Autor Thema: Meteorite und Raseneisenstein ?  (Gelesen 2452 mal)

H5P6

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Meteorite und Raseneisenstein ?
« am: Januar 22, 2007, 16:47:50 nachm. »
Hallo Meteoritensucher, :winke:

ich habe schon seit längerem darüber nachgedacht,worin wohl der Unterschied in Feuchtraumwiesen besteht,daß es in manchen Wiesen zu Raseneisensteinanreicherungen kommt und in gleich gearteten Verhältnissen keine Anreicherung zu erkennen ist.
Bei sicherlich unterschiedlichen Vorhandensein von gelöstem Eisen,könnte vielleicht auch ein eisenmeteoritisches Streufeld,erst die Auslösung zu einer Anreicherung sein.
Vielleicht sollte man Raseneisensteinbrocken mal auf ihren Kern hin überprüfen?
Gibt es Erkenntnisse über Eisenanreicherungen im Streufeld Morasko?

Gruß Jürgen :smile:

Offline pallasit

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Re: Meteorite und Raseneisenstein ?
« Antwort #1 am: Januar 22, 2007, 23:12:03 nachm. »
Hallo Jürgen,

Raseneisensteine werde an der Obergrenze des Grundwassers gebildet. Im Grundwasser muss, wie du auch anführst, Eisen in Lösung vorhanden sein. Es reichen sehr geringe Änderungen des pH-Wertes dass die gelösten Elemente über Redoxreaktionen ausgefällt werden. Es sind keine Meteoriten nötig. In jedem Boden sind genügend Kristallisationskeime um diesen Prozess zu ermöglichen. Die Ausgangssedimente oder auch Ausgangsgesteine brauchen keine hohen Eisenwerte. Erhöhte Nickelwerte sind nicht bekannt.  Der Lösungs- und Ausfällprozess dauert recht lange, somit können 40 – 50 cm Mächtigkeit der Raseneisensteine erreicht werden.
In Europa sind die großen Raseneisensteinvorkommen schon lange abgebaut. Seit der Eisenzeit wird aus diesem Erz Eisen gewonnen. Insgesamt kommen da sicher viele hunderttausend Tonnen zusammen. In Deutschland sind ein paar der letzten Vorkommen von Raseneisenstein mittlerweile unter Naturschutz gestellt. Also Bitte nicht Abbauen und horten.

Ich staune bei vielen Deiner Beiträge wie hartnäckig Du Meteoriten in Deine Lebenswelt integrieren möchtest. Dieses faszinierende Thema begeistert auch mich. Ich für meinen Teil würde auch gern auf jedem Acker einen Meteoriten finden. Bin jedoch nüchterner als Du, die Dinger sind extrem selten. Deshalb kaufe ich hin und wieder einen.
 
Für Dich ist sicher hilfreich ein wenig Gesteinskunde zu lernen. Damit Du Deine Funde einordnen kannst. Auch von Deiner Ecke gibt es sicher eine geologische Beschreibung die weiterhilft. Aber mir scheint die normale Lanschaftsgeschichte genügt Dir nicht.

Grüße Willi

H5P6

  • Gast
Re: Meteorite und Raseneisenstein ?
« Antwort #2 am: Januar 23, 2007, 17:49:27 nachm. »
Hallo Willi, :winke:

danke für Deine Funktionsbeschreibung der Eisenanreicherung.  :super:
Den Raseneisenstein werde ich bestimmt nicht abbauen.Aber man soll ja nie,nie sagen.Vielleicht bekomme ich ja noch ein lukratives Angebot von den Chinesen,die brauchen jedes Eisen.  :wow: :laughing:
Also hartnäckig würde ich es nicht nennen,aber aufgeschlossen für auch Möglichkeiten,die Andere nicht in Betracht ziehen würden.  :einaugeblinzel:
Manchmal führt nur eine ganz kleine Goldspur zur Hauptader.  :prostbier:

Gruß Jürgen :smile:

Offline MetGold

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Re: Meteorite und Raseneisenstein ?
« Antwort #3 am: Januar 23, 2007, 18:53:25 nachm. »
Hallo,

apropo Goldspur - wenn wir in der Schwarza Goldwaschen ist Raseneisenstein meist ein gutes Zeichen für mögliche Goldflitter. Dort wo sich die Goldflitter verfangen - in sogenannten Goldfallen - setzen sich auch viele Kleineisenteile und Eisenerze wegen der hohen Dichte ab und oxidieren dort langsam und "verbacken" mit den Sandkörnchen und Steinen. Wenn man die oft nur cm-großen Raseneisensteine zerbröselt findet man nicht selten auch kleine Goldflitter mit eingebacken, die teilweise rostig überzogen sind. Kann z.Z. kein Foto zeigen, da ich das Gold bisher immer davon "abgeerntet" habe.
Vielleicht kann unser Digger da weiterhelfen, der hat davon sowieso mehr Ahnung.

 :winke:  MetGold   :alter:



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Offline Aurum

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Re: Meteorite und Raseneisenstein ?
« Antwort #4 am: Januar 23, 2007, 19:12:48 nachm. »
Hallo Peter ,

Ich kann deine Aussage nur bestätigen , Sandra und ich hatte beim Letzten Goldgräbercamp auch die Erfahrung gemacht, des weiteren sind auch leichte verfärbungen des Bodens zum rostroten hin gute hinweise auf Lagerstätten .
Das das Wasser der Schwarza recht eisenhaltig ist konnte man auch an Kronkorken feststellen die dort auch mit Raseneisenstein überzogen waren .
Aber für alle Digger des Forums hier noch der Hinweiss am besten ist es wenn sich eine schöne schwarze Sedimentschicht finden läst , da ist der Fund wirklich garantiert  :winke:

Bis dann Lutz  :winke:
Aller Anfang ist schwer !!

Offline MetGold

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Re: Meteorite und Raseneisenstein ?
« Antwort #5 am: Januar 23, 2007, 19:45:31 nachm. »
Hallo,

wer lange sucht ....
Der Raseneisenstein ist etwa 1cm groß. Fast in der Mitte ist der angebackene Goldflitter - visuell unterm Mikroskop allerdings besser zu erkennen als unten auf meinem Foto.

 :winke:  MetGold   :alter:

Hallo paragraf, hörst du den "Lockruf des Goldes" !?  :smile:
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Offline paragraf

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Re: Meteorite und Raseneisenstein ?
« Antwort #6 am: Februar 02, 2007, 02:25:16 vorm. »
Hallo,

ich glaub das eh alles nicht, bevor ich es mit eigenen Augen gesehen habe....  :laughing:

Gruß
Bernd

Offline Aurum

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Re: Meteorite und Raseneisenstein ?
« Antwort #7 am: Februar 03, 2007, 12:45:59 nachm. »
Hallo Bernd,

Dann Bitte vergiss die Brille nicht !! Sonst heist es wieder  " Hab ich nicht gesehn "  :lacher:  :baetsch:

Bis dann Lutz  :winke:
Aller Anfang ist schwer !!

 

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