Autor Thema: Bayern / Oberbayern / Prospektieren  (Gelesen 37242 mal)

Offline Aiumy

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Re: Bayern / Oberbayern / Prospektieren
« Antwort #30 am: Juni 11, 2012, 13:27:04 Nachmittag »
Gold aus Elstertektonik


Wie versprochen das erste ausgewertete Gold aus der Tektonik der Elstereiszeit.
Der Bach aus dem das Gold stammt, wird aus geologischer Sichtweise der Elstereiszeit zugeschrieben, wurde aber Sedimenten und Geröll der Rißeiszeit vermischt.
Im Bach befindet sich verbackenes Flusssediment, genannt Konglomerat. Ein Alter von diesem Gestein kann ich nicht bestimmen.

 












viele Grüße

Torsten

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Re: Bayern / Oberbayern / Prospektieren
« Antwort #31 am: Juni 11, 2012, 13:43:04 Nachmittag »
Mann Torsten ,

da hast du aber zugeschlagen !

Herzlichen Glückwunsch !

Bis dann Lutz  :winke:
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Offline Aiumy

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Re: Bayern / Oberbayern / Prospektieren
« Antwort #32 am: Juni 12, 2012, 07:57:02 Vormittag »
Hallo Lutz,

danke Dir.

Das ist das Gold aus dem Waschgang vor rund 4 Wochen. Ich hatte wenig Zeit, es auszuarbeiten. Zwischendrin war ich nochmals mit Spezeln und ich muss noch überlegen ob ich es öffentlich mache. Mein Spezel ist immer noch beim separieren dabei. Und er meinte, er hat das Gefühl, dass bereits schon 600 mg erreicht sind. Aber meine Waage lügt nicht, daher, noch keine Gewichtsangaben.

Eins muss und will ich loswerden. Geologie ist der Schlüssel dazu. Und Geologie macht verdammt viel Spass.

Dir viele Grüße aus München

Torsten

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Re: Bayern / Oberbayern / Prospektieren
« Antwort #33 am: Juni 12, 2012, 08:23:45 Vormittag »
Hallo Torsten ,

Ja die Sache mit der Geologie, hier habe ich das Problem das ich Hauptsächlich mit Geschiebe zu tun haben , abgesehen von dem Rheinkiess .
Nur wenige km weister Südlich habe ich das Rheinische Schiefergebirge und ab ca. Hagen habe ich dann Grauwacke , Gestein aus dem Davon.
Alles in allem nichts wirklich Aufregendes , das ist mein grösstes Problem, den Goldführendes Gestein habe ich hier nicht.
und wenn ich dann mal nach Thüringen oder in die Schweiz komme dann erkenne ich den Wald vor lauter bäumen nicht mehr .
Ich habe für mich festgestellt das ich Gesteine am besten durch ständiges wiedersehen behalte und das auch nur in der Natur , Bücher sind toll doch auch sie sind nur Theorie, die Praxis bringt es und das auch nur wenn ich Zeit habe alles in mich auf zu nehmen !

Bis dann Lutz  :winke:
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Offline Aiumy

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Re: Bayern / Oberbayern / Prospektieren
« Antwort #34 am: Juni 12, 2012, 13:05:03 Nachmittag »
Design vom Feinsten


Ich war nie richtig überzeugt wie viele Naturgoldsammler ihr gesammeltes aufbewahren. In Gläschen, ist klar. Allerdings verschwinden die Gläser dann in unschicken Holztruhen. Deckel zu  .. Affe tot!

Ich bin der Meinung, jeder der mich daheim besucht, kann meine Sammlung bewundern. Nun endlich habe ich meine erste Goldhalterung umsetzen können. Diese stehen nun bei mir in der Glasvitrine mit Licht angespotet und fertig. Dabei entsteht abends ein Lichtspiel besonderer Klasse. Durch die Farbzusammenstellung, Hochglanzsilber, Mattsilber und Glas, also alles Grautöne kommt die Goldfarbe richtig zur Geltung.


Ein Foto bringe ich mit.





Bauanleitung:

Alu - Blech Hochglanz poliert. Knete. Mineralienglas, wobei das auf dem Foto gezeigte nur ein Ersatz ist. Und fertig ist die Halterung.

viele Grüße

Torsten

Offline Lithophil

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Re: Bayern / Oberbayern / Prospektieren
« Antwort #35 am: Juni 12, 2012, 18:07:48 Nachmittag »
Hallo Torsten,

kann es sein dass Du Dich im Bereich der alpinen Randmolasse bewegt hast? Du erwähnst Konglomerate, dass klingt nach mit Eisenoxid oder Kalk verfestigter Molasse. Ich denke, dass hier in Paläoseifen zwischen 1 und 10 g/t Gold möglich sein sollten. Das Gold sieht sehr nach Eisenoxidbelag aus!

Ansonsten sollte man die skandinavische von der alpinen pleistozänen Nomenklatur auch klar unterscheiden. Schließlich war der südlichste Vorstoß des Inlandeises des Elsterglazials ziemlich genau hier, wo ich gerade sitze, und das ist bei ~51 Grad nördlicher Breite! In Gletschermoränen ist das Gold aber nur statistisch verteilt, Seifen bilden sich erst in den Warmzeiten bei entsprechender Aufbereitung durch Fließgewässer.

War das mit dem Hallstattkalk also eine andere Baustelle? Wäre interessanter gewesen.

Gruß Holm!

Offline Aiumy

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Re: Bayern / Oberbayern / Prospektieren
« Antwort #36 am: Juni 13, 2012, 09:23:12 Vormittag »
Hallo Holm,

ja, das war die alpine Randmolasse. Die Goldplättchen weisen Eisenoxidbeläge auf. Unter dem Mikroskop sehr schon anzusehen.

Ich komm ursprünglich aus dem Nordischen, daher ist mir der Begriff "Elster" wichtiger. Im südlichen wäre es die Mindel. Ich habe allerdings auch grobe Geo-Karten, die im südlichen Molassebereich eben diese Elster mit aufzeigen.
Aus Geologischer Sicht gebe ich Dir 100% Recht, dass klar unterschieden werden muss.

Zwecks Gold aus dem Hallstätter Kalk, kann ich erst wieder nach dem Regen oder nach der Schneeschmelze. Beim letzten Besuch führten die Bäche kein Wasser. Beim Hallstätter bleib ich aber dran.

viele Grüße

Torsten


Offline Lithophil

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Re: Bayern / Oberbayern / Prospektieren
« Antwort #37 am: Juni 13, 2012, 21:34:20 Nachmittag »
Hallo Torsten,

Du könntest doch auch trocken Prospektieren gehen. Nimm Dir 10 von diesen Familien Joghurt Bechern und teste mal die Gesteinsformationen im Einzugsgebiet Deines Baches. Die nummereriest Du gut durch, notierst die GPS-Daten und wäschst zu Hause aus. Es reicht doch ein kleines Staubkorn pro Liter Sediment, um Dir eine positive Schicht anzuzeigen. Es reicht eigentlich die Erde aus typischen Formationen, das Gold klebt sowieso gerne an Pflanzenteilen.

Unter dem Hallstätter Kalk kommt genau so selten noch ein Sandstein vor, der Rätsandstein. Vielleicht hat der das Gold eingebracht. Leider habe ich noch keine genauen Karten vom Alpenrand einsehen können, die österreichischen sind in unserer Bibliothek alle nicht da, die interessant wären.

Dann bis demnächst!
Holm

Offline Aiumy

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Re: Bayern / Oberbayern / Prospektieren
« Antwort #38 am: Juni 18, 2012, 08:11:33 Vormittag »
Hallo Aiumy,

sicherlich hast Du Dir noch vorbehalten, aus welcher Schicht genau der Goldstaub rieselt. Da ich mich in den Nordalpen noch nicht so genau auskenne, kann ich da auch nichts zu beitragen.

Ich weiß nur, dass im Rofan, wo Jura ansteht, auch diverse Radiolarienbänke und auch Konglomerate eingeschaltet sind. Letzteres kann grundsätzlich auch immer Gold enthalten, wenn auch nur in Spuren. Man darf nicht so ganz vergessen, dass die Kalkalpen aus dem heutigen Mittelmeerraum, der alten Tethys stammen, und damit direkt Nordafrika/Gondwana als Einzugsgebiet hatten. Dass von dort auch das Gold kam, was wir heute in der Schwarza oder im Moldanubikum finden, ist eigentlcih auch bekannt.

Es gibt immer so ein paar alte Flussläufe oder Tektonik, die das Gold auch mal etwas weiter ins Meer befördert haben, über den Kontinentalrand hinaus. Allerdings eben nur in so feiner Verteilung, wie du das gefunden hast. Die Elbe bei Hamburg spült sicher die selbe Korngröße in die Nordsee...

Was mich nur wundert, ist, dass ich aus Kalk selber nicht erwartet hätte, dass das Gold herauskommt. Aus sandigen Zwischenschichten ist das schon eher wahrscheinlich. Die Frage der genauen Schicht wird Dir also ganz bestimmt auch bei Deiner geplanten Veröffentlichung noch gestellt werden.

Von der Gletschertheorie halte ich persönlich nicht viel, aber wer weiss?

Gruß Holm

Hallo Holm,

da ich Geologie nur als Hobby und ohne Zertifizierung betreibe und auch noch am Anfang stehe, kann ích mich nur auf Geo-Karten der Bayrischen Staatsregierung (LFU) verlassen. Im Frühjahr bin ich im Verein der Münchener Mineralfreunde beigetreten, weil dieser Verein eng mit der LMU München zusammen arbeitet und ich mich dadurch einer geologischen Unterstützung erhoffe. Ich habe nähe Schneitzelreut nochmals ein Bach ausfindig gemacht, der Hallstätter Kalk mit sich trägt. Diesen schönen graugelben. Dieser ist dort sogar in reinstform zu bewundern. Ich werde die Tage dort nochmals hinfahren und direkt aus dem Kalk eine rund 120 Kilo Probe entnehmen. Fotos vom Kalk selber bringe ich diesmal auch mit.

viele Grüße

Torsten


Offline Aiumy

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Re: Bayern / Oberbayern / Prospektieren
« Antwort #39 am: August 13, 2012, 14:41:13 Nachmittag »
Hallo an alle,

es wird Zeit mich mal hier wieder zu melden.

Ich war die Tage in der Riß/Würm Interglazial unterwegs. Ein Bächlein war besonders ergiebig. rund 380mg habe ich aus verschiedenen Bachstellen herauswaschen können. Und wie es immer ist, war die letzte Stelle und am Ende des Tages die ergiebigste. Das nächste mal kennt man diese dann aber schon.




Als Beifunde hatte ich eine Zündkerze aus den 50er Jahren und ein Speerspitze. Mit der Speerspitze bin ich mir noch nicht sicher. Erkundigungen im Museum muss ich mir erst noch einholen.



viele Grüße

Torty

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Re: Bayern / Oberbayern / Prospektieren
« Antwort #40 am: August 13, 2012, 18:45:02 Nachmittag »
Hallo Torty ,

wirklich beeindruckend was du da raus geholt hast !
Ich würde jetzt gerne noch wissen wie lange du da gegraben hast .

Bis dann Lutz  :winke:
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Offline Aiumy

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Re: Bayern / Oberbayern / Prospektieren
« Antwort #41 am: August 14, 2012, 07:00:05 Vormittag »
Hallo Lutz,

insgesamt 4 Tage mit Bier Pause, ratschen, Frühstück, Mittag- und Abendessen gehen. Reine Buddelzeit rund 22-23 Stunden.
Rund 20mg/h ist in Bayrischen Flüssen normal.

viele Grüße

Torsten

Offline Aiumy

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Re: Bayern / Oberbayern / Prospektieren
« Antwort #42 am: August 14, 2012, 07:07:22 Vormittag »
Hallo Torsten,

Du könntest doch auch trocken Prospektieren gehen. Nimm Dir 10 von diesen Familien Joghurt Bechern und teste mal die Gesteinsformationen im Einzugsgebiet Deines Baches. Die nummereriest Du gut durch, notierst die GPS-Daten und wäschst zu Hause aus. Es reicht doch ein kleines Staubkorn pro Liter Sediment, um Dir eine positive Schicht anzuzeigen. Es reicht eigentlich die Erde aus typischen Formationen, das Gold klebt sowieso gerne an Pflanzenteilen.

Unter dem Hallstätter Kalk kommt genau so selten noch ein Sandstein vor, der Rätsandstein. Vielleicht hat der das Gold eingebracht. Leider habe ich noch keine genauen Karten vom Alpenrand einsehen können, die österreichischen sind in unserer Bibliothek alle nicht da, die interessant wären.

Dann bis demnächst!
Holm

Hallo Holm,

Ich war letztens an den Stellen, die Natur dort hatte alles überwuchert. Um dort heranzukommen, möchte ich nicht unbedingt die Sträucher zerstören. Ich warte jetzt mal bis Herbst oder Frühjahr ab. Im Frühjahr kann ich dann auch in den kleinen Bächen waschen. Rest des Jahre sind diese trocken.

Danke Dir nochmals für den Tipp.

viele Grüße

Torsten

Offline Aiumy

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Re: Bayern / Oberbayern / Prospektieren
« Antwort #43 am: Oktober 03, 2012, 20:01:51 Nachmittag »
Hallo an alle,

diesmal bringe ich gleich zwei Goldwasch-Berichte mit.

Bericht 1

Tektonik: Tirolikum

Mit ein Waschfreund, ein Anfänger der aber garnicht so Anfänger mässig sich angestellt hat, sind wir zwo in der Tirolikum Tektonik unterwegs gewesen. Gleich beim ersten mal, hat es ihn voll erwischt. Er ist Goldwaschsüchtig geworden. Tja, so schnell kann es gehen!
Eine Keene A52 ist bereits schon für ihn in Auftrag, solange wäscht er noch mit meiner zweiten Rinne. Um 06:00 Uhr frühs von München los, ist man gleich in der oben beschriebenen Tektonik reingefahren. Um 07:00 Uhr am Bach gewesen und dann an unserer Waschstelle ein Biwak aufgebaut, es sollte an diesen Tag heftigs regnen. Mario ein alter Soldat hatte das Biwak Dingbums schnell aufgebaut, geregnet hatte es dann aber doch nicht.
Die Rinnen gesetzt und los ging es. Gleich das erste vorgesiebte hatte bereits schon Gold. So ging es den ganzen Tag. Mittag und ein Bierchen durfte nicht fehlen.
Ja, es war ein schöner Tag!

Einige Fotos vom Ausflug:

Unser Biwak




Ich, beim werkeln ..




Mario beim befullen der Waschrinne




Das Gold bereits schon im Eimer zu erkennen...




Video von ein andermal:

http://www.youtube.com/watch?v=vEQTQSiBuow&feature=endscreen&NR=1

Bericht 2


Schon lange habe ich mir vorgenommen, das periglaziale Geschiebe aus der jungpleistozänen Würm zu waschen. Da es dort leider keine Strömung gibt, musste ich etwas nachhelfen. Auf jedenfall ist dieses Gold sehr sehr fein und schön in den Riffeln meiner Matte anzusehen. Separiert habe ich es noch nicht, wenn ich Zeit finde, veröffentliche ich die Fotos auf jedenfall hier nach.

kleiner Highbanker (zusammen geschustert, aber es funzt)




Gold in den feinen Riffeln der Keene Miracle Matte (in meinen Blog kann man durch anklicken des Fotos dieses vergrößert anschauen)




so, das war es wieder einmal von mir.

viele liebe Grüße

Torsten



Offline Goldrush

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Re: Bayern / Oberbayern / Prospektieren
« Antwort #44 am: Oktober 05, 2012, 19:18:12 Nachmittag »
Hallo Thorsten,

wie ist denn deine Sammlung aufgebaut? Von jedem Bach ein extra Gläschen? Oder von jedem Waschtag? Nein das wären wohl zu viele Gläschen. Das Foto mit dem gezeigten Gläschen sieht gut aus.

Goldige Grüße
Goldrush  :einaugeblinzel:

 

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