Autor Thema: Neue Meteoritenausstellung im Naturhistorischen Museum in Wien ab Herbst 2012  (Gelesen 22191 mal)

MilliesBilly

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Re: Neue Meteoritenausstellung im Naturhistorischen Museum in Wien ab Herbst 2012
« Antwort #15 am: Februar 27, 2012, 09:27:03 Vormittag »

Das bleibt zwar insgesamt noch recht vage, lässt aber Raum für Hoffnung auf eine vernünftige Lösung.

Gegen eine Modernisierung und dichtere Vernetzung der Laboratorien ist eh nix einzuwenden, das findet hinter den Kulissen statt und fördert sicherlich Synergien.

Was die Schauräume anbelangt: optimal wäre es, wenn die historisch so gewachsene Form der Präsentation in den wunderschönen Vitrinen auf den alten ovalen Sockeln beibehalten und ergänzt würde durch den einen oder anderen großen Flatscreen, auf dem dann Dinge wie der Bezug zur Genese des Sonnensystems, historische Fakten, gefilmte Fälle mit Sound, das Hunting in Wüsten und Antarctica etc. als Videos präsentiert werden können. Dem könnte gegebenenfalls die Präsentations-Systematik angepasst werden.

Gezielte Konstellation aus alt und neu also.

Offline Mettmann

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Re: Neue Meteoritenausstellung im Naturhistorischen Museum in Wien ab Herbst 2012
« Antwort #16 am: Februar 27, 2012, 11:22:04 Vormittag »
Wuiii!  Habts gehört? Die Jahreskarte kostet nur 27€ - das ist billig!    :super: :super: :super: :super: :super: :super:

Respekt!
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Re: Neue Meteoritenausstellung im Naturhistorischen Museum in Wien ab Herbst 2012
« Antwort #17 am: Februar 27, 2012, 11:39:10 Vormittag »
Ein Interview mit Christian wegen dem Meteoritensaal: ...

Herzlichen Dank für diesen Link!

Jenseits der zukünftigen Veränderungen war für mich auch im Hinblick auf den Plural des Begriffes Meteorit interessant, daß Christian Köberl z.B. sagte: "... manche dieser Meteorite sind so selten ...", während die Kommentatorin Eva Kutschera über den Marsmeteoriten dies sagte: "... daß er und die anderen Meteoriten ..."

Bernd  :hut:
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Offline karmaka

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Re: Neue Meteoritenausstellung im Naturhistorischen Museum in Wien ab Herbst 2012
« Antwort #18 am: Februar 27, 2012, 11:57:50 Vormittag »
Jenseits der zukünftigen Veränderungen war für mich auch im Hinblick auf den Plural des Begriffes Meteorit interessant, daß Christian Köberl z.B. sagte: "... manche dieser Meteorite sind so selten ...", während die Kommentatorin Eva Kutschera über den Marsmeteoriten dies sagte: "... daß er und die anderen Meteoriten ..."

 :fluester: Der Duden,der Wahrig und der Bertelsmann, die aber ja eigentlich auch nur deskriptiv sind, sagen: beides ist richtig

Zitat
Grammatik: der Meteorit; Genitiv: des Meteoriten und Meteorits, [Plural:] Meteorite[n]

http://www.duden.de/rechtschreibung/Meteorit

Was gefällt euch denn besser?

Martin

PS: Danke, Dellenit, für den ORF-Link. Den Nakhla-Brocken würde ich auch gerne nur einmal in den Händen halten dürfen.  :einaugeblinzel:
« Letzte Änderung: Februar 27, 2012, 12:16:54 Nachmittag von karmaka »

Offline Mettmann

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Re: Neue Meteoritenausstellung im Naturhistorischen Museum in Wien ab Herbst 2012
« Antwort #19 am: Februar 27, 2012, 13:32:14 Nachmittag »
Also ich persönlich würde Meteorit mit Ausnahme des Gen. Sing. immer stark flektieren, einfach weil bei Maskulina die schwache Flexion insgesamt dochrecht selten ist.

Zu Duden juckt es mich, Morgensterns famoses Gedicht "Der Werwolf" hinzutippen,
fürchte aber der Digression und des Humors bezichtigt zu werden.

Daher nur kurz: In wissenschaftlichen Fachkreisen gilt und galt immer schon die Grammatik des Dudens als die schwächste aller.

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Mettmann

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MilliesBilly

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Re: Neue Meteoritenausstellung im Naturhistorischen Museum in Wien ab Herbst 2012
« Antwort #20 am: Februar 27, 2012, 14:25:57 Nachmittag »

Zu Duden juckt es mich, Morgensterns famoses Gedicht "Der Werwolf" hinzutippen,
fürchte aber der Digression und des Humors bezichtigt zu werden.

Ein arger Vorwurf. Ohne sowas bin ich hier über kurz oder lang - eher über kurz - draußen.

Mit besten Grüßen des
Millie'sbillie's

Offline Mettmann

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Re: Neue Meteoritenausstellung im Naturhistorischen Museum in Wien ab Herbst 2012
« Antwort #21 am: Februar 27, 2012, 15:03:25 Nachmittag »
Zitat
Den Nakhla-Brocken würde ich auch gerne nur einmal in den Händen halten dürfen.

Hi Martin,

da steht, wie er nach Wien gekommen ist.
Auch ganz interessant, mal zu sehen, wie die meteoritischen Sammlungsaktivitäten waren vor Hundert Jahren und das auch im Vgl. zu heute.
Ist aus den Annalen, Band 25, 1911.
(ich mach die Schrift kleiner, weils lang ist und die, die es weniger interessiert oder weils vom Thema abweichen könnt, weniger scrollen müssen).
 
Von Herrn Kommerzialrat J. Weinberger erhielt die Meteoritensammlung eine
neuerliche kostbare Widmung, bestehend aus einer Kollektion von 59 Meteoritenlokalitäten
in der Zahl von 194 Nummern, im Gewichte von 2968 g (1890g Steine, 1078g
Eisen) und einer Sammlung von 63 Lokalitäten angehörigen 200 Meteoritendünnschliffen
von hohem wissenschaftlichen Werte. Durch Zuwendung dieses ausgewählten
und seltenen Studienmaterials hat die Sammlung eine für die Erforschung der Meteoriten
unschätzbare Förderung erhalten, wie sie ganz im Sinne des hochgeehrten Spenders
gelegen ist, nämlich für unsere Sammlung ausnahmslos fruchtbringende Gaben
zu stiften.
Als Geschenk erhielt die Sammlung ferner: vom Berginstitut in St. Petersburg
durch A. Kupffer 8 Stück Verwitterungskrusten des Eisens von Augustinowka mit
Nickelsmaragd im Gewichte von 352 g (davon 3 Stück Dubletten) und je 4 g Taenit
und Schreibersit aus Augustinowka (8 g); vom militärtechnischen Institut in St. Petersburg
durch Hauptmann J. Belaiew eine Platte eines o-55% C-haltigen Stahles mit
Widmannstättenschen Figuren; von Prof. C. Benedick, damals in Upsala, jetzt in Stockholm,
je eine Probe künstlichen hexaedrischen und oktaedrischen Meteoreisens; von G.
Ta m mann und F. Berwerth zwei Proben Mt. Joy mit künstlicher Brandzone.

Durch Kauf wurden erworben: Das einzige bekannt gewordene Hauptstück des
schwarzen Chondriten, gefallen bei der Missionsstation Bali in -Kamerun, Westafrika,
zwischen 10-11h vormittags am 22. oder 23. November 1907 (Gewicht 1015 g); eine
dicke Platte des schwarzen Chondriten von Lampa in der Sierra de Chicauma, Atacama,
Chile, bekannt 1905 (278 g); ein mit Kruste bedeckter Abschnitt des schwarzen Chondriten
Vigarano-Meynardi (Morandi) bei Ferrara, Italien, gefallen 22. Januar 1910 (152 g);
ein gut erhaltenes Stück des Pallasiten Mt. Dyrring, Distr. Singleton, N.-S.-Wales, Australien,
gefunden 1903 (303g); ein Endstück des feinlamelligen Meteoreisens von
Mounionalusta, nördl. Schweden, gefunden 1906 (197g); ein Stück des körnigen
Meteoreisens von Barraba, Australien, bekannt 1904 (169 g); eine Platte des feinlamel-
ligen oktaedrischen Eisens von Tepl nächst Marienbad, Böhmen, gefunden 1909
(231g).

Durch Tausch wurden erworben: Zwei ganze Steine der neuen Meteoritenart
«Nakhlit», gefallen 8 1/2-9h morgens am 28. Juni 1911 bei El Nakhla el Baharia,
Distrikt Abu Hommos, Provinz Baharia, 40km östlich von Alexandrien, Ägypten
(117 + 377 = 494g), vom Geological Museum in Kairo (siehe Berwerth, Tscherm.
Min.-petr. Mitt., Bd. 31); eine Platte des Meteoreisens Cowra, N. S. W., Australien, bekannt
1888 (176g) durch J.Böhm.

Aus eigenen Mitteln erfuhr die Dünnschliffsammlung eine Vermehrung um
9 Dünnschliffe.

Die Meteoritensammlung erfuhr demnach im Jahre 1911 eine Vermehrung um
212 Stück Meteoriten im Gewichte von 6336g, um 7 Präparate und 209 Dünnschliffe..
Hievon entfallen auf die Eisenmeteoriten 46 Stücke im Gewichte von 2203 g, auf Pallasit
1 Stück im Gewichte von 303 g und 165 Stücke auf die Steine im Gewichte von
3829 g. Für die Sammlung sind 8 Fallorte neu.



Apropos, weiß jemand, warum im Bulletin nur 10kg für Nakhla stehen,
wo doch Tschermak und Berwerth seinerzeit von 40 Steinen und insgesamt rund 40kg Nakhla sprechen?

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Offline karmaka

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Re: Neue Meteoritenausstellung im Naturhistorischen Museum in Wien ab Herbst 2012
« Antwort #22 am: Februar 27, 2012, 15:40:10 Nachmittag »
Zitat
Durch Tausch wurden erworben: Zwei ganze Steine der neuen Meteoritenart
«Nakhlit», gefallen 8 1/2-9h morgens am 28. Juni 1911 bei El Nakhla el Baharia,
Distrikt Abu Hommos, Provinz Baharia, 40km östlich von Alexandrien, Ägypten
(117 + 377 = 494g), vom Geological Museum in Kairo

Interessant!

Wäre das nicht eine Möglichkeit bei Budgetkürzungen an die Tissint-Materie zu kommen? Ein Tausch?

Ist das Naturhistorischen Museum in Wien heute noch generell offen für einen Tausch?

Stellt euch vor, sie präsentierten im Herbst ein wunderschönes Exemplar von Tissint im neugestalteten Meteoritensaal !

Zitat
Apropos, weiß jemand, warum im Bulletin nur 10kg für Nakhla stehen,
wo doch Tschermak und Berwerth seinerzeit von 40 Steinen und insgesamt rund 40kg Nakhla sprechen?

D. Weir schreibt hierzu dieses:

Zitat
How many and how much of those black stones actually fell from the sky that day? The Catalogue of Meteorites (1985) lists a total known weight (TKW) of "40 stones, of total weight about 40 kilograms". Presently, every popular and serious source of information about Nakhla repeats this charming gospel. But after searching the world for an answer, I believe the total recovered weight of Nakhla to be less than ten kilos. Since neither of the Catalogue's listed sources for this information, a 1911 paper by Hume and a 1912 report by John Ball of the Egyptian Survey Department records a weight of forty kilos, it appears that the Catalogue has simply created a time-honored typo.

Gentlemen, (and women), get out your erasers.

Dr. Hume, the author of "The First Meteorite Record in Egypt" (1911) was quite explicit about the weights, dimensions and characteristics of the specimens he collected or were subsequently brought to his attention. He visited the strewnfield, interviewed witnesses and collected specimens.

His first recovery was from the village of Ezbet Abdalla Zeid, where a single stone was recovered near a water wheel. A second specimen, of about 10 cm. long was recovered and broken up by villagers near a cotton field at Ezbet Abdel Malek. The largest recovered specimen, completely covered with fusion crust and weighing 1,813 grams, nearly struck Mansur Farag as he was turning his compost pile near Ezbet El Askar. A 432 gram specimen was also found near this town.

Hume acquired a totally crusted, 1,320 gram meteorite (already described in the sixth paragraph, Part One of this article) found in the village of Ezbet Saber Mahdi. A smaller fragment weighing 187.8 grams was also recovered. No where in his report does he mention the total weight of his specimens.

John Ball's (1912) paper "The Meteorite of El Nakhla El Baharia" lists more specimens. Ball writes "Dr. Hume...collected about a dozen specimens, including the largest known fragment. Later on, another fine fragment was collected by Mr. Bridgestock, of the Agriculture Department. As it was considered likely from this further find that still more specimens of the stones might be in the hands of peasants, Dahab Effendi Hassan, of the Geological Survey, was sent to the place in October, and succeeded in purchasing no less than twenty more of the stones, which in his opinion are all that were in the hands of the peasants at the time...Altogether about forty stones, of a total weight of nearly 10 kilogrammes, were collected...The weights of the individual stones range from 1,813 grammes in the largest specimens down to about 20 grammes in the smallest. The smallest fragment of which the fused skin is entire weighs 34 grammes."

Later, Ball describes the distribution of El Nakhla. "While the largest stones obtained in the fall, including the specimens given by the Ministry of the Interior and by Mr. Bridgestock, are preserved in the Geological Museum at Cairo, various of the smaller fragments have been presented by the Egyptian Government to the national geological museums of London, Paris, Berlin, Vienna, Rome, St. Petersburg and Washington...".

The "Keeper of Minerals in the British Museum", G.T. Prior, wrote the first research paper on this meteorite in 1912 entitled "The Meteoric stones of El Nakhla El Baharia (Egypt)." This work was still considered vital by Robert Hutchison in 1975. Prior wrote in his introduction, "The stones, in number about forty and in weight nearly 10 kilograms, fell over an area about 4.5 kilometers in diameter, and were derived from the explosion of a single large meteorite... The weight of the individual stones varied from 1,813 grams to 20 grams. Through the kindness of Dr. W. F. Hume, Director of the Geological Survey of Egypt, two fragments of stones of this, the first Egyptian meteorite, weighing respectively 725 and 274 grams, has been presented to the British Museum by the Egyptian Government. The smaller of the two specimens is part of a stone which fell in a cotton field, about 200 meters north-east of the village of Abdel Malek.".

Clearly, the original literature indicates a total of nearly ten kilos of Nakhla were recovered.

Alles nur "charming gospel" ?

http://www.meteoritestudies.com/protected_el_nakh2.htm

 :nixweiss:

Martin

Offline karmaka

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Re: Neue Meteoritenausstellung im Naturhistorischen Museum in Wien ab Herbst 2012
« Antwort #23 am: Februar 27, 2012, 17:11:46 Nachmittag »
D. Weir schreibt hierzu dieses:

Korrektur: Kichinka schrieb dies.

Offline Mettmann

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Re: Neue Meteoritenausstellung im Naturhistorischen Museum in Wien ab Herbst 2012
« Antwort #24 am: Februar 27, 2012, 17:17:44 Nachmittag »
Ich weiß nicht, ob Wien noch tauschen derf. Glaub eher nicht.
Manche Museen haben ja in den 2000ender von ihren Trägern/Land Tauschverbote bekommen.

Uh. Ah.
Aber weißt Martin, das Timing tut halt so furchtbar weh!!
Wien z.B. hat ja bis Ende der 90iger nocht tüchtig angekauft, ganze Sammlungen.
Kurat hatte die Meteoriterei in Wien unter seiner Ägide wieder so richtig in Schwung gebracht. Hat die Zweite Huss-Sammlung gekauft, 1988. Hat auch, wenn mans inflationsbereinigt, etwas über eine Million $ gekostet. Den dicken Ybbsitz komplett. 1997 die historische Neumannsammlung (der von den Linien) und 1999 noch die Köblitzsammlung. (Was das alles gekostet hat, müßt ich nachschaun gehn).
Nicht?
Und dann ausgrechnet, ausgerechnet wo ab 2001/2002 durch den beginnenden Wüstenrausch die Preise in schwindelerregende Tiefen gerauscht sind, plötzlich Meteorite in Mengen und v.a. in seltenen Sorten wie nie zuvor erhältlich geworden sind, zu Spottpreisen im Vgl. was es die 200 Jahr zuvor gekostet hat, ausgerechnet da wurden die Ankäufe und Budgets praktisch eingestellt.  Das tut sehr weh, zum Haareraufen.
Weil auch jetzt, jetzt ists ja eigentlich schon zu spät, wo der Wüstenboom fast zu Ende ist.

 :crying:

Logisch wär für Wien ein guter Tissint absolute Pflicht, zumindest in der Größenordnung herum wie ihr Shegrotty und ihr Chassigny. Also schon ein Ausstellungsstück und keine Meßbrösel. Ergäb sich aus der historischen Verantwortung für die Sammlung schon.
Komisch, seh grad, im Grady-Catalogue ist gar kein Zagami für Vienna vermerkt.
Naja, Forum hat 850 Mitglieder, schmeißt jeder nen Fuffi in den Pott, schwupp geht das...

Nungut. Zumindest Neuschwanstein müssens unbedingt auf die Reihe kriegen. Ist Nationalmeteorit.
Nicht daß am End ein reicher Bayer mit dem stiften geht und Wien die lange Nase wie bei Mauerkirchen gedreht bekommt.

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Mettmann

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Offline lithoraptor

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Re: Neue Meteoritenausstellung im Naturhistorischen Museum in Wien ab Herbst 2012
« Antwort #25 am: Februar 27, 2012, 18:17:12 Nachmittag »
Moin!

Wäre das nicht eine Möglichkeit bei Budgetkürzungen an die Tissint-Materie zu kommen? Ein Tausch?

Ist das Naturhistorischen Museum in Wien heute noch generell offen für einen Tausch?

Soweit ich mich an unsere Wien-Pilgerfahrtz erinnern kann, dürften sie schon tauschen, wenn sie es denn wollten. Es gibt jedoch eine sehr klare Haltung dazu, die man uns auf Anfrage auch deutlich gemacht hat. Ich zitiere jetzt mal Alex, der dies im entsprechenden Thread (Antworten #281) und Zusammenhang damals sehr treffend wiedergegeben hat:

Nochmal zurück zu Mocs: ein Meteorit, der in vielen Einzelexemplaren in Wien
vertreten ist. Hier die Aufnahme einer Wandvitrine von Mocs-Stücken ..., an der sich bis heute nichts
geändert hat, da das Museum inzwischen weder tauscht noch gar verkauft,
jedenfalls nicht in einem öffentlichen Gewand.

Ich habe Herrn Brandstaetter an dieser Stelle nach Tauschmöglichkeiten gefragt,
und er hat, für mich völlig nachvollziehbar, sinngemäß geantwortet, man wolle das
"Tafelsilber" nicht weggeben.

Gruß

Ingo

Offline Mettmann

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Re: Neue Meteoritenausstellung im Naturhistorischen Museum in Wien ab Herbst 2012
« Antwort #26 am: Februar 27, 2012, 18:30:39 Nachmittag »
So hat man sich zum Bsp ein futuristisches Austellungsdesign in den 1950igern vorgestellt:

http://progresscityusa.com/wp-content/uploads/2010/10/tomorrowland_meteorite.jpg

Eine nicht realisierte Studie für ein "Tomorrowland" in einem Disneylansd.


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Offline gsac

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Re: Neue Meteoritenausstellung im Naturhistorischen Museum in Wien ab Herbst 2012
« Antwort #27 am: Februar 27, 2012, 18:54:43 Nachmittag »
Also ich persönlich würde Meteorit mit Ausnahme des Gen. Sing. immer stark flektieren, einfach weil bei Maskulina die schwache Flexion insgesamt dochrecht selten ist.

Zu Duden juckt es mich, Morgensterns famoses Gedicht "Der Werwolf" hinzutippen,
fürchte aber der Digression und des Humors bezichtigt zu werden.

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Rolf W. Bühler: ---> "Meteorite"! Für mich war das bisher auch immer die
bevorzugte Pluralform, egal ob das nun mit oder ohne Humor interpretiert
oder zerlegt wird...

Meteoritensaal heißt es dann trotzdem, denn Meteoritesaal kling völlig
neben der Kappe! Werde spätestens nächstes Jahr wieder hinreisen und
dann auf Basis der Fördererkarte. Und mich freuen, wenn es gelungen ist..

Alex

Offline herbraab

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Re: Neue Meteoritenausstellung im Naturhistorischen Museum in Wien ab Herbst 2012
« Antwort #28 am: Februar 27, 2012, 21:23:05 Nachmittag »
Ich weiß nicht, ob Wien noch tauschen derf. Glaub eher nicht.

Och, wenn's passt, dann passt's. Einen historischen Fall gegen einen NWA-Chondriten, das wird halt nicht gehen. Einen schönen Tissint gegen ein paar kleine Mocs-Individuals (von denen haben sie ja genug), das ginge vielleicht schon. Und ich bin mir sicher, die Möcse würden dann auch wieder Abnehmer finden.  :einaugeblinzel:

Die Jahreskarte kostet nur 27€ - das ist billig!    :super: :super: :super: :super: :super: :super:

Eine Mitgliedschaft beim Verein "Freunde des Naturhistorischen Musems" kostet €25,-- und berechtigt auch zum freien Eintritt.  :fluester:

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Herbert
"Daß das Eisen vom Himmel gefallen sein soll, möge der der Naturgeschichte Unkundige glauben, [...] aber in unseren Zeiten wäre es unverzeihlich, solche Märchen auch nur wahrscheinlich zu finden." (Abbé Andreas Xaverius Stütz, 1794)

Offline gsac

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Re: Neue Meteoritenausstellung im Naturhistorischen Museum in Wien ab Herbst 2012
« Antwort #29 am: Februar 27, 2012, 21:57:48 Nachmittag »
Och, wenn's passt, dann passt's. Einen historischen Fall gegen einen NWA-Chondriten, das wird halt nicht gehen. Einen schönen Tissint gegen ein paar kleine Mocs-Individuals (von denen haben sie ja genug), das ginge vielleicht schon. Und ich bin mir sicher, die Möcse würden dann auch wieder Abnehmer finden.  :einaugeblinzel:

Bist Du sicher, Herbert? Exakt vor jener Mocs-Vitrine hatte ich den Herrn Brandstätter
zu einem Tausch befragt - natürlich den Mocs dabei genau im Blick! Er schien da aber
nicht sehr geneigt zu sein. Mag sich natürlich geändert haben, denn es ist ja schon
wieder ein Weilchen her. Und wer dafür jetzt, heuer, einen feinen Tissint daherbringt..?!  :einaugeblinzel:

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Ja eben, genau das meinte ich! Fördermitglied werden, und dann auch noch zu solchen
Konditionen!!

Bloß: wer bringt nun den Neuschwanstein III dort hin? Das werden die Freunde des Museums
allein nicht schaffen. Was sagt ihr dazu? Ich traue mich nun fast nicht zu fragen, aber frage
trotzdem auch: was meint denn der jetzige Eigentümer des Steins dazu? Der kann allerdings
mit Fug und Recht dazu schweigen, das wäre dann wiederum auch verständlich.

Alex

 

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