Autor Thema: A Brief History of the Saharan Gold Rush of Meteorites  (Gelesen 901 mal)

Offline skywatch

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A Brief History of the Saharan Gold Rush of Meteorites
« am: September 18, 2011, 19:21:13 Nachmittag »
Interessanter historischer Abriß....

By Michael Gilmer

http://www.cloudynights.com/item.php?item_id=2657


Gruß
Siegfried

Offline Mettmann

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Re: A Brief History of the Saharan Gold Rush of Meteorites
« Antwort #1 am: September 19, 2011, 13:32:16 Nachmittag »
...wenn auch m.E. aus einem sehr begrenzten Blickwinkel und sehr klischeebeladen. Enthält etlich unrichtiges, wesentliches zur Historie fehlt ganz.
Meiner Meinung nach muß man, wenn man es historisch betrachten will, eine deutliche Unterscheidung machen zwischen den libyschen Funden der 1980iger, dann um 1990 herum und jenen von Mitte der 1990iger an, den ersten unverorteten Waisenkinder der "Sahara"s aus den späten 90igern - dabei auf keinen Fall die australischen Wüstlinge der 1980iger und insbesondere der ersten Hälfte der 1990iger ausser acht lassen und selbstverständlich auch nicht die Rolle der Antarktischen Suchen in diesem Zusammenhang,
und man muß diese dann von den eigentlichen NWAs ab der Jahrtausendwende trennen,
um die historischen Abfolgen und Ursachenketten richtig darzustellen.
(Zudem muß man auf die parallelen Omanischen hinweisen).

Denn diese Komplexe waren der Auslöser für den NWA-Sektor und der Herausbildung seiner Strukturen und nicht etwa der Ebay-Mikromounthandel oder das Ausräumen von Vorbehalten gegenüber unamerikanischen Zahlungsmethoden und Speditionen :-)
(Die Entdeckung eines DaG 262 und 400 und deren Rezeption wiegt hinsichtlich der Ausbildung des Meppmarktes sicherlich hundertmal schwerer als die Bereitstellung einer Internetplattform, wo sich aus sozialen Gründen die Leut gegenseitig in Echtzeit berichten, was sie zu Mittag essen und wann sie grad aufm Klo sindt.)

Die Gründe für den Rückgang an neuem NWA-Material und dessen Teurung sind m.E. weitaus vielschichtiger und andere, als daß die Sahara abgesucht sei.
Hergang und auch die Struktur des NWA-Handels auch in Marokko sind anders. Fundmengen insgesamt und -raten gerade bei den Raren, die Margen (und damit die Motivation wie da impliziert), die Kamelladungen (eh die ham feins Autos da und wenn nicht, ein treues Eselchen ist ihnen viel praktischer als ein Kamel) und daß Meteorite säckeweis auf pittoresken Märkten (siehe Illustration) feilgehalten wurden, die Geschichtchen von verkannten Planetaren ect. en masse fürn Appel oder ein Ei aus den Wühlkisten, die Legenden von den Horten der goldgierigen Händlern, Klondyke-Nuggets groß wie Kindskepf und Ali Babas Schatzhöhlen,
das ist dann doch altbekanntes Seemannsgarn.

Ehm Begriffsfrage...  ich tu mich immer so schwer zu lesen von "West" oder den "Western Dealers" im Gegensatz zu den Marokkanern ect.
Nordafrika war doch kein Teil des Ostblocks, geografisch liegt Europa nördlich und nicht westlich (und schließlich sind für den Wüstenrausch historisch gesehen die Europäer maßgeblich gewesen)
und zu guterletzt - "Mahgreb" المغرب heißt doch nix anders als "Der Westen" (äquivalent in Wortbildung zu gut-theutsch: Der Okzident).
 :bid:

(Lustig find ich just bei sowas modernem (gibts ja keine 20 Jahre) und abgedrehtem wie Meteoriten, die Würzung solcher Texte mit ethnischen Zuordnungen.
Als wäre das Hantieren mit Meteoriten eine überbrachte kulturelle Eigenart der Stämme und grad aso, als schrübe man bei der Weltmeteoriterei, daß Hessen, Burgunder, Schlesier und Bayern traditionell für den Metthandel oder -die -finderei prädestiniert seien, im Ggs zu den Westfalen, Normannen, Sizilianern und Burzenländern ihihi...).


Oder was meint Ihr?


Ozapft iiis.
 :prostbier:
Martin
« Letzte Änderung: September 19, 2011, 14:10:32 Nachmittag von Mettmann »
"If any of you cry at my funeral,
I'll never speak to you again."
(S.Laurel 1890-1965)

 

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