Autor Thema: Bestimmungshilfe Oslo-Basalt  (Gelesen 1705 mal)

Offline JFJ

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Bestimmungshilfe Oslo-Basalt
« am: Mai 28, 2013, 11:06:10 Vormittag »
Nach OFTEDAHL C. 1952, werden Oslo-Basalte in vier Hauptgruppen unterteilt:
1. Augit-Basalt (Pyroxenbasalt)
2. Augit-Plagioklas-Basalt (Pyroxen-Trachytbasalt)
3. Plagioklas-Basalt (Olivin-Tachytbasalt)
3. Nicht porphyrischer Basalt (Trachytbasalt)

1. Augit-Basalt
Matrix: Hell- bis dunkelgrau, feinkörnig.
Einsprenglinge: Kurzprismatische, oft idiomorphe Augit-Kristalle. Je nach Lit. bis max. 15 (20) mm. Gelegentlich serpentinisierter, Olivin. I.d.R. korrodiert und ausgewaschen. Plagioklas nicht sichtbar vorhanden. In einigen Exemplaren Calcitmandeln.


 
Ich mag Geschiebe, weil sie die entgegenkommendsten Gesteine sind.

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Re: Bestimmungshilfe Oslo-Basalt
« Antwort #1 am: Mai 28, 2013, 11:12:35 Vormittag »
2. Augit-Plagioklas-Basalt

Matrix: Mittelgrau bis schwarz.
Einsprenglinge: Augit und Plagioklas. Die Feldspäte sind insgesamt zierlich ausgebildet, bis max. 10 mm. Ein Teil der Feldspäte ist häufig in Epidot umgewandelt. Z.T sichtbarer Olivin. Durch hydrothermale Umwandlung entstandene Mandeln, teils mit Calcit-, teils mit Epidotfüllung. Die Färbung der Feldspäte wird z. T. durch Pyroxene beeinflusst, wodurch sie in einigen Geschieben einen bräunlichen Farbton aufweisen.

« Letzte Änderung: Mai 29, 2013, 12:41:11 Nachmittag von JFJ »
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Re: Bestimmungshilfe Oslo-Basalt
« Antwort #2 am: Mai 28, 2013, 11:19:40 Vormittag »
3. Plagioklas-Basalt

Matrix: Grauschwarz, dicht.
Einsprenglinge werden alleine durch Plagioklas-Leisten gebildet, mit typischem Verhältnis von Länge zu Breite von 1:10. Maximale Längen bis 4 cm.
Ophitisches Gefüge. Ein Hinweis für die Bestimmung, ist ein häufiger zonarer Aufbau der Kristalle. In den Plagioklasen finden sich häufig Hinweise auf Saussuritisierung (Alteration unter geringem Metamorphismus und der Umwandlung von basischem Plagioklas zu Na-Plagioklas und Epidot) und Serizitisierung (hydrothermal-metasomatischer Prozess mit Umwandlung der Plagioklase in Serizit unter der Zufuhr von Kalium).
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Re: Bestimmungshilfe Oslo-Basalt
« Antwort #3 am: Mai 28, 2013, 11:31:04 Vormittag »
4. Nicht porphyrischer Basalt

Oslo-Basalte, welche keine makroskopisch sichtbaren Einsprenglinge aufweisen, eignen sich nicht als Leitgeschiebe. Die Farben reichen von dunkelgrau bis tiefschwarz. In den helleren Varianten tritt Orthoklas und Quarz auf. In den dunkleren Typen bevorzugt Nephelin und Olivin. Die Pyroxene in allen Oslo-Basalten sind meisten Klinopyroxene. Akzessorisch kommen Chlorit, Serpentin, Epidot und Bowlingit (Pseudomorphose des Silikatminerals Saponit nach Olivenit) vor.
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Re: Bestimmungshilfe Oslo-Basalt
« Antwort #4 am: Mai 28, 2013, 11:38:33 Vormittag »
Oslo-Basalt-Mandelstein

Obwohl bekannte Anstehende im Lavagebiet Skien recht begrenzt sind, lässt sich dieser Typ als Geschiebe durchaus häufig finden. Charakteristisch sind viele kleine Mandeln, welche je nach Gestein unterschiedliche, jedoch im Geschiebe meist einheitliche Größen aufweisen. Die kleinste vorgefundene Mandelgröße in einem Geschiebe, reicht von 0,2 mm bis 1 mm (s. Abb.). Es ist zu beobachten, dass die Färbung der Mandeln, mit zunehmender Einzelgröße dunkler wird. Die Färbung der Mandeln reicht von Weiß (0,2 mm) bis zu mittelbraun. In einigen Geschiebefunden sind die Kerne der Mandeln so dunkel, dass sie nur als Zonierung zu erkennen sind. Die Mandeln bestehen häufig aus umgewandeltem Olivin mit einer Calcithülle oder aus Calcit selbst. Gelegentlich sind die Schalen um die Mandeln rosa gefärbt, wie auch deren Inhalt. Oft findet sich auch sekundärer Epidot in den Mandeln.
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