: Dezember 16, 2010, 23:56:50 Nachmittag »

Bemerkenswert finde ich, dass sich die Mineralplatten in diesem alpha-2 Randbereich fortsetzen. Deutlich sind im bestimmten Blickwinkel die Taenit-Bänder zu sehen, welche die Balken umfassen.

Viele Grüße
Greg


Hallo Greg,

ja,grundlegend ist es so,das man bei rekristallisierten Rändern trotzdem noch die Struktur sehen kann.
Als Beispiel sei hier mal Zacatecas 1969 angeführt,weil dieser ein super Beispiel dafür ist.
Zudem noch ein mittlerer Okteadrit,bei dem man die Grenzen zwischen den Kamazitlagen im rekristallisierten Gefüge noch mit bloßem Auge sehr gut sehen kann.
Auch bei den feinen Oktaedriten geht das,nur eben mit Hilfe einer Lupe bzw Mikroskop.

Guanghua wäre ein tolles Beispiel für einen rekristallisierten feinen Oktaedriten.
Ein komplett rekristallisiertes Eisen.
Zum Anfang der Ätzung zeigen sich noch ganz normale Strukturen,wie man sie eben von einem feinen Oktaedriten
erwarten würde.
Im Laufe der Ätzung wandelt sich diese dann eben in die rekristallisierte Struktur um.
Und man sieht mit bloßem Auge nur noch die rekristallisierte Struktur.
Ich füge mal zwei Fotos mit ein.

Viele Grüße Mirko

Offline gsac

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Re: Grenz- und Randbereiche
« Antwort #51 am: Dezember 17, 2010, 00:24:38 Vormittag »
Großzügigkeit ist sogar ein Humanum schlechthin. Vorausgesetzt, man übt sie in
der Tat und spricht nicht nur davon.

Genau, Du sagst es sehr treffend, Milly! Anbei dann gern auch gleich ein Fotobeleg für
diese These (..aus der Präparationswerkstatt unseres Forenmitglieds "ironmet" (*)), um
zum Thema des Threads zurückzukehren.

Henbury, Endstück 76.8 g, rekristallisierter Randbereich!

Habe die Ehre!
Al"Herr Seidel"ex

(*) ...das Foto des Exemplars stammt von mir

 

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