Autor Thema: Auch ein Ansatz  (Gelesen 10214 mal)

Offline lithoraptor

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Re: Auch ein Ansatz
« Antwort #15 am: September 28, 2010, 21:37:36 Nachmittag »

Offline MarkV

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Re: Auch ein Ansatz
« Antwort #16 am: September 28, 2010, 22:06:13 Nachmittag »

So machen wir denn ein Rätsel draus  :wow:

Wer mir sagt, was Berthold mit Bansal zu tun hat,
kriegtn Stück vom Mond.


Nunja, beide vergleichen die Erde mit etwas, das man sich gut vorstellen kann. Der eine mit einem Ei, der andere mit einem Baum.

Zitat
Er loufet aber twerhes umbe nâch der twirhe.
Damit ist wohl gemeint, dass die Sterne und Planeten nicht genau kreisförmig wie im Rad laufen, sondern quer, also morgens aufgehen und abends untergehen. Die Rotation um die Erde (Eidotter) ist leicht gekippt.

Grüsse,
Mark


Offline Mettmann

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Re: Auch ein Ansatz
« Antwort #17 am: September 28, 2010, 23:30:12 Nachmittag »
Zitat
Um Missverständnissen vorzubeugen: selbstverständlich handelt es sich hier nicht um eine Beleidigung des hochverdienten Mettmann, vielmehr um die Beantwortung seiner Frage.


Eh, die Japsen bauen jetzt mechanische Katzen, deren Füßlein in der Dunkelheit leuchten...

Zitat
Nunja, beide vergleichen die Erde mit etwas, das man sich gut vorstellen kann.

 :super:  Und wenn Du mir sagt, wie man das in einem Wort heißt.....   schwupp hast den Mond...

 :prostbier:
Mettmann
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Offline MarkV

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Re: Auch ein Ansatz
« Antwort #18 am: September 28, 2010, 23:43:54 Nachmittag »

Zitat
Nunja, beide vergleichen die Erde mit etwas, das man sich gut vorstellen kann.

 :super:  Und wenn Du mir sagt, wie man das in einem Wort heißt.....   schwupp hast den Mond...

 :prostbier:
Mettmann

Gleichnis?!

Zitat
Gleichnisse sind meist kürzere Texte, die mit didaktischem Anspruch einen komplexen oft theoretischen Sachverhalt in Form einer bildhaften und konkreten Darstellung abbilden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gleichnis

Grüsse,
Mark

Offline pallasit

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Re: Auch ein Ansatz
« Antwort #19 am: September 29, 2010, 00:53:05 Vormittag »
Sie arbeiten mit Metaphern.

Offline paragraf

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Re: Auch ein Ansatz
« Antwort #20 am: September 29, 2010, 01:03:33 Vormittag »
Dog-matismus

Offline Mettmann

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Re: Auch ein Ansatz
« Antwort #21 am: September 29, 2010, 02:02:32 Vormittag »
Ja genau Gleichnisse und Analogien.

Kriegt der Mark n Mond. Abholbar am Stammtisch. Wann machmer mal wieder?

Das war das berühmte und im Mittelalter oft verwendete Ei-Gleichnis,
wie man sich vorzustellen habe und wie es angehen könne, daß der Erdball in der Mitte der konzentrischen Element- und der Fixsternsphäre ruht und schwebt.

Im Mittelalter war die Denkungsweise ein bisserl anders, weniger Ursache-Wirkungsprinzip, sondern eben Analogien und Gleichnisse.
Anderes bekanntes, dunnemals, war zum Bsp. wie mans verstehen könne, daß die Sonne ihre Eigenbewegung enlang der Ekliptik vollführt, jeden Tag ein Grad
und sich gleichzeitig der ganze Himmer am einen Tag einmal rumdreht, von der Ameise auf dem Mühlstein vom ollen Ptolemäus.

Oooch das Mittelalter war gar ned so finster, wie uns das Fabfenzi immer weismachen will. Die Renaissance, hernach die Aufklärung, das is ja nich vom Himmel gefallen.
Und guxx, das ist ja nu z.B. nicht auf Latein der Gelehrten, sondern aus einer Volkspredigt für jedermann.

Apropos Fabfenzi, da bedienen wir uns ja auch dauernd solcher Analogien und Bilder, in den Sendungen, wenns ums Universum oder um Quantenphysik ect. geht, was sich kein Mensch mehr vorstellen kann.

So ziehen wir also den Bogen von Aristotelos über Platon und em Bertho.... schmarrrn. Is schon spät und interessiert keine Sau.

Mir hat halt der Bansal gefallen, weil er eigentlich wie im europäischen Mittelalter denkt, seine "Theorie" erklärt ja nix, sondern nimmt Analogien her und das ist für ihn bereits die Erklärung genug.

Juuut Nacht.
Mettmann
 


PS: Aso
"Er loufet aber twerhes umbe nâch der twirhe."

Des hat nix zu sagen, ich fands nur von so urigem Klang.
Ja das meint halt, dasser der Himmel sich wegen der geographischen Breite schöpps dreht.

Aber er sagt ja dann auch gleich, daß des jetzt wurscht sei:
Ez mügent die ungelêrten liute sô wol niht verstên sam die gelêrten.   

Daß das die ungelehrten nich so gut verstehen könnten, wie die Gelehrten.


Und morgen nehmen wir dann das Zwiebelschalen-Asteroidenmodell durch, gell?
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MilliesBilly

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Re: Auch ein Ansatz
« Antwort #22 am: September 29, 2010, 02:21:52 Vormittag »
Ja genau Gleichnisse und Analogien. (...)

Ei sag ich doch die ganze Zeit: ANALogia ENTis

Der Mond für Mark ist aber absolut okay.





Offline Mettmann

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Re: Auch ein Ansatz
« Antwort #23 am: September 29, 2010, 02:23:48 Vormittag »
Ich weiß schon Milly, aber Du hast ja gesagt, daßde keen Mond mehr willst - Bällerläller !!!
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MilliesBilly

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Re: Auch ein Ansatz
« Antwort #24 am: September 29, 2010, 02:25:25 Vormittag »

Rischdisch! Zum Anheulen schön ist der doch nur, wenn er weit genug weg ist.
N'8 :-)

Offline lithoraptor

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Re: Auch ein Ansatz
« Antwort #25 am: September 29, 2010, 06:20:22 Vormittag »
Moin!

Oooch das Mittelalter war gar ned so finster, wie uns das Fabfenzi immer weismachen will. Die Renaissance, hernach die Aufklärung, das is ja nich vom Himmel gefallen.

Das würde ich so nicht unterschreiben. Das Mittelalter (also die Zeitspanne vom 5./6. bis zum 14./15. europäischen Jahrhundert - eben je nach dem, WEN man frägt), war schon eine finstere Epoche in unserer Geschichte. Die Leute vom Aberglauben getrieben, haben da schon so manches angestellt, was auf keine Kuhaut passt. Denkt mal an die Kreuzzüge, Hexenverbrennungen, Inquisition, den Umgang mit der Pest bzw. Kranken insgesamt, dem Menschenbild etc. pp. . Ich möchte da nicht gelebt haben. Natürlich gab es unter diesen Bedingungen auch positive Entwicklungen, das will ich ja gar nicht schmälern, aber es ist eben alles ein Prozess... Ich denke man kann froh sein, dass diese Zeiten hinter uns liegen. Wenn nicht, dann könntest Du (Martin), heute keine Mets verkaufen... :fluester:

Gruß

Ingo

Offline ben.g

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Re: Auch ein Ansatz
« Antwort #26 am: September 29, 2010, 11:03:07 Vormittag »
Nene. Das Mittelalter gibt's genausowenig wie Bielefeld:
http://home.snafu.de/tilmann.chladek/Seiten/Mittelalter.html

Gruß
Ben

Offline Mettmann

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Re: Auch ein Ansatz
« Antwort #27 am: September 29, 2010, 13:17:16 Nachmittag »
Es war eine harte, aber eine schlechte Zeit.
Najut, aber dieser enorme Wissenstransfer ab der Jahrtausendwende aus der islamischen Wissenschaft,
ohne den sähs heut zappenduster aus.
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Offline MarkV

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Re: Auch ein Ansatz
« Antwort #28 am: September 29, 2010, 18:46:24 Nachmittag »
Ja genau Gleichnisse und Analogien.

Kriegt der Mark n Mond. Abholbar am Stammtisch. Wann machmer mal wieder?

Super, da freu ich mich!  :super: :prostbier: :hut:

Mond steht bei mir eh derzeit ganz oben auf der Agenda. Hatte ja bisher erst einen.

Was man an dem Gleichnis auch sieht, ist, dass man schon damals von der Kugelgestalt der Erde ausging. Ist wohl ein Mythos, dass unsere Vorfahren im Mittelalter dachten, die Erde sei eine Scheibe.

Grüsse,
Mark

Chladnis Heirs

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Re: Auch ein Ansatz
« Antwort #29 am: September 29, 2010, 19:00:25 Nachmittag »
Ja das ist ein Mythos.
Lehrmeinung, Kirchenmeinung, hast ja beim wichtigsten Kirchenvater Augustinus schon, und die waren ja Bildungsträger, und es wurde auch gelehrt,
war selbstverständlich immer die Kugelgestalt der Erde.
Es ging eher darum, wie groß der Umfang sei, obs noch einen weiteren Kontinent ausser Europa/Afrika/Asien gäbe und wieviel Prozent von Meeren bedeckt, ob man den Äquator überwinden könne und obs daher Antipoden geben könne oder nicht.
Läßt sich nachweisen, daß der Mythos dann erst in der Renaissance und später begründet wurde, um sich gegen das vermeintlich so finstere Mittelalter abzugrenzen.

Zitat
Mond steht bei mir eh derzeit ganz oben auf der Agenda. Hatte ja bisher erst einen.

Ja dann schneeeeeeeeeell !!  Guxt Anzeigensparte - besser kann mans nicht kriegen.

 :prostbier:
Mettmann

 

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