Autor Thema: Klasse II: Sulfide u. Sulfosalze, Selenide, Telluride, Arsenide etc. - Teil II  (Gelesen 13248 mal)

Peter5

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Kleinstufe mit herrlichen, bis zu 1 cm langen Antimonit xx in Begleitung des extrem seltenen Antimon-Arsen-Sulfids Pääkkönenit xx; außerdem in Paragenese mit Kermesit xx, Valentinit xx sowie Senarmontit xx aus der chinesischen Caiwa Mine in der Shaanxi Prov. ..

.. vom extrem seltenen "Zungenbrecher"-Mineral Pääkkönenit xx werde ich später gerne noch Mikroskop-Fotos nachliefern.  :smile:

Zur Namensentstehung aus Mindat.org ..

Zitat
Name: To honor Viekko Pääkkönen (1907–1980), Finnish geologist

Finnisch war eigentlich klar!  :laughing:

Peter5

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Re: Klasse II: Sulfide u. Sulfosalze, Selenide, Telluride, Arsenide etc. - Teil II
« Antwort #46 am: Juli 04, 2012, 19:56:59 nachm. »
Darf ich vorstellen? Das Nickel-Tellurid Melonit von der berühmten Cresson Mine im Cripple Creek .. :hut:

Opal

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Re: Klasse II: Sulfide u. Sulfosalze, Selenide, Telluride, Arsenide etc. - Teil II
« Antwort #47 am: September 02, 2012, 13:47:23 nachm. »
Heute stelle ich euch meinen Antimonit aus der Toskana, Italien, vor:

Die Stufe ist ca 10 cm hoch.

Peter5

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Re: Klasse II: Sulfide u. Sulfosalze, Selenide, Telluride, Arsenide etc. - Teil II
« Antwort #48 am: September 02, 2012, 17:00:25 nachm. »
Die Stufe gefällt mir sehr.

Opal

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Re: Klasse II: Sulfide u. Sulfosalze, Selenide, Telluride, Arsenide etc. - Teil II
« Antwort #49 am: September 02, 2012, 23:44:03 nachm. »
Danke Peter!
Mich erinnert die Stufe immer an ein Mikado-Spiel, wo en paar Stäbchen scheinbar schon weggeklaut und nicht wiedergebracht wurden.  :laughing:

Peter5

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Re: Klasse II: Sulfide u. Sulfosalze, Selenide, Telluride, Arsenide etc. - Teil II
« Antwort #50 am: September 10, 2012, 17:23:52 nachm. »
.. und noch mal das Cadmium-Sulfid Greenockit von versch. Fundorten ..

Opal

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Re: Klasse II: Sulfide u. Sulfosalze, Selenide, Telluride, Arsenide etc. - Teil II
« Antwort #51 am: September 10, 2012, 19:07:32 nachm. »
Danke Peter!  :super:
Ich kann mir von den Mikroskopbildern zwar wenig konkrete Bilder machen, aber ich weiß jetzt, dass dort so kleine gelbe bösartige Teufelchen auf Opfer lauern... :laughing:

Peter5

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Re: Klasse II: Sulfide u. Sulfosalze, Selenide, Telluride, Arsenide etc. - Teil II
« Antwort #52 am: September 11, 2012, 08:05:20 vorm. »
Ja, ist natürlich auch alles relativ mit der Ungesundheit bzw. Toxizität des Greenockits.  :smile: .. man sollte das halt nur nicht in den Mund nehmen und schon gar nicht verspeisen! .. und die Hände wie übrigens nach dem Anfassen eines jeden Minerals hinterher gründlich abwaschen.  :hut:

Gruß Peter

Opal

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Re: Klasse II: Sulfide u. Sulfosalze, Selenide, Telluride, Arsenide etc. - Teil II
« Antwort #53 am: September 11, 2012, 10:16:59 vorm. »
Kuscheln mit Mineralien ist glücklicherweise nicht üblich.  :laughing:
Nur stelle ich mir die einstigen Knappen vor, die unter Zeitdruck ncht nur den physikalischen Gefahren des Bergbaus ausgesetzt waren,  sondern auch staublungen- und silikosegefährdet arbeiten mussiten und solchen "ungesunden" Mineralien in ihrer Akkordarbeit ausgesetzt waren und dann verstehe ich, warum das Sozialversicherungsgesetz der Knappschaft beispielweise im Pensionsrecht jeglichen Verweis auf eine andere Tätigkeit außer im Bergbau und mit Lohneinbußen verbietet. Arbeitsunfähige Knappen müssen pensioniert werden.  :laughing:
Den Grundstein für unseren heutigen Wohlstand haben einst die Bergleute geegt.

Peter5

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Re: Klasse II: Sulfide u. Sulfosalze, Selenide, Telluride, Arsenide etc. - Teil II
« Antwort #54 am: September 11, 2012, 11:10:20 vorm. »
Zitat
Den Grundstein für unseren heutigen Wohlstand haben einst die Bergleute gelegt.

Einen der Grundsteine sicherlich. Ein weiterer wesentlicher Grundstein für unseren Wohlstand wurde aber bereits durch den Marshallplan der Amis nach World War II gelegt und anschließend dann nach Gründung der Bundesrepublik durch Adenauer und vor allem durch Ludwig Erhard!  :smile:

Gestern Abend übrigens lief im Ersten eine sehr interessante Doku mit dem Titel: "Sklavenarbeit für den Wohlstand". Da wurden unterem anderem Waschmaschinen in Deutschland gezeigt und dann dargestellt wo z.B. die teilweise darin enthaltenen Goldplatinen wirklich herstammen. Aus Kriegsgebieten wie dem Kongo nämlich. Kein Verbraucher weiß das natürlich aber nicht mal die Hersteller angeblich so genau. Genauso kennt man ja schon die COLTAN-Diskussion (Tantal aus Tantalit für die Kondensatoren in unseren Handys, Zinn für den Lötzinn in den Handys, Gold für die Platinen darin etc etc..) --> Sklavenarbeit für Hungerlöhne in Bolivien und Kongo .. erst jetzt hat es ein Geologe geschafft ein vorher umfassend aufgebautes Datenbanksystem mal richtig zum Laufen zu bringen, das jede Rohstoff-Probe genau jeder einzelnen Mine z.B. in Bolivien oder im Kongo zuordnen kann - quasi "wie der Fingerabdruck eines Menschen"! Man will mit Hilfe dessen eine Art Zertifizierung der Minen durchführen bzw. hat damit bereits begonnen. Ziel soll es sein, nur noch aus denjenigen Minen Rohstoffe zu importieren, die die festgelegten europäischen Standards dazu erfüllen. :smile: .. wie aber will man den Schwarzbergbau samt Sklavenarbeit wirklich dabei zum Erliegen bringen, frage ich mich da. Strengere Gesetze erreichten nämlich bereits das Gegenteil, wie gestern ebenfalls anklang. Die ohnehin schon ausgebeuteten bolivianischen Minearbeiter aber auch dort leider notgedrungen mitarbeitende Frauen und z.T. Kinder z.B. hatten dann noch weniger zum Leben weil der Abbau durch das neue Gesetz ganz zum Erliegen kam. Und was Kinderarbeit im Bergbau anbelangt, das haben uns ja schon die Engländer gezeigt.  :bid:

Und die deutschen Geologen haben ja auch nicht soviel Geld, um da jede einzelne Mine vor Ort zu zertifizieren bzw. "die guten ins Töpchen und die schlechten ins Kröpfchen" zu bugsieren.  :gruebel:
Hersteller sollen zwar mittlerweile langsam sensibler für die Nachhaltigkeit ihrer "Import-Ursprünge" werden und könnten sogar ganz darauf verzichten, wenn z.B. hier unser "Schrott-Berg" (auch eine Art "Groß-Mine", wie gestern auch dazu von einem Prof. in Gießen mitgeteilt wurde, recycelt würde. Kupfer, Tantal und Gold aus Handys müssten allerdings richtig recycelt und keine halben Sachen gemacht werden, sage ich dazu. Spart Kosten für alle, wenn das mal richtig rund laufen würde und nicht der meiste Edelmetallschrott nur zur Restverbrennung geschoben würde. Kupfer ist das einzige Metall, das noch leicht abmontiert werden kann aber Metalle wie Tantal, Seltene Erden etc...  da müsste erst mal ein richtiges Recycling-System ans Werk, das alle Hersteller darauf verzichten lassen würde, weiterhin Rohstoffe aus dubiosen Ursprungsländern und Kriegsgebieten einzuführen! Und wenn das mit unserer Edelschrott-"Aufbereitung" (Recycling) in deutschen oder generell in europäischen Landen wirklich eines Tages mal "rund" laufen sollte, dann müssten wir überhaupt keine solchen Rohstoffe mehr - auch aus Ländern wie China und den USA z.B. - viel zu teuer importieren!  :smile: Darüber sollte sich unsere Rohstoff-Industrie auch wirklich langsam mal Gedanken machen, denn jene sind es doch auch, die immer schreien - die Importe wären Ihnen viel zu teuer! Dann sollen sie auch mal genügend Flexibilität und Kreativität an den Tag legen oder wenigstens mal entsprechende Ideen unterstützen aber anscheinend lebt dieser Zweig der Industrie auch lieber nach dem Motto der "drei Affen"! Allerdings bin ich auch der Meinung, dass die Abfall- und Recyclingwirtschaft weitere Milliarden verdienen könnte, von denen sie wiederum dann auch mal in genügend entsprechende Arbeitsplätze investieren könnte! :traurig:

Unter anderem wurden folgende Lagerstätten gezeigt ..

http://www.mindat.org/loc-194898.html



Gruß Peter
« Letzte Änderung: September 11, 2012, 12:10:33 nachm. von Peter5 »

Peter5

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Opal

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Re: Klasse II: Sulfide u. Sulfosalze, Selenide, Telluride, Arsenide etc. - Teil II
« Antwort #56 am: September 11, 2012, 19:40:26 nachm. »
Dass Menschen überall schon immer im Arbeitsbereich nach Möglichkeit still und heimlich ausgenutzt wurden, zeigte bei uns die Fa Darbo (Konfitüren) und Swarowsky (optische Geräte, "Kristallwelten"). Jetzt wollen sie den ausgenutzen Kindern des Kinderheimes nachträglich nach Jahrzehnten ihr Geld zahlen.

Europa ist ein Überflußkontinent und erst langsam lernen die Menschen, umweltbewußt und nachhaltig zu denken. Am schnellsten bei der Zahlung der Müllabfuhr- und Entsorgungskosten. Bei unseren kollektivvertraglichen Löhnen ist es billger recyclebaren Müll zu verkaufen oder zu verschenken und teuer die Neuwaren einzukaufen. Das Umdenken beginnt aber auch hier schon mit dem Wissen eingebauter Sollbruchteile, denn ein Mal für 10 Jahre teurer gekauft ist billiger als alle drei Jahre ein kaputtes Gerät genervt entsorgt und ein Neues gekauft.

In ein paar hundert Jahren werden sch die Meschen sowieso über unsere "verlorene Generationen" wundern, weil es kaum Bücher und Papierfotos gibt, aber dafür Berge von Kunststoffkastln mit Tasten und Kunststoffscheiben, die natürlich für zukünftie Systeme dann nicht mehr lesbar sind. Schon die heutigen Systeme haben kein 51/4 Zoll Laufwerk mehr und können die Daten auf diesen Disketten nicht mehr lesen und wer hat noch einen funktionierenden XT, AT oder 360-er daheim? Diese Daten von vor so 20 Jahren sind verloren.

Zur Arbeit im 21. Jhdt hat Michael Glawogger eine nette Doku gemacht: "Workingman`s Death"
http://www.youtube.com/watch?v=Uzxs3ec8gvQ

 

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