Autor Thema: Grüner Stein  (Gelesen 4087 mal)

Peter5

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Re: Grüner Stein
« Antwort #15 am: Juni 12, 2012, 17:17:43 Nachmittag »
Suevit ist grün?  :eek: :gruebel:

Meiner jedenfalls nicht.  :smile:

Offline MetGold

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Re: Grüner Stein
« Antwort #16 am: Juni 13, 2012, 21:47:07 Nachmittag »
Hi Ruatei,

hier zwei Stückchen grauer Suevit (gibts auch rötlich).


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Ein ereignisreicher Tag ist mehr als namenlose Jahre - (Spruch aus einem chinesischen Kalender)

Ruatngsicht

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Re: Grüner Stein
« Antwort #17 am: Juni 14, 2012, 05:11:00 Vormittag »
Hallo Peter 5 Hallo Metgold schöne Suevite habt ihr da gratuliere. Frage sind das Eigenfunde oder bei Mineralienhändlern erstanden, könnten auch aus alten Sammlungen stammen.

Erinnert mich an meinen geistigen Mentor Donei, leider schon lange verstorben, der mir bereits in jungen Jahren Astronomie und Geologie nähergebracht hat.

Er hat den Rieskrater öfter aufgesucht schon in den 50er Jahren ist dort aber nie fündig geworden. Seinen Tekit oder Moldavit ( war so ein grünlichschimmernder Glastropfen ) war bei einem Händler gekauft.

Grias eich da Ruatei. 

Offline MetGold

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Re: Grüner Stein
« Antwort #18 am: Juni 14, 2012, 06:42:36 Vormittag »
Moin,

also meine 2 Stückchen sind quasi aktuelle Funde*.

Nunja, einen Moldaviten konnte dein Lektor da auch nicht finden, selbige haben zwar ihren Ursprung vom Impakt im Nördlinger Ries. Gefunden werden sie in Tschechien(Böhmen/Mähren), ein paar wenige auch in dem kleinen deutschen Streufeld in der Lausitz, ganz wenige in Österreich.
Gibts im web viel drüber zu lesen, z.B.: http://www.moldavit.de/info/infoiv.htm

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* von vor 4 Jahren von einem befreundeten Sammler
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Offline Suevit

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Re: Grüner Stein
« Antwort #19 am: Juni 14, 2012, 09:18:57 Vormittag »
Hallo,

Er hat den Rieskrater öfter aufgesucht schon in den 50er Jahren ist dort aber nie fündig geworden.
Also, etwas Vorbereitung und/oder aktuelle Literatur vorausgesetzt (z. B. den Exkursionsführer des Rieskrater-Museums Nördlingen) ist es eigentlich fast unmöglich, nicht innerhalb von 1 oder max. 2 Tagen alle relevanten Impaktgesteine und -strukturen im Ries zu finden. Zugegeben, einige Schmankerl - wie die Ries-Belemniten - erfordern Glück oder gute geologische Kenntnisse, damit man nicht seine Zeit damit vertut, von vorneherein aussichtslose Aufschlüsse abzuklappern. Nur eben mit den Moldaviten wird es nichts werden, das hat MetGold schon ausgeführt.

Gruß,
Rainer

Offline schwarzwaldmineraloge

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Re: Grüner Stein
« Antwort #20 am: Juni 14, 2012, 17:06:34 Nachmittag »
Hallo,

Es wird sich um Serpentin handeln, dazu passt die Härte. Serpentinite (Serpentingesteine) enthalten häufig Magnetit, der ist magnetisch. Zum Teil kann man den sogar als schwarze metallisch glänzende Körner sehen.

Glück Auf!
Smoeller
Diplom-Mineraloge

Ruatngsicht

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Re: Grüner Stein
« Antwort #21 am: Juni 15, 2012, 16:06:44 Nachmittag »
Hallo Steinefreaks Danke für euere Antworten waren alle sehr informativ. Habe an der bereits beschriebenen Fundstelle noch ein Handstück gefunden.Bei dem Gestein handelt es sich um Serpentinit, wie von Auricular und Smoeller bereits richtig bestimmt. Bleibt noch die Frage wie kommt Serpentitmarmor in die nördlichen Kalkalpen;kenne diese schöne Gestein aus dem Aostatal gibts auch in Griechenland
in den Ostalpen gibt es noch den sogenannten Tauerngrün auch eine Variante des Serpentinitmarmors so wie in der Gegend von Obernzell Bayern.

Ja meinen Beobachtungen zufolge könnten diese Gesteine als Konglomeratbrocken vom Gletscherstrom verschleppt, am Moränenwall abgelegt und letztendlich  zu abgerolltem Gestein verwittert sein.

Dieses Bild bei Sonnenlicht aufgenommen zeigt keine Verfärbungen mehr. Zur Ergänzung die Dichte 2,63. Die anhaftenden Neodymmagneten ( W 0,5 N ) als Nachweis für Magnetismus

Die Abmessung des 2. Fundes 11cm - 8cm-5,5cm Die Bruchfläche zu zeigen ist meiner Meinung nach nicht mehr nötig. Denke die Bestimmung ist eindeutig.

Vielen Dank für Euere Hilfe.

Grias eich da Ruatei

 

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