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Autor Thema: "Gold" in Kohligen Chondriten entdeckt  (Gelesen 1375 mal)

Offline Dirk

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"Gold" in Kohligen Chondriten entdeckt
« am: April 22, 2011, 23:04:49 nachm. »
Hallo Sammler,

gestern kam eine 4g-Scheibe eines Kohligen Chondriten in meine Sammlung. Das Material ist laut Händler unklassifiziert, doch allen Anschein nach handelt es sich hier um einen CK. Die Scheibe stammt von einem 118,45g schweren Stein. Der Händler glaubt, dass das Material eventuell mit NWA 4422 (CK4) und NWA 4770 (CK4) gepaired sein könnte.


NWA 4422:
http://www.lpi.usra.edu/meteor/metbull.php?code=45438

NWA 4770:
http://www.lpi.usra.edu/meteor/metbull.php?code=45695

Die Scheibe sah auf dem Händler-Foto wie ein gewöhnlicher CK aus, allerdings mit 32 Euro recht günstig für einen CK.

Heute nahm ich die Scheibe das erste Mal aus der Dose und konnte die Rückseite sehen. Da musste ich etwas staunen, denn dort zeigten sich strichförmige, golden glänzende Einschlüsse. In dieser Form, Anordnung und Farbintensität habe ich sowas noch nicht gesehen. Von der Farbgebung her kann es natürlich Schreibersit oder Troilit sein, Cohenit ist ja eher siber-weiß. Könnte es vielleicht noch was ganz anderes sein? Was meint Ihr?

Gibt es in anderen CKs auch solche auffälligen Einschlüsse?

 :gruebel:
Dirk


Offline Dirk

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Re: "Gold" in Kohligen Chondriten entdeckt
« Antwort #1 am: April 22, 2011, 23:14:53 nachm. »
Jetzt ein paar Bilder.

Zuerst das Bild, das ich beim Händler sah:

Offline Dirk

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Re: "Gold" in Kohligen Chondriten entdeckt
« Antwort #2 am: April 22, 2011, 23:20:23 nachm. »
Jetzt die "goldige" Rückseite.

Offline Dirk

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Re: "Gold" in Kohligen Chondriten entdeckt
« Antwort #3 am: April 22, 2011, 23:26:35 nachm. »
Noch ein paar Makros ....

Offline Dirk

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Re: "Gold" in Kohligen Chondriten entdeckt
« Antwort #4 am: April 22, 2011, 23:29:40 nachm. »
Was glaubt Ihr, was diese goldenen Striche sind?

 :winke:   :prostbier:
Dirk

Offline lithoraptor

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Re: "Gold" in Kohligen Chondriten entdeckt
« Antwort #5 am: April 23, 2011, 00:46:44 vorm. »
Moin Dirk!

Hmmm, ist schon ulkig dieses Material. Macht für mich irgendwie den Eindruck einer rein äußerlichen Anhaftung. Da ich mir eine leicht gekrümmte Linie (etwa einem Teil einer Kreisbahn entsprechend) zu sehen einbilde, kommt mir so ein Verdacht, den wir zum Anfang schon mal ausschließen müssen: Könnte es sich um einen, wie auch immer gearteten, Abrieb des verwendeten Sägeblattes handeln? Kratz doch mal vorsichtig an den "goldenen Dingern".

Gruß

Ingo

Offline MetGold

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Re: "Gold" in Kohligen Chondriten entdeckt
« Antwort #6 am: April 23, 2011, 06:37:15 vorm. »
Morgen Dirk,

mir käme da die gleiche Idee wie Ingo.  :os04:  Als ich meine Diamantsäge neu bekommen hatte, hatte ich anfänglich nur solche Diamantblätter, wo der Diamantstaub ins Metall eingewalzt war. Wo die Blätter außen die letzten 5 mm so eine Art Rändelstruktur hatten. Ich habe damit beim Schneiden von Steinen (auch Chondriten) auch öfters Metallspuren erzeugt, die ich nach dem Schneiden erst wieder wegschmirgeln/polieren mußte.

Dein Foto erinnert mich da ein bischen dran! Deine Metallspuren zeigen auch eine leicht gebogene Anordnung, eben wie ein Sägeblattradius.


 :os00:   MetGold
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Offline Dirk

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Re: "Gold" in Kohligen Chondriten entdeckt
« Antwort #7 am: April 23, 2011, 06:55:24 vorm. »
Guten Morgen Ingo und MetGold  :winke: ,

ich habe gerade mal mit dem Fingernagel gekratzt. Und weg war er der goldene Strich  :crying: ...... schade eigentlich. Ich hatte mich schon so gefreut, den ersten Meteoriten mit Goldader in der Sammlung zu haben  :einaugeblinzel:  :laughing:

Und so was können Sägeblätter machen ...  :gruebel:   mannomann  :unfassbar:  ...... hätte ich ja glatt selber drauf kommen können .... :peinlich:


Aber vielen Dank für Euren Augen-öffnenden Tipp  :super:

 :os00:
Dirk

Offline MetGold

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Re: "Gold" in Kohligen Chondriten entdeckt
« Antwort #8 am: April 23, 2011, 07:04:36 vorm. »
Hallo Dirk,

ja, leider! Und das Goldige bei dir war scheinbar ein leicher Rostüberzug, da die Blätter, zumindest meine damals, nicht rostfrei waren/sind.


 :os07:   MetGold
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Offline Mettmann

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Re: "Gold" in Kohligen Chondriten entdeckt
« Antwort #9 am: April 23, 2011, 10:33:32 vorm. »
Mojen,

ich seh auch keine Ähnlichkeit mit dem NWA 4422 und NWA 4770, daß die gepairt sein könnten.
Daß die Striche kein Troilit sind hätte man an der Verwitterung des Steines erkennen können, denn Troilit bleibt nicht lange frisch und goldfarben, sondern oxidiert mit zunehmendem W-Grad schnell.
Daß es oberflächliche Anhaftungen sind, siehst daß die die darunterliegeneden Strukturen überdecken.
Deswegen sag ich ja immer, daß man polierte oder geschliffene Scheiben nehmen soll.
Diese Scheibe mußt Du Dir schleifen, nicht nur um die Anhaftungen wegzubringen, sondern wenn sie so verdreckt ist, ist zu vermuten, daß der Schneider auch nicht den Sägestaub aus der Scheibe entfernt hat, der sich nun darin verfestigt haben könnte.
Eigentlich, wenn man ein Blatt hat, das einen Rostüberzug hat, schneidet man zunächst einfach in einen x-beliebigen Stein, solang bis sich der Rostüberzug komplett abgerieben hat und das Blarr wieder sauber ist, bevor man sich über einen Meteoriten hermacht.
Ich schätze mal, die Scheibe stammt nicht von einem etablierten Händler oder Sammler,
denn eine derart verschmutzte Schnittfläche darf man eigentlich nich in den Verkauf lassen.
Insofern relativiert sich auch der vermeintl. günstige Preis, da hier an sorgfältiger Arbeit gespart wurde und zumal der Stein zudem noch unklassifiziert ist.

Schleifs Dir - und dann schauts gleich ganz anders aus.

 :os03:
 :prostbier:

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Offline Andyr

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Re: "Gold" in Kohligen Chondriten entdeckt
« Antwort #10 am: April 23, 2011, 20:42:55 nachm. »
Pentlandit ist in CK´s als Sulfid rel. häufig anzutreffen. Von den Mineralien, die von der Farbe her eher an Gold herankommen, würde ich bei CK´s Chalkopyrit noch für gut möglich halten.

Edit: ich sehe gerade, ihr habt schon die Ursache gefunden.

 


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